"Upgrade"-Teleskop gesucht

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vichman

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Hallo liebe Sternfreunde,

ich bin stolzer Besitzer eines Celestron NexStar SLT 127, und trage mich mit dem Gedanken, etwas „aufzurüsten“, wobei ich hoffe, von euch den einen oder anderen Tipp oder Hinweis zu bekommen. :)

Die Randbedingungen:
- Einsatz nur visuell, nicht fotografisch (außer Schnappschüsse auf den Mond etc.)
- Mobilität ist wichtig, da ich zu Hause nicht beobachten kann. Auto ist vorhanden, Fahrzeit zu Beobachtungsplätzen mind. 25 Min.
- keine Einschränkungen bzgl. Objekten, ich schaue mir alles gerne an :-)

Die NexStar SLT Montierung samt Stativ ist mit meinem Equipment (besserer Zeitspiegel, Baader Hyperion Okulare) wohl sehr an der Grenze, das ganze ist etwas wackelig, deswegen soll das „Upgrade“ hauptsächlich stabiler sein (Montierung und Stativ).

Folgende Alternativen habe ich mir bisher überlegt:
- Celestron AS VX Montierung. Damit kann ich mein Maksutov erstmal weiterverwenden, und ggf. später auf ein 8“ SCT oder 9,25“ SCT umsteigen. Nachteil: Aufwand beim Aufstellen (Einnnorden), benötigt Stromanschluss. Groß und schwer. Benötigt Gegengewichte. Dafür stabil.
- Celestron NexStar Evolution. Entweder mit 8“ SCT oder 9,25“ SCT, oder erstmal nur die Montierung. Vorteil ggü. AS VX: Batterie ist eingebaut. Aufbau einfacher. Dafür wohl weniger stabil (??). Und teurer.
- 10“ Dobson. Das wäre wohl der Preis-Leistungs-Sieger. Allerdings habe ich GoTo lieben gelernt. Als Jugendlicher hatte ich Astronomie wieder gefrustet aufgegeben, weil ich am Himmel nichts gefunden habe. Das befürchte ich bei einem Dobson auch, trotz Telrad etc., und das macht mir echt Bauchschmerzen.
Außerdem möchte ich nicht „am Boden kriechend“ durchs Telrad schauen müssen. Andererseits wäre ein entsprechender Dobson stabil, unabhängig vom Strom und auch gut transportabel (mit dem Auto).
Noch ein Punkt: Müsste ich ein Dobson eigentlich häufig neu justieren?

Hm, schwierig. Leider habe ich keine Möglichkeit, die Varianten vorher zu probieren.
Hat jemand von euch mir einen Tipp oder Hinweis?
Passen meine Einschätzungen zu euren Erfahrungen?

Danke im Voraus, allzeit CS,
Stefan
 
Servus Stefan,
ja, einen Dobson musst Du immer wieder mal justieren, einen Newton und ein SC jedoch auch. Und einen Newton kann man justieren, ein SC nur den Fangspiegel...

Wenn Du ein 10" Dobson möchtest, goto magst, dann nimm halt einen 10" goto Dobson. Wie wäre es mit dem (hab TSverlinkt, gibt es aber auch beim Martin Birkmeier, InterconSpacetaec): http://www.teleskop-express.de/shop...-250P-SynScan---10--GoTo-Dobson-Teleskop.html
Ein Freund hat das Teil mit 12", macht einfach nur Spaß.

CS
Gottfried
 
Hallo Stefan,

die Montierung Advanced VX mit einem C8 (jetzt EHD8) ist meine Kombination. Ich benutze sie visuell und finde sie gut passend. Fotografisch übe ich damit momentan aber da habe ich noch einen langen Weg vor mir.
Für das visuelle Beobachten ist die Kombination stabil und relativ problemlos. Aufbauen dauert so 5-10 Minuten je nach Übung. Allerdings musst Du dann noch einnorden und wenn Du das Goto verwenden möchtest auch noch das Alignment durchführen. Und Du brauchst immer einen Akku im Gepäck.
Transportabel ist die Kombination, sie wiegt jedoch bereits einiges. Aber Dir war sicher schon klar, dass aufrüsten auch mehr Gewicht bedeutet, oder? Justieren eines C8 ist wie ich finde selten notwendig und das ist gut so, weil ganz trivial ist es nicht.

