Unterstützung bei Kauf von Teleskop plus Zubehör

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Aracam

Mitglied
Hallo zusammen,
ich habe in letzter Zeit eifrig in diesem Forum gelesen und bereits viel wertvolle Informationen erhalten, was ich beim Kauf meiner Teleskop Erstausstattung beachten muss. Bei anderen "Neueinsteigern" habe ich gelesen, wie eifrig hier jeder jeden unterstützt. Deswegen bitte ich euch jetzt ebenfalls um eure Unterstützung.

Kurz zu mir.: Ich bin 48 Jahre alt und seit meiner Kindheit begeistere ich mich für Astronomie. Ich war in zig Planetarien, lese viele Artikel zu diesem Thema, etc. Aber ich bin nie auf die Idee gekommen, mir selber ein Teleskop zu kaufen. Keine Ahnung warum...
Als 2018 die Mondfinsternis war bin ich mit mehreren Nachbarn auf unserem Feld gestanden und wir hatten einen fantastischen Sternenhimmel. Einer hatte ein Teleskop dabei, das eigentlich zur Naturbeobachtung gedacht ist. Trotzdem konnte man Jupiter und Saturn perfekt sehen. Da habe ich mir gedacht: Warum kaufst du dir eigentlich kein Teleskop?

Was möchte ich machen? Zuerst mit Sicherheit Beobachten und zwar Planeten und Deep Sky Objekte. Wobei ich langfristig sicher zu Deep Sky Objekten tendiere. Ich möchte mich auch Stück für Stück an die Astrofotografie herantasten, wobei ich größten Respekt davor habe, nachdem was ich alles hier gelesen habe.
Ich möchte mit einer höherwertigen Ausrüstung einsteigen, Budget ca. € 3.000,-

Nach einiger Recherche bin ich auf folgende Konfiguration gekommen

Montierung: SkyWatcher EQ6-R Pro SynScan
Teleskop: SkyWatcher Explorer-250PDS 1200mm 10"
Okular: Zoom Okular SkyWatcher 8-24 mm 1.25"
Barlow Linse Deluxe 2fach 1.25"
Variabler Polfilter Mondfilter 1.25"

Wie ihr sicher seht: Ein Einsteigerset, allerdings etwas aufgewertet mit Explorer 250PDS. Was sagt ihr dazu? Ich wohne am Land südwestlich von München. Ich laufe maximal 400 Meter dann befinde ich mich auf einem Hügel mit 360 Grad Rundumblick, mit kaum Lichtverschmutzung. Eigentlich recht gute Bedingungen. Ich habe mir mal das Gewicht der Ausrüstung durchgerechnet und komme so auf 40 Kilo aufwärts. Das sollte man eigentlich die 400 Meter ganz gut transportieren können. Vielleicht auf einem gut gepolsterten Leiterwagen...

In Sachen Astrofotografie habe ich hier viel gelesen. Ich tendiere zu einer Canon EOS 2000D. Benötige ich da von Anfang diese Optimierung für Astrofotografie? Ich habe im Internet gesehen, dass es die 2000D so für €300 ohne Objektive gibt. Das reicht doch erst einmal oder?
Komakorrektur habe ich verstanden: Baader MPCC Mark III oder ähnliches
Verwirrt bin ich in Sachen Software für Windows und GoTo Steuerung?
Was benötige ich ich denn wirklich, um die Montierung anzusteuern?
Was bringt mir dir GoTo Steuerung? Kann ich das nicht mit einem Laptop und dementsprechender Software erledigen?
Welche Software benötige ich als Einsteiger für die Astrofotografie noch?

Noch eine andere blöde Idee: Um erst einmal etwas herumzuspielen, kann ich da nicht mit meinem iPhone erste Schritte in Sachen Astrofotografie machen?

So jetzt habe ich eine Menge geschrieben. Ich freue mich über eure Antworten!
Viele Grüße
Daniel
 
Hallo Daniel,

willkommen im Forum.

Montierung: SkyWatcher EQ6-R Pro SynScan
Teleskop: SkyWatcher Explorer-250PDS 1200mm 10"
Okular: Zoom Okular SkyWatcher 8-24 mm 1.25"
Barlow Linse Deluxe 2fach 1.25"
Variabler Polfilter Mondfilter 1.25"
Als Einsteiger-Set würde ich das nicht beschreiben.
Die EQ-6 R und der Newton sind schon ziemliche Klopfer.
Ob der 10" Newton so einfach zu handeln ist, wage ich zu bezweifeln.
Den auf eine parallaktische Montierung wie die EQ-6 R zu wuchten ist schon sportlich.
Ich habe es mit 8" und gleicher Brennweite mit meiner EQ-6 R ausprobiert, Spaß ist anders.
Außerdem ist der Einblick recht hoch und bedingt durch die Systematik einer parallaktischen Montierung kann der Einblick in das Okular in recht ungünstige Positionen wandern.
Mit seinen 14,5 Kg bist Du, m.E., schon im rein visuellen Bereich an der Grenze der EQ-6 R.
Da spielt das Gewicht eine Rolle aber auch der Hebel, den dieser Newton ausübt. Der hat sich bei meinem 8"-er schon gut bemerkbar gemacht.
Auch verlagerst Du den Schwerpunkt durch die 10" Öffnung.

Für die Astrofotografie werden 60% bis 65% der angegebenen Tragkraft genommen.
Die Tragkraft ist für das visuelle Beobachten gerechnet.
Was die Kamera angeht sind andere berufener.

Verwirrt bin ich in Sachen Software für Windows und GoTo Steuerung?
GoTo, gehe zu, ist eine elektronische Auffindhilfe, die Nachführung mit bringt. Nachführung lässt sich auch über einzelne Motoren realisieren.
GoTo erfordert Einarbeitungszeit. Es ist kein Selbstläufer oder Vollautomatismus.
Bei GoTo, ob sinnvoll oder sinnbefreit, gehen die Geister auseinander. Ich persönlich mag es nicht mehr missen.
Bei GoTo ist auch zu beachten, Du brauchst Strom, fehlt in Deiner Auflistung ;). Stichwort Powerpack, käme noch zum Transport dazu. Den Strom brauchst Du dann später auch für die Astrofotografie.
Im einfachsten Fall wird GoTo über den Handcontroller gesteuert. Da ist SkyWatcher recht gut aufgestellt.
Du kannst aber auch die Montierung über einen Software wie Stellarium steuern. Mit den ganzen Unzulänglichkeiten die Windows halt so mit sich bringt, Stichwort Treiber. Aber grundsätzlich funktioniert es gut. Unter Linux ist der Aufwand halt auch vorhanden. iOS, keine Ahnung.
Bei der EQ-6 R brauchst Du aber entweder ein Kabel oder ein WiFi-Dongle dazu.

