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Lutz_11

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Hallo,

ich bin am überlegen mir ein Teleskop anzuschaffen.
Ich hoffe Ihr könnt mir hier etwas weiterhelfen.
Ich besuche astronomie.de schon mehrere Jahre und habe den Web- Auftritt und die Foren als informative Quelle schätzen gelernt. Selber bin ich Gelegenheitsbeobachter (1 bis 2 mal im Monat)und mit einem Nikon Action EX 8*40 und einem Telementor unterwegs. Mein Interesse gilt hauptsächlich offenen Sternhaufen und dem Mond. Fotografie kommt nicht in Frage, allerdings möchte ich das eine oder andere Objekt zeichnerisch festhalten. Mittlerweile habe ich Lust auf mehr (erreichbare Objekte). Nicht zuletzt weil das Telementor schon altersschwach ist. Ich habe noch nicht durch was anderes geschaut aber M1 ist schon relativ (sehr) schwierig.
Vielleicht noch etwas zu den Beobachtungsbedingungen.
Ich nutze 3 Beobachtungsplätze:
- direkt hinterm Haus, Sichtbehinderung nach Norden ziemlich vollständig sonst bis ca 30 Grad, klassischer Vorstadthimmel d.h. im Zenit Sommermilschstrasse sichtbar, der Rest mehr oder weniger grau.
- auf Anhöhe mit ca. 500m Trageweg, freie Sicht, nach Norden bis ca. 30- 40 Grad Lichglocke, sonst halbwegs dunkel
- dunkler als der 2. Platz leichte Sichtbehinderung nach Westen, aber gelegentlich Blendung durch entfernte Fahrzeuge

Ich überlege nun mir ein Dobson anzuschaffen.
Folgendes habe ich mir überlegt:
- 8 Zoll Meade Lightbride
- 8 Zoll von Orion UK
- 8 Zoll Galaxy (Version mit Pyrex)

Finanzieller Aufwand sollte plus 2 vernünftige Okulare ca. 1000 Euro nicht übersteigen

Was würdet Ihr nehmen ?
Wo sind die Stärken, wo die Schwächen.
Oder würdet ihr in eine ganz ander Richtung gehen ?

Lutz
 
Hallo Lutz,

bei 8" würde ich, wenn es vom Transport her keine Rolle spielt einen Volltubus vorziehen.
Man kann Volltuben einfacher optimieren.
Streulichtschutz ist wichitg, gerade an ungünstigen Standorten, saugende Lüftung, Tauschutz (Tau-/Streulichtkappe), Veloursauskleidung, Tubusisolierung (hohe Vergrößerungen/Planetentauglichkeit.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Lutz,

auch ich würde Dir bei 8" f6 den Volltubus empfehlen. Die Marke nenne ich mal nicht, stehrt ja unten deutlich genug....

Wichtig: Nehme das Tuning Kit mit, damit läuft der Dobson wesentlich ruckelärmer und man kann damit bis an die theoretische Vergrößerungsgrenze fein nachführen. Kostet Euro 25.-. Zu Pyrex oder BK-7: Ich selbst habe ihn in BK-7, das reicht völlig aus. Ein 8" muß ca. 1 Stunde im Freien auskühlen, hat er BK-7. Mit Pyrex dauert es etwa 1/2 Stunde, danach zeigen beide das gleiche saubere Bild. Ergo ist Pyrex nur etwas für "Schnellspechtler", also für Leute, die keine Zeit haben. Ab 16" sieht das Ganze wieder anders aus, aber bei 8" reicht BK-7 allemal. Du kannst mich ja mal anrufen (bei Bedarf).

Wichtiger sehe ich die Sache mit den Okularen. Obwohl ich diese Geräte selbst vertreibe, unterscheide ich da doch in Bezug auf die örtlichen Gegebenheiten. Hast Du einen absolut dunklen Beobachtungsstandort, dann sind die 42 mm in 2" als Okular o.k.
Bei weniger guten Bedingungen würde ich Dir eher das 32 mm empfehlen. Näheres später, bin gerade durch Zufall im Atelier und muß gleich wieder rüber ins Haus, da wir eine Besprechung haben.

Sinnvoll wäre auch, sich ein solches Gerät vor dem Kauf einmal persönlich anzuschauen. Dabei ist die "Firma" erstmal gleichgültig, 8" Dob ist 8" Dob, sie unterscheiden sich alle nur marginal.

In Eile und bis Montag wieder weg

CS
Winfried
 
Hallo Winfried,

da unten steht nicht, dass Du die auch selbst verkaufst. Ist manchem vielleicht wichtig.

