Uranometria 2000.0 Nord oder Skyatlas 2000.0

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Tobias527

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Hola!

Ich bin etwas gefrustet da es hier in Nordspanien seit geschlagenen 2 Monaten fast ununterbrochen regnet :(.
Und da Weihnachten vor der Tür steht würde ich mir gerne einen guten Sternenatlas wünschen damit ich zumindest theoretisch Sterne beobachten kann ;).
Deshalb wollte ich wissen, welchen der beiden folgenden Atlanten Ihr mir empfehlen würdet: Uranometria 2000.0 Nord oder Skyatlas 2000.0 deluxe Wenn ich dazu komme beobachte ich Deepsky-Objekte und würde den Atlas zum einen zur Vorbereitung der Beobachtungsnacht (vorwiegend) und zum Nachschlagen im Feld nutzen. Da sich beide preislich um die 50Euro bewegen tendiere ich zur Uranometria da er etwas umfangreicher zu sein scheint.

Was meint Ihr dazu?

Vielen Dank für Eure Hilfe! Tobias
 
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Hallo Tobias!
Nun, die Daten sprechen für sich: Skyatlas Grenzgröße 8.5
Uranometria GG 9.5.
Die Uran. zeigt also zweieinhalb mal mehr.
Einen Vergleich zeigt diese pdf auf Seite 6:
http://www.astro-shop.com/pdf/Katalog 2003-05 Web.pdf
Im Feld würde ich die Uran. bevorzugen, zumal das Format des Sky Atlas etwas unhandlich ist.
Allerdings wirst Du nur mit dem Nordteil alleine nicht glücklich, da Dir sonst die Karten südlich von -6° Deklination fehlen!

Gruß Christoph
 
Hallo Tobias,

ich habe/hatte beide. Den Sky Atlas habe ich schnell wieder verkauft. Heute arbeite ich mit der Uranometria (wichtig sind Nord und Süd!), der Software The Sky 5.0 und einem schon etwas betagterem Karkoschka (der ist übrigens Pflicht!).

Ich beobachte viel mit Ferngläsern und schon hier sind (meiner Meinung nach) im Sky Atlas zu wenig Sterne verzeichnet. Die Uranometria zeigt dir etwa alle Sterne, die mit einer 10x50 zu sehen sind. Wenn du mit Teleskopen beobachtest, solltest du dir auf alle Fälle eine Software zulegen. The Sky 5.0 ist übrigens auch ein schönes Weihnachtsgeschenk :).

P.S.Die Uranometria macht auch optisch mehr her als der Sky Atlas.

Meine Empfehlung:

1. Karkoschka "Atlas für Himmelsbeobachter"
2. Uranometria Nord + Süd
3. Software The Sky 5.0

Viele Grüsse

Marco




 
Ich habe den (nun schon mehr nicht ganz) neuen Uranometria. Als Nachteil sehe ich, dass die feinsten Sterne sehr schwach gedruckt sind. Vor 10 Jahren hat mich das noch nicht getsört, aber die beginnende Altersweitsicht...

Am besten komme ich mit selbst ausgedruckten Karten zurecht, weil ich mir die die Sterngrößen so einstelen kann, wie es für mich am Fernrohr am günstigsten ist.
 
Hallo Tobias,

ich habe auch beide, und ich verwende am Teleskop ausschließlich noch den Sky Atlas, allerdings auf je zwei DIN A4 Seiten kopiert in Klarsichthüllen, um das große Format zu vermeiden. Die Uranometria ist mir zu unübersichtlich beim Beobachten. Für die schwereren Objekte mach ich mir sowieso spezielle Aufsuchkarten mit DSS Bildern.

Viele Grüße
Reiner
 
Hallo,

früher habe ich die Uranometria (beide Bände) gerne in Verbindung mit einem Übersichtsatlas benutzt (z.B. mit dem "Cambridge Star Atlas 2000.0" von Tirion). Die Detaillierung der Uranometria hat mir für einen Achtzöller ausgereicht.

Den SkyAtlas 2000 benutze ich gelegentlich noch heute, wenn ich mit einem 80mm Refraktor spazieren schaue.