Mit SmartPhones kann man erste grundsätzliche Erfahrungen sammeln.
Aber mehr so im Schnappschußbereich.
 
Hallo Daniel,
welcome to the club.
Ich sehe das ähnlich wie Mathias. Ich besitze u.a. die EQ6-R und einen 15 kg SC, der ist nur halb so lang wie Dein Newton und für die EQ6-R zu schwer (fotografisch). Die Montage von Monti und Optik auf freiem Feld ist bei diesen Gewichten auch kein Spaß.
Ad Newton: Die Optik ist mir nicht bekannt, ich würde jedoch bei einem 10" mit f/4,8 mm für diesen Preis keine Justagestabilität bei einem Transport mit dem Leiterwagen erwarten.
Ad Kamera: Auf freiem Feld eigentlich nur eine (modifizierte) DSLR (bei langer Brennweite mit Guiding), aber nochmal nicht mit dem schweren Newton auf dieser Montierung.
 
Hallo Daniel,

ich finde das von dir zusammengestellte Setup schon sehr gelungen. Das Wichtigste ist eine Montierung, die alles gut trägt was du drauf packen möchtest. Da bist du mit der EQ6-R sehr gut aufgestellt. (Zumal ich mir sicher bin, dass da noch Gewicht hinzukommt, wenn du wirklich in die Fotografie einsteigst)

Ich würde jedoch was anderes als den 250/1200er draufpacken – gerade wenn du dir schon gleichzeitig eine Kamera anschaffen möchtest. Warum?

Je höher die Brennweite, desto höher die Anforderungen an die Montierung und die Nachführung, optisch wie fotografisch. Aber Kombinationen, die optisch „noch gehen“, sind fotografisch ggf schon schnell am Limit. Zudem brauchen hohe Brennweiten in der Regel schneller ein Guiding (Korrektur der Nachführung) als etwas kleinere Brennweiten.

Ich würde deshalb eher einen leichteren Newton wie ein 150/750 PDS auf die EQ6-R setzten (auch auf die Gefahr hin, dass damit an Planeten weniger geht.). Der ist als Einsteiger weniger Anspruchsvoll in der Handhabung, leichter zu schleppen und fotografisch gutmütiger.

Mit so einem Newton hat die EQ6R leichtes Spiel und bei guter Einnordung sollten auch ohne Guiding Belichtungszeiten von 120 Sekunden gut möglich sein. Zudem ist die Pixelgröße einer von dir anvisierten APS-C Canon ist an 750mm eine gefällige Kombination. Aber apropos Kamera - ich mach mal ‚ne Rechnung auf:

Der 250/1200PDS kostet ca. 550 Taler. Einen 150/750 PDS gibt es für ca, 250 Taler. Wären 300 gesparte Taler. Verrechnest du das mit den geschätzten 300 Talern, die eine nicht modifizierte Canon EOS zu Buche schlägt, bist du bei 600 Talern Budget für eine Kamera. Rechnen wir mal damit, dass du die EOS eh noch modifizieren lässt, sobald du beginnst Nebel zu fotografieren, würde ich nochmal 200 Taler kalkulieren, also in Summe 800 Taler.

(Ich schließe die potentielle Neigung die Kamera schnell modifizieren zu lassen aus deinem ambitionierten Setup für den Einstieg, welches du dir ausgesucht hast. Das hat nämlich direkt Hand und Fuß und lässt einen gewissen Anspruch erkennen).

Für 800 Taler gibt es aber schon kleine, gekühlte Astro-Farbkameras (für den Fall, dass du die EOS nur für Astro und nicht für Taglichtfotografie nutzen willst – ansonsten ist die Rechnung nicht anwendbar).

Ich würde zumindest einmal drüber nachdenken. Das Restliche Zubehör (Barlows, Adapter etc) würde fast identisch sein, du würdest bei meinem Beispiel halt das große Newton gegen ein kleineres Tauschen und dafür anstatt der EOS eine dedizierte Astrokamera reinnehmen.

Zur Software (unabhängig von EOS oder dedizierter Astrokamera) brauchst du Aufnahmesoftware (für DeepSky oft APT (Astro Photography Tool) oder N.I.N.A., bei Planeten oft SharpCap), dazu eine Software zum „stacken“ und „stretchen“ der Bilder (Freeware oft Deep-Sky-Stacker und Fitworks, bezahlt oft PixInsight oder Astropixelprocessor) und dann ggf. noch ein normales Bildbearbeitungsprogramm (Freeware Gimp oder bezahlt oft Photoshop). Später bei Guiding käme noch ggf das Programm PHD2 hinzu.

Das Gute an der Software ist, das sich alles als Freeware realisieren lässt. Wichtig wäre noch, dass du – wenn du dich entscheidest über Programme wie APT oder NINA deine Aufnahmen zu steuern – ein Kabel zum Anschluss der EQR-6 an einen USB benötigst. Die gibt es bei den bekannten Händlern von „Pierre Astro“ oder so und schlagen nochmal mit ca. 50 Talern zu Buche.

Les dir mal die Vorschläge so durch die hier kommen werden und entscheide dann in Ruhe. Bei dem Budget sollte das kein Kauf sein, den man „aus der Hüfte geschossen“ tätigt.