Hallo Lutz,

Du hast Dir ein Budget gesetzt, bei dem man mit jedem der drei Dobsons eine schöne Okularpalette zusammenstellen kann. Ich persönlich würde bei diesen drei Geräten auch auf einen Volltubus setzen, denn wenn es ein zerlegbarer sein sollte, dann würde ich hier eine konsequentere Lösung anstreben, als es die Lightbridge in meinen Augen ist, sprich einen Reisedobson, wofür es verschiedene Anbieter gibt.

Man kann nun bezüglich Zubehör in so einem Gerät noch viel mehr als 1000 Euro versenken, ohne rot zu werden und in Erklärungsnotstand zu kommen, warum das sein müsse. Daher muss man natürlich schauen, welche Eckpunkte man sich vornehmen sollte.
Ich stürze mich mal auf Okulare, während ich Justagezubehör anderen überlasse. Das hake ich mit Stichwort "Barlowed Laser" und "Chesire" ab.

Die Beschreibung Deiner Beobachtungsbedingungen spricht für noch deutlich durch Streulicht belastete Bedingungen, bei denen Du deutlich unter 6mag visueller Grenzgröße bleiben wirst. Der letztgenannte Platz mag dann um 5,5mag liegen? Passt das?
Danach will das Übersichts-Okular gewählt sein, denn damit willst Du ja sicher noch weiter offene Sternhaufen beobachten. Also sollte der Himmelshintergrund darin nicht zu hell sein. Nach Günthers Faustformel also ein 33mm Okular, also eines zwischen 30mm und 35mm.
Die Auswahl ist hier besonders Schwierig. Empfiehlt man hier ein Okular für die Ewigkeit und jedes weitere Teleskop, was ein Weitwinkel in diesem Brennweitenbereich brauchen kann, so geht Dein Rest-Budget für genau dieses eine Okular drauf. Also scheidet ein 31mm Nagler wohl aus :)
Damit gibt es zwei Möglichkeiten:
a) Wir glauben, dass ein 31mm Nagler noch kommt, und kaufen ein günstiges Okular, mit dem man so ein, zwei, drei Jahre gut Freund ist.
b) Wir glauben, dass das Nagler auf mittlere Sicht nicht kommt und kaufen ein Okular, mit dem man zufriedener ist, als mit einem unter a) gewähltem, jedenfalls in der Summe der Eigenschaften.
Da ist ein Okular nach a) leicht gewählt, man kann fast ein beliebiges 2" Weitwinkel zwischen 30mm und 35mm und zweischen 65° und 70° scheinbarem Gesichtsfeld anschaffen. Die Preise sind sehr ähnlich, bzw. man kauft dann sowas in der Gegend zwischen 80 und 100 Euro.
Bei b) habe ich irgendwie grad keinen Kandidaten mit passender Brennweite auf Lager... auch witzig!

Ansonsten kann man eigentlich schon Standardhinweise geben, also LVW 22, Speers-Waler Zoom 5-8mm, Speers Waler 13,x mm. Ist schon eine runde Palette für den Anfang.

Ansonsten habe ich dem Oku-Thema zu diesem Gerät einen ganzen Artikel gewidmet: http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html
Durchackern, nachdenken, nachfragen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

vielen Dank für Eure Meinungen.
Ich bin erstmal froh, dass ihr mir den Dobson nicht ausreden wollt.

Das Lightbride habe ich auch nur wegen des 2. Beobachtungsplatzes auf der Liste. Hier bin ich öfters und die 500m Weg könnte ich mir mit kleineren Päckchen besser vorstellen. Die Frage ist, wie sieht es mit der Justierstabilität aus.
Ansonsten sind meine Favoriten schon das Galaxy und das Orion.
Meine Entscheidung für Pyrex beruht auf meine bisherigen Sehgewohnheiten: Oh es ist aufgeklart, gucken wir doch mal raus ob es was Interessantes gibt (mit dem Nikon).

Was mich auch interessiert ist der Unterschied zwischen dem Galaxy und dem Orion. Das Orion ist ja ca. 400 Euro teurer. Und wenn ich alles richtig verstanden habe liegt das vor allem an der besseren Rockerbox ? Lohnt sich das auch ?

Okulare sind sicher ein Thema für sich. Ich gehe davon aus dass, sollte es das Orion werden ich erstmal nur ein Okular mit 32-40 mm Brennweite dazu kaufe. Beim Galaxy auf die mitgelieferten verzichte und dafür was besseres nehme.
Bei den Okularen bin ich aber noch nicht soweit, dass ich sage dieses oder jenes kommt in Betracht.

