Unscharfer Jupiter mit Barlow x2

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Schulastronom

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Hallo zusammen!!

Meine Jupiterbeobachtung war gestern echt enttäuschend. Nachdem ich das 6mm Okular einsetzte und zudem noch die Barlow 2x benutzte war Jupiter sehr unschaft und man konnte nur noch rießen weißen kreis sehen.
Hab ein newton spiegelteleskop 114/900.
Vielleicht noch eine Zusatzfrage. Was ist mit diesem Teles kop überhaupt zu sehen??

DANKE <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
 
hi,
auch wenn dein newton sauber kollimiert ist, hast du mit
mit dieser konfiguration schon den grenzbereich deines teleskopes überschritten. selbst wenn dein teleskop noch die 300 fache vergrösserung mitmachen würde, wäre dafür ein super 1a seeing voraussetzung. ich würde die höchste vergrösserung so bei 250x ansetzten. deine austrittspupille
war bei dieser konfiguration 0,38. weniger als 0,5 halte ich generell nicht für sinnvoll.

aber don´t worry. auch mit diesem rohr kannnst du eine menge spass haben. google mal nach den spezialisten für den 114er. ich habe den link leider nicht parat.

damit du das oben geschriebene nachvollziehen kannst:
als maximale vergrösserung gilt so pi mal daumen der doppelte öffnungsdurchmesser.
wenn du die fernrohrbrennweite durch die okularbrennweite teilt, erhältst du die vergrösserung.
bedenke das die barlowlinse die rohrbrennweite um den barlowfaktor verlängert.
wenn du deinen rohrdurchmesser nimmst, und durch die vergrösserung teilst, erhältst du die austrittspupille.

ich empfehle dir das buch tipps und tricks für sternenfreunde.
 
Hi,

hatte auch zwei Jahre spass mit einem 114er, Bresser,
habe auch super fotos von Mond und Sonne damit gemacht, lass dich nicht zu früh entmutigen.
hier ein Link zu einem 114er besitzer: http://www.quickastro.de/

viel spass noch, gruss Alois <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Da gibt es mehrere Punkte zu beachten!

Hallo Schulastronom,

ich setze heute noch einen 114/900 für Unterrichtszwecke ein und beobachte so mal eben zwischendurch gerne auch selbst damit. Die Optik ist für ihre Größe wirklich sehr gut und leistungsfähig. Mit dem (hoffentlich hochwertigen) 6er Okular ist bei 150 fach in normalen Nächten eigendlich Schluß, da die Optik systembedingt nicht viel mehr bringen kann. Die Barlow ist hier also unnötig (Ausnahme Mond und Doppelsterne). Wenn die Luft sehr gut ist, setze ich auch mal ein teures 4,7er Okular aus dem Zubehöt meines großen Newton ein. Knapp 200fach ist in den Nächten mit sehr ruhiger Luft eine herrliche Vergrößerung, die der 114er Spiegel noch voll bringt. Darüber wird das Bild dann recht schnell flau und unscharf - man spricht von einer leeren Vergrößerung oder auch Übervergrößerung, die nichts mehr bringt.

Achte bitte auch auf eine vollständige Auskühlung des Geräts. Dies wird oft - vor allem bei kleinen Teleskopen, die man mal kurz aus der Wohnung ins Freie trägt - übersehen. Der Blechtubus mit der hinten geschlossenen Hauptspiegelzelle braucht schon seine 1 bis 2 Stunden (!) um vollständig auszukühlen. Und erst dann ist das Bild auch bei höheren Vergrößerungen ruhig und scharf. In der ersten halben Stunde ist das Bild im Extremfall (Warme Wohnung -> kalte Winternacht) völlig unbrauchbar und läßt sich auch bei schwächster Vergrößerung kaum scharfstellen.

Bedenke bitte auch, dass ein schlechtes 6mm Okular und /oder eine billige Barlow jede für sich bereits das Bild unscharf machen können. In Kombination ist das Resultat auf jeden Fall enttäuschend.