Ich habe einmal einen Besitzer einer Evolution getroffen und der war von dem Gerät für seinen Einsatz voll überzeugt. Und was war für ihn wohl das beste Merkmal der Evolution? Richtg, der eingebaute Akku. Eine Gabel ist übrigens sehr stabil. Ich hatte früher ein historisches C8 in einer Gabel. Das ist kaum zum wackeln zu bringen.

Von mir also eine klare Empfehlung für ein C8 als bezahlbares nächstes Teleskop auf jeder der beiden Montierungen. Ich hoffe die weiteren Hinweise haben nicht zu Deiner Verwirrung beigetragen sondern können Dir helfen eine Entscheidung zu treffen.

Gruss und cs,
Bernd

 
Hallo Stefan

Meine erste Frage an Dich: "Was ist Dein Preislimit?"
Wenn Du den 8“ SCT oder 9,25“ SCT neu kaufst und dabei noch die Celestron AS VX Montierung packst, liegst Du bei ca. 2500€.
Nehme jetzt mal an, Du würdest 1500€ investieren.....
Dann empfehle ich dieses Equipment.
- Es ist transportabel.
- Mit Goto.
- Eine, für diese Geld, gute Optik.

Und "NEIN", den Dobson must Du nicht justieren, aber ab und zu den Newton, der darauf montiert ist :biggrin: .
Alles eine Frage der Gedult und des Übens, aber nach etwas Zeit funktioniert das fast von selbst (eigene Erfahrung).
Aber das kannst Du gut und verständlich hier nachschauen.


Ich selber habe einen 8" Newton, entweder als Dobson im Einsatz(ohne Goto), oder auf einer von mir modifizierten EQ6.
Würde gerne auf 12" aufsteigen, aber das passt vom Gewicht nicht mehr!
Als Dobson genutzt, kann ich Dir berichten, das Du nicht am Boden herumkriechst, es sei denn, Du möchtest etwas oberhalb vom Horizont beobachten.
Auf der EQ6 ist mein Equipment bestens gelagert, die hat damit keine Schwierigkeiten.




 
Hallo Stefan,

Hast Du überhaupt schon mal mit einem Dobson beobachtet? Mit einem modernen, gut laufenden und einem Telrad als Peiler in Kombination mit dem Deepsky Reiseatlas?
Das solltest Du unbedingt einmal ausprobieren bevor Du eine Entscheidung triffst, denn das Handling ist mit Deinem alten Teleskop-Spielzeug (das Du hier beschrieben hattest) überhaupt nicht zu vergleichen.

Ich schreibe das deshalb, weil ich früher ganz genau die gleichen Gedankengänge hatte wie Du und mir einen Dobson überhaupt nicht vorstellen konnte. Und ich habe eine parallaktische Monti und auch einen Mak auf einer azimutalen Goto-Monti.
Dobson? Für mich? Nie im Leben!
Bis ich das erste Mal mit einem beobachtet habe... ;)

Mittlerweile habe ich einen 16"er Dobson mit digitalen Teilkreisen. Da spare ich mir das suchen. Das Nachführen geht auch bei hohen Vergrößerungen überraschend problemlos. Als Zweitinstrument habe ich einen 5"-Newton auf einer komplett manuellen azimutalen Montierung. Alle anderen Teleskope werde ich vermutlich dieses Jahr verkaufen, weil ich sie einfach nicht mehr nutze.

Nun ist ein Dobson nicht für jeden Beobachter die optimale Lösung. Die Geschmäcker sind gottseidank verschieden. Aber wenn Du noch nie einen Dobson ausprobiert hast, solltest Du es zumindest mal testen. Nicht dass Du jetzt viel Geld in ein Gotosystem steckst und nach einem halben jahr feststellst, dass Du mit einem großen Dobson (=mehr Öffnung fürs gleiche Geld) glücklicher geworden wärst. Für den Preis des C9,25 Evolution bekommst Du bei ES einen 16"er...

