Unterschiede von 50mm, 100mm und 12,5" mit Bino

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portaball

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Ich bin ein rein visueller Genussspechtler.
Mich begeistert es Astronomie live und mit den eigenen Augen sehen zu können.
Astrofotografie hat mich noch nie gereizt, wenn ich Astrobilder sehen will gehe ich auf die Hubble Seite :-)
Es reizt mich auch nicht, schwächste Galaxien und Nebel gerade noch eben mit meinem 12.5er per indirektem Sehen erahnen zu können, ich will deutliche und beeindruckende Bilder :-)

Meine Lieblingsobjekte sind in unserem Sonnensystem sowie die grossen und hellen Messiers.

Sehr gerne gehe ich auch mit meinem Canon 15x50 IS in der Milchstrasse spazieren, das kann ich stundenlang geniessen.

Ich überlege nun, ob mir hier ein 100mm Grossfernglas deutlich mehr Genuss bringen könnte und genau das ist auch meine Frage an die Leute, die den Vergleich haben oder hatten.

Ein 100er hätte immerhin die doppelte Öffnung, dafür ist es dann aber auch vorbei mit dem gemütlichen Spechteln aus dem Liegestuhl.

Mehr Vergrösserung finde ich eher uninteressant ich bin eher ein Fan von grossem Feld und Weitwinkel.
Die Planeten kommen im Dobs mit Bino sicherlich deutlich besser als in einem 100er, Galaxien und Nebel werden wohl auch immer noch unbeeindruckende Schmutzflecken bleiben.

Einen Mehrgewinn könnte ich mir allenfalls noch bei Sternhaufen und der Milchstrasse vorstellen.
Aber da sehe ich den 12,5er Dobs mit Binokular zumindest theoretisch vorne.
An jedem Auge sollte das Licht von etwa 6" ankommen und einen "echten" stereoskopischen 3D Effekt kann bei der Entfernung weder das Fernglas noch das Bino am Dobs zeigen, der visuelle Eindruck sollte also eigentlich ziemlich identisch sein, oder?

Ich freue mich schon auf eure Antworten, Meinungen, Erfahrungen und Denkansätze!

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,
je nachdem wo Du daheim bist würde ich sagen komm vorbei und probier es aus.
Ich habe beide, ein 12*50 und ein 22*100 - beide haben ihre Berechtigung (wobei mich das 15*50 IS auch mal interessieren würde).
Das 100er hat natürlich ein kleineres GF, aber an Sternhaufen bringt die höhere Vergrößerung echt Spass. h+chi passt noch gut ins GF und ist der Hammer damit. Milchstrasse surfen im Liegestuhl macht richtig Gaudí damit - such mal nach dem Manfrotto Magic-Arm (der größere von beiden).
Da kann ein Dobson nicht mithalten, finde ich.

Für Planeten ist die Vergrößerung zu niedrig, das kann Dein Dobson besser und farbreiner.
 
Hallo Ralf,

danke für Deine Antwort.
Ich sitze im Odenwald und komme eher nicht nach Berlin :-)

Einen Magic Arm habe ich mir gerade bestellt, aber eher für das Canon, ich ging nicht davon aus, dass er die 6-7 Kilo eines 100ers auch noch trägt.

Ich war ich eher auf der Suche nach einem Glas mit 45° oder gar 90° Einblick, aber wenn das mit dem Manfrotto ginge wäre ein geradesichtiges Glas ja noch interessanter.

Zeigt denn das 100er wirklich soooo viel mehr Sterne, z.B. bei h+chi, der Milchstrasse oder bei Sternhaufen?
Ist die Auflösung von Kugelsternhaufen denn merklich besser?

Schön wären halt 1,25" Wechselokulare, da ich hier phantastische Nikon Pärchen mit 72° für meinen Binokularansatz habe :-)

Jochen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jochen,
schade, aber vielleicht kannst Du Dir ja mal ähnliches ansehen auf einem der zahlreichen Teleskoptreffen.

6-7kg sind wohl wirklich etwas viel für den Magic-Arm, soviel wiegt mein Glas aber auch nicht, sondern eher im Bereich 3kg.

Ein abgewinkeltes Glas ist auch nett, mir fehlt da aber immer dieses simple "point & shoot" Prinzip. Mit dem gradsichtigen Glas sehe ich eine Region am Himmel, richte das Glas zu meinem Blick aus uns los - am Winkelglas bräuchte man ggfs. wieder einen Sucher.

