...und noch ein Möchtegern...

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JensStark

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Hallo !

Ich sah letzte Woche das Angebot eines bekannten Discounters, dachte mir: "Hmm... Ein Fernrohr wolltest Du doch schon immer mal" und habe es *nicht* gekauft.

Stattdessen bin ich hier gelandet und habe bis zur Freischaltung ein wenig hier und woanders recherchiert.

Daher ist mir relativ klar, daß das Aldi-Angebot für mich wohl nicht in Frage kommt.

Was will ich überhaupt?
Ich wohne in einer Gemeinde am Rande von Hamburg (Nordwestlich), habe aber ein Auto, plane, mir irgendwann, wenn er wieder besser steht, die Ringe des Saturns anzuschauen, würde gern den GRF sehen, mir Mars und Mond angucken - und Sonne wäre ein Bonus. Wirklich toll wäre es, Spiralarme zumindest einer Galaxie sehen zu können.
Etwas wie M27 wäre schon bald Luxus.
Fotografie kommt für mich zur Zeit nicht in Frage - aber ich will auch nicht nach vier Wochen schon wieder ein größeres Teleskop kaufen. Und ich trage Brille. Dafür bin ich groß und kräfig und kann, wenn ich das Auto nicht nehmen will, auf das große Feld nebenan laufen :)

Selbstbau ist für mich nichts, also muß ich kaufen, vielleicht auch gebraucht.

Die preiswerteste eierlegende Wollmilchsau scheint ein 8"-Dobson zu sein - ich kann mit wenig Komfort leben und das Verhältnis von Preis zu Öffnung scheint das beste zu sein.
Optimal wohl, falls bezahlbar, irgendwas wie 200/1200.
(Und das Teil paßt in's Auto, Kombi sei Dank!)

Nun ist einerseits das Ganze anscheinend nicht wirklich optimal für Beobachtungen innerhalb des Sonnensystems, andererseits scheine ich eine schlechte Zeit für Planeten erwischt zu haben...

Danke für die Geduld - jetzt wieder die typischen Anfängerfragen:

- Wenn Dobson, tut es ein sehr günstiges ?

- Wenn nicht, welche (preiswerte) Alternative sollte ich beachten ? Das "Lidl-Weihnachtsangebot" ?
Oder ein Newton 114/900,

- Woher kommen bei den hochwertigsten Aufnahmen die tollen Farben ? Alles, was ich mit bloßem Auge oder Fernglas sehe, ist mit Ausnahme der Sonne weiß, und anscheinend bleibt das auch bei "bezahlbaren" Teleskopen so.


Danke schon jetzt für jeden sachdienlichen Hinweis ! :-)
 
Hi
ich denke Du hast es schon selbst erkannt. Viel sehen für wenig Geld läuft auf einen Dob raus.
Guck Dir die Dinger mal live unterm Himmel an und probiere.
Anhand dessen was ich so lese, gehe ich fast davon das Du Dein Gerät danach gefunden haben wirst.

Z.T Farbe. Farbsehen bedarf viel Licht. Das geht also nur bei hellen Planeten oder mit sehr viel Öffnung.

CS
 
Hallo

Das sehe ich auch so das ein Dobson für dich in frage kommt.
Mit einem 200/1200mm Dobs wirst du auch die von dir angestrebten Objekte auch sehen können.
M27 ist kein Luxus,sondern günstig Realisierbar.
Unter Hamburger Himmel sind aber Spiralarme einer Galaxie eher nicht zu sehen,da ist ein dunkler Himmel angesagt.
Auch gehört Beobachtungspraxis dazu,um Objekte besser erkennen zu können.
Glaub man nicht das dir die Objekte mit allen Details gleich so ins Auge fallen.
Nebelfilter erhöhen zbs.den Kontrast.
Ist man aber erstmal den Öffnungswahn verfallen,kommt schnell der Wunsch nach größeren Teleskopen auf.
Es wäre schön wenn man vorher durch die angestrebten Teleskope schauen könnte,dann wäre man vor fehlkäufen gefeit.
Ein 200/1200mm Dobson,wäre wie schon gesagt,eine gute Wahl für dich.

Grüße
Manfred
 
Danke für Eure Beiträge - ich werde noch etwas sparen und schauuen, daß ich das Ganze irgendwo live mal sehen kann !