Nur so´n Gedanke:
Marcus
 
Hallo Stefan,

aufgrund deiner Angaben kann auch ich nur zum Dobson-Teleskop raten. Damit bekommst du das maximale Seherlebnis für visuelle Beobachtung zum günstigsten Preis und bist obendrein sehr variabel bezüglich Transport und Aufstellung.

Wenn du bereit bist, noch dazu ein wenig mehr auszugeben, kannst du einen Dobson entweder bereits beim Kauf als Goto-Teleskop erwerben oder nachträglich mit digitalen Teilkreisen und/oder Goto ausstatten.

Viele Grüße
Werner

 
Hallo zusammen,

danke für die zahlreichen Tipps und Hinweise!

Allerdings bin ich immer noch hin und her gerissen...

Ich werde versuchen, dass ich einen Dobson mal selbst „live“ ausprobieren kann, um zu sehen, um meine Angst, dann wieder keine Objekte am Himmel zu finden, begründet ist. Mal schauen, ob man den irgendwo in der Nähe (Raum Stuttgart) ausleihen kann.

Bei meinem heutigen Teleskop ist es so, dass ich mit meinen 1,95m auf die Knie oder noch tiefer gehen muss, um ein Objekt mit dem Red Dot Finder anzupeilen. Da ich das zu Beginn einer Beobachtungsnacht aber nur 2x machen muss (danach übernimmt GoTo), finde ich das tolerabel.
Mich schreckt ab, dass ich beim Telrad am Dobson dann ähnliche Verrenkungen machen muss, und das jedes Mal, wenn ich ein neues Objekt suche.
Ich glaube, das muss ich aber wirklich mal ausprobieren…

Ein GoTo-Dobson ist eine gute Idee, das schaue ich mir auf jeden Fall mal an. :super:

@Milkysurf: Klaro, man muss den NEWTON justieren. :-)
Mir ist allerdings nicht klar, wie oft das nötig ist. Nach jedem Transport mit dem Auto über einen Feldweg zum Beobachtungsplatz? Man liest so oft in den Foren Sätze wie „einen Newton muss man öfters justieren, aber mit ein bisschen Übung ist das Ratz-Fatz gemacht“. Ich kann nicht einschätzen, was „öfters“ und was „Ratz-Fatz“ heißt. Vielleicht kannst du mir ein bisschen auf die Sprünge helfen?

Und wahrscheinlich mache ich mich demnächst alternativ mal auf den Weg zu einem Astrohändler, der ein NexStar Evo im Laden stehen hat, um das Gerät „live“ zu testen.

Falls einer noch einen Tipp oder Hinweis hat, immer gerne!

Danke euch, allzeit CS,
Stefan
 
Hallo Stefan,

Ganz bei Dir in der Nähe, in Fellbach, ist Fernrohrland:
http://www.fernrohrland-online.de/

Die sollten alle für Dich interessanten Geräte da haben. In Stuttgart selbst haben die auch einen Laden. Wenn Du spezielle Geräte anschauen willst, lohnt es sich vorher anzurufen um sicher zu stellen, dass diese auch tatsächlich da sind.

Viel Spaß beim stöbern:
Marcus
 
Hi Stefan,

Allerdings bin ich immer noch hin und her gerissen...

Ich werde versuchen, dass ich einen Dobson mal selbst „live“ ausprobieren kann, um zu sehen, um meine Angst, dann wieder keine Objekte am Himmel zu finden, begründet ist.

keine Objekte am Himmel finden ist eigentlich nur zur Vollmondzeit bei leichtem Hochnebel, weißer Schneedecke und Großstadt ein Problem. Also wenn auf der Konigsstraße in Stuttgart bei Festbeleuchtung Schnee liegt, hätte ich auch Probleme, Sterne zu finden fürs Alignment. An sonsten hat es immer ein paar helle Sterne 2. oder 3. Magnitude am Himmel. :D

