Uralt Rosette auf Film

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P_E_T_E_R

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Da man im Bilderportal im Antwortmodus anscheinend keine weiteren Photos hochladen kann, schiebe ich das jetzt hier mal rein. Es ging um diesen Thread:

Post # 918381 (Rosette mit Hperstar-C11)

Zitat von rorma67:
Equipment: Celestron Cpc11
am Rande von Wals mit einem IDAS LPS IV Filter und Hyperstar (f/2)
Guiding: MGEN
Canon Eos 1000d modifiziert
10 x 4 min. 1 x 3 min.
Belichtungsgesamtdauer: 43 min.
Flat, Darks, Bias
Regim, Nebulosity und PS für die Bearbeitung - Dauer ein Vielfaches mehr als die Gesamtbelichtungsdauer

Hallo Robert, gefällt mir sehr gut Deine Rosette mit dem Hyperstar C11!

vor nunmehr 34 Jahren habe ich dieses Standardobjekt mit meiner Celestron 14" Schmidt-Kamera aufgenommen, damals natürlich noch auf Film. Typische Belichtungszeit für diese f/1.7 schnelle Optik war 10 Minuten kurz! Mit so einer echten Schmidt-Kamera hatte man dann auf Rollfilmformat auch ein fantastisches Feld von 5° x 6.5° am Himmel.

Hier mal ein unbearbeitetes Rohbild, einmal full frame und ein Ausschnitt davon (das sind Scans vom Diapositiv). Leider geht beim Runterskalieren auf die bei A.de zulässige Dateigröße ein erheblicher Teil der Bildqualität flöten, aber einen gewissen Eindruck bekommt man auch damit.

Gruß, Peter
 

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Hallo Peter,

wenn man bedenkt wie lange das her ist, dann Hut ab vor diesen Aufnahmen. Es wird zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich viele gegeben haben, die eine Schmidtkamera ihr eigen nannten.
Die heutigen digitalen Möglichkeiten bzw. die Entwicklung von dieser Art der Fotografie zur heutigen ist für mich eine spannende Sache, ich lese ja auch viel in alten Astrozeitschriften.

Nochmals klasse für die damaligen Möglichkeiten, danke fürs Zeigen.

LG und CS Robert
 
Ich fotografiere in meiner Freizeit noch gerne analog
mit meiner 70er Jahre Zeiss Kamera und weiß wie
schwierig die anforderungen sind an die Aufnahme
wenn man nur einen Schuss hat und keine 50 Bearbeitungs-
schritte unternehmen kann um das Bild wieder zu retten
daher ziehe ich den Hut vor der wirklich gelungenen Aufnahme.



Viele Grüße


Shahin
 
Hallo Robert und Shahin, vielen Dank für die netten Komplimente. Analoge Filmtechnik und die damit verbundene Chemie sind ja mittlerweile längst passé. Es ist schon erstaunlich, wie radikal sich die Aufnahmetechnik in den letzten dreißig Jahren verändert hat.

Die Schmidt-Kamera hatte Eigenschaften, von denen man heute nur noch träumen kann, eine Öffnung von 14" und ein sagenhaftes Öffnungsverhältnis von f/1.7. Mit Ektachom-200 Film erreichte man damit unter einem 6-mag Himmel schon in 10 Minuten das sky-fog limit. Mit Rotfiltern vor dem Film schaffte man 30 Minuten. Heutzutage wird auf CCDs mit sehr viel langsameren Optiken häufig stundenlang belichtet. Dabei ist Film nicht mal annähernd so empfindlich wie ein CCD. Der andere Vorteil der Schmidt-Kamera war die phänomenale Abbildungsqualität über ein sehr großes Feld von 5° x 6,5° auf Rollfilm.

Gleichwohl, diese Technik wird heutzutage kaum mehr eingesetzt. Hin und wieder versucht ein Sternfreund, eine alte Schmidt-Kamera von Film- auf CCD-Betrieb umzustellen. Bislang waren solche Versuche aber nicht besonders überzeugend.

Zur Demonstration der alten Schmidt-Kamera Technik zeige ich hier noch ein paar weitere Photo-Scans aus meinem Fundus. Diese Aufnahmen wurden sämtlich 1978 und 1979, also vor mehr als 30 Jahren von mir in Kalifornien gemacht. Das sind alles Scans von einzelnen Rohbildern, also keine Stacks von mehreren Aufnahmen. Die Objekte sind wohlbekannt und bedürfen keiner weiteren Erläuterung.