Was den Öffnungswahn angeht, kann ich mir schon vorstellen, daß der Gechmack mit dem Essen kommt (Farben sehen, bessere Auflösung und so weiter). Andererseits sollten 200/1200 schon einige Zeit reihen - das Teil ist schon reichlich sperrig...


Vielleicht rüsten ja viele zu Weihnachten auf und der Gebrauchtmarkt wird lebhafter.

Danke übrigens auch für die Deepsky Brothers-Website, sie war eine der hilfreichsten Erfahrungen der letzten Tage !
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jens,

wilkommen in unseren Reihen.

Die wichtigsten Tipps und Hinweise hast du ja schon bekommen bzw. schon selbst erarbeitet, ich kann mich erstmal nur anschliessen in Sachen Live die Geräte zu testen bzw. kennenzulernen.

Nachdem ich auch früher den Dobsonteleskopen etwas misstraut hatte bin ich nun Fan dieser Geräte, aber man sollte sie vorher mal in Natura gesehen haben.

Nun ist einerseits das Ganze anscheinend nicht wirklich optimal für Beobachtungen innerhalb des Sonnensystems, andererseits scheine ich eine schlechte Zeit für Planeten erwischt zu haben...

Kann ich gar nicht finden :) Klar ist es eine Erleichterung eine automatische Nachführung zu haben, aber auch ohne viel Übung halte ich Planetenbeobachtung bei 250x für problemlos wenn man eine halbwegs gut gängige Rockerbox (Dobsonmontierung) hat (bei wirklich gutem Equipment und Erfahrung auch bedeutend höher). Was die Detailerkennbarkeit angeht, liegt das zu einem Gutteil an den Umgebungsbedingungen, mit einer solchen Öffnung sind aber im Optimalfall schon sehr viele Details sichtbar.

Joa, M27 ist wirklich kein Luxus, der ist auch schon bedeutend kleineren Instrumenten zu sehen, mit 8" zeigen sich aber gerade bei den schwachen Deepskyobjekten schon einige Details der inneren Struktur.

Bei deinem angepeilten Budget halte ich ein Lidl oder (wesentlich) kleineren Spiegel für nicht sinnvoll.

Für Farben (abseits von Planeten und Planetaren Nebeln) ist schon ein gehöriger Öffnunsschritt oder extrem guter Himmel von Nöten, aber Öffnung schadet nie :biggrin:
Trotzdem sind 8" schon viel Öffnung und manche bleiben ihr Leben lang dabei - wenn man natürlich dem Öffnungsfieber erlegen ist hilft nix mehr ausser mehr Glas ;)

CS Benny
 
Hallo Jens,

ich rate Dir zu dem, was alle Dir raten....
den berühmten 8" f6 Dobson. Wirklich DAS Universalgerät und tatsächlich nahezu die eierlegende Wolfmilchsau, denn:

- gut am Planeten dank 25% Obstruktion (SC hat z.B. 30-43%)
- gut im Deep Sky Bereich
- verträgt dank f6 auch preiswerte Okulare

Farben sehen: Gibt es einen anderen Thread darüber, der läuft noch und ist recht interessant, was Leute so alles mit Ihren Geräten sehen können. Schau mal rein.

Man darf sich natürlich nicht von den schönen bunten Bildchen der Werbung leiten lassen. Die Kamera kann Licht addieren, das menschliche Hirn sieht aber nur 1/19" das Licht, und das immer und immer wieder. Es wird also nicht MEHR Licht, sonderen es ist wie ein Film aus lauter Einzelbildern. Und diesen addiert die Kasmera und kann so ein Frabbild erzeugen (ganz einfach ausgedrückt ohne Physik etc.)

8" kann man noch tragen, ist justierstabil und im Bereich ab 350 Euro mit 1-2 Okularen und Zubehör zu haben. Wichtig ist, daß der Spiegel mindestens aus BK-7 Glas besteht und nicht aus Fensterglas. Dies ist wichtig für die notwendige Auskühlung in der Nacht und der Temperaturanpassung spiegel zu Umgebungstemperatur.

Ergo: 8" f6 von GSO/Skywatcher/Orion oder Galaxy.