Schönes WE,

Jens
 
Hallo Daniel,

ich kann mich meinen Vorrednern auch nur anschließen. Das Setup ist kein typisches Anfängersetup mehr und schon recht gut, aber auch halt eben nicht mehr leicht. Da sehe ich die größere Herausforderung. Auch wenn Du nur 400m zu Beobachtungsplatz hast, mußt Du in allem voll für Mobil ausgerüstet sein und alles am Beobachtungsplatz installieren. 400m oder 40km - der Unterschied ist nur die Anreisezeit. Das ist nicht nur Teleskop, Kamera und Montierung, sondern Du mußt auch an stabile Stromversorgung, Tauschutz, vielleicht Laptop und Strom, Ersatzbatterien, etwas Werkzeug und Ersatzteile (Ersatzkabel, Zwischenringe etc.), vielleicht ein Tischchen, Beleuchtung für Auf- und Abbau, Wetterschutz etc. denken, wenn Du nicht ständig hin- und herrennen und Zeit verlieren willst. Da ist es fast besser gut ausgerüstet im Auto irgendwohin zu fahren.
Wenn Du das vorher noch nicht gemacht hast, würde ich am Anfang auch eher zu was einfacherem, leichterem raten. Das vermeidet Einstiegsfrust.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Daniel,

ich habe die 2000D und sie bei Conhead(Markus) hier im Forum modifizieren lassen. Bin damit sehr zufrieden. Jetzt im Winter würde ich mit einer Astro mod DSLR anfangen. Ist kalt genug für die ersten ordentlichen Bilder, denke ich. Die 2000D hat keinen schwenkbaren Bildschirm, aber man kann ja immer auf einen niedrig stehenden Stern scharf stellen, dann muss man sich nicht so stark verrenken. Übrigens, das scharf stellen im Live view mit Bahtinov ist nicht immer genau, da die reduzierte Datenmenge (bei mir) eine leichte Verschiebung der Strahlen bringt. Daher mit Standbild scharf stellen.
bezüglich der Montierung: ich habe eine CEM70 und bin damit super zufrieden.

viele Grüße
Joachim
 
Hallo,
Was möchte ich machen? Zuerst mit Sicherheit Beobachten und zwar Planeten und Deep Sky Objekte. Wobei ich langfristig sicher zu Deep Sky Objekten tendiere. Ich möchte mich auch Stück für Stück an die Astrofotografie herantasten, wobei ich größten Respekt davor habe, nachdem was ich alles hier gelesen habe.

eine weitere Möglichkeit wäre es, Beobachtung und Fotografie zu trennen. Zur Beobachtung wäre ein 200/1200er Dobson plus Okulare und sonstiges Zubehör eine Möglichkeit. Für den Einstieg in die Fotografie des tiefen Raumes beispielsweise eine HEQ-5 Synscan. Beim Dobson hättest Du einen angenehmeren Einblick, als wenn Du einen Newton auf eine parallaktische Montierung setzt.

Auf die HEQ-5 könntest Du dann erstmal die DSLR + 200mm-Objektiv draufsetzen und Erfahrungen sammeln. Wenn das alles klappt, sind weitere Schritte möglich.
Was mit 200mm möglich ist, siehst Du hier:
Astrofotografie mit kleinen Brennweiten

Über den Daumen gepeilt würde ich schätzen, dass der Dobson plus Okulare ungefähr 600 Euro kosten würde. Dazu eine HEQ-5 Pro mit derzeit etwa knapp 1100 Euro. Die Stromversorgung käme auch noch dazu. Die Ausrüstung würde ich mir aber nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise zulegen.
Transportieren würde ich das Zeug mit dem PKW.

Gruß
Ronald
 
Hallo zusammen,

ich dank euch allen vielmals für euer wertvolles Feedback! Eure Aussagen decken sich mit der Erfahrung, die ich gestern bei einem Teleskop-Händler gemacht habe. Das SkyWatcher Explorer-250PDS ist schon ein riesen Kaliber. Ich habe es live gesehen und durfte es auch mal hochheben. Ich verstehe Eure Einwände...
Ich tendiere zu einem Skywatcher Explorer-200PDS 200mm. Den Rest der Ausstattung lasse ich so, wie beschrieben. Das ist zwar etwas größer als einige von euch mir empfohlen haben, aber ich werde mich da schon reinfuchsen.
In Sachen Astrofotografie werde ich erst einmal mein iPhone an das Okular halten. Klar, das werden nur Schnappschüsse. Ich spare da lieber auf die gekühlte Astro-Farbkamera:
Für 800 Taler gibt es aber schon kleine, gekühlte Astro-Farbkameras (für den Fall, dass du die EOS nur für Astro und nicht für Taglichtfotografie nutzen willst – ansonsten ist die Rechnung nicht anwendbar).
Danke dir Jens an dieser Stelle für deinen Tip! Ich würde die EOS wirklich nur für Astrofotografie einsetzen...

Noch eine Frage an euch: Das von mir aufgelistete Zubehör ist ok? Insbesondere das Zoom Okular?

Und dann noch eine Frage in Sache Stromversorgung:
Du brauchst Strom, fehlt in Deiner Auflistung ;). Stichwort Powerpack, käme noch zum Transport dazu. Den Strom brauchst Du dann später auch für die Astrofotografie.
Danke dir Matthias für den Hinweis. Da hatte ich wirklich nicht dran gedacht. Was haltet ihr von
"SkyWatcher Akku / Stromquelle / Power Tank für Montierungen 17Ah 12V mit Rotlicht und Weißlicht" als Stromquelle?

Und noch eine Frage an euch, falls jemand aus dem Raum München dabei ist: Habt Ihr einen Teleskop-Händler den ihr besonders empfehlen könnt?

Viele Grüße
Daniel
 
Hi Daniel,

willkommen hier.

Ich bin sicher DU hast Dir viele Gedanken gemacht, aber ich bin auch sicher, dass Du noch nicht soweit bist um selbst zu entscheiden, was es werden soll.

Woran mache ich das fest?

1. Während Montierung und Teleskop schon etwas gehobener und preislich auch höher sind, wählst Du als Zubehör ein nicht wirklich passendes Billigzoom, eine Barlow die nicht dazu paßt und einen Mondfilter den man schlicht nicht braucht.
Zubehör sagt man zwar aber Okulare sind maßgeblich am Seherlebnis beteiligt. Ein kompletter Satz an gehobenen höherwertigen Okularen für dieses Gerät kostet mehr als 1000 EUR und dann hast Du noch keine sinnvollen Filter.
2. Dieses ganze Zeug 400m tragen? Nein, das machst Du einmal, dann nicht mehr. Es sind keine 40 Kilo sondern total eher 80 Kilo. EQ6 Kopf 19 Kilo, Stativ 8-9 Kilo, Gegengewichte 20 Kilo, Teleskop mit Schellen 15 Kilo, Okulare, Sucher, Atlas im Koffer 10 Kilo, Stuhl 5 Kilo, Stromversorgung 5 Kilo.