Die Beobachtungsplätze sind sehr unterschiedlich.
Direkt aus dem Haus sind es vielleicht 3,5- 4,5 mag
Der zweite Platz ist bis auf die Lichtgocke im Norden schon deutlich besser. Eta Umi ist bei guten Bedingungen zu erahnen und nach Süden wird es besser.

Der dritte Platz ist schon ganz schön dunkel, wenn auch mit 45' bis 60' Fahrt verbunden. Um hier eine Grenzhelligkeit anzugeben fehlt mir einfach die Erfahrung.


Gruß Lutz

 
Hallo Lutz!

>>Ich besuche astronomie.de schon mehrere Jahre<< :super:

>>Ich bin erstmal froh, dass ihr mir den Dobson nicht ausreden wollt.<< :gutefrage:

Der war jut! Hätt ich nicht besser machen können! :totlach2:


Dein Telementor ist altersschwach? Was heißt denn das???
Das Ding macht am Mond locker 140fach. Was erhoffst Du Dir von dem Dobson. Willst Du bei 200-400x am Mond, hinterher schubsen? Und dabei auch noch zeichnen? Vielleicht wärst Du mit einem etwas kleineren Teleskop und dafür einer guten Monti mit motorischen Nachführung, besser bedient. Offene Sternhaufen gibt es viele, die auch mit dem kleinen Telementor erreichbar sind. Die schönsten davon haben auch eine große Ausdehnung am Himmel. Da braucht man ein großes Gesichtsfeld damit sie richtig zur Geltung kommen (OK, hat der Telementor auch nicht). Hast Du auch mal an einen kleinen ED80 gedacht? Den gibt`s für 299,-Euro. Da bleiben noch 700,- für Okulare und Zubehör. Es sei denn, Du willst auf Kugelsternhaufen, Galaxien und Nebel umsteigen. Dann ist der Dobson das richtige Gerät. Übrigens: Deine T-Montierung trägt locker einen 5" Newton wenn nicht sogar einen 6". Und dise Art der Nachführung ist Dir ja vertraut.

VG,
Micha
 
Hallo Lutz,

zur Transportabilität der diversen Dobsons: beim Lightbridge transportiertst Du immer mehrere Teile, die Rockerbox bleibt ja zusammengebaut. Das Gitterrohr lohnt ansich erst ab 12" aufwärts. Einen 8" trägst Du 500 Meter auch noch zusammen mit der Rockerbox. So mache ich es jedenfalls. Erst beim 12-ender trägt man es getrennt. Daher lohnt ein Gitterrohr nicht bei 8", es sei denn, es soll ins Flugzeug als Reisegepäck. Und dafür wäre auch das LB zu groß und zu voluminös.

Beim 12" überlege ich auch, es umzubauen, da beginnt die Box nach einigen Jahren schon weich zu werden (was sie aber noch nicht ist). Für den 8" Dobson kann man die Box so belassen, ein paar kleinere Eingriffe sind aber schon angebracht, um sie zu verbessern. Aber von der Stabilität reicht sie völlig aus, läßt man sie nicht im Regen stehen, was wohl niemand über längere Zeit macht.

Unzulässige Eigenwerbung eines Nichtsponsors entfernt. cs, Stefan

Zu Pyrex: von Deiner Warte aus gesehen, mag das dann doch schon stimmen. Bei mir sind, bedingt durch die Sternwarte, alle Geräte temperiert. Aben mir geht es auch so: gerade geht der Himmel mal für 1-2 Stunden auf und da möchte man "schnell mal Spechteln". Da macht der Pyrex schon Sinn, aber auch er braucht bei 8" gut eine halbe Stunde Vorlaufzeit, sollte man bedenken. Einfach raus aus dem warmen Zimmer und gleich beobachten, das ist nicht....

Ein schönes Wochenende wünscht
Winfried

..und wieder weg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wollte ich noch kurz anführen:
nach einigen unschönen Threads verzichtete ich lieber darauf, die ICS-Dobsons hier öffentlich anzubieten und "zu bewerben". Aber da dieses Gerät ja nun mal angesprochen ist und ich selbst natürlich damit arbeite und beobachte, sei es mir mal erlaubt. Näheres möchte ich aber lieber via PN oder persönlich besprechen, um nicht wieder als "Werberich" hier bezeichnet zu werden.