Gruß
Winfried
 
Hallo Jens,

sieh Dir diese Teile an, dreh Mal an einer Box, schau durch, führ nach. Wenn Du damit klar kommst ist ein 8" F/6 DAS Gerät für Dich. :cool:

Das ist der bezahlbarste Einstieg mit einer Öffnung die "allroundtauglich" ist, also zumindest an den hellsten Objekten aller für Dich erreichbaren Objektklassen so viel Struktur zeigt, dass Du ihre Natur erkennen kannst.
Für Planeten ist so ein 8" F/6 Newton sehr wohl geeignet, sehr gut sogar.

Ein wenig kranken diese Teile alle an einer etwas ruckeligen Bewegung in den Achsen. Wenn das zu störend wird kann man mit geringem finanziellen Aufwand und minimalem Bastelgeschick etwas tun, kein Probelm.

Der Einstieg über die genannten Marken ist sehr preisWERT und das schöne an den Geräten ist, dass sie weiteres Zubehör lohnen, wenn das Interesse wächst ohne dass man gleich über ein anderes, größeres Teleskop nachdenken muss.

Ich selbst beobachte schon jahrelang mit einem 8" F/6 Dobson als Hauptgerät. Es wäre eine Lüge, zu behaupten, dass ich nicht an einem 16-Zöller interessiert wäre.
Dem stehen Sachzwänge und andere Interessen entgegen, die Genehmigung meines Finanzministers wird noch auf sich waren lassen. :/
Schadet nichts, dann der 8" F/6 macht immer noch einen Heidenspass und ist noch lange nicht ausgereizt obwohl er inzwischen fast als voll ausgestattet zu bezeichnen ist, was mahr als das dreifache des Einstandspreises gekostet hat. Dafür taugen die Okular und Filter auch schon fast alle zum 16" F 4,5. :pfeif:

CS
*entfernt*
 
Wow... Irgendwie fühlt man sich hier wirklich gut aufgehoben, nochmals Danke an alle !

Ich hatte mir gestern noch Stellarium heruntergeladen.

Heute war es dann am Himmel etwas klarer als sonst und ich sah einen SEHR hellen Punkt ein Stück rechts und überhalb des Mondes. So um und bei 20 Grad westlich...

Da ist im Südwesten bei mir der Jupiter, wenn Stellarium Recht hat - das macht leider wirklich fürchterlichen Appetit.

Aber ich muß noch ein wenig Geld anhäufen - f/6 kostet ein wenig extra (333€ + Zubehör ? ) und auch mein Finanzminister kann gnadenlos sein :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Um zu wissen, auf was ich meinen Finanzminister seelisch vorbereiten muß, habe ich hier in den Threads mal etwas geschaut.

Mir scheint, daß beispielsweise(!) Teleskop-service.de ein interessantes Angebot hat. Ein 200/1200 GSO-Dobson, der unter GSD 200c läuft, dafür mit einem teuer klingenden Okularauszug geliefert wird, der aber mit der Spiegelbelüftung (verstehe ich inzwischen auch :) ), zusammen einen kaum merklichen Aufpreis kostet.
Zusammen für 338 Euro.

Die Frage ist - lohnt ein Rollenlager oder ein Teflonlager ?

Oder der TS Okularkoffer ?
Klinmgt auf den ersten Blick wie ein ganz brauchbarer Deal, aber brauche ich wirklich so viel davon, daß der Kaufpreis lohnt ? Und - taugen die Okulare etwas für Brillenträger ?

Sonnenfilter (nein, ich weiß, Rettungsdecke vor das Okular geklemmt erspart den Augenarzt...), Laser und anderen Einstellkram würde ich erst einmal zurückstellen.



 
Hallo Jens,

der 200c ist schon mehr als nur brauchbar, das mit dem teuerklingenden Okularauszug ist so eine Sache, meines Wissens ist der einfacherer Standardauszug sogar besser als der Crayford, man mag mich da jetzt korrigieren wenn ich falsch liege... erst ein wesentlich teurerer Crayford wäre einen Mehrpreis wert.