Sehr gut geeignet für kleinere Teleskope oder wenn man mit Fernglas beobachtet finde ich den Pocket Sky Atlas von Sky Publishing oder den Deep Sky Reiseatlas von Oculum. Der Reiseatlas hat eine zum Reieseführer aus dem gleichen Verlag passende Objektauswahl und es stehen auch Objektdaten drin. Der Pocket Sky Atlas ist farbig, übersichtlich und sehr kompakt. Er verzeichnet mehr Objekte, gibt aber keine Daten dazu.

Wenn es also Papier sein soll, würde ich für eine Teleskop ab 8 Zoll zur Uranometria (N+S) raten und das durch den Deep Sky Reiseatlas oder den Pocket Sky Atlas ergänzen. Der DSRA / PSA sind prima, wenn "wenig Gerödel" angesagt ist.

Seit ein paar Jahren bin ich auf Software umgestiegen. Das finde ich viel flexibler. Statt die passende Karte aufzublättern, schlage ich einfach das Objekt im Programm nach, zoome rein und raus wie's passt und beim Refraktor oder SC mit Zenitprisma kannst Du die Karte spiegeln! Die Daten zu den Objekten hat man auch gleich dabei. Beobachtungen werden sofort im Logbuch eingetragen. Mein Zeiteinsatz für die Vorbereitung ist minimal, ich habe immer Vorschläge, was ich anschauen könnte und Nachbereitung ist ebenfalls kaum noch notwendig. Manchmal ergänze ich noch ein paar Notizen am anderen Tag und das war's dann.

Seit ein paar Tagen besitze ich ein 1,3 kg leichtes Netbook und werde mal ausprobieren, wie es sich im Nachteinsatz bewährt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob mir der Bildschirm zu klein ist. Sonst nehme ich halt doch wieder das schwerere Notebook mit Powerpack mit.

Clear skies,
Tom
 
Hi,

wie Ralf ganz richtig vermutet, verwende ich meine eigene Software. Die hat aber ihre Lücken, wenn es um Objekte im Sonnensystem geht. Wenn ich also z.B. den Pluto aufsuchen will, nach Uranusmonden suche oder wissen will, wo ein Komet steht, starte ich Guide 8.

Statt zu versuchen, die tollen und supergenauen Ephemeridenfunktionen von Guide selbst nachzuprogrammieren, bietet E&T ein paar schöne Integrationsmöglichkeiten mit Guide: Export der "Privaten Objektliste", Ansteuerung der Kartenposition und mit Hilfe eines kleinen Zusatzprogramms die Möglichkeit, zu einem in Guide ausgewählten Objekt die wichtigsten Funktionen von E&T aufzurufen.

E&T 3.0 kommt im Januar in den Handel. Ich liefere mehr als eine Stunde Demo- und Lernvideos mit. In einem davon sieht man, wie Guide und E&T in beiden Richtungen miteinander zusammenarbeiten. Alle Videos werden auch auf den Webseiten von Oculum zum Download bereitstehen. Zusätzlich wird es wie bisher auch eine Demo der neuen Version geben. Mit einer deutlichen Preissenkung und einem attraktiven Upgrade-Angebot tun wir ein übriges, um Ausreden keine Chance zu geben ;-)

Gruß,
Tom
 
Wusste ich ja nicht.
Werde ich mir mal ansehen. Aber generell bin ich ja kein Freund von Kaufsoftware. Das ist nicht böse gemeint, aber das geht schon beim Upgrade Preis los. Da wird irgendwann entschieden einen Versionssprung zu machen, und ab dann müssen treue Kunden wieder zahlen. Solche Konzepte habe ich einfach nicht so gerne. Meine Bilddatenbank nutze ich jetzt seit Version 1. Mittlerweile ist 4.5.
Ich habe dafür einmal gezahlt. Die Software ist so gut, dass ich von Zeit zu Zeit mal freiwillig was Spende. Aber ich kann mir sicher sein, dass ich bei jeder Neuerung dabei bin.
Und nicht, weil beim Hersteller grad Ebbe ist, wieder zahlen muss, um das neuste Feature zu nutzen.