Nix für ungut,
Winfried

...und heute scheint es endlich mal wieder aufzuklaren, wurde ja auch mal wieder Zeit!
 
Hallo,

vielen Dank für die rege Teilnahme.

@Micha
Ich kenne nicht die gesamte Lebensgeschichte des Telementor.
Der jetzige Zustand ist so:
- Objektivinnenseite ca. 5- 10 mm vom Rand leichter Staubfilm
von außen schräg betrachtet mehrere 1-2 mm große rostbraune Flecken
- 24-H Okular soweit ok
- 16-O Okular auf Augenseite fehlen scheinbar 50 % der Vergütung
- 6-O Okular am Mond sieht man einiges, Jupiter eher einheitliche Fläche, Saturn bei bester Sichtbarkeit des Ringes war die Cassinische Teilung an einigen Stellen und guten Bedingungen zu erahnen.

Nach ein paar Jahren Beobachtung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Optik doch schon ganz schön gelitten hat.
Ich möchte das Telementor noch nicht aufs Altenteil schieben. Mondbeobachtung macht schon Spaß. Okularseitig hoffe ich hier in Zukunft noch etwas bewegen zu können, aber das wäre in einem separatem Thread besser aufgehoben.

Ja, an ED 80-100 mm habe ich auch gedacht.
Momentan macht mir Mond und OH wegen meiner Ausrüstung Spaß,
hoffe aber das KS und GX sich dazu gesellen. Da ist dann größere Öffnung wichtig. So habe ich es gelesen und verstehe Deinen Beitrag als Bestätigung auch so.

@Stefan
Etwas ähnliches habe ich auch im Sinn. Unser Sohn hat Akkordeon gespielt. Da ist jetzt so'n kleiner Kofferroller übrig.
Der angesprochenen Weg ist ziemlich holprig. Würde das die Hauptspiegeljustierung überleben? Ich bin davon ausgegangen das Teil mit dem Hauptspiegel zu tragen und den Rest auf den Roller zu packen. Im Fall eines 1m langen und 10 kg schweren Rohres ist das ziemlich mühselig.

@Winfried
vielen Dank für Dein Angebot. Ich wohne in Dresden. Das ist dann doch schon weit weg.

Kann jemand eigentlich etwas zum Orion UK 8" f/6 sagen und ob sich der Preisunterschied lohnt ?

Vielen Dank für Eure Geduld und Eure Beiträge.

Lutz

 
Alles klar.
Also war Dein Interesse am Mond und offenen Sternhaufen eher eine Beschränkung, des kleinen Instrumentes wegen. Ist klar, das Du nun zu neuen Horizonten willst. Wie gesagt, für Deep Sky, ist der Dobs erste Wahl, was Preis Leistung angeht. Dass Du Fotografie ausschließt, ist doch hoffentlich nicht auch wieder eine Selbstbeschränkung? :gutefrage: Sternfeldaufnahmen, hellere Kometen, Sonne und Mond, auch Planeten, gehen schon mit kleiner Ausrüstung.

Den Telementor würde ich aber auf keinen Fall entsorgen! :neinnein: Vielleicht bedarf es nur der Reinigung? Die rostbraunen Flecken klingen aber nicht sehr hoffnungsvoll. Auch das Du z.B. an Jupiter nichts erkennen kannst. Bei manchen dieser Geräte, soll es Probleme mit der Verkittung der beiden Objektivlinsen geben.

VG
 
Hallo Lutz,

Mond und Planeten gehen auch mit einem 8" F/6 Dobson sehr gut, Sternhaufen ohnehin und dann halt alles was die Öffnung hergibt, soweit die Qualität stimmt.
Da hast Du halt bei den Orions schon ein Stück weit mehr Sicherheit, dort werden ja zumindest bei der Deluxe-Version (die meinst Du sicher) schon recht ordentliche Qualitätseckpunkte für die Optik festgeschrieben und darauf hast Du ja denn Anspruch.
Die Stabilität der Alu-Box hat mich kürzlich bei einem 14" Monster angenehm überrascht. Die Rohrschellen sind auch recht nützlich, durch Verschieben des Tubus kann man das Teil schön ins Gleichgewicht bringen und irgendwie sind das auch recht passable Tragegriffe.
Man könnte also den Tubus in die eine Hand und die Rockerbox mit dem Okularkoffer darin in die andere Hand und den Astrostuhl zwischen die Zähne.....ähh nee, lieber doch noch mit einem Spanngurt an der RB festgezurrt. :totlach2:

Ob Dir das Alles den Aufpreis wert ist, kannst nur Du entscheiden.

