003sec
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Hallo zusammen,
was macht ein Planetenfotograf, wenn das Seeing schlecht ist? Na ja, es gibt ja noch Deep-Sky. Aber wenn immer wieder Zirren durchziehen und die visuelle Grenzgröße bei 4 mag liegt? eben! Aber aufgeben gilt nicht und es war ja schließlich schon alles aufgebaut. Man fängt an herumzuexperimentieren.
Ich habe mich z.Z. an Uranus festgebissen. Ich möchte - möglichst zweifelsfrei - den Epsilonring darstellen. Dazu brauche ich aber gutes und sehr gutes Seeing. Vier Mal hat es bisher nicht geklappt, . Deshalb habe ich am 21.1. 2026 einfach mal was anderes gemacht und gaaaanz lange auf Uranus gehalten. Von 18:35 UT bis 21:16 UT (und mir ist auch gar nicht kalt geworden). Das Ergebnis war durchaus interessant, aber zuerst musste ich mal mein Bildfeld derotieren, weil ich Alt/Az durch einen 16er Dobson fotografiert hatte. Eigentlich habe ich dafür einen Derotator, aber den wollte ich mit meinen kalten Fingern nicht erst noch installieren. In Autostakkert klappt das aber auch ganz gut.
Wir sehen Uranus zentral, auf den habe ich gestackt. Um ihn herum drehen sich die Monde. Die äußeren langsamer als die inneren. Keppler lässt grüßen.
Hier mit Namen:
In den fast 3 Stunden ist Uranus mitsamt seiner Monde natürlich auch weiter gewandert. da ich auf ihn gestackt habe, sind die Sterne zu Strichen geworden. Durch die Feld-de-Rotation sind meine Spikes übrigens auch mit-de-rotiert und haben ein schönes Muster hinterlassen.
Denselben Datensatz kann man natürlich auch auf die Sterne stacken. Dann bewegt sich Uranus und wird länglich und seine Monde vollziehen nun zwei Bewegungen.
Trotz der miesen Bedingungen sind doch noch recht schwache Sternchen sichtbar. Hier mal mit Helligkeiten aus Aladin in zwei verschiedenen "G" Filtern (hab ich nicht ganz verstanden)
Einige der Pünktchen sind sogar schwache Galaxienkerne. das Objekt mit ??? ist gut im DSS zu sehen aber bisher wohl nicht wirklich klassifiziert.
Also, das sind fast 20 mag bei furchtbarem Himmel. Die Einzelbelichtungszeit lag bei 160 ms. Ich war zwar nicht hintergrundlimitiert, wenn aber eine Schleierwolke durchzog, dann wurde der Hintergrund heller und dann eben doch.
Das Ganze habe ich mit etwa 3 m Brennweite gemacht und einer ASI585MM Pro (incl. Nachthimmelflat bei -10°C und Rotfilter) So eine typische Sternabbildung besteht hier aus etwa 4x4 Pixeln (eben schlechtes Seeing). Würde diese bei z.B. 2x2 Px liegen, dann hätte ich die 4-fache Helligkeit und das doppelte SNR und wäre damit fast eine Größenklasse tiefer. Und wenn dann noch die Durchsicht besser wäre, dann käme ich nochmal deutlich weiter. warum?
Ich habe es auf Puck abgesehen. Ein kleiner Uranusmond noch innerhalb der Mirandabahn. Der hat etwa 20-21 mag.
Apropos Miranda. Weil Uranus uns z.Z. fast seine Polachse zeigt, und die Mondbahnen fast kreisförmig sind, habe ich mal auf Miranda derotiert.
Ganz nebenbei: diesen Ring zwischen Uranus und Miranda habe ich immer, egal, wie ich schärfe oder den Kontrast behandle. Ich sage jetzt nicht, dass das der Epsi-Ring ist, aber ungefähr da müsste ich suchen.
Ja, und wenn ich schon zurückrotiere, dann auch mal auf den (nicht sichtbaren) Puck. Ein bisschen Hoffnung hatte ich, aber er bleibt unsichtbar.
Nun denn, das lief alles nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte, aber es war auch keine verschwendete Zeit.
Vieleicht seht ihr das ja ähnlich.
Viele Grüße
ralf
was macht ein Planetenfotograf, wenn das Seeing schlecht ist? Na ja, es gibt ja noch Deep-Sky. Aber wenn immer wieder Zirren durchziehen und die visuelle Grenzgröße bei 4 mag liegt? eben! Aber aufgeben gilt nicht und es war ja schließlich schon alles aufgebaut. Man fängt an herumzuexperimentieren.
Ich habe mich z.Z. an Uranus festgebissen. Ich möchte - möglichst zweifelsfrei - den Epsilonring darstellen. Dazu brauche ich aber gutes und sehr gutes Seeing. Vier Mal hat es bisher nicht geklappt, . Deshalb habe ich am 21.1. 2026 einfach mal was anderes gemacht und gaaaanz lange auf Uranus gehalten. Von 