Der Okularkoffer ist nicht empfehlenswert, zumindest nicht bei diesem Gerät, was bei den Dobsons im Speziellen sehr angenehm ist, sind Weitwinkelokulare, die müssen nicht viel kosten, gibt es ab 30€ bei Reese (www.astrookulare.de unter Eigenimporte) und ein 2" TSWA 32 oder 2" 30mm Reese/BW als Aufsuchokular. Teurer geht immer und sparen lohnt sich sicher aber man will ja auch irgendwie mal anfangen mit Beobachten :)

CS Benny
 
Schau dich doch mal im Biete Forum um.
Ein gebrauchtes macht es doch auch,wenn es finanziell kneift.

Grüße
Manfred
 
HI, also der 8" GSO ist wirklich ein feines TEil (zumal zu dem Preis) Teflon gleich mitzubestellen ist sicher nicht verkehrt, wird dadurch doch die Bewegung butterweich.

Der Okularkoffer, hmmmm, also ich habe selber so ein Teil und nutze noch 2 Okus, einen Filter und die Barlow aus dem Köfferchen, das 32mm Plössl, das 15mm WW Oku und die Barlow (aber nur den unteren Teil, da damit auch noch ganz gute Ergebnisse erzielt werden) und last not least der Graufilter am Mond.
Im Endeffekt nutzt man am Anfang aber sicherlich die komplette Palette an Okus, die der Koffer hergibt (sofern sie am Gerät sinn machen, bei einem Dobs würde ich mal sagen, lieber gleich Weitwinkelokus nehmen anstatt Plössl (z.B. ein gutes 2" Oku), das spart den Doppelkauf und somit Geld.

Gruesslies/CS

Weazle
 
Jeder Post hier scheint mir im Schnitt ungefähr 50 Euro zu sparen :-) Unglaublich, das !

So, jetzt ist erst einmal Urlaub angesagt - ohne Teleskop, ohne Internet, dafür mit Fernglas :)
 
Hallo Jens,

Zitat von JensStark:
Sonnenfilter (nein, ich weiß, Rettungsdecke vor das Okular geklemmt erspart den Augenarzt...),

autsch, dass da noch keiner laut geschrieen hat, wundert mich. Dann mach's halt ich:

Finger weg von Rettungsfolie als Sonnenfilter!

Verwende nur extra hierfür hergestellte Spezialfolie mit ND=5, z. B. die Baader-Folie.
Und vor allem: nicht vor dem Okular, sondern vor dem Objektiv, also vorne, wo das Licht ins Teleskop reinfällt!



Ansonsten zum Teleskop:

Auch ich würde ein 8"-GSO- oder Galaxy- (ist die ICS-Variante)Dobson nehmen, auf jeden Fall mit Teflon-Azimuth-Lagerung und 8x50-Sucher. Der Crayford ist auf jeden Fall sehr gut für den Preis (bin sehr zufrieden). Im Paket beigelegte Okulare würde ich mir als Minderpreis rausrechnen lassen.

Als Okulare reichen am Anfang die schon genannten:

(1) Das Reese 2"-UW 30-mm-Übersichtsokular. Oder falls Du Dich für einen Galaxy von ICS entscheidest, solltest Du das im Paket enthaltene 32er Plössl behalten, das reicht am Anfang auch und kommt billiger.

(2) Die Reese SW-Goldkanten für 30-35 EUR pro Stück in 15, 9 und 6 mm.

Sonst braucht's erst mal nix. Die genannten Okulare sind sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber am genannten Gerät sinnvoll wegen des ordentlichen scheinbaren Gesichtsfeldes. Später kann man bei Bedarf immer noch auf bessere Okulare umsteigen und die vorhandenen an einem Zweitgerät benutzen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass Dir die Okulare auf Jahre genügen werden.

Ciao
Martin
 
Hi Martin, Hi Jens,

deckt sich genau mit dem, was ich Dir, Jens, geschrieben habe. Sinnvoll ist das Original 32 mm schon, läßt mn es weg, bekommt man auch keinen großen Rabatt. Trotzdem, gerade beim Übersichtsokular, würde ich dringend zum 2" mit 65 Grad scheinbarem Gesichtsfeld raten. Man findet die Objekte einfach entspannter und sie "rasen" nicht so schnell aus dem Okular aus wie bei einem Plössel.
Den Sucher habe ich eigentlich nur als Demo für Leute, die wissen wollen, wie der funktioniert. Ich nehme grundsätzlich den Telrad, dazu die Taukappe, wenn ich nicht in der Warte beobachte, sondern auf der Wiese.