Aber ich vermute, daß Du falsche Vorstellungen hattest, was Du mit dem Teleskop sehen können solltest. 4" Öffnung und 1325 mm Brennweite in Verbindung mit 1 1/4" Okularen aus der Ramschkiste (Beipackokulare) zeigen von den einprogrammierten 38000 Objekten halt neben Mond, den Planeten, 2 Planetarischen Nebeln (M57, M27) 20 Sternhaufen als nebeliges graues "etwas" und 3 oder 4 Galaxien und dem Orionnebel halt ca. 37900 Sterne. Langweilige Sterne. Und ne Handvoll bunter Doppelsterne. Wenn dann noch der Himmel aufgehellt ist (Großraum Stuttgart oder Vollmond) saufen die schwächeren Objekte (Messier-Katalog, NGC Katalog, IC Katalog) auch noch im hellen Hintergund ab und Du siehst schlicht "nix". :(

Mal schauen, ob man den irgendwo in der Nähe (Raum Stuttgart) ausleihen kann.

Fernrohrland in Fellbach hat nen Ausstellungsraum mit nem großen Fenster Richtung Industriegebiet. Da kannst tagsüber nach Terminabsprache nen Dobson nach Herzenslust rumschubsen und das Anpeilen durchs Fenster üben. 80 mm Verlängerungshülse (sollte der Shop dahaben!) in den OAZ, 2" Übersichtsokular rein und schon kannst scharfstellen auf irgendeine Antenne, Regenrinne am Horizont...

Andere Möglichkeit: In Stuttgart gibt es die Schwäbische Sternwarte auf der Uhlandshöhe. Da kannst ebenfalls mal vorbeischaun. Schreib die an, mach nen Termin aus oder geh auf Verdacht bei klarem Himmel zu den Sternführungen. Dort kannst bei klarem Himmel mal durch einen 16" Newton durchschauen, was unter Großstadthimmel mit viel Öffnung noch zu sehen ist. Und auch durch "kleinere" 7" Refraktoren. ;) Damit Du ein Gefühl dafür bekommst, was Lichtsammelvermögen (Öffnung) bedeutet.

Bei meinem heutigen Teleskop ist es so, dass ich mit meinen 1,95m auf die Knie oder noch tiefer gehen muss, um ein Objekt mit dem Red Dot Finder anzupeilen.

das verstehe ich. Das Telesköple ist eigentlich ein "Tischteleskop" mit allerlei technischem Schnickschnack der viel kostet und somit hapert es wie üblich an bezahlter Öffnung für Deepskyspaß (Nebel, Galaxien, Sternhaufen und Supernovaüberreste). Für seinen eigentlichen Zweck (Mond, Planeten, kleine, helle Planetarische Nebel, enge Doppelsterne) ist es ein schönes Einsteigerteleskop, wenn man in bessere Okulare investiert. :)

Hast Du eigentlich keinen verstellbaren Beobachtungshocker? Sowas wie ein Bügelstuhl, leere Bierkiste, oder was anderes? Im Sitzen beobachtet und peilt es sich wesentlich angenehmer als auf Knien vor dem eigenen Teleskop. :augenrubbel:

Ein gebeugter Rücken bei 1,95 m in einer kalten Winternacht? Brrrr, das geht schnell ins Kreuz und killt jeden Beobachtungsspaß! :mauer:

Mich schreckt ab, dass ich beim Telrad am Dobson dann ähnliche Verrenkungen machen muss, und das jedes Mal, wenn ich ein neues Objekt suche.

Du wirst ja mit dem Teleskop nicht die Grasnarbe beobachten wollen. Die Objekte sind um so besser sichtbar, je höher sie stehen. Da Du nicht fotografieren willst, kannst ja ein entspanntes Öffnungsverhältnis anpeilen. F=6 oder so. Damit wird der Newton von ganz alleine lang bzw. hoch. :) Und mit einem 2" Okularauszug (Pflicht!) und vernünftigen, weitwinkligen Okularen hast viel mehr Gesichtsfeld. Also findest mehr (weil halt schon im Gesichtsfeld) und vor allem viel heller die Objekte wegen 4-facher lichstsammelnder Fläche bei nem 8" Newton. :)

3 Ziegelsteine unter den Füßen der Rockerbox setzen ihn auch noch mal deutlich höher, falls Du unbedingt im Stehen beobachten willst. Oder Du zimmerst Dir selber ne hohe Rockerbox zusammen bzw. kaufst gleich so eine.