Das 100er Glas löst Sternhaufen besser auf - das Auflösungsvermögen nach Dawes (2,3" zu 1,15") lässt auch nix anderes vermuten.
Doppelte Öffnung -> doppelte Auflösung.
Es zeigt dadurch auch gefühlt mehr Sterne.
Wenn man das 50er auf ein Stativ packt und sich die Augen verbiegt, sieht man sie dort ggfs. auch, aber im 100er ist es wesentlich einfacher.
Dazu kommt die höhere Vergrößerung des 100er.

Objekte, die Lichtsammeleistung brauchen, wie Nebel oder Galaxien, profitieren aber definitiv von der doppelten Öffnung. Die Sommermilchstraße mit ihren Nebeln, Dunkelnebeln sowie sonstige Messiers sind ein Traum damit.
Der Schütze ist auf alle Fälle einen Blick wert.
Planeten aber eben eher weniger.

Ich würde auch gern schöne (vorh.) Oku-Pärchen am Doppelglas nutzen.
Dafür bräuchte es dann aber schon etwas größeres mit Standard-Okularaufnahmen (Binoptik, EMS, Astro-Mechanik).
Dem entgegen steht dann wieder der höhere Transportaufwand.
Mal sehen, eines Tages, ein schönes Bino aus zwei mal 120/500 oder 150/650 ED's ...

 
Hallo Jochen,

ich bin ebenfalls ein Genussspechtler und nutze am liebsten entspannt beide Augen. So beobachte ich überwiegend mit Binokularen. Dabei kommt es mir besonders auf ein großes Gesichtsfeld mit sehr guter Sternabbildung und Randschärfe an. Am liebsten nutze ich die Fujinons 10x50 und 16x70, ein Miyauchi 26x/37x100 und das Docter Aspectem 80/500 ED mit 40x Okularen.
Da jedes Beobachtungsobjekt am Himmel unterschiedlich groß ist mit anderer Flächen- und Punkthelligkeit, gibt es für jedes der Ferngläser Objekte in denen diese am schönsten wirken. Bei den meisten Objekten gibt es einen beträchtlichen Detailgewinn mit zunehmender Öffnung und Vergrößerung. Ich finde den Sprung vom kleinen zum großen Fujinon schon sehr deutlich, so dass ich oft zum 16x70 greife. Die Kombination von 4° GF, 16-fach, 70mm Öffnung und noch guter Handlichkeit ist ideal. Das Miyauchi und Aspectem benötigen dann schon ein stabiles Stativ. Die Gesichtsfelder sind deutlich kleiner, aber manche Objekte zeigen dafür schon viele Details. Beispielsweise der Orionnebel mit Schwingen und aufgelösten Trapez, M 57 als Ring, M 27 deutlich als Hantel und besonders schön natürlich die meisten offenen Haufen. Kugelsternhaufen wirken zwar auch schöner, aber sie werden nicht wirklich aufgelöst. Ein Blick zum Mond, besonders bei aschgrauem Licht oder zum Saturn mit Ring und Jupiter mit den Äquatorbändern macht natürlich auch Spaß.
Vorteil des 100er Miyauchis ist der entspannte 45°-Einblick. Optisch allerdings kann es mit dem Docter Aspectem nicht kon­kur­rie­ren. Dieses zeigt trotz 80mm Öffnung mindesten so viel wie das Miyauchi, aber ohne Farbfehler und mit höherer Transmission. Die hervorragenden 84°-Okulare mit ihrer randscharfen Abbildung ermöglichen ganz neue Blicke zum Himmel.
 
Hallo,

ich bin auch ein Genussbeobachter

und benutze für Übersichtsbeobachtungen manchmal ein Beck Tordalk 15x80 mit ca. 4 Grad Gesichtsfeld. Gutes Glas, aber die Unbequemlichkeit beim Stehen (Zittern der Hände, Genickstarre trotz seinerzeit selbst gebauter Parallelogrammmontierung) und beim Liegen (Objektwechsel, Aufstehen, Liege verschieben etc.) bleibt.

Ich hatte auch schon die beiden Fujinons (10x50 und 16x70) und ähnliche Erfahrungen gemacht. Der Sprung vom 50er zum 70er Glas ist schon deutlich und bringt zumeist auffallend mehr Details.