Tip zum Finanzminister: mit dieser höhergestellten Person in eine Sternwarte gehen, durchgucken lassen, die Highlights zeigen lassen uns schon sind bestimmt 100 Euro mehr drin....

CS
Winfried
 
Hallo zusammen

Ich kann da nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen. Mein erstes Teleskop war (und ist) genau das von dir angesprochene GSO 200/1200 Dobson von TS.de.

Habe es mir vor zwei Jahren dort gekauft mit dem TS Okularkoffer, zwei Büchern und einer Sternenkarte.

Hat mich alles zusammen meine ich so knapp 500€ gekostet.

Und ich habe mich damals nicht weiter informiert also in Foren oder so. Nur bei den Händlern geschaut.

Aber ich muss sagen, das ich dort sehr gut beraten wurde.
Ich habe es auch nicht bereut und würde dieses Teleskop jederzeit wieder kaufen.

Gruß

Olli
 
@Zonk, keine Sorge - ich verstehe genug von Physik (und habe als Kind auch schon mit Sonne und Lupen mit relativ kleiner Öffnung gespielt - reicht !), um nicht einmal auf die Idee zu kommen. "Spart den Augenarzt" meint: "Danach braucht man keinen mehr, höchstens noch für die Anpassung eines Glasauges." (Das Glasauge muß nicht einmal vergütet werden :) )

Euch anderen - vielen Dank, aber jetzt muß ich packen, sonst haut mich der Minister :(
 
Au weia, da hab ich doch glatt die Ironie übersehen - und das mir! :mauer:
 
Sooo.. Aus dem Urlaub wieder da - und mir ist ein wenig klar geworden. Mein kleines Taschenfernglas (8x irgendwas) kann ich schon nicht mehr ganz ruhig per Hand halten, Mond finden hingegen war einfach.

Wenn ich aber daran denke, was für ein wiziges bischen Himmel ich mit einem 8" F/6-Monster noch sehe, wird mir langsam auch klar, wie wichtig eine leichte Positionierung und eine Möglichkeit zum "grob peilen" sind.

Jetzt spiele ich ja noch mangels Fernrohr mit Stellarium.
Kann man damit irgendwie simulieren, was man sehen WÜRDE, wenn man denn mit besagtem Dobson?

(Anscheinend gehört zu einem leistungsstärkeren Teleskop als dem 8" fast schon verpflichtend die Möglichkeit der Nachführung, sonst macht das Objekt der Begierde einmal "fuff" und ist wieder weg...)
 
Hallo Jens,

Kann man damit irgendwie simulieren, was man sehen WÜRDE, wenn man denn mit besagtem Dobson?

Nein, in Stellarium sind nur Astrofotos eingebunden, ein Programm dass das aber m.W. kann ist das Porgramm Eye&Telescope (Vollpreisprodukt) von Tom Pfleger.

Ansonsten solltest du dich nach Zeichnungen mit 8" umschauen, ich habe seit kurzem auch einige wenige auf meiner Seite...

Anscheinend gehört zu einem leistungsstärkeren Teleskop als dem 8" fast schon verpflichtend die Möglichkeit der Nachführung, sonst macht das Objekt der Begierde einmal "fuff" und ist wieder weg...

Mit Nichten. So "fuffig" fliegen die Objekte auch nicht raus, deshalb gönnt man sich gerade bei Dobsons gerne ein Weitwinkelokular, denn umso grösser das abgebildete Feld, desto länger verbleibt das Objekt im Sichtfeld, selbst Planeten mit 240x aufwärts sind auch ohne Nachführung noch problemlos zu beobachten, das meiste in Sachen DS beobachtet man ja bei wesentlich geringeren Vergrösserungen, gerade mit einem 8"er

CS Benny
 
Hi Jens,

ja, bei entsprechenden Bedingungen ist das kein Problem die Ringstellung nimmt aber weiter ab und in den nächsten Jahren ist nicht sooo viel zu erwarten, was aber nicht heisst, das man keinen Ring sehen könnte, der Herr der Ringe lohnt immer ;)

CS Benny
 
tja, nur leider ist die Planetensaison vorbei. - Für die kommenden 5-6 Jahre. Gerade Mars ist noch zu sehen, aber auch schon wieder zuuu weit weg, um darauf noch Details außer der Polkappe zu sehen.