Justage. Mir ist allerdings nicht klar, wie oft das nötig ist. Nach jedem Transport mit dem Auto über einen Feldweg zum Beobachtungsplatz?

wenn Du den Newton auf der Rückbank liegend transportieren kannst (gepolstert mit ner Decke, nem Kissen... und ihn zusätzlich anschnallst), oder den Beifahrensitz in eine sehr sportliche Position (fast liegend) kurbelst und das spiegelseitige Ende mit men Kissen im Fußraum polsterst und ihn anschnallst, dann ist ne Justage selten (alle paar Monate oder sogar Jahre) mal nötig. War bei meinen Newtons über 10 Jahre so. Die hab ich quehr durch Europa unter dunklen HImmel gefahren. :super:

Aber einmal mit dem Tubus gegen irgendwas gerumst, daß der Lack splittert oder ne Delle im Tubus ist, dann ist die Justage hin... Kullert er ungepolstert im Kofferraum rum und rumst bei jedem Schlagloch an die Wände oder Kofferraumdeckel, ist nach jedem Transport ne Justage notwendig oder ein Ersatzspiegel fällig. :teufelgrr:

Je sorgfältiger Du ihn behandelst, desto besser bleibt die Justage erhalten. :Trost:

Übung im Justieren heißt, nach 2-3 Minuten paßt alles wieder.

Beobachten macht in einer Gruppe viel mehr Spaß, da kriegst auch viele Tips in der Praxis vorgeführt, hast Hilfe bei der ersten Justage, findest Anschluß und kannst auch mal Okulare zum Ausprobieren ausleihen. Teleskoptreffen sind ideal für sowas. :super:

Brech nix übers Knie, schau auch mal bei den Backnanger Sternfreunden vorbei, die beobachten häufig draußen in lockerer Runde unter schön dunklem Himmel...

Womöglich hat sogar einer von denen was gebrauchtes "im Angebot", weil er sich vergrößern will oder schon hat...
 
Morgen Stefan

Das mit " Ratz-Fatz ", oder " etwas Übung " ist wirklich innerhalb von ca 5 Minuten erledigt!

Anfangs habe ich mal mit Absicht meinen Newton verstellt, um zu verstehen wie der Fangspiegel zum Hauptspiegel ausgerichtet sein muß. War zwar eine etwas spezielle Art um es zu lernen, aber jetzt kenne ich mich damit aus!

Und wie Fee schon ausführlich schrieb, ist es nicht immer notwendig, den Newton jedes mal neu zu Justieren. Vor allem, wenn Du hauptsächlich nur visuell damit arbeitest.
Und auch ich fahre mit meinem Dobson raus auf`s Feld.
Dann packe ich das Teleskop auf den Rücksitz vom Panda, schnalle den mit den zwei Gurten über kreuz fest und "Düse" los.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stefan,

wie es bereits hier beschrieben wurde...das mit der Justage ist halb so wild. Ganz am Anfang ist da einiges ungewohnt, aber so geht es uns mit allen neuen Dingen.

Es ist besser, du hast Möglichkeiten zur Justage als gar keine, denn das gibt es bei einigen Teleskopen im Einsteigerbereich auch. Keinerlei Schrauben damit man justieren kann. Falls da bereits etwas verstellt ist, wenn es bei dir ankommt, oder die Justage aufgrund eines etwas zu robusten Transports hinterher nicht mehr passt, ist das viel schlimmer. Das Teleskop kann seine Leistung nie richtig abrufen und es hapert an Abbildungsschärfe.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Fee,

vielen Dank für die vielen Hinweise!