Sicher ist, dass solche Geräte bei entsprechender Polsterung und Fahrweise auch einem Transport im Bollerwagen verkraften (es sollte halt nicht zu viel bollern :biggrin:).

Du solltest noch beachten, dass für eine gute Okular- und Zubehörausstattung noch Mal durchaus mindestens 500 € fällig werden, wenn auch nicht alles sofort und später gerne mehr. :/
Diese 8" F/6 Dobsons haben ein Potenzial das nach und nach die Anschaffung von 4-6 guten Okularen, Nebelfilter (O III, UHC, Hß), Graufilter für Mond und Planeten, lohnenswert macht. Nagler, Pentax, LVW, Speers Waler sind da keineswegs fehl am Platze (man neigt am Dobson wegen der händischen Nachführung zu Weitwinkelokuleren), auch wenn günstigere Okulare teilweise gut funktionieren.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe eine Weile lang mit einem 8-Zoll-Blechtubus hantiert. Das Rohr trägt sich nicht beosonders gut, vor allem nicht in engen Treppenhäusern. Es lohnt, aus zwei STreifen Gurtband im Schwerpunkt eine Art Griff zu bauen.

Die Gitterrohdobs haben den Vorzug, dass man sie zusammengebaut besser tragen kann, in dem man in die Stangengreift. Mechnisch haben mich diese Geräte nicht überzeugt, zu wenig Steifigkeit. Ich habe einen 8er und einen 12er gesehen (für Sternfreunde justiert).

Weder die Blechtuben noch die Gitterrohrteile sind etwas für Ästheten. Aber ich zweifle nicht an deren optischer Leistungsfähigkeit. Ich habe mit meine sauteuren Ninja-Dob (12 Zoll) man auf einem Teleskoptreffen neben Peter Krebs gestanden, der hatte einen alten 12er-Papptubus. Optisch haben wir keine Unterscheide gefunden.
 
Hallo,

so wie es aussieht werde ich mir auf der HATT doch erstmal ein direktes Bild machen. Das Lightbride rückt langsam in den Hintergrund die beiden anderen halten sich so die Waage.
Noch eine Frage zum Temperaturausgleich. Ab welcher Temperaturdifferenz spielt das eine Rolle. Ab 5 Grad oder 10 oder ... ? Mir geht es hier nochmal um BK-7 oder Pyrex.

@Sven
Vielen Dank für den Link. Ohne solche Beiträge würde ich mich im ganzen Wust an Möglichkeiten nicht zurechtfinden.
Ich glaube ich werde erstmal mit William SWAN 33mm und Speers Waler 13,4mm zusätzlich zu den mitgelieferten beginnen.

Das dass Thema Justage solche Ausmaße annimmt hätte ich nicht gedacht. Aber zum Glück gibt es ja auch hierfür gute Anleitungen im Netz.

Viele Grüße
Lutz

 
Hallo Lutz,

Temperaturdifferenzen spielen immer eine Rolle, auch schon bei 5°, nur überbewerten sollte man das auch nicht.

Ein Pyrex-Spiegel kühlt NICHT schneller aus als andere Spigelträgermaterialien er ist nur schneller für höhere Vergrößerungen tauglich weil das Material dabei weniger "arbeitet".

Das kommt aber auch nur dann richtig zum Tragen, wenn Du dem Newton zusätzlich noch eine saugende Lüftung verpasst, denn die Warmluft muss auch aus dem Tubus raus und die durch die immer kältere Tubusoberseite bedingten chaotischen Luftstromungen im Tubus zieht man so gleich mit aus dem Strahlengang raus.

Ich bin von mehreren Leuten die sich öfter mal treffen der einzige, der einen Pyrex-Spiegel hat und bin schon Mal, je nach Temperaturgefälle 15-40 Minuten früher als die anderen in der Lage, mit der Vergrößerung höher zu gehen. 40 Minuten dauert es beim 8-Zöller (BK7) aber wirklich nur ohne Lüftung und bei größeren Temeraturdifferenzen kann es sogar sein, dass die Spiegel ohne Lüfung noch länger der Außentemperatur hinterher laufen. Man hat ja auch abende wo es rasant kühler wird und die Differenz über die Beobachtungszeit am Platz 10° ausmacht.