Aus meiner Sicht wärst Du gut beraten
- den Einstieg erst mal visuell zu planen
- Foto für später und dann mit kleinerer Brennweite aus dem Fokus zu nehmen im Kopf zu behalten.
- das Ganze sich mal live ansehen - ich kenne mehrere Leute die EQ6 und 12" f/4 oder f/5 hatten
- das Thema Zubehör noch mal zu überdenken
- Kontakte zu suchen - Astrotreff Münchner Norden z.B.
- und erst dann in Richtung Entscheidung zu gehen und ggf zu kaufen.

Klingt vllt hart, soll Dich aber am Ende davor bewahren 3 Mille zu investieren die am Ende vllt nicht dazu passen, was Du brauchst und willst und womit Du am Ende Freude hast.
CS
 
Hi, danke für deine Antwort
Klingt vllt hart, soll Dich aber am Ende davor bewahren 3 Mille zu investieren die am Ende vllt nicht dazu passen, was Du brauchst und willst und womit Du am Ende Freude hast.
Ich finde die überhaupt nicht hart, sondern nur ehrlich. Das ist auch gut so.
Meine Entscheidung steht nicht 100% fest und ich kaufe auch nicht gleich morgen. Sei unbesorgt.
Wie in meinen vorherigen Posts bereits erwähnt, werde ich kein 10" oder 12" kaufen sondern tendiere zum 8" Skywatcher. Der wiegt 8,8 Kilo...
Wenn du Vorschläge hast, welches Okular bzw. Filter ich mir zulegen soll dann nur her damit. Ich werde mit Sicherheit keinen ganzen Satz kaufen, sondern nur die absolut wichtigsten am Anfang. Die aber gerne hochwertig. Deswegen hatte ich vorhin auch geschrieben "Was haltet ihr von meinem Zubehör?"
Den Einstieg plane ich definitiv visuell, deswegen mein obiger Post: Ich mache mal Schnappschüsse mit meinem iPhone. Mein bester Freund hat einen 3D Drucker, da drucken wir uns für ein paar Cent eine Halterung für das iPhone und das reicht dann auch erst einmal.
In Sachen Kontakt knüpfen: Ja da bin ich gerade dabei. Deswegen bin ich auch Mitglied in diesem Forum geworden ;) Wenn du noch einen Tipp für einen AstroTreff München Süd hast, dann her damit. Ich wohne 35 Kilometer südwestlich von München, da ist Münchner Norden nicht so ideal.
Viele Grüße
Daniel
 
Hallo und Willkommen,

die EQ6r-Pro ist eine wirklich gute Montierung. Will man Sie mobil nutzen, sollte man sich, wie schon beschrieben, des Gewichtes bewusst sein
Teleskop: SkyWatcher Explorer-250PDS 1200mm 10"
10" und 1200mm reale Brennweite sind nicht wirklich mobil. Du hast ja schon auf 8" runter korrigiert. Selbst ein 8" Newton ist immer noch ein ordentliche Größe, welche zu bewegen ist. Da du in Richtung Fotografie auch unterwegs sein willst, werfe auch mal einen Blick auf ein RC oder ein SC derselben Größe. Beide sind von Grund Teleskope mit langer Brennweite, diese lässt sich durch den Einsatz von Reducern aber noch auf "relativ schnelle" Öffnungsverhältnisse (RC auf f/5,3) kürzen.
Okular: Zoom Okular SkyWatcher 8-24 mm 1.25"
Barlow Linse Deluxe 2fach 1.25"
Variabler Polfilter Mondfilter 1.25"
Grundsatz: Die Größe des Teleskops hat in der Regel ein 2" Auszug. Solange wie möglich auch mit der Okulargröße dabei bleiben. Als eine gute Gebrauchsserie kenne ich diese Okulare hier.
Ein Zoomokular ist immer ein Kompromiss, einen wohl durchdachten Satz an Einzelokularen kann es nicht das Wasser reichen, immer abhängig vom "Hauptrohr"
Stromversorgung ist im mobilen Bereich nicht zu unterschätzen. Man kann preiswert mit Bleibatterien anfangen, aber das Gewicht und die die Effizienz bei tiefen Temperaturen sind nicht das Wahre.
Die Eq6 zieht beim Schwenken ~1A, beim Tracking ~0,6A. mit Reserve (für ggf. Hzg, etc) bist du dann ganz schnell bei 8-12Ah für eine Nacht, da der Bleiakku bei Kälte nur mit 50% Leistung da steht sind es Netto ~16-24Ah. bei mehr Equipment geht's da ganz schnell auf über 30Ah. Hier sind LiFePO Akku (zwar teurer) aber dann die bessere Wahl.

Bedenke: Ein Universalteleskop gibt es nicht, genau deswegen bekommt mein RC auch Zuwachs von einem Apo, damit ich Widefield-Aufnahmen machen kann, sobald es das Wetter und die Zeit zulässt. (Die Arbeit ist meinem Hobby tlw. ganz schön im Weg ;) ;) ;))
 
Hi Daniel

als ich anfing Dir zu schreiben - wurde unterbrochen und schrieb erst viel später weiter -, war Dein Beitrag von 16 Uhr 17 noch nicht da. Deshalb die Überschneidung.
8 Zoll macht das moderater, aber es ändert am Gewicht und damit am Thema Transport aus meiner Sicht nicht so viel, als dass es völlig anders ist.
Ich war vor 20 Jahren mit einer HEQ5 und 8" sowohl in f/4 als auch f/5 unterwegs, ehe ich auf 12" als Dobson gewechselt habe. Das ist viel transportabler, aber auch den wollte ich keine 400 m tragen.

Das Thema Transport wir oft unterschätzt, ist aber am Ende ein ganz wichtiges, weil es darüber entscheidet wie oft Du das Zeug benutzt. Das ist der Punkt, der nach der Ersteuphorie nicht wenige Leute dazu bewegt, Ihr Equipment zu überdenken.

