Anette_Aslan
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Liebes Sternenvolk,
nach gefühlten tausend Jahren, einem langen Winter und stürmisch, nasskalten Wetterfronten, die mir sämtliche Motivation nahmen im Winter auch nur einen Blick auf den - wenn mal überhaupt - freiwerdenden M42 zu nehmen, hat mich gestern das Zwischenhoch, welches gnadenvolle 17 Grad zwischen den Kälterückfällen vor und nach dem Hoch brachte, hinausgetrieben, der Löwe brüllte allzu laut vom endlich mal wolkenfreien und vor allem stillen Himmel herunter, jetzt oder niemals mehr, dachte ich mir - und ich baute mein Astrogeraffel im hintersten Eck des Gartens auf.
Der Blick durchs 42er Weitwinkel in 2" an meinem 5"ed schweifte sofort auf den im Westen hinter dem Geäst der Bäume versinkenden M42, es war leider kaum mehr was zu erkennen, seine zauberhaften Nebelschwaden waren nur noch wage wahrzunehmen, das stimmte mich traurig, denn nun ist er dahin. Ein Blick auf Paesaepe bestätigte mir, dass ich die Sterne ewig lieben werde und dass ihr Anblick mich einfach nur glücklich macht. So nahm ich noch einige seelenerquickende Sternenduschen im Furhmann, der hoch im Westen stand und genoß diesen Sternenregen durchs Okular. Das Winterseckeck versinkt definitiv, die Superstars verlassen die Bühne, ihre Performance ist vorbei. Nicht dass es nicht klirrkalte und klare Nächte gegeben hätte, aber wie soll man einen offenen Newton bei nervig ruppigen Winden aufstellen, ohne aus ihm eine Segeltonne zu machen?
Mein leider schwacher Vorstadthimmel bei 4,5mag zeigte mir leider das Leotriplet kurz vorm Meridian gar nicht, hatte aber schon bessere Chancen. Ich wollte mir diesen Abend nicht durch die Fummelei mit der Kamera verderben, fotografisch bekomme ich sie allemal rein. So habe ich´s nicht mit den Galaxien hier.
M3 im Bootes zeigte sich durchs Baader Zoom 8-24mm recht zufriedenstellend, am Rande schön aufgelöst, im 5mm dann aber sehr mau.
Um 21h25 sauste durch die Linie Castor-Pollux ein Meteorit, der auffällig hell war. Eine wahre Herzerquickung. Selbst die unzähligen Satelliten mittlerweile, die so geruhsam durch die Weiten des Alls schweben haben mir Freude bereitet und mich nach einer langen Abstinenz mal wieder in höheren Gefilden sein zu dürfen dann auch nicht gestört.
Einen letzten Liebesgruß noch einmal durchs Weitwinkelokular in das Universum beim einfach mal nur so Durchsegeln geschickt und gegen 22h alles wieder abgebaut. Die nächsten Tage wird es keine Chancen mehr geben, es kommt Regen, den wir im Osten Östrreichs aber dringend brauchen.
Hab Euch mal wieder den Himmel über mir eingefangen.
Sternensegensvolle Grüsse von Anette
nach gefühlten tausend Jahren, einem langen Winter und stürmisch, nasskalten Wetterfronten, die mir sämtliche Motivation nahmen im Winter auch nur einen Blick auf den - wenn mal überhaupt - freiwerdenden M42 zu nehmen, hat mich gestern das Zwischenhoch, welches gnadenvolle 17 Grad zwischen den Kälterückfällen vor und nach dem Hoch brachte, hinausgetrieben, der Löwe brüllte allzu laut vom endlich mal wolkenfreien und vor allem stillen Himmel herunter, jetzt oder niemals mehr, dachte ich mir - und ich baute mein Astrogeraffel im hintersten Eck des Gartens auf.
Der Blick durchs 42er Weitwinkel in 2" an meinem 5"ed schweifte sofort auf den im Westen hinter dem Geäst der Bäume versinkenden M42, es war leider kaum mehr was zu erkennen, seine zauberhaften Nebelschwaden waren nur noch wage wahrzunehmen, das stimmte mich traurig, denn nun ist er dahin. Ein Blick auf Paesaepe bestätigte mir, dass ich die Sterne ewig lieben werde und dass ihr Anblick mich einfach nur glücklich macht. So nahm ich noch einige seelenerquickende Sternenduschen im Furhmann, der hoch im Westen stand und genoß diesen Sternenregen durchs Okular. Das Winterseckeck versinkt definitiv, die Superstars verlassen die Bühne, ihre Performance ist vorbei. Nicht dass es nicht klirrkalte und klare Nächte gegeben hätte, aber wie soll man einen offenen Newton bei nervig ruppigen Winden aufstellen, ohne aus ihm eine Segeltonne zu machen?
Mein leider schwacher Vorstadthimmel bei 4,5mag zeigte mir leider das Leotriplet kurz vorm Meridian gar nicht, hatte aber schon bessere Chancen. Ich wollte mir diesen Abend nicht durch die Fummelei mit der Kamera verderben, fotografisch bekomme ich sie allemal rein. So habe ich´s nicht mit den Galaxien hier.
M3 im Bootes zeigte sich durchs Baader Zoom 8-24mm recht zufriedenstellend, am Rande schön aufgelöst, im 5mm dann aber sehr mau.
Um 21h25 sauste durch die Linie Castor-Pollux ein Meteorit, der auffällig hell war. Eine wahre Herzerquickung. Selbst die unzähligen Satelliten mittlerweile, die so geruhsam durch die Weiten des Alls schweben haben mir Freude bereitet und mich nach einer langen Abstinenz mal wieder in höheren Gefilden sein zu dürfen dann auch nicht gestört.
Einen letzten Liebesgruß noch einmal durchs Weitwinkelokular in das Universum beim einfach mal nur so Durchsegeln geschickt und gegen 22h alles wieder abgebaut. Die nächsten Tage wird es keine Chancen mehr geben, es kommt Regen, den wir im Osten Östrreichs aber dringend brauchen.
Hab Euch mal wieder den Himmel über mir eingefangen.
Sternensegensvolle Grüsse von Anette