Dafür gibt`s Deep Sky immer, und dafür ist der 8" f6 Dobson das ideale Gerät. Dobson-Schubsen ist eine Sache der Gewöhnung und das lernt man mit einem guten Dob in nur wenigen Nächten. Ideal dafür ist der Telrad-Sucher oder ein Leuchtpunktsucher anstelle des 8x50 Suchers.

Einfach mal in einer Sternwarte in Deiner Umgebung ausprobieren!

Ich empfehle, natürlich weil ich ihn selbst habe, den ICS-Galaxy Dobson mit Teflon-Tuning Kit. - Ein nahezu ideales Gerät und Testsieger in der Zeitschrift Stellarium.

CS
Winfried
 
Hallo !

Noch wartend auf die Zustimmung des Finanzministers habe ich mich noch weiter mit dem Thema beschäftigt. SkyScout (das Buch) und Kosmos 2008 beschafft, Software installiert und ausprobiert,
versucht, in Hamburg einen Teleskophändler zu finden (und nochts wirklich tolles gefunden) und kreuz und quer im Internet gelesen. Ach so - und um das Prinzip zu begreifen, gleich noch einen Astromedia-Mikrodobson bestellt, der aber noch nicht geliefert wurde.

Letzter Stand in Richtung Wunschteleskop war ja ein 8" f/6-Dobson, wohl von GSO. Das kann vielleicht auch so bleiben, trotzdem macht man sich so seine Gedanken.
Alternativ prickelt es natürlich, einen 114/900-Newton oder ähnliches auf einer brauchbaren Montierung aufzutun, ist halt etwas handlicher, man "sieht" nur weniger.

Dazu einige Fragen, einfach des Veständnisses halber...

Habe ich das folgende richtig verstanden?

- Mehr Öffnung ist gut, weil mehr Licht, dazu auch ggf. eine bessere maximale Auflösung.

- Mehr Brennweite ist gut (Kontrast?), schluckt aber wieder Helligkeit.

(Also optimal für Planeten wäre ein 10" F/22, wäre aber nicht wirklich handlich ?)

- Kurze Brennweiten brauchen bessere Okulare.

- "Mogel-Newtons" mit eingelöteter Barlow-Linse sind böser Zauber.

- Selbstbau von Einsteigergeräten lohnt preislich nicht.

- Auf Lidl brauche ich anscheinend dieses Jahr nicht zu höffen...


Und noch eine Frage -

besagtes 114/900 kriegt man auf einer recht zierlich aussehenden Montierung bei einem angesehenen Händler für 139 Euro. Mein Händler um die Ecke will für etwas ähnliches, von Vixen und leicht eingestaubt das dreifache ? Auch 114/900, auf etwas wuchtigerer Montierung., auch Newton. (Einen Refraktor als 114/900 zu dem Preis wäre dann wohl ein Schnäppchen...)

Was macht da den Preisunterschied - von "Einzelhandel gegen Internetversender" mal abgesehen? Sind die Qualitätsunterschiede so extrem ?

Edit:
Das mit dem Dobson ist gut und schön - aber ich lebe direkt "neben" Hamburg. Es stellt sich die Frage, ob ich immer mein Auto beladen will um in die Heide zu fahren, oder ob ich mit einem kleineren Rohr mal eben auf's Feld nebenan gehe. Oder sieht man auch mit mehr Öffnung bei hellem Himmel mehr ? (Milchstraße vor der HAustür ist mir jedenfalls noch ncith aufgefallen...)

Gruß und Dank,
Jens

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Jens,

deine Verständnisfragen/-feststellungen sind so falsch nicht ;)

Ein Vixen ist von der Qualität und Stabilität eine andere Welt und daher ist der Preis wohl gerechtfertigt...

Das 139€ Angebot ist zu wackelig, eine Montierung die einen 114/900 sicher trägt ist eine EQ3.