Ich bin halt ein Freund von Open Source, und Freeware. Das meiste ist heute sehr gut und nutzbar.
Es wird in unserer Gesellschaft einfach zu viel vermarktet und oft zu überhöhten Preisen. Dabei ist man manchmal nicht mal sicher ob dann alles mit rechten Dingen zugeht.
Ich habe mal eine Software gekauft, die wurde nach nem halben Jahr vom Markt genommen, weil sich herausstellte, dass der Vertreiber die Entwicklungsumgebung in Raubkopie nutzte. Mein Geld war natürlich weg. Und es gibt ja auch keine Möglichkeit für mich das zu prüfen.
Ich glaube ähnliches passiert bei vielen Produkten. Ich nehme dich Thomas davon jetzt auch ganz bewusst aus. Ich will dir keinesfalls was unterstellen, und habe achh bei der Aufmachung deiner Seite und dem Ruf von E&T keinerlei Grund zur Annahme da stimmt was nicht.

Wollte einfach nur mal schildern, warum ich selten Software kaufe.

Gruss, Chris
 
Hallo Chris,

ich danke Dir für diese Zeilen. Du bringst es sehr schön rüber, was sich viele denken. Und auch ich sehe es kaum anders, denn schließlich bin ich nicht nur Anbieter von Software sondern auch Kunde. Als Kunde musste ich leider auch schon einige schlechte Erfahrungen machen. Man fühlt sich dem Hersteller oft ausgeliefert. Und das ist leider oft nicht nur ein Gefühl, sondern die bittere Wahrheit.

Für mich ist es selbstverständlich, dass Kunden nichts bezahlen müssen, wenn ich Fehler gemacht habe und deswegen ein Update herausgebe. Es wäre unverschämt, dann zu kassieren wo man ja eigentlich als Programmautor nur um Verständnis seiner Kunden bitten kann.

Als Kunde bin ich (wie Du auch) nicht bereit, für ein Upgrade mit nur wenigen Verbesserungen einen hohen Teil des vollen Preises zu bezahlen. Kunden empfinden sowas zu Recht als unfair.

Und damit bin ich beim Standpunkt von Oculum: wir bieten bei E&T eine Preisgestaltung und Upgradepolitik, die wir für *fair* halten. Ich bin kein Streithansl und freue mich über zufriedene (besser: begeisterte) Anwender! Die danken mir mit guten Vorschlägen, haben mir beim Test geholfen oder mich beim ATT am Stand besucht. Sowas motiviert! Es ist schön wenn man erlebt, dass die viele investierte Zeit tatsächlich etwas Gutes bewirkt! Viele Anwender haben geschrieben oder gesagt, dass ihnen E&T beim Beobachten wirklich hilft, gut informiert mehr zu sehen als früher. Dieser ideelle Erfolg motiviert mehr als der finanzielle Ertrag. Aus Stundenlohnsicht ist das Projekt ziemlicher Unsinn. Aber immerhin kann ich mit gekauften Lizenzen arbeiten und die notwendige Literatur und Hardware bezahlen. Der überschaubare Rest verschwindet schnell und unauffällig in den vielen Senken, die es in einer Familie mit zwei Kindern so gibt ;-)

Viele Grüße und euch allen ein schönes Weihnachtsfest,

Tom
 
Hallo!

Danke für die vielen Anregungen. An Software dachte ich auch schon. Es ist nur in gewissen Grenzen unpraktisch, zusätzlich einen Laptop mitzuschleppen wenn man ihn sonst nicht braucht. Von daher ist es sicher eine gute Alternative allerdings bevorzuge ich die klassische Variante.

Hierzu noch eine Frage: Der Skyatlas ist teilweise farbig zur besseren Übersicht. Jetzt habe ich vergangene Woche ich die erste Auflage der Uranometria Nord schauen können und festgestellt, dass diese SW ist. Ist die zweite Auflagen immer noch SW?

Viele Grüße Tobias
 
Neuauflage der Uranometria 2000.0?