Ich setze ein gutes 12er und ein 40er Plössl in Verbindung mit der sehr guten Meade-Barlow #126 ein, damit hat man dann eine Abstufung 40 + (20) + 12 + (6) mm oder entsprechend 22x, 44x, 75x und 150x Vergrößerung. Diese Abstufung hat sich in den letzten Jahren als optimal für das Teleskop herausgestellt. Sehr praktisch ist es vor allem, ein längerbrennweitiges Okular mit einer guten Barlowlinse einzusetzen, da diese Okulare ein angenehmeres Einblickverhalten haben wie die oft sehr kleinen Augenlinsen preisgünstiger Okulare.

Gruß und viel Spass

Bernd

Meine Astro-Website
 
der link, den der dobsonaut wahrscheinlich meint ist hier :
http://www.newton114mm.lowitz.de/
eine super seite -
hab selbst einen 114er und mich von den vielen beobachtungsberichten inspirieren lassen

ebenfalls nicht unwichtig (neben auskühl-zeit und richtiger vergrößerung / ap) ist auch der beobachtungsplatz :
über häuserdächern sammelt sich warmluft - den effekt von solchen luftschlieren kannst du prima beobachten wenn du jupiter bei hoher vergrößerung unscharf stellst und mal die hand vors teleskop hälst, dann siehst du die warmluftschlieren, die dein körper abgibt im unscharfen planetenscheibchen tanzen...

so nebenbei, um am jupiter "alles" zu sehen, was der 114er hergibt, mußt du gar nicht so groß vergrößern, mit einem guten 6mm ohne barlow erzeugt der anblick bei mir schon "rauschzustände"...

zur frage, was du mit deinem 114er sehen kannst ebenfalls ein schöner link, die seite vom thomas "binoviewer" :
http://www.dnsolutions.at/binoviewer/

wenn du auf "artikel" klickst findest du zwei seiten, wo er anhand von bildern die ansichten in "typischen" einsteigerteleskopen vergleicht.

ich hoffe die beiden links helfen und machen lust auf mehr

cs
ingo
 
Hallo!
Lass dich nicht entmutigen. Mit ein wenig Beobachtungserfahrung und längerem Hingucken sind auch mit deinem Teleskop richtige Details zu sehen. Ich hab die Erfahrung auch gemacht. In den letzten Wochen war es ziemlich klar undich habe einen Versuch beim jupiter gemacht. Je länger und öftre du guckst, desto mehr ERKENNST du. Nicht dass du es dir nur einbildest, sonder du erkennst es tatsächlich!
MFG Michael
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo, ich habe ebenfalls ein 114/900er Newton und war zunächst auch erstmal ein wenig enttäuscht.

AAber !

Die allererste Massnahme ist, sich vernünftige Okulare anzuschaffen ! Mein Lieblingsokular ist z.B. ein Erfle 20mm Weitwinkelokular. Wenn ich das zusammen mit der 2fach Barlow einsetze, ist das Ergebnis viiiiel besser, als wenn ich eine ähnliche Vergrößerung mit einem 9mm Okular ohne Barlow habe.

Was bei mir auch einen entscheidenden Einfluß auf den Komfort hatte, war ein neues Stativ. Dies ist selbstgebaut, aus Holz und stabiler und schwerer als das Originalteil. Dadurch habe ich beim Beobachten nicht mehr soviele Schwingungen, die das Bild negativ beeinflusssen (negative Schwingungen halt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )

Ich kann mich auch den anderen hier anschließen, bloß nicht entmutigen lassen ! Schau dir mal die Bilder auf meiner Homepage an, besonders die vom Jupiter. Da kannst du sehen, wie sie im Laufe der Zeit immer besser wurden. Und das ganze noch vom Balkon aus, inmitten der hellen Großstadt !



 
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