Allerdings hast du mich hier aber wohl falsch verstanden (ich hatte mich da wohl nicht klar ausgedrückt): :smiley47:

Zitat von Sternenfee123:
Allerdings bin ich immer noch hin und her gerissen...
Ich werde versuchen, dass ich einen Dobson mal selbst „live“ ausprobieren kann, um zu sehen, um meine Angst, dann wieder keine Objekte am Himmel zu finden, begründet ist.
keine Objekte am Himmel finden ist eigentlich nur zur Vollmondzeit bei leichtem Hochnebel, weißer Schneedecke und Großstadt ein Problem. Also wenn auf der Konigsstraße in Stuttgart bei Festbeleuchtung Schnee liegt, hätte ich auch Probleme, Sterne zu finden fürs Alignment. An sonsten hat es immer ein paar helle Sterne 2. oder 3. Magnitude am Himmel. :D

Aber ich vermute, daß Du falsche Vorstellungen hattest, was Du mit dem Teleskop sehen können solltest. 4" Öffnung und 1325 mm Brennweite in Verbindung mit 1 1/4" Okularen aus der Ramschkiste (Beipackokulare) zeigen von den einprogrammierten 38000 Objekten halt neben Mond, den Planeten, 2 Planetarischen Nebeln (M57, M27) 20 Sternhaufen als nebeliges graues "etwas" und 3 oder 4 Galaxien und dem Orionnebel halt ca. 37900 Sterne. Langweilige Sterne. Und ne Handvoll bunter Doppelsterne. Wenn dann noch der Himmel aufgehellt ist (Großraum Stuttgart oder Vollmond) saufen die schwächeren Objekte (Messier-Katalog, NGC Katalog, IC Katalog) auch noch im hellen Hintergund ab und Du siehst schlicht "nix". :(

Das mit dem "nicht finden" bezog sich nicht auf mein heutiges Teleskop, sondern auf meine Erfahrungen als Schüler mit meinem ersten Teleskop, einem einfachen 114/1000er Newton auf einer kleinen GEM. (ausführlicher beschrieben hier).
Meine Beobachtungserfahrung (unter dunklem Himmel!) damals war ungefähr so:
- am Tubus entlang das gewünschte Objekt anpeilen. Mehr oder weniger genau...
- im 6x30 Sucher suchen. I.d.R. sah ich aber nur "schwarz", und wenn ich Lichtpunkte sah, dann konnte ich diese nicht zuordnen, trotz mehrerer Sternatlanten und Beobachtungsbüchern... War halt ein "Sucher", kein "Finder"...
- im Okular sah ich dann - oh Wunder - meist nur schwarz. :mauer:
Das Prozedere hat nur beim Mond und den Planeten brauchbar geklappt...
Die Folge: Nach ein paar Monaten der totale Frust, und das Hobby schlief ein. :Trost:
Ich hätte damals halt jemanden gebraucht, der mich an die Hand nimmt, und der mir zeigt, was ich falsch mache...

Bei meinem aktuellen Teleskop, dem Celestron SLT 127, das ich mir vor einem Jahr zugelegt habe, ist das anders.
Dank GoTo hatte ich gleich bei meinem ersten "First Light" damit mehrere "Aha"-Erlebnisse. Deswegen bin ich damit super happy...
Mir ist aber sehr wohl klar, was ich damit sehen kann, und dass 95% der programmierten Objekte wenig Sinn machen... :)
Und: Die mitgelieferten Okulare sind schon lange entsorgt, ich habe mittlerweile Baader Hyperions. (eigentlich Overkill, oder? U.a. wegen deren Gewicht ächzt die Montierung mittlerweile übrigens so sehr...)

Wie eingangs geschrieben: Ich suche etwas (leicht) Größeres als heute, das immer noch transportabel und v.a. stabiler ist als die heutige Kombi.

Aufgrund meiner ("traumatischen") Erfahrung mit dem Teleskop damals als Teenager weiß ich halt nicht, ob ich nur mit "Peilen" und "Suchen" zurechtkommen werde.
Aber wie von dir und den anderen vorgeschlagen: Das probiere ich demnächst mal aus! :super:

Danke für die zahlreichen Tipps,

Grüße, CS,
Stefan
 
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