Okulare - kaufe Sie nach der AP, die Sie ergeben. Bei einem f/5 Gerät eben Brennweite Okular * f/5.
Ein kompletter Satz besteht für mich aus den APs:
6mm, 4mm, 2,5mm, 1,5mm, 1mm , 0,7mm und ggf 0,5mm.
Die wichtigsten sind 6, 2,5 und 1 mm - diese wirst Du für Deepsky zu 60-80 % verwenden.
Alle anderen APs nenne ich daher Ergänzungs-AP, von denen 4mm und 0,7mm die nächste Prio haben.

Sofern keine besonderen Erfordernisse an Augenabstand etc bestehen und DU wie sehr viele eher größere Sehwinkel bevorzugst, ist im guten Midpreissegment die ES Serie mit 82 Grad eine Option.
Im oberen Segment sind aus meiner Sicht Preis-Leistungssieger, mit deutlich mehr Leistung die XWA Okulare in Schwarz die es unter zig Labels gibt.

Filter: OIII und UHC wird man als Deepskybeobachter irgendwann sicher haben wollen. H-Beta würde das Set komplettieren, ist aber keine Erstanschaffung.

Im Südwesten von MUC kenne ich niemanden. Wohne ja über 400 km entfernt.
Hab nur noch Kontakt zu ner Einsteigertruppe in Petershausen - ist aber auch nördlich von MUC und wahrscheinlich zu weit für Dich.
CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Antares
danke für deine Antwort.

Okulare - kaufe Sie nach der AP, die Sie ergeben. Bei einem f/5 Gerät eben Brennweite Okular * f/5.
Ein kompletter Satz besteht für mich aus den APs:
6mm, 4mm, 2,5mm, 1,5mm, 1mm , 0,7mm und ggf 0,5mm.

In Sachen Okulare habe ich noch etwas Verständnisschwierigkeiten. Ich arbeite gerade das Buch "Fernrohr Führerschein" durch. Dort lese ich gerade über Okulare und die Empfehlung welche drei Okulare man sich als Einsteiger kaufen sollte. Deren Berechnung/Empfehlung lautet wie folgt:
Okular für 1-2fache Minimalvergrößerung:
Okularbrennweite=Öffnungszahl x 5
Okular für 3fache Minimalvergrößerung:
Okularbrennweite=Öffnungszahl x 1,5
Okular für förderliche Vergrößerung:
Okularbrennweite=Öffnungszahl x 0,7

Liege ich da bei meinem SkyWatcher 8" mit Öffnung 200mm und 1000 Brennweite richtig, wenn ich wie folgt rechne:
Öffnungszahl = 1000/200= 5 (=f/5)

Daraus ergibt sich für die Okulare:
Okular für 1-2fache Minimalvergrößerung:
Okularbrennweite = 25mm
Okular für 3fache Minimalvergrößerung:
Okularbrennweite = 7,5 mm
Okular für förderliche Vergrößerung:
Okularbrennweite = 3,5 mm

Das deckt sich nicht so ganz mit deinen Zahlen. Rechenfehler meinerseits oder einfach deine Praxiserfahrung, die zu noch kleineren Okularbrennweiten führt/rät?

Mir ist mittlerweile klar, dass ich das Zoomobjektiv, das bei dem Einsteigerset dabei ist, definitiv nicht kaufen werde, sondern eben drei höherwertige 2" Okulare... Nur welche halt...

Und dann bräuchte ich noch eine Empfehlung in Sachen Filter und Barlow Linse. Einen Filter für die Mondbetrachtung brauche ich wohl bei 8" und dann wohl noch eine vernünftige Barlow Linse.

Danke euch im voraus.
Viele Grüße
Daniel
 
Hi,

Herr Kloss hat mich beim Kauf meines C8 sehr gut beraten.
Dort werden die Teleskope und Montierungen auch ausgepackt und kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert.
 
Hallo Daniel, @Aracam,

Du hast ja schon eine ganze Menge Rückmeldungen bekommen. Ich kann Dir noch aus meiner Erfahrung berichten. Der gute Beobachtungsplatz den Du in kurzer Entfernung hast ist Gold wert. Ich habe meine Ausrüstung ständig in meinem Transporter und habe einen guten Beobachtungsplatz, bei dem angekommen, ich nur alles aus dem Fahrzeug nehmen muss / kann. Bis aber das wichtigste aufgebaut ist, Dobson, Newton, Okularkoffer, Stuhl, PC brauche ich 10 Minuten bei 15m Wegstrecke. Du willst das sicher nicht 400m schleppen. Gerne können wir uns mal zu einer gemeinsamen Nacht mit Corona - Bedingungen verabreden. ;) Kann man Deinen Platz mit einem Auto anfahren? Ich bin im Münchner Süden zuhause. Details gerne per PM.

Ich bin zusammen mit meiner Frau seit August in diesem Jahr auf Astronomie gekommen. Wir haben uns damals zuerst für einen 200er Dobson Skywatcher entschieden und ein paar technische Probleme damit gehabt. Das Teleskop konnten wir zurückgeben und haben uns dann für einen Galaxy, 10" von ICS in Augsburg entschieden. Das war eine gute Wahl! Ich kann Dir zum Einstieg wirklich einen Dobson empfehlen. Damit hast Du ein Instrument was unkompliziert und erweiterunsgfähig ist. Auch wenn Du Dir ein Budget von 3k genehmigt hast, ist dieses schnell verbraten. Alleine für eine vernünftige Auswahl an Okularen gibst Du mindestens das gleiche und mehr Geld aus als für das Teleskop. Statt einer Barlow, habe ich mir lieber ein zusätzliches Okular gekauft. Filter brauchst Du am Anfang gar nicht. Erst wenn Dir mal der Mond die Netzhaut wegbrannt hat, willst Du einen entsprechenden Grau/Mondfilter haben. Kosten 10 € bis 25 €. Für Nebelfilter für spezielle Beobachtungen kann st Du locker ein paar hundert € ausgeben. Der Wunsch dazu kommt dann wenn Du so weit bist. Da ist sofort wieder ein ganzes Dobson Teleskop Budget für Filter verbraucht. Also Budget aufheben.

