Uranus 17.09.2023 und eine Frage zum Weißabgleich

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gibeon

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Hallo ihr Planetografen ;)

Ich habe heute morgen den Uranus aufgenommen. Dabei habe ich während der Aufnahme den automatischen Weißabgleich von SharpCap benutzt.

Jetzt bin ich aber in der Nachbearbeitung bezüglich der Farbe des Planeten unsicher, aber alles deutet auf diesen Ton hin. Selbst die Tonwertkorrektur von Photoshop weist für nahe Pixel im Hintergrund des Uranus ausgewogene RGB Werte auf.

Hättet ihr einen Tipp, was ich vielleicht anders machen kann? Oder ist das mit der Farbe schon richtig?

03_42_06_lapl4_ap4_AI.jpg


Aufnahmedaten: Takahashi Mewolon 180c, 1,7x Barlow, UV/IR Cut, Player One Neptune C II Farbkamera.

Vielen Dank!
Peter

P. S. Ich habe schon vermutet, dass die Typbezeichnung der Kamera "Neptune C II" die Farbe durcheinander gebracht hat... ;)
 
Hallo Peter,
diese Frage habe ich mir auch schon gestellt, weil es sich bei mir mit der Farbe bei Uranus genauso verhält wie bei dir.
...Neptun übrigens genau das gleiche.
Ich hab dann einfach in Stellarium geschaut wie die Planeten aussehen und habe in Photoshop (Raw-Modul) die Farben entsprechend angepasst.
Warum das so ist und ob das normal ist kann ich allerdings leider nicht fundiert beantworten.
Ich hab mir für mich das so erklärt... Uranus und Neptun sind einfach zu dunkel, weshalb man nicht viele relativ Langbelichtete (100-200ms) bei extrem hohem Gain aufgenommene Frames erhält.
Diese enthalten nach dem stacken einfach noch nicht genug Informationene für die richtige Farbe.
...aber vielleicht spinne ich mir auch nur Unfug im Kopf zusammen, ...kein Plan, hehe.

Ich benutze übrigens ein SW200P Newton, 3xED-Barlow, Omegon veLOX178C (Farbkamera) ...ohne weiteres Zubehör.

Gruß
Tobi
 
Hallo Tobi,

vielen Dank für deine Antwort. Und du hast recht. Der Uranus ist wirklich dunkel und klein. Ich habe ihn im 6x30 Sucher nicht erkennen können, bei der Himmelsaufhellung hier. Erst im Okular tauchte dieses Pünktchen (glücklicherweise schon im GF) auf! Ich habe übrigens mit 30 ms und einem Gain von 460 aufgenommen. Ob das optimal war, weiß ich nicht.

Jedenfalls bringt mich deine Antwort auf die Idee, beim nächten Mal ein paar länger belichtet Frames bei niedrigerem Gain ausschließkich für die Farbe zu machen. Dann sollte das Signal deutlich stärker sein und sich die Frage nach der wahren Farbe besser beantworten lassen.

Viele Grüße.

Peter
 
Ich habe mal kurz recherchiert. Dominant sind im Spektrum wohl bei Uranus (und Neptun) die Methanbanden. Passend dazu habe ich einen Artikel von Spektrum.de gefunden:


Mit Blau-grünen Grüßen.

Peter
 
Hallo zusammen
Würde sich ein Methan Filter lohnen bei Uranus?
Würde das Bild dadurch viel dunkler werden?

Gruß Frank
Hallo Frank, ich weiß nicht, wieviel Licht der Uranus überhaupt bei den 880nm noch reflektiert. Aber das wird sicher sehr, sehr wenig sein, was da auf deinem Sensor ankommt.

Das oben war mein erster Versuch und ich muss aus heutiger Sicht sagen, daß ich da schon Glück hatte. Die letzten Tage war das Seeing so, dass es keinen Sinn hatte, Uranus überhaupt aufzunehmen.

Du kannst es ja mit dem Filter probieren, dann weißt Du es ganz genau.

Viele Grüße
Peter
 
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