Mit freundlichen Grüßen, Peter

(3) h & chi (10 min. full frame)

(4) h & chi (10 min. Ausschnitt)
 

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(5) M31 (15 min. full frame)

(6) M31 (15 min. Ausschnitt)
 

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(7) M8 & M20 (10 min. full frame)

(8) M8 & M20 (10 min. Ausschnitt)
 

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(9) Cirrus (30 min. mit Rotfilter)

(10) Cirrus (10 min. ohne Filter)
 

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(11) NGC 7000 & IC 5067-70 (30 min. full frame mit Rotfilter)

(12) NGC 7000 & IC 5067-70) (10 min. Ausschnitt ohne Filter)
 

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Hallo Peter,


da hast du klasse Bilder in deinem Fundus, toll. Hast du die Bilder selbst entwickelt? Wir hatten an unserem Institut lange eine Dunkelkammer wo ich freiwillig oft mitgearbeitet habe und weiß welcher Aufwand dies ist und vorallem was alles schief gehen konnte.

Wenn man die Analoge Filmtechnik und die damit verbundene Arbeit betrachtet, da kommen schon nostalgische Gedanken. Es ist in der Tat erstaunlich, wie radikal sich die Aufnahmetechnik in den letzten dreißig Jahren verändert hat.

Das die Schmidt-Kamera solche Eigenschaften hatte läßt wirklich träumen, aber - Hyperstar ist auch nicht ohne :-). Ich bin erstaunt über die Abbildungsqualität der Schmidt-Kamera.
Die Demonstration der alten Schmidt-Kamera Technik ist dir eindrucksvoll gelungen.

HG und CS Robert

 
Hallo Robert, schön dass Dir die Bilder gefallen. Film entwickeln - in der Tat, das muss man (in einem lichtdichten Entwicklungstank mit Chemikalien) selber erledigen, nicht zuletzt, weil man den Film passend zum Filmhalter in Stücke schneiden muss. Wenn man das ein paar mal gemacht hat, wird es zu einer ganz gewöhnlichen Routine.

Die Bildqualität auf dem entwickelten Film ist übrigens so enorm, dass man ohne weiteres Vergrößerungen auf 40 cm x 50 cm machen kann. Ich habe dafür in den Vereinigten Staaten einen großen Beseler Color Enlarger mit einer Filmbühne im 4x5 Zollformat eingesetzt. Man muss allerdings die Filmbühne und das Photobord darunter extrem präzise nivellieren, damit alle vier Bildecken scharf im Fokus stehen. Das Photopapier wird dann wie üblich in einer motorisiert umlaufenden Phototrommel entwickelt. Dafür habe ich vor allem 8x10 und 16x20 Zoll Cibachrom verwendet. Das hat auch nach über dreißig Jahren noch nichts von seiner ursprünglichen Farbtreue eingebüßt.
Zitat von rorma67:
Ist ja mit f/2 ähnlich schnell wie eine Schmidt-Kamera und eignet sich mit einem geebneten Bildfeld für CCD- und Digitalkameras. Das Feld ist allerdings kleiner. Ich wünsche jedenfalls weiterhin viel Erfolg und Spaß damit!

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hier noch ein Nachtrag zur technischen Ausstattung:

> Celestron 14" Schmidt-Kamera
> auf C14-Gabelmontierung
> mit C8-Leitfernrohr

Davon hat es wohl nicht sehr viele gegeben. Gut möglich, dass mein Instrument jetzt das einzige seiner Art in Deutschland ist. Hans Vehrenberg Sr. hatte mal eins davon, aber das ist inzwischen wieder nach USA zurückgegangen.

 

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Hallo Peter,


klasse Aufnahme, schöne Gerätschaft in klassischen Celestron Farben und sicherlich eine absolute Rarität nicht nur in Deutschland.

CS Robert
 
IIIiiiihhh.... damals musste man ja noch selbst durch ein Okular guiden...

;)

Tolle Aufnahme, da wird man so schön Nostalgisch :-)
Clear Skies,
Marcus
 
Zitat von DagobertW:
IIIiiiihhh.... damals musste man ja noch selbst durch ein Okular guiden...;)
Stimmt, wobei das bei einer typischen Belichtungszeit von 10 Minuten keine besondere sportliche Herausforderung war. In einer lauen kalifornischen Sommernacht bei guter Radiomusik sogar ein Vergnügen, an das ich mich gerne erinnere. Mit dem C8 als Guidescope gab es auch immer einen hellen Leitstern. Ich hatte zwar auch seinerzeit schon einen Autoguider von der damals noch jungen Firma Astro-Physics, der war mir aber zu störanfällig, so dass ich den dann effektiv praktisch nicht benutzt habe.

Gruß, Peter
 
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