Zur Verbesserung der Beobachtungsqualität im bequemen Sitzen auf einem Stuhl oder auch im unverkrampften Stehen habe ich mir vor Jahren daher bei einem mechanisch begabten Menschen ein modifiziertes Flakglas mit 45 Grad-Einblick gekauft. Zeiss FH 80/640 mit 2" Okularen und 1,25" Wechselokularen. 24 fache Vergrößerung bei 3.5 Grad und 43 fache Vergrößerung bei 1.7 Grad.

Das Glas bietet durch die fast immer bequeme Beobachterposition (Ausnahme Zenit)und durch die gute optische Qualität einen für mich fantastischen Anblick des Sternenhimmels.

Der Vergleich eines 100er Doppelrefraktors, auch Bino genannt, mit einem binokular betriebenen 12,5 Zöller ist ziemlich schwierig. Da ist wohl der 12,5 Zöller deutlich überlegen, es sei denn, es geht Dir um Weitfeldbeobachtungen. Im Vergleich würde ich da eher die TS oder APM 150/750er Doppelrefraktoren heranziehen, die ja noch in Bezug zur Objektivgröße einigermaßen (?) erschwinglich (im Gegensatz zu Fujinon oder Binoptic) sind. Man hört allerdings fast nichts über deren Qualität.

Viel Spaß weiterhin

Christoph
 
Danke für die rege Beteiligung, das ist ja wirklich alles sehr spannend...

@ Ralf (wurzelwaerk)
Welches 22x100 Glas mit nur 3 Kilo Gewicht hast Du denn da genau?
Die Sache mit den abgewinkelten Gläsern und den "point & shoot" ist ein wichtiger Einwand, den ich so noch gar nicht auf dem Schirm hatte.
Von den Wechselokularen bin ich auch wieder weggekommen, diese Gläser sind einfach zu schwer.

@ Ralf (selenograph)
Dass das 16x70 deutlich mehr zeigt als das 10x50 erstaunt mich jetzt doch sehr, das hätte ich nicht erwartet.
Bei den Teleskopen heisst es ja auch immer, dass man den Sprung von 6" auf 8" oder von 8" auf 10" nicht wirklich deutlich bemerken würde.
Deshalb ging ich davon aus, dass ich mit dem 50mm Canon Glas mindestens ein 100er Glas benötige um einen deutlichen Gewinn wahrnehmen zu können.

Die Docter Binos sind natürlich der Hammer, aber halt auch wieder sehr schwer und auch entsprechend teuer.
Gerade das mit den 40x Weitwinkelokularen ist interessant, wobei mir 40 fach schon fast wieder zu viel Vergrösserung und zu wenig Feld ist.
Ich weiss nicht ob ich diesen Weg der höheren Vergrösserung wirklich gehen mag, er liegt mir nicht so viel an der Auflösung von Deep Sky Objekten mit dem Fernglas, wenn ich das will greife ich zum Dobson.
Mit dem Fernglas will ich vor allem atemberaubende Anblicke von weiten Feldern mit vielen Sternen :-)
Gerade das 16x70 mit seinen 4° Feld klingt da nicht uninteressant.

@ Christoph
Stimmt, der 12,5 Zöller mit Bino bietet bei der Brennweite und den im Bino nutzbaren Okularen eher kein Weitfeld mehr und ist somit auch nicht wirklich vergleichbar.

Ich muss gestehen, dass ich vor langer Zeit sogar selbst schon einmal 2 Grossferngläser besessen habe.
Allerdings nicht lange, weil mich beide nicht begeistert haben und auch viel zu schwer waren, deshalb habe ich sie sehr schnell wieder verkauft.
Das eine war dieses Russenglas mit dem doppelten Okularrevolver, den ich damals sogar noch auf 1,25" Okulare umgebaut hatte, das andere war auch ein Zeiss Flak Glas, allerdings mit den Originalokularen.

Ein 100er Glas mit geringer Vergrösserung und geringem Gewicht und guter Abbildungsleistung gibt es wohl leider nicht.
Am ehesten vielleicht noch das 20x110 Marine vom Wolfi, das aber auch schon satte 6 Kilo auf die Waage bringt...

Grüsse Jochen
 
Hallo zusammen,

Genussbeobachter? Da reihe ich mich ein.

Viel Erfahrung habe ich mit Großgläsern nicht. Aus vergangenen Tagen des öfteren mal mit einem alten Wachter 14x100.

Ich war mal eine Zeit lang an einem Miyauchi - Clon interessiert, ging aber nach den ersten Tests überhaupt nicht. Instabile Mechanik und eher schlechte Optik.

Bekannt sind mir unterm Himmelszelt das Kowa 82mm Fluorit. Sehr, sehr gut für meinen Geschmack.
Unschlagbar für mich, allerdings auch im Preis, das Fujinon 25x150. Für mich "das" Ultimative.


Gruß

Mike
 
Zitat von portaball:
Bei den Teleskopen heisst es ja auch immer, dass man den Sprung von 6" auf 8" oder von 8" auf 10" nicht wirklich deutlich bemerken würde.
Deshalb ging ich davon aus, dass ich mit dem 50mm Canon Glas mindestens ein 100er Glas benötige um einen deutlichen Gewinn wahrnehmen zu können.
Hallo Jochen,

ich kenne die Regel, dass mindestens der Faktor 1,4 zwischen den Öffnungen liegen sollte um deutlich mehr zu sehen. Das entspricht auch meinen Erfahrungen und gilt genau beim Sprung von 50 auf 70mm (50mm x 1,4 = 70mm). Das 16x70 wäre eine gute Wahl. Ich habe es bei jedem Sommerurlaub dabei und es hat mir schon wunderbare Beobachtungen ermöglicht. Vielleicht kannst du es irgendwo, z.B. auf einem Teleskoptreffen einmal testen, ob es deinen Erwartungen entspricht.
 
Hallo Jochen,

ich habe ein APM 100mm - Glas mit Wechselokularen und 45°-Einblick. Damit spazieren zu schauen ist wirklich klasse! Das Stereosehen und das relativ große Gesichtsfeld haben ihren Reiz. Für die höchste Vergrößerung (80 x) setze ich 6mm Okulare ein. Die Farbe an Objekten im Sonnensystem ist hier aber schon ziemlich ausgeprägt. Außerdem muss die Justierung bei so hohen Vergrößerungen absolut passen, sonst hat man Doppelbilder.

Wie du aber schon richtig annimmst ist es wahrscheinlich nicht das, was du dir vorstellst. Mein Glas wiegt 7kg, das ganze verpackt in einem Koffer, dazu ein Manfrattostativ mit Videoneiger (ca. 5kg), Klappsitz, Okulare, Filter,... kurz - der Aufwand ist relativ groß. Ich denke daher auch, dass ein leichtes 70mm-Glas eher in deine Richtung geht.
 
Nochmals vielen Dank für die Denkanstösse, inzwischen habe ich viel gegoogelt und so langsam wird die Sache auch etwas klarer.

Ein Glas mit 80 oder 100mm Öffnung wird definitiv angeschafft, aber es muss geradesichtig sein und sollte ein möglichst geringes Gewicht haben damit ich es am Manfrotto Magic Arm benutzen kann.

Besonders interessant finde ich deshalb die 80mm Tordalks, speziell das Modell mit 15facher Vergrösserung.
Aber auch das Wachter 14x100 mit "nur" 3,1 Kilo Gewicht ist eine Option, zumal mein Himmel hier dunkel genug für die 7mm Austrittspupille ist.

Die modernen Chinesen, insbesondere die mit Wechselokularen, fallen mit ihren roundabout 7 Kilo Gewicht alle durch's Raster.

Mal sehen was der Gebrauchtmark diesbezüglich in nächster Zeit so zu bieten hat...

Grüsse Jochen
 
Hallo Markus,

Deine Opticrons hatte ich schon entdeckt und auch in die nähere Auswahl genommen.
Mir scheinen die baugleich zu den Vixen ARK zu sein, zumindest haben sie das selbe Gehäuse und die selben Vergrösserungen...

Da ich aber auch Sammlergene in mir trage möchte ich beide Hobbies verbinden und mir erst einmal einen alten, deutschen Klassiker zulegen :-)

Wenn mich die binokulare Beobachtung richtig anfixt werde ich über kurz oder lang wohl eh bei Deinem neuen 100er Apo landen, zumal ich hier die komplette Reihe der Nikon Spektivokulare als Pärchen und umgebaut auf 1,25" liegen habe.
Das wäre wohl ein "match made in heaven" :-)

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,

ob der alte Klassiker Wachter Gigant 14x100 wirklich eine gute Wahl wäre ist mMn fraglich. Zur Qualität gibt es durchaus kritische Meinungen, wie z.B. hier. Das scheinbare Gesichtsfeld ist auch ziemlich klein, ähnlich einem 7x50. Ob ein Manfrotto Magic Arm dabei Freunde macht wage ich auch zu bezweifeln. Zwar ist die Masse mit 3,1kg vergleichsweise günstig, aber durch die Größe könnte es zu nicht unerheblichen Hebelkräften kommen und wenn er dann noch an einen Liegestuhl o.ä. montiert werden soll, führen die Sterne bei jeder Berührung unschöne Tänz­chen auf.
 
Hallo Jochen!

"Ich bin ein rein visueller Genussspechtler.
Mich begeistert es Astronomie live und mit den eigenen Augen sehen zu können.
Astrofotografie hat mich noch nie gereizt, wenn ich Astrobilder sehen will gehe ich auf die Hubble Seite :-)
Es reizt mich auch nicht, schwächste Galaxien und Nebel gerade noch eben mit meinem 12.5er per indirektem Sehen erahnen zu können, ich will deutliche und beeindruckende Bilder :-)

Meine Lieblingsobjekte sind in unserem Sonnensystem sowie die grossen und hellen Messiers.

Sehr gerne gehe ich auch mit meinem Canon 15x50 IS in der Milchstrasse spazieren, das kann ich stundenlang geniessen."

Ich bin auch so, da sprichst du mir aus dem Herzen!

"Ich überlege nun, ob mir hier ein 100mm Grossfernglas deutlich mehr Genuss bringen könnte..."

Hatte ein 100mm 45° Bino von APM mit Wechselokularen, habe es wieder verkauft, da es gegen die Kombination 6" f/5 FH mit 31er Nagler keine Chance hatte. 3,4° Gf mit nadelpunktförmiger Abbildung - da sieht JEDES Großfernglas dagegen nur blaß aus und benötigt dabei eine gleichgroße Montierung! (Meines benutze ich auf einer Giro bzw. ist auf meinen 18" gesattelt)
Die Preisklasse ist dabei dieselbe, der FH kostet etwa 450.- Das Nagler 550.- und somit bist du bei 1000.- Euro.

Überzeuge dich doch bei einem Teleskoptreffen von der Richtigkeit meiner Aussage, bevor du dir ein Großfernglas kaufst. Die Kombi ist bei Richfieldbeobachtungen unschlagbar!

Gruss, Helmut
 
P.S. Das 31er Nagler wirst du auch bei deinem 12,5" beim Aufsuchen von Objekten nicht mehr missen wollen! M24, Nordamerikanebel, Cirrusnebel....Ein Genuß!
Mein meist-eingesetztes Okular!

Gruss, Helmut, der Milchstrassenbeobachter
 
Hallo Ralf,

je, den thread hatte ich auch schon gelesen, das Wachter ist sicherlich nicht der grosse Hit.
Heute konnte ich zum ersten mal den Magic Arm auf dem Liegestuhl mit dem 15x50 IS einsetzen und trotz Arm war ich dann doch ganz froh auch noch die Stabilisierung zu haben.
Die ganze Stahlrohrliege bewegt sich praktisch bei jedem Atemzug doch minimal und die Sterne zittern leicht. Hier deutlich mehr Gewicht auf den Magic Arm zu bringen verbietet sich von daher automatisch.
Ein Tordalk würde ich dennoch gerne mal antesten, ich weiss nur noch nicht ob ich dass 11x oder 15x favorisieren soll ?

Hallo Helmut,
ein sehr guter Tip, ich habe zwar gerade all meine Nagler verkauft, aber das 31er habe ich behalten, da es auch mein Lieblingsokular ist.
Ein Ethos 21 steht auch auf meiner Wunschliste und dürfte ähnlich genial sein...

Auf die Idee mit einem kurzen FH als richfield Gerät bin ich noch gar nicht gekommen, das ist aber auf jeden Fall eine Überlegung wert und kostet auch nicht viel Geld.

Grüsse Jochen
 
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