Das HATT abzuwarten und eventuell schon Mal vor einem Kauf Anschluss zu Mitbeobachtern zu suchen ist eine hervorragende Idee.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Die Bildverschlechterung während der Auskühlphase rührt zum großen Teil durch Wäremschlieren her, die im Tubus aufsteigen. Bei offenen Systemen ist die Formabweichung des HS untergeordnet. Aus diesem Grund ist auch die Frage nach der Glassorte nicht soooo entscheidend. Wichtiger ist es, dass ein gutes Lüftersystem dran ist, was die Schlieren verhindert.
 
Hallo,

ich wollte mich mal zurückmelden. Sowohl ICS als auch TS Ransburg teilten mir mit, dass sie auf der HATT nicht vertreten sein werden. Also machte ich mich auf den Weg zu TS Ransburg und ICS. Zu ICS bin ich dann nicht mehr gekommen.
Um es kurz zu machen. Es ist ein 6" Orion UK Dobson geworden.
Dieser hat einen Crayford Auszug mit 1:10 Untersetzung.
Okularbeigabe sind ein 25mm und ein 10 mm Plössl. Dazu habe ich mir noch ein 36 mm Hyperion als Übersichtsokular sowie ein 6 mm TS- SW Okular geholt. Leider war dann für fast 4 Wochen kein klarer Himmel mehr. Ich hab schon am Rad gedreht. Am 28./29. 12. war es dann soweit für das First Light.

Am 28. war ich bei mir um die Ecke (fst vielleicht 3,5-4). Zuerst natürlich M42.
Beim Fokussieren sind mir 3 Strahlen an den Sternen aufgefallen. Ich vermute so sieht eine leichte Dejustage des Hauptspiegels aus. Jedenfalls nach nochmaliger Justage mit Justierlaser waren diese verschwunden. M42 war natürlich sehr schön. Zum ersten Mal habe ich nicht nur einen Lichtklecks sondern auch feine Lichtfasern gesehen. M43 habe ich überhaupt das erste Mal gesehen. Trapez auch sehr schön im 6mm. Schon im 36mm war zu erkennen das das mehr als ein Stern ist. Trotzdem werde ich mich dem Thema Justage wohl nochmal widmen. Die Abbildung im 6mm Okular stellt mich noch nicht zufrieden. Totalausfall ist für mich die 10mm Okularbeigabe. Das Blickfeld und Augenabstand sind einfach viel zu klein. Das 25mm ist dagegen ganz brauchbar. Wunderbar ist das 36mm Hyperion. Scharf bis zum Rand Sehr großes Blickfeld. Am liebsten würde ich nur damit Beobachten. Das Nachführen ging ohne größere Probleme. Bei hohen Vergrößerungen und in Zenitnähe kann ein gewisser Anfangswiderstand bei Bewegung in horizontaler Richtung problematisch werden.Angenehm anschieben lässt es sich in vertikaler Richtung ohne dabei zu leichtgängig zu gehen. In Zenit- und Horizontnähe neigt die Teleskoplagerung zum driften. Auch wegen der deutlich unterschiedlichen Okularmassen werde ich mir bald Gedanken wegen einer Friktionsbremse machen.
Nächstes Objekt war sigma Ori. Das Ganze wirkt auf mich wie Sagitta. Ich werd mir mal demnächst eine Skizze machen.
Anschließend ging es zu M1. Ich war erstaunt unter diesen Lichtverhälnissen (Vorstadthimmel) M1 zwar schwach aber doch relativ sicher gesehen zu haben. Danach ging es dann zu den Sternhaufen des Fuhrmanns. Nach 3 Stunden fing langsam die Optik an zuzufrieren. Das Telrad war ziemlich schnell zu.
Am 29. war ich dann bei meinem 3. Beobachtungsplatz. fst 5,5 , vielleicht etwas besser. Wintermilchstrasse wunderschön zu sehen. Beobachtungsprogramm ähnlich wie am Vortag. Zu Beginn erst noch ein Blick auf (Halb)Venus. Phasengestalt deutlich gesehen. Im 6mm jedoch schwaches Doppelbild um etwa 1/3 Venusdurchmesser verschoben. Das muss ich nochmal genauer untersuchen.
M42 umwerfend mit vielen feinen Details. M43 deutlich besser als am Vortag. Auch bilde ich mir ein den nördlich gelegenene Reflektionsnebel gesehen zu haben. M1 ist im 36'iger eine heller Linsenförmiger Lichtfleck. Schwenk zu den Plejaden: Südlich von Merope deutlich aufgehelltes Gebiet mit fließendem Übergang. Feste Grenze nicht erkennbar. Auch um die anderen Hauptsterne hat man den Eindruck sie wären in leichten Nebel gebettet.