Man sieht mit mehr Öffnung auch unter schlechterem Himmel mehr als mit einer kleinen Öffnung (Auflösungsvermögen), aber andersherum sieht man mit kleinerer Öffnung mehr oder genausoviel wie mit grösserer Öffnung im Lichtsumpf (Kontrast), deshalb ist Transportabilität schon wichtig, ob du mit einem parallaktischen Teleskop >4" jetzt mal eben zu Fuss gehst... mhh ... das wird gern unterschätzt.

CS Benny
 
Hallo Benny,

JETZT wird da 'ne Wurst draus :)

Die EQ3 kostet (beim gleichen, sicherlich nicht schlehten Händler) 148€. Es gibt sie mit einem Celestron (jeztz hätt ich fast "Celeron" geschrieben...) zusammen für 299€.

Gewicht der EQ3 laut Recherche: 11 Kg. (Das wiegt die Rockerbox auch.)

Vorteil: Ließe sich vielleicht auch mal zum Fotografieren verwenden - und bei dem Preis sind auch noch zwei Okulare dabei.

Nachteil: Dafür kriege ich auch einen Dobson - mehr öffnung (massiv mehr öffnung) mit einfacher Bedienung, auch auf einem Feld einfach aufzubauen.

Danke, das war überzeugend ! :)
 
Hi Jens,

freut mich dass dir das weitergeholfen hat, trotzallem bin ich der Meinung dass du DEINE Meinung nur abschliessend und befriedigend bei einem Live-Test bilden kannst...

Astrofotografie + EQ3 : Dazu wäre noch eine 2-Achsensteuerung angesagt (m.W. 220€) und eventuell sogar ein Polsucher (50€), dann aber immer noch mit nur kurzen Brennweiten bzw. kurzen Belichtungszeiten, aufgesattelte Kamera (Piggyback) geht damit aber bereits.

Dobson-Transport: Das mit dem Gewicht ist richtig, den Dobson kann man mit Tragegriffen nachrüsten oder eine (grosse) passende Tasche kaufen, die Rockerbox hat einen Griff, dann musst du nur noch das Zubehör zwischen die Zähne klemmen (kleiner Scherz), also alles auf einmal wollte ich nicht tragen wollen, ich gehe meist bequem 3x zum Auto, wenn du wirklich kurze Strecken zu Fuss damit gehen möchtest wäre ein Bollerwagen eine Alternative ;)

Grüsse Benny
 
Übrigens - heute abend dann noch ein Selbstversuch.
Starke Bewölung mit gelegentlich offenen Flächen, etwas diesig. Auf den Balkon gegangen, ohne Anpassung der Augen, dafür Straßenlaterne auf der anderen Straßenseite.

Mit dem kleinen Taschenfernglas (Minox BD 8x24 BR) und etwas mehr Ruhe als im Urlaub einfach mal versucht, den Mond genauer anzuschauen.

Und siehe: die von Tycho ausgehenden "Strahlen" sind zumindest erahnbar (der Blick auf "moonscout" gibt mir da im nachinein Recht) und ein einzelner Stern wird im Fernglas zu einem deutlich helleren, strahlenderen, mit 2 Nachbarsternen, die ohne Fernglas wieder verschwinden... Spannend - für mich - und das mit einem Spielzeug!

Dann schloß sich die Wolkendecke wieder.
Wenn ich jetzt mit dem Astromedia-Dobson NOCH mehr sehe, der hoofentlich nächste Woche geliefert und zusammengebaut wird, bin ich auf dem richtigen Weg.

(Suchtgefahr ? Sagte ich Suchtgefahr ?)

(Und welcher Anbieter hat Dobson-Bollerwagen ? Oder Räder unter die Rockerbox und eine Deichsel an den Okularauszug ?)
 
Sooo... Der Astromedia-Dobson ist fertig, mit Sonnenfilter und so weiter... Als erster Ansatz nicht schlecht. (Ich habe da noch Sperrholz. Eine bessere Rockerbox wäre interessant...)

Überraschend, es funktionier terrestrisch.

Nicht überraschend: ansonsten gibt es nichts zu sehen, dicke Wolkendecke seit gestern.

Da fragt man sich: Gibt es sowas wie die 10 Gesetze der Amateruastronomie, mit

7. Wenn das neue Teleskop fertig ist, ist das Wetter schlecht

?
 
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