Als Einsteiger wird Dir jeder hier empfehlen sich zuerst auf das visuelle Vergnügen zu konzentrieren. Okulare abfotografieren mit dem Handy geht natürlich und es gibt einige hier die dies sehr vorzeigbar machen. Ich habe es aufgegeben. Verlorene Liebesmüh! Bis ich im Dunklen egal welches Hilfsmittel man als Halter hast, das Handy so positioniert hast, dass Du ein Foto machen könntest, ist Saturn, Jupiter, Mars und Co. schon wieder ausgewandert und Du fotografierst nichts, gar nichts oder nicht das gewünschte. Man verplempert damit so viel Zeit für ein fragwürdiges Ergebnis, mir ist da die Zeit zu schade.

Ich habe mir ein PushTo gebaut. Sprich im Dobson habe ich eine selbstgebaute Winkelanzeige die mir nach dem ich die Dobson Plattform ins Wasser gestellt habe ( 2 Minuten Zeitaufwand für Altitude - Schwenk rauf und runter ) und mit einem Stern oder Planeten die Azimuth Einstellung ( 2 Minuten Zeitaufwand für Drehrichtung S-W-N-O) eingestellt habe eine LED Anzeige für beide Werte mit denen ich sehr gut jedes Objekt anfahren und finden kann. Die nötigen Koordinaten hole ich mir aus der Software Stellarium. dafür habe ich einen kleinen Lenovo Klapprechner mit Windows dabei. Die Vergrößerung des Spassfaktors vom händisch geführten, gesuchten und gefunden "Himmelsobjekt" zu einem per Winkelanzeige gefundenen Objekt ist gigantisch. Vorher haben wir einen Abend lang nach Neptun gefahndet und gesucht, jetzt machen wir dies in kürzester Zeit ( eine Minute ) und können die andere Zeit für Beobachtung verwenden. Nur um keinen falschen Eindruck zu erwecken, Neptun und ähnlich kleine und lichtschwache Objekte wollen immer noch gefunden werden, auch wenn man schon perfekt im Zielgebiet ist. Das kann dann mit Verfizierung auch mal dauern!

Das muss man alles rausfinden, lernen und nachvollziehen. Dauert! Hat mir und Susanne aber riesig Spaß gemacht. Und sicherlich reift man auch an den händisch gesuchten Erfolgserlebnissen. Inzwischen ist meine Lieblings Werkzeug um mich nah an das gesuchte Objekt zu bringen, nach der Navigation per Winkelanzeige angekommen der Sucher. Wichtig für uns ist auch ein kleines Fernglas, das einfach mehr Überblick am Himmel liefert um danach ins Detail mit dem Teleskop zu gehen.

Kurz erzählt, ich denke mit einem vollautomatisch nachgeführten GoTo hätte ich nicht so viel gelernt und würde nicht so viel verstehen wie ich jetzt tue. Außerdem ist der Zeitaufwand ein GoTo einzunorden und einzustellen nicht zu unterschätzen. Aus verschiedenen Erfahrungsberichten hier im Forum lese ich raus, dass da schon schnell mal zig Minuten rum sind, bis man loslegen kann. ...

Zur Empfehlung noch wo kaufen. Das ist im Moment eher davon geprägt, was man überhaupt bekommt, da vieles weder vorrätig noch zeitnah von den Händlern beschafft werden kann. Zum Teil habe ich Okulare im großen Fluss oder in Polen geordert, je nach dem wo es noch vorrätig war. Außer man will Monate-lang warten. Ich finde beim Zubehör kann man da kaufen wo es vorrätig ist oder vom Preis her passt. Beim Instrument würde ich nur bei Anbietern mit wirklichen Support zugreifen. ICS in Augsbrurg, Teleskop Express im Münchner Süden kann ich empfehlen. Aber man hört hier auch viel positives vom Telekop Spezialisten in München Gauting, Herrn Kloos!

Viel Freude bei der Vorbereitung auf ein großartiges Hobby - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo Daniel,

Du siehst, es geht nicht nur um das Teleskop, die Montierung, Okulare... ...
Es kommt auch drauf an was man möchte und erwartet.

Ein Dobson, auch wenn ich einen besitze, ist nicht meines.
Habe mir dafür auch ein "pushto für Arme" ;) "gebastelt". Elektronischer Winkelanzeiger in Kombination mit einem Kompass mit drehbarer Lunette. Da ist das Auffinden recht komfortabel und dazu dann noch ein Telrad und ein passender Sternen-Atlas.

Ich komme aber besser mit einer parallaktischen Montierung und/oder einer Alt/AZ (die RockerBox ist zwar nichts anderes) auf Stativ klar.
Zuerst war es eine kleine manuelle parallaktische Montierung, dann kam die EQ-6 R, die ich jetzt nur noch auf dem Balkon nutze, ich schleppe das Teil einfach nicht mehr gern.
Hauptmontierung ist eine Alt/AZ GoTo. Ja, bei der ist mit einem 120/1000-er FH oder einem C8 schluß, aber das ganze ist fix aufgebaut, transportabel und erfüllt all das, was ich erwarte.

Man muss halt abwägen was einem wichtig ist, was man möchte und, wie gesagt, erwartet.
Was nutzt mir der schönste 12" oder 14" Dobson, wenn es jedes mal ein Angang ist das Teil zu transportieren?
Es ist schon was dran an dem Spruch, das beste Teleskop ist das, welches man am häufigsten nutzt.
Das kristallisiert sich aber (leider) erst mit der Zeit heraus.
 
Hi Daniel

Öffnungszahl oder Öffnungsverhältnis ist das Verhältnis der Teleskopöffnung / Brennweite.
Bei dem 8 Zöller 200/1000 also f/5.
Du hast richtig gerechnet.

Ich kenne das Buch dem Namen nach, aber nicht was man dort schrieb. Die Zahlenreihe überrascht mich.
Die genannte Zahlenreihe ist die Austrittspupille, wie geschrieben Okularbrennweite mal f/5 oder gleich Okularbrennweite/5.
Das Öffnungsverhältnis ist ein Bruch, sprich eine Division.

Ich halte dort genannt Reihe für zu sehr verallgemeinert und mit größeren Geräten auch nur bedingt praxisgerecht.