Erstes Fazit:
- mit der optischen Leistung bin ich sehr zufrieden. Am meisten Spaß macht dabei die Kombination mit dem 36mm Hyperion.
- Die Mechanik der Rockerbox ist ok. Am meisten stört mich momentan das Fehlen einer Friktionsbremse.

Viele Grüße
Lutz
 
Herzlichen Glückwunsch!

Ein paar Hinweise:

- Im Zenit lässt sich jeder Dob schwierig bewegen. Du musst herausbekommen, wie man das Ding unter diesen Umständen gut bewegt. Wichtig sind lange Hebel: Zum Beispiel mit einer Hand oben in den Tubus fassen und mit der anderen weit unten am Gerät mitführen. Nur mit einer Hand zu bewegen, ist im Zenit unzweckmäßig. Das kann man auch bei bdecktem Himmel zu Hause üben.

- Zum Telrad: Es gibt eine Taukappe von ICS, die funktioniert gut. Leider ist sie so teuer wie ein einfaches Okular. Du kannst dir auch selbst etwas basteln: Einfach eine Abdeckung, die du bei Nichtbenutzung drüberstülpst.

- Zum 10 mm-Okular: Die einfachen Okulare (z.B. Plössl, das wird es wohl sein) haben einen um so geringeren Augenabstand, je kleiner die Brennweite ist-. Dafür sind wenige Linsesn drin, was dem Kontrast zugute kommt. Mit 10mm komme ich noch klar. Super ergonomisch ist das freilich nicht. 6 mm habe ich auch noch, aber das benutze ich ungern. Was ich sagen will: Solch ein Okular hat auch Tugenden, namlich den Kontrast insbesondere an Planeten. Ansonsten ist die nächste Preisklasse die Gold- bzw. Blaukanten, die es als 15, 9 und 6 mm gibt.
 
Hallo,

ich will mal ein vorläufiges Fazit ziehen.
Ich habe ein super transportables Teleskop bekommen und wenn es der Himmel zuließ hatte ich viel Spaß mit der Optik.
Zwei Dinge stören mich allerdings.

Warum gelingt es den Herstellern nicht die kleinen Unzulänglichkeiten abzustellen so dass der Kunde an dieser oder jener Stelle doch noch rumfriemeln muss.

Bezüglich der Schwerpunktlage muss man aufpassen !
Bei leichter Hanglage und kräftigeren Wind kann das Ganze schnell ins Kippen kommen. Was ich sagen will, man muss sich dessen bewußt sein, dann ist es ok, sonst kann man schnell böse überrascht werden.

Bei den größeren Orions mag das keine Rolle spielen. Bei der Rockerbox des 6" f/6 sollte man daran denken.

@Uwe
Vielen Dank für den Tip mit der Tauschutzkappe. Die hat sich bei mir schon bewährt. Großes Lob auch für Deine Justieranleitung im Web. Sie hat mir sehr geholfen.

Das 10 mm habe ich noch ein paar mal ausprobiert und mit dem 6mm TS verglichen. Vorteile konnte ich nicht erkennen.
Vielleicht hatte es einfach noch nicht seinen Himmel.

Viele Grüße
Lutz
 
Hallo Lutz,

diese kleinen Unzulänglichkeiten abzustellen wäre für die Hersteller wahrscheinlich nicht mal schwer, in manchen Fällen aber eben arbeist-/material- und damit kostenintensiv, sodass der Sprung in die nächste Preiskathegorie fällig wird, was dann eventuell manchem Kunden nicht mehr zu vermitteln ist.

Deine dringliche Baustelles sind aber wohl die Okulare.

Was ich zum 8" F/6 geschrieben habe

>>>>>Du solltest noch beachten, dass für eine gute Okular- und Zubehörausstattung noch Mal durchaus mindestens 500 € fällig werden, wenn auch nicht alles sofort und später gerne mehr. \:\/
Diese 8" F/6 Dobsons haben ein Potenzial das nach und nach die Anschaffung von 4-6 guten Okularen, Nebelfilter (O III, UHC, Hß), Graufilter für Mond und Planeten, lohnenswert macht. Nagler, Pentax, LVW, Speers Waler sind da keineswegs fehl am Platze (man neigt am Dobson wegen der händischen Nachführung zu Weitwinkelokuleren), auch wenn günstigere Okulare teilweise gut funktionieren.
<<<<<

gilt auch für den 6" F/6.

Dir gefällt das 36er WW Okular, na klar gefällt es Dir, 2,5-2,7° Feld am Himmel, das macht einfach nur Spass.

