OortCloud
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Beobachtungsbericht vom 02.08. 2003
Unter diesen Bedingungen kann ich nicht arbeiten!
Es gibt Tage, da stimmt das Seeing. Es gibt Tage, da stimmt die Durchsicht. Es gibt Tage, an denen hält sich das Wetter. Es gibt Tage, da schaut man zur richtigen Zeit an die richtige Stelle. Und dann gibt es Tage wie den 2. August 2003, da stimmt dann Nichts.
Wenn es noch darauf ankommen würde, würde ich dem Seeing eine zwei und der Durchsicht eine drei geben. Horizontnah war die Durchsicht bedeutend schlechter...
Das Beobachtungsinstrument war das unbewaffnete Auge, denn ich wollte einen Spaziergang machen und schauen, ob man schon den einen oder anderen Perseiden sehen könnte.
Auf „meinem Feld“ gab es an diesem Tag einen ganz besonderen Service. Wenn man sich von der feiernden Menge weit genug entfernte, gab es eine angenehme Musikuntermahlung und auch das Dieselaggregat war kaum noch zu hören. So was hat man schließlich auch nicht alle Tage! Wenn man noch ein wenig weiter flüchtete, gab es sogar noch ein musikalisches Kontrastprogramm aus dem Nachbarort, ich nenne es jetzt einfach mal „African drum night“. Dann sah ich sogar einen Meteor, fantastisch. Die Nacht versprach noch sich zu steigern. Dann wurde es plötzlich hell, das ganze Feld wurde in ein bläuliches Licht gehüllt und ich musste sofort an den 6. April 2002 denken. Aber es gab leider keine Neuauflage des Neuschwanstein Meteorits, sondern lediglich ein Feuerwerk. Sieht ja wenigstens schön aus und kann sich sogar gegen die zwei Skybeamer durchsetzen, die wie jeden Samstag die dichte Dunstschicht nahe der Schwäbischen Alb beleuchten. Als nächstes sah ich immerhin ISS, wenn die Grenzhelligkeit irgendwann mal bei 0m angekommen ist...
Dann gab es ein zweites Feuerwerk, habe ich eigentlich irgendeinen Feiertag vergessen?
Nun sah ich noch einen Satelliten, der seine Helligkeit periodisch änderte. Das hatte ich bisher noch nie gesehen.
Ich beschloss, mich auf den Rückweg zu machen, dabei schau ich nämlich in Richtung Süden. Genau, dort sieht man den Effekt namens Magnificent appearance of the red sheen (Großartige Erscheinung des roten Glanz) oder kurz: Mars. Der war in der Dunstschicht aber auch nicht wirklich hell...
Und so kam ich dann zu Hause mit einem Ergebnis an, das sich sehen lassen kann: Einen Perseiden-Meteor und einen Meteor, dessen Zuhause ich nicht kenne. Außerdem einen Haufen Satelliten und... na ja, lassen wir das... Unter diesen Bedingungen kann ich einfach nicht arbeiten. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Abschließend bedanke ich mich bei meiner Mutter und meinem Bruder, die mich an diesem Abend begleitet haben. Ohne sie wäre es wohl nicht so lustig geworden.
Gruß
OortCloud
Unter diesen Bedingungen kann ich nicht arbeiten!
Es gibt Tage, da stimmt das Seeing. Es gibt Tage, da stimmt die Durchsicht. Es gibt Tage, an denen hält sich das Wetter. Es gibt Tage, da schaut man zur richtigen Zeit an die richtige Stelle. Und dann gibt es Tage wie den 2. August 2003, da stimmt dann Nichts.
Wenn es noch darauf ankommen würde, würde ich dem Seeing eine zwei und der Durchsicht eine drei geben. Horizontnah war die Durchsicht bedeutend schlechter...
Das Beobachtungsinstrument war das unbewaffnete Auge, denn ich wollte einen Spaziergang machen und schauen, ob man schon den einen oder anderen Perseiden sehen könnte.
Auf „meinem Feld“ gab es an diesem Tag einen ganz besonderen Service. Wenn man sich von der feiernden Menge weit genug entfernte, gab es eine angenehme Musikuntermahlung und auch das Dieselaggregat war kaum noch zu hören. So was hat man schließlich auch nicht alle Tage! Wenn man noch ein wenig weiter flüchtete, gab es sogar noch ein musikalisches Kontrastprogramm aus dem Nachbarort, ich nenne es jetzt einfach mal „African drum night“. Dann sah ich sogar einen Meteor, fantastisch. Die Nacht versprach noch sich zu steigern. Dann wurde es plötzlich hell, das ganze Feld wurde in ein bläuliches Licht gehüllt und ich musste sofort an den 6. April 2002 denken. Aber es gab leider keine Neuauflage des Neuschwanstein Meteorits, sondern lediglich ein Feuerwerk. Sieht ja wenigstens schön aus und kann sich sogar gegen die zwei Skybeamer durchsetzen, die wie jeden Samstag die dichte Dunstschicht nahe der Schwäbischen Alb beleuchten. Als nächstes sah ich immerhin ISS, wenn die Grenzhelligkeit irgendwann mal bei 0m angekommen ist...
Dann gab es ein zweites Feuerwerk, habe ich eigentlich irgendeinen Feiertag vergessen?
Nun sah ich noch einen Satelliten, der seine Helligkeit periodisch änderte. Das hatte ich bisher noch nie gesehen.
Ich beschloss, mich auf den Rückweg zu machen, dabei schau ich nämlich in Richtung Süden. Genau, dort sieht man den Effekt namens Magnificent appearance of the red sheen (Großartige Erscheinung des roten Glanz) oder kurz: Mars. Der war in der Dunstschicht aber auch nicht wirklich hell...
Und so kam ich dann zu Hause mit einem Ergebnis an, das sich sehen lassen kann: Einen Perseiden-Meteor und einen Meteor, dessen Zuhause ich nicht kenne. Außerdem einen Haufen Satelliten und... na ja, lassen wir das... Unter diesen Bedingungen kann ich einfach nicht arbeiten. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Abschließend bedanke ich mich bei meiner Mutter und meinem Bruder, die mich an diesem Abend begleitet haben. Ohne sie wäre es wohl nicht so lustig geworden.
Gruß
OortCloud