Hallo zusammen

An dieser Stelle einmal folgende Frage in den Raum: Weiss jemand ob von der Uranometria 2000.0 in absehbarer Zeit eine neue Version geplant ist? Ich selber besitze immer noch die Uraltfassung von 1987 und habe bisher hartnäckig vom Kauf der 2001er Ausgabe abgesehen. Dies vor allem wegen den zum Teil immer noch erheblichen inhaltlichen Mängeln, welche Wolfgang Steinicke in seinem Artikel "Deep-Sky Kataloge, die neue Uranometria und andere Geschichten" im VdS-Journal II/2002, eindrücklich aufzeigt. Nach seiner Schätzung sind durch die unberücksichtigten Ergebnisse des NGC/IC-Projekts immer noch 10 % aller Galaxienangaben fehlerhaft. Der Artikel kann direkt unter http://www.klima-luft.de/steinicke/Artikel/ura.pdf nachgelesen werden.

Grundsätzlich beobachte ich häufig mit dem Dobson und Laptop-Unterstützung (Guide 8.0), da kein Printatlas die Flexibilität und Datenfülle einer solchen Software bieten kann. Dennoch gibt es natürlich auch gute Gründe, die gegen das elektronische Equipment im Feld sprechen. Gerade da könnte eine durch das NGC/IC-Projekt fehlerkorrigierte Uranometria III durchaus eine interessante Alternative sein.

Gruss
Stefan
 
Re: Neuauflage der Uranometria 2000.0?

Hallo!

Hmm - das in der aktuellen Uranometria immer noch Fehler drin sind ist ja grundsätzlich tolerierbar – aber ca. 10% aller Galaxien ist doch recht viel. An dieser Stelle Danke für den Hinweis! Aber darauf warten dass eine korrigierte Auflage erscheint will ich nicht unbedingt. Mal schauen…

CS Tobias

 
Zitat von Tobias527:
An Software dachte ich auch schon. Es ist nur in gewissen Grenzen unpraktisch, zusätzlich einen Laptop mitzuschleppen wenn man ihn sonst nicht braucht.

Hallo Tobias,

dazu ein weiterer Gedanke: ein Asus 1000 H Netbook kostet 350 Euro. Es läuft sechs Stunden mit einer Akkuladung, wiegt nur wenig mehr als ein Kilo und ist damit *deutlich* leichter und kleiner als 2 Bände Uranometria plus Deep Sky Field Guide. Die drei Bücher kosten zusammen etwa die Hälfte der Hardware oder soviel wie Guide und Eye&Telescope zusammen. In Summe ist also die elektrische Lösung teurer, aber das ist eigentlich auch der einzige Nachteil. Und wenn Du bedenkst, was ein einziges ordentliches Okular kosten kann, dann relativiert es sich auch wieder!

Für die Teleskopnutzung kann ich nun mein altes Thinkpad plus Powerpack ausrangieren. Der Asus ist als Spechtelrechner für Karten, Daten und das Logbuch prima geeignet. Mit dem kleineren Display kam ich super zurecht, es ist sogar besser zu erkennen als das vom alten Gerät.

Wer E&T auf einem Netbook betreiben möchte: bitte darauf achten, dass das Gerät die VGA-Auflösung (1024*768) darstellen kann (durch automatisches Scrollen). Mit 1024*600 kann man nicht alle Fenster komplett sehen. Ich werde dieses Problem aber schon wegen Eigenbedarf früher oder später lösen.

Viele Grüße,
Tom
 
Ich habe den neuen Uranometria. Mich stören zwei Dinge:
- Ich scheue mich, etwas hinein zu zeichnen
- Die kleinsten Sterne sind zu schwach gedruckt. Am Schreibtisch alles in Ordnung, aber draußen mit schwachem Rotlicht ist das eine andere Geschichte. Vielleicht liegt es an meiner beginnenden Altersweitsichtigkeit...

Ich drucke mir immer Karten meiner Beobachtungsziele aus. Die gängigen Planetariumsprogramme gehen teifer als Uranometrie, lassen eine Feinjustage der Sterngrößen zu und man kann ohne Hemmungen die Karte gleich als Vorlage für eine Skizze benutzen.
 
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