Schon das 25er Plössl bietet "nur" die Hälfte, also etwa 1,3°, während ein 22er Nagler da noch knapp 2° bringen würde (trotz kleinerer Brennweite und höherer Vergrößerung).

Nun ist diese Gegenüberstellung allein schon vom Preis her sehr extrem und es gibt doch einige Möglichkeiten dazwischen, wobei gerade das 22er LVW (65°) leider auch ganz erheblich im Preis gestiegen ist, es fällt aber auch wieder, keine Sorge.

Von daher wäre derzeit der Bereich zwischen 25 mm und 6 mm eventuell interessanter, zumal Dir das 10er Okular gar nicht gefällt.
Ein 13,4 mm Speers (82°) hat das Zeug zur endgültigen Besetzung, m.E. nicht nur wenn Nagler oder Ethos halt vom Preis her nicht drin sind. Das Speers-Zoom 5-8 mm ebenfalls.
13er Hyperion (67°) bis zu Gold-/Blaukanten sehe ich eher nur als Zwischenlösungen, ebenso wie im einstelligen Brennweitenbereich die Planetarys (60°).

Letztlich solltest Du Dir aber über die Richtung selbst klar werden und nach eigenen erkannten Bedürfnissen Zug um Zug entscheiden.
Dabei ist Kontakt zu aktiven Beobachtern und der Blick durch das eine oder andere "Fremdokular" sehr hilfreich.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

Du hast völlig Recht 13mm und der Bereich > 150 fach ist echt ein Problem. Bei den größeren Vergrößerungen behelfe ich mich zur Zeit mit einer preiswerten Barlow. Weiß aber nicht ob das der richtige Weg ist. Einsatzgebiet sind hier ganz klar Doppelsterne, was nicht ausschließen soll das man gelegentlich mal einen Blick auf Mond und Planeten wirft.
Was die größeren Brennweiten betrifft sind Nagler Ethos und Co nicht meine Preislage. Wahrscheinlich geht bei 13mm kein Weg am Speers vorbei. Etwas zögern lässt mich da momentan noch die Aussagen zur Brillentauglichkeit.

Viele Grüße
Lutz
 
Hallo Lutz,

Das Problem mit der Brillentauglichkeit oder auch Untauglichkeit der Speers betrifft die Möglichkeit, das volle Gesichtsfeld zu überblicken.
Je nach dem, wie die Augenhöhle beschaffen ist und wie die Brille sitzt, überblicken manche Brillenträger das volle Feld problemlos, andere kommen auch wenn sie die Brille auf die Augenmuschel pressen nicht hin und sehen nur 70° oder weniger vom Feld.
Das ist übrigens bei vielen Nagler-Typen ähnlich, da gibt es aber ein speziell darauf abgestimmtes Dioptrix-System. Damit braucht man die Brille nicht, der Asti wird korrigiert.
Brille am Teleskop braucht man ohnehin nur bei Astigmatismus.

Wenn Die Naglers nicht in Frage kommen, gibt es gewiss einen Händler, der Dir ein 13er Speers und z.B. ein 13er LVW als Auswahlbestellung schickt. Dann hast Du die Wahl zw. 82° Feld bei dem Du eventuell einen Teil "verschenkst" oder einem 65° Feld mit 20 mm Augenabstand und bester Brillentauglichkeit. Bis aufs Feld sehe ich diese beiden Okulartypen ohnehin sehr dicht beieinander.

Kombinationen von ungebarlowten Okularen und einer externen Barlow sind, wenn ein langer Augenabstand gefragt ist, sicher eine gute Idee, allerdings nur, wenn die Barlow gut ist. Gerade für die höheren Vergrößerungen und Planetenbeobachtung bietet sich so etwas an. Allerdings sind die erreichbaren Felder von Plössl, Ortho und Co. nicht eben üppig (40-50°) und das kann, gerade in Hochvergrößerung und am Dobson lästig werden. Die ständige Nachführarbeit kostet Konzentration aufs Objekt und damit wird der Vorteil bester Transmission und Abbildungsleistung schon wieder zu einem guten Teil hergeschenkt, wenn nicht gar ganz zunichte gemacht.
Da wäre dann eine EQ-Plattform oder ein Dobdrive angesagt.

Gruß und CS
*entfernt*

PS: Schaff Dir ein Teleskop an und Du findest immer was zu basteln und jede Menge Möglichkeiten, Dein Geld unterzubringen. :Trost:
 
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