5mm AP ist ein Mittelwert insbesondere mit Geräten die f/6 und größer haben ( f/4 ist größer ;) )
Mit 5mm AP erreicht man weder das größtmögliche wahre Gesichtsfeld am Himmel und nutzt auch nicht die biologisch maximale AP, die Ihrerseits den größtmöglichen Kontrast im Bild ergibt.
Dies kann für Übersichten und manche Objekte aber genau erforderlich sein. Unter der Prämisse etwas mit Perspektive zu kaufen, rate ich daher die 5mm durch die maximale AP 6 oder gar 7 mm zu ersetzen und im Bereich 4 mm oder leicht darüber später zu ergänzen.

1,5 - der Sprung von der AP max ist zu groß und 1,5 mm Ap ist speziell für Galaxien und offene Sternhaufen zu klein. Mit 2,5mm AP , bei f/5 also 12-14mm Okularbrennweite ist die Vergrößerung viel passender. Das 13mm Okular ist bei mir das mit Abstand am meisten genutzte Okular und manchmal die komplette Nacht im Okularauszug.

Förderliche Vergrößerung ist allgemein eigentlich AP 1 mm - also eine Vergrößerung die exakt der Größe des Lichtsammlers in mm entspricht - beim 8 Zöller also 200fach. AP 0,7 ist ist der Bereich in dem üblicherweise alles gesehen werden kann, was das Teleskop zu leisten im Stande ist. Das klingt erst mal nach einem Sofortkaufenmüssen, aber halt. Das stimmt so in der Theorie, in der Praxis aber nur, wenn das Seeing, solche Vergrößerungen zuläßt.
Praktisch ist es bei vielen Sternfreunden aber so, dass 200fach eine Barriere ist und in vielen Nächten die sinnvolle Vmax ist. Genau deshalb rate ich zu AP 1 bei 8" und sehe AP 0,7 als Ergänzung mit Prio 1 und AP 0,5 mit nachgelagerter Prio . Bei größeren Geräten rate ich die Vergrößerung im Bereich 200fach zu ergänzen.

Die Filterfrage verstehe ich nicht. Ich schaue Mond mit 12" und mehr ohne Filter. Das ist kein Problem. Man muss nur die Dunkeladaption vermeiden. Deshalb sagte ich ja, kein Mondfilter.

Für Deepsky sagte ich doch OIII und UHC. Hier sind Lumicon und Astronomic Marktführer.

Und Barlow? Nein auch die brauchst Du nicht. Mit 5 Okularen bist Du normal ausgestattet, um das allermeiste abzudecken, wenn Du nicht eine gewisse Sammelleidenschaft entwickelst oder verschiedene Teleskope mit verschiedenen f/x hast.

CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi CS,

Ein kompletter Satz besteht für mich aus den APs:
6mm, 4mm, 2,5mm, 1,5mm, 1mm , 0,7mm und ggf 0,5mm.
Die wichtigsten sind 6, 2,5 und 1 mm - diese wirst Du für Deepsky zu 60-80 % verwenden.

Ok, ich habe mir anhand deiner Empfehlung für ein 8“ Newton f/5 drei Okulare herausgesucht
Okular 32mm
Okular 13mm
Okular 5mm
Damit sollte ich in Sachen Deep Sky gut versorgt sein. Passt die Auswahl in Sachen Okularbrennweite, Hersteller und Qualität? Ich habe SWA Okulare ausgesucht und nicht Plössl oder Super Plössl, da mir hier bereits ein Omegon SWA empfohlen wurde:
Grundsatz: Die Größe des Teleskops hat in der Regel ein 2" Auszug. Solange wie möglich auch mit der Okulargröße dabei bleiben. Als eine gute Gebrauchsserie kenne ich diese Okulare hier.

Was für Okulare empfiehlst du denn für Planetenbeobachtung für das 8" Newton f/5?

Viele Grüße
Daniel
 
Hi Daniel

CS heißt clear sky also klaren Himmel.

Über das 32mm SWA kann ich nichts sagen. Man liest wenig darüber und ich kenne niemanden der es hat.
Ich benutze in der Brennweitenlage, das ES 30 mm 82 Grad, das ich nach vielen Tests am Ende ausgewählt habe an f/5 wenn mein Himmel nahe 6 mag Grenzgröße oder mehr hat. Im direkten Vergleich mit dem Primus, dem 31mm Nagler T5 sahen Mitbeobachter und ich es am Ende als gleichwertig.

Die Hyperion kann man kaufen. Sie funktionieren am f/5 Gerät ordentlich. Aber in der Preislage ist Explore Scientific mit der 82 Grad Serie für meine Begriffe die bessere und leistungsfähigere Investition.
Noch besser, weil mehr Feld und auch bessere Transmission haben die XWA Okulare mit 100 Grad Feld.
Wer Ethos Preise scheut, bekommt hier nur wenige Prozent weniger Leistung für einen Bruchteil des Preises. Dann hättest Du 3 quasi finale Okulare, Kosten ca 75o,- total.

Normalerweise würde man für Planeten Weniglinser empfehlen, weil sie eine noch bessere Transmission haben. Dies stimmt aber nur noch zum Teil. So haben Televue Ethos, mit einem professionellen Laser von einem Sternfreund der als Physiker damit arbeitet, insbesondere im Grünen keine Transmissionsverluste trotz 8 oder 9 Linsen. Da ich zudem hauptsachlich mit Dobsons schaue, habe ich nur noch Okulare mit großem Gesichtsfeld. Meine Plössl und die Orthos die ich früher besaß sind alle verkauft, zumal der geringe Augenabstand den die kleinen Brennweiten haben für mich auf Dauer inakzeptabel war
Des mehr an Feld und die damit verbunden bessere Nutzbarkeit wiegen für mich marginale Transmissionsverluste auf.
Du kannst also Planeten auch mit den DS-Okularen beobachten, wenn Du die Anzahl der Okulare begrenzen magst. Hier kommen dann die AP 1,5 , 1 , 0,7 und 0,5 zum Einsatz.
Du siehst, Okulare sind weiter mehr Zubehör. Hier die richtige Wahl zu treffen ist vllt sogar noch schwerer, als der Teleskopkauf an sich.
So oder so: Um zu wissen, wie Du die Okulare erlebest, womit Du klar kommst, mußt Du probieren, da das Okularerleben vor allem im Kontrast und der Farbe höchst subjektiv ist. Transmission ist dagegen leicht zu testen, in dem man im Grenzbereich Vergleichsbeobachtungen macht z.B. an Sternketten und offenen Sternhaufen.
CS
 
Was für Okulare empfiehlst du denn für Planetenbeobachtung für das 8" Newton f/5?
Hallo Daniel!
Das SWA mit 32 mm und 2" ist als Übersichtsokular vollkommen ok. Als 2" Zwischenokular wäre noch eines 2" mit ca. 20mm Brennweite zu überlegen, darunter nur noch 1 1/4". Hier bin ich mit einem Omegon Panorama II 21mm unterwegs.
Bei den kleineren Brennweiten der Okulare bringt 2" nicht mehr wirklich viel, die angeblichen 2" Ausführungen sind nur mechanisch bei beiden Größen kompatibel, optisch sind es nur noch 1,25.
Als 10mm habe ich ein Celestron X-Cel, das gibt es aber nicht mehr in der Ausführung. Hier sind 9 oder 12mm im Angebot, im wirklich kleinen Bereich fehlt noch eines mit 4-6mm Brennweite.
Dazu noch eine qualitativ gute 2xBarlow 1,25" sollte das Set für den Anfang abrunden.

BTW: Einige Okulare habe ich auch schon wieder veräussert, da sie subjektiv nicht wirklich gepasst haben. Hier ist wirklich probieren angesagt.
 
Mir persönlich war bei einem f5-Dobson die Randabbildung mit einem SWA 32mm auf Dauer zu schlecht, vielleicht weil ich damit als Aufsuchokular auch viel aus der Bewegung heraus arbeite. Da ist das schon genannte ES 30mm 82° schon in jeder Hinsicht ein anderes Kaliber...

Gruß Horst
 
Meine Erfahrungen mit den Okularen am immerhin 10'' Dobson f=1200 mm.

Ich habe mir Baader Hyperions 5, 10, 21 und 31 Aspheric gekauft und dazu Meade UWA 7,2 und 14.

Ergebnis nach über 100 Beobachtungsabenden und Sonnenbeobachtungstagen:

Fast immer 31 und 21 im Einsatz. Egal ob Sonne, Planeten oder Sternhaufen, Nebel oder Galaxien!

Das 14 und das 10 gehen an wenigen Abenden bei Planeten. Bei der jetzigen Marsopposition habe ich in 30 Beobachtungen das 10er ein oder zweimal sinnvoll nutzen können. An allen anderen Abenden war das Seeing zu schlecht.

Alles unter 10 kann ich im Kölner Raum nicht nutzen. Ich halte daher für den Einstieg überhaupt nichts von Okularen mit kurzer Brennweite. Die Enttäuschung ist dann immer groß.

Bei meinem Meade LX 200 10'' mit f=2500 mm ist diese Erfahrung noch viel stärker zu machen. Da geht unter 15mm schon fast gar nix mehr ohne Reducer.

Guido
 
... Das 14 und das 10 gehen an wenigen Abenden bei Planeten. Bei der jetzigen Marsopposition habe ich in 30 Beobachtungen das 10er ein oder zweimal sinnvoll nutzen können. An allen anderen Abenden war das Seeing zu schlecht. ... Ich halte daher für den Einstieg überhaupt nichts von Okularen mit kurzer Brennweite. ...

Hallo Guido, @Wombat1964 ,
da gebe ich Dir Recht. Kurze Brennweiten sind am Anfang auch für mich (inzwischen) überbewertet. Sicher hängt es von den persönlichen Bedingungen (Augen z.B.) und auch von der Umgebung ab. Ich habe einen für Münchner Verhältnisse guten bis sehr guten Beobachtungsplatz (20 km südlich von MUC). Ich würde als Empfehlung für jemanden der mit einem Newton 10" F5 beginnt, ein 24 mm, ein 11/10mm und ein 8,5/8 mm Okular empfehlen. Ich habe noch ein 6,7 und 4,5 mm Okular. Das 6,7er setze ich nur selten "optisch Gewinn-bringend" ein. Für das 4,5 mm hatte ich vielleicht nur ein einziges Mal interessante Bedingungen bei 20 bis 25 Beobachtungs-Nächten.

MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo zusammen,

Leider ist das ES 30mm nur sehr schwer zu bekommen. Aktuelle Lieferzeiten >= März/April 2021 :-(
Kennt jemand das TS 28mm 82°? Das ist bei Teleskope-Express lieferbar. Bei f/5 gibt das eine AP von 5,6mm - vielleicht ein Tick zu wenig?
Das William SWAN 33mm 72° wäre auch noch eine Überlegung wert (kenne ich leider auch nicht), aber das gäbe eine AP von 6,6mm; und AstroShop schreibt, dass es bei f/5 gut einsetzbar wäre...
 
Hallo,
mal ganz davon abgesehen, dass ein neuer Thread besser gewesen wäre:
Wenn das ES 30 Dein Lieblingsokular ist, dann würde ich darauf warten.
Vielleicht findest Du etwas auf dem Gebrauchtmarkt.

Gruß
Ronald
 
Hi Daniel,
willkommen im Club.
Ich hatte mit einem Skywatcher 250 Dobson angefangen - ansonsten selbe Ausstattung wie Du bereits ausgewählt hast.
War ziemlich schnell angefixt und habe dann eine EQ 6 Pro zusammen mit einem C11 gebraucht geholt.
Dobson ist schon fein, aber das ständige nachschubsen v.a. bei hoher Vergrößerung muss man schon mögen (oh dass löst jetzt bestimmt eine Diskussion aus.)
Mobil d.h. 400m aufn Berg tragen ist beides nicht wirklich. Bei EQ 6 kommt ja noch Strom dazu.
Ich bin ebenfalls aus dem Münchner Umland zwischen Starnberg.
Komm am besten mal in eine Sternwarte (z.B. Volkssternwarte oder Sternwarte Berg) und schau Dir die Teleskope an- ist besser als z.T. philosophisches Diskutieren.

Grüße
Thomas
 
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