Unterschiede Zwischen Reflektoren Refraktoren

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Hallo Micha,

ich sag immer: wenn man einen Teleskopkauf plant, muss man sich 3 Sachen überlegen:

1) Was darfs kosten?
2) Was will man erreichen?
3) Welchen Aufwand will man bei der Benutzung treiben?

Genauer:
- zu den Kosten gehören immer auch Kosten für Zubehör, Okulare und _geeignete_ Montierung/Stativ.
- Wenn man Spiralarme von Galaxien sehen will braucht man eben viel Öffnung. Wenn man große Objekte ansehen will brauchts viel AP und großes Gesichtsfeld.
- Ein Teleskop funktioniert nur dann gut, wenns unter geeignetem Himmel steht, ausgekühlt und justiert ist. Das heisst unter Umständen dass es transportabel sein muss.

Diese Fragen mußt DU beantworten, dann kanns an die Auswahl gehen.

CS

Klaus
 
Hallo

Ich habe mich schon entschieden für den Mak 150/1800
Zubehör habe ich einiges jedoch nicht alles was aber noch kommt.
Meinen kleinen Mak habe ich schon verkauft.
Montierung bezitze ich eine EQ3 die ich noch mit Nachführung austatte.
Kosten sind nicht so wichtig da alles mit der Zeit angeschafft wird.
Beobachten möchte ich überwiegend Planeten obwohl man doch die ein oder andere Galaxy sehen möchte was ich denke das ich mit dem Mak schon ein stückchen weiter bin als vorher da ich nur eine Öffnung von 102mm hatte.
Ein Dobson kommt noch nicht in Frage da ich zu wenig Platz habe was sich in den nächsten jahren ändern wird.
Wichtig war mir auch bei meiner entscheidung zum Mak das ich meine neue SLR Nikon D60 mit benutzen kann.
So das war es erst mal und vielen dank für die vielen Antworten und viel Spass beim Spechteln.


Gruß Micha
 
Hi Micha,

na dann viel Spass mit dem Gerät. Ob Du mit der eq3 und dem 150mm-Mak glücklich wirst, davon kannst Du ja bei Gelegenheit berichten. Leider muss ich etwas Zweifel anmelden, ob die Montierung das Gerät ausreichedn stabil trägt. Nicht umsonst wird selbst bei Händlern eine eq5 empfohlen.

CS

klaus
 
Hallo Micha,

dann brich Dir mal eine ab, nämlich die Montierung. Vom Platz her ist eine EQ-3 mit Mak drauf aufgebaut genauso groß wie ein Dobs. Die D60 am Mak mit f/12? Ja gut, für Mondfotos, ansonsten für alle Motive falsche Wahl, für Deepsky das falsche Teleskop, für Planeten die falsche Kamera.

Aber gut, eine selbst getroffene Entscheidung nach einem Thread, der über den Threadstarter eine Aussage macht. Das respektiert sich leicht. Viel Erfolg beim Spechteln und Umsetzen von "alles kommt noch".

Clear Skies
Sven
 
Hallo

Ja warum die Falsche wahl hier im Forum wird sie doch überwiegend für sehr gut dargestellt mit der Canon Eos zusammen weiß nur nicht mehr welche Eos ich glaube die 1000D.

Was die EQ3 betrifft trägt diese meines wissens bis 10 kg.
Der Mak aber wiegt nur 6,0 kg, also denke ich wird es für den Anfang locker reichen, denn wenn eine Monti ein Refraktor bis 120 mm Öffnung und Newton Reflektor bis 150 mm trägt denke ich wird dieses wohl erst mal langen, weil ein Skywatcher 150/1200 wiegt auch gute 6 kg und ein Refraktor mit 120mm Öffnung auch nicht viel weniger höchstens 100 gramm je nach dem welchen man hat.
Was ich aber eigentlich hier wollte ist den Unterschied zwischen einem Kurzbrennweitigen Teleskop und einem mit Großer Brennweite, was ich auch geschrieben hatte. Das ich den Mak kaufe stand schon fest weil für mich nichts anders in Frage kommt.
Vom Platz her genauso Groß wie ein Dobson?? das stelle ich mal in Frage weil die Monti kann ich zusammen klappen und in den Schrank stellen und der Mak ist auch schnell weg das man ihn nicht mehr sieht und braucht nicht viel Platz, aber ein Dobson mit einer Rockerbox ist erheblich größer und nimmt mir zuviel Platz im Wohnzimmer weg.
Ich denke jeder muß für sich selber raus finden was für ihn das beste ist und ich habe mich für Maks entschieden.


Gruß Micha
 
Hallo Leute,

eine EQ3 trägt nie und nimmer 10 kg. Die EQ4 bzw. EQ5 sind meines Wissens die schlechteren Klone der Vixen GP-E, und da ist bei sechs oder maximal sieben Kilogramm Feierabend mit der Stabilität.
Wichtig wäre hier wohl auch noch die Länge des Tubus, ein f/15-Achromat wird wegen des langen Hebels wesentlich weniger stabil getragen als ein kurzer Mak. Ich würde pauschal sagen: Unter EQ4 lieber nicht...
Als Teleskop für "alle Zwecke" kann ich da nur einen Klassiker empfehlen, nämlich den 150/750er Newton. Sowohl für Deep-Sky, als auch Planeten und Mond exzellent geeignet und für weniger Geld zu haben als jeder 120-mm-Fraunhofer.

Gruß und CS,
Marcel
 
Hi,

der 102/500 der zur Disposition stand wäre auf jeden Fall von der EQ3 tragbar gewesen, für den Mak kann ich das nicht beantworten, aber 6kg sind schon heftig...

Fotografie damit?! Never - mit f/5 und nur 500 kann ich mit viel gutem Willen und noch weniger Anspruch mal 30 - 60s belichten (die Bilder sind dann aber keinesfalls in 100% Auflösung verwertbar), was nach 30s bei f/12 auf dem Chip ist magst du selbst herausfinden, Planeten klar, das geht aber wie schon erwähnt ist dafür die EOS wiederum ungeeignet - ich hätt's nicht so übers Knie gebrochen und vorher mal Probe geschaut...

CS Benny
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Micha,

hier muss man halt einfach sagen: Du bist falsch bzw. unzureichend informiert.

1) Eine Eos ist ein gute Kamera für Deep Sky bei langen Belichtungszeiten. Für Planten gibt es andere und besser geeignete Kameras. Überall nachzulesen.

2) Eine eq 3 hat laut Händlerangabe eine Tragkraft von bis zu 5Kg. Das kann man auf jeder Internetseite nachlesen.

3) Der Platzbedarf eines Dobs aufgestellt ist nicht größer.
Man kann einen parallaktisch montierten Mak in Einzelteile zerlegen und diese dann besser verstauen, korrekt. Der Platzbedarf meines Dobs ist im Ruhezustand 60x60 cm bei einer Höhe von ca. 150cm.

4) Die Frage der Brennweite ist sekundär und kann mit entsprechenden Okularen ausgeglichen werden. Das wurde lange erklärt.

Deine Ausrüstung so wie Du sie jetzt geschildert hast wird funktionieren, aber nur mit unangenehmen Einschränkungen.
Noch wäre Zeit das zu ändern.

CS

Klaus
 
Ich beobachte zwar schon seit zwei Jahren sporadisch, würde mich selbst aber auch eher noch als Anfänger bezeichnen, wenn nicht gar als Dilettanten. :pfeif:
Mit Familie komme ich nur noch selten und wenn, dann nur kurz zum Gucken. Einscheinern, z. B., fällt bei mir völlig flach. :blush:

Geräte:
SC 8-zölliger Reflektor (Schmidt-Cassegrain-System, also ein "Hintenguck" trotz Spiegel) 8" = 200 mm Öffnung, 2000 mm Brennweite ergibt Blende 10
ED 70: Linsenfernrohr mit 70 mm Öffnung und 420 mm Brennweite = Blende 6

Zur Fotografie mit der DSLR: Ich fotografiere (mehr schlecht als recht) mit einer Canon 5D am 8-Zöller auf einer "ADM". Die Montierung "ADM" hält das Teleskop für Fotos gerade noch eben so ruhig. Laut Prospekt trägt sie 12 kg Instrumentengewicht. Aber für Fotos mehr als den 8-Zöller draufpacken geht nicht mehr richtig. Nicht mal mehr ein Leitrohr kann ich dazu montieren. Dann bräuchte ich auf der Gegengewichtstange 10 kg Gegengewichte. Selbst bei 7 kg Gegengewichten schwingt das Ganze schon, ist aber für Fotos gerade noch beherrschbar - aber vielleicht stelle ich mich auch einfach a bisserl doof an.

Außerdem habe ich noch eine Nexstar 2 SE, einen "einarmigen Banditen" mit Computersteuerung ("Goto") also. Auf die Montierung kann ich den 8-Zöller zwar auch draufpacken und auch schön beobachten, aber Fotografieren geht damit gar nicht mehr vernünftig. Dafür ist das Linsenfernrohr gedacht. Mit dem macht das Beobachten und Fotografieren auf der Nexstar richtig Spaß. Für Planeten reicht die Brennweite zwar nicht, aber schließlich hat jedes Teleskop "seinen" Himmel. Ohne Stativ kann man die Nexstar-Montierung auch aufstellen: auf eine Mauer oder einen stabilen Tisch. Samt Linsenfernrohr kann man sich das Ganze auch unter den Arm klemmen und "mal eben" Sterne gucken gehen.

Zum Unterschied der beiden Geräte: Bei beiden guckt man hinten rein, hat also nicht das Problem, dass man wie bei einem Newton-Teleskop den Einguck drehen muss.
Der 8-Zöller ist für Planeten besser geeignet, einfach weil man mit ihm stärker vergrößern kann. Der ED 70 ist ein schönes Übersichtsteleskop für größere Objekte und ist auch als Leitrohr zu verwenden, wenn am anderen Gerät die Kamera hinten dran hängt.
Zur Montierung: die kann gar nicht stabil genug sein. Hier muss man richtig viel Knete reinbuttern, wenn man auch Fotos bei stärkeren Vergrößerungen machen will.
 
Hallo Peter,

dazu könnte man ergänzen, dass mehr Gegengewichte das Schwingen eher reduzierenm, da die dann näher am Montierungskreuz angebracht werden können was den Hebel verkürzt.

Mit nem c8 MUSS man nicht bei 2000mm Brennweite fotografieren, sondern man kann per Reducer auf ca. 1200mm runtergehen. Beim Planten nutzt das natürlich nix. Wenn man für diesen Fall ne Webcam nimmt anstatt ner dslr klappts auch am Planeten, selbst wenn das Bild etwas schwingt.

Überhaupt brauchts gar keine lange Brennweite. Viele hübsche Fotos kann man auch mit 200mm Brennweite und Teleobjetiv machen. Dann muß man auch nicht lange einscheinern sondern kann mit Polsucher die Montierung schon mal gut voreinstellen.
Dann brauchts auch keine 10k-Euro-Montierung.

CS

Klaus
 
Hallo Klaus,

den C8 von 2000 mm auf 1200 mm per Reducer "runterzudrücken" verbessert seine Deep-Sky-Astrofoto-Auglichkeit nur unwesentlich ;-) Man stelle es sich mal vor: Mit einer DSLR und Crop-Faktor von 1,5 erfreut man sich ohne Reducer an einer Brennweite von 3000 (!) mm, selbst mit Reducer sinds dann noch 1800 mm. Für weitläufige Objekte wohl eher nicht erste Wahl, wohl aber für Planeten.

Ich kann dieses hin und her nicht nachvollziehen: Micha, sag doch einfach konkret was du genau willst und dir wird geholfen. Wenn erfahrene Sternfreunde dir abraten, den Mak zu kaufen, wird das schon seine Gründe haben und nicht einfach nur dahergeplappert sein.

Gruß und CS,
Marcel
 
Hallo Marcel,

naja, die Brennweite ändert sich durch den Aufnahmechip nicht.

Mit Reducer erreicht man schon wichtiges: die Belichtungszeit wird deutlich kürzer und die Brennweite kleiner. Für Planeten hingegen sind auch 1800mm Kleinbildäquivalent nicht sonderlich viel. Dass ein C8 sehr wohl Astrofototauglich ist zeigen unzählige Beispiele. Können muss mans halt.

CS

Klaus
 
Hallo Klaus,

irgendwie schwer vorstellbar, solche Äquivalentbrennweiten (ich habs eben nicht dazugeschrieben...) über lange Ueit präzise nachzuführen. Was tut man dann eigentlich, wenn man weitläufigere Gebilde a la Cirrus-Nebel oder Ähnliches aufnehmen möchte? Muss man dann zum Mosaik greifen...?

Gruß,
Marcel
 
Hallo

Also was ich möchte ist ganz klar.
Ich will Planeten beobachten und fotografieren aber ich möchte auch einige Deep Sky Objekte sehen wie z.B. M31 oder M81 aber nicht unbedingt fotografieren.
Mehr möchte ich nicht zum Anfang und da die Nikon leider nicht fehler frei war habe ich sie zurück gegeben und bin gerne offen für Vorschläge was die DSLR betrifft.

Gruß Micha

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Marcel,

schwierig ja, lange brennweiten halt ...

Für den Cirrus nimmst Du entweder eine kleine Brennweite oder tatsächlich ein Mosaik.

CS

Klaus
 
Hallo Micha,

ja, mein Vorschlag betreffend DSLR ist: KEINE!
Planeten fotografierst Du am besten mit einer Kamera wie der DMK oder günstiger eine Webcam wie die Toucam Pro oder ein Vergleichbares Modell von Logitech, etc.
Die DSLR ist nur interessant für Mondfotos, weil hier der große Chip mit der riesigen Pixelzahl etwas bringt und für Deepsky-Langzeitbelichtung eingeschränkt tauglich, weil Kühlung fehlt und ohne Filterumbau kaum H-Alpha-Empfindlichkeit da ist.
Für Planetenbilder taugt die DSLR nicht, weil Jupiter ein Kreis mit Radius 50 Pixel ist, vielleicht auch mal 100 Pixel, und da also als kleiner Klecks in Deinen 4000 x 3000 Pixel (oder so) auftaucht. Das bringt es nicht, man macht vielmehr mit Webcam oder einer anderen schnellen Kamera (Videokameras nehmen manche auch, aber das nicht abnehmbare Objektiv ist ein Problemchen) tausende Aufnahmen, die man automatisch sortiert und überlagert und dann nachbearbeitet.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Micha,

falls du tatsächlich nur Planeten fotografieren möchtest, ist eine DSLR tatsächlich eher keine gute Wahl. Für Deep-Sky sind die Geräte zwar noch recht gut geeignet (und da möchte ich meinem Vorredner widersprechen, auch ohne Modifikation sind schöne Bilder erreichbar, auch wenn die fehlende H-Alpha-Empfindlichkeit bei manchen Motiven schmerzt), für Planeten aber so gut wie garnicht. Investiere da lieber ein paar Kröten in eine hochwertige Webcam.

"Ich will Planeten beobachten und fotografieren aber ich möchte auch einige Deep Sky Objekte sehen wie z.B. M31 oder M81 aber nicht unbedingt fotografieren.
Mehr möchte ich nicht zum Anfang"
Da würde sich ein 150/900er oder gar 150/1200er Newton plus einer hochwertigen Zweifach-Barlow doch geradezu anbieten.
Wenn du tatsächlich nur mit einer Webcam fotografierst, kannst du einen kleinen Fangspiegel wählen und bekomst trotzdem ausreichende Ausleuchtung und guten Kontrast. Ansonsten wäre da ja noch ein Fünfzoll-Mak oder ein Vier- bis Fünfzoll Fraunhofer (möglichst über f/10) anzubieten, der aber eher unhandlich ist. Die Wahl liegt bei dir...

Gruß und CS,
Marcel
 
Hallo

Wie schon gesagt ein Newton kommt mir zur Zeit nicht ins haus da muß der Mak hin halten denn ich aber wiederum auch erst wenige Monate später kaufen werde.
Wegen der DSLR ist es so sie soll ja nicht nur zur Astrofotografie dienen sondern auch für Private Zwecke und da hätte ich gerne Gewußt welche besser ist die Canon Eos 100D die Nikon D60 oder die Pentax K200.
Jeder dieser Kameras hat seine vor und Nachteile die eine ist vom Auto Fokus zu langsam die andere hat kein Motor drin für Autofukos sprich ich muß drauf achten das ich immer Objektive mit Motor drin kaufe und die Nikon hat kein Reinigungs System wie die K200 und die Eos.
Daher meine Frage welche von den dreien die bessere ist.


Gruß Micha
 
Hallo Micha,

was du suchst ist der klassische Allrounder, gutes Bild am Mond und Planeten auch fotografisch (Webcam), genügend Öffnung und ausreichend Gesichtsfeld für Deepsky-Beobachtung.

Das alles kann am besten der Newton. Öffnungsverhältnis idealerweise bei F5 oder F6, je nach Gelegenheit/Angebot. Ausreichend Öffnung hat man meiner Meinung nach erst ab 8", auch was die Planetenfotografie betrifft.

Also: 8" Newton mit F5 oder F6. Montierung: EQ6. Webcam: ToUCam.

Bino-Tom
 
Hallo Micha,

also ich korrigiere das mal "Wegen der DSLR ist es so sie soll ja nicht _ zur Astrofotografie dienen". So ist es richtig, es sei denn, Du möchtest Mondfotos machen. Dann passt es und Du kannst Dir überlegen, welche Marginalie aus den Leistungsunterschieden für Dich die Kaufentscheidung ausmacht. Ob Dir der Autofokus jemals zu langsam ist oder die Chipreinigung mit einem Blasebalg jemals Probleme macht oder Du wirklich mal ein vermutlich altes Objektiv kaufst, bei dem der Motor fehlt, kann ja keiner vorhersehen.
Guck, was Du für Deine privaten Zwecke als Objektiv(e) brauchst und wo Du Kamera und Objektiv(e) passend und für Dich bezahlbar bekommst.

Clear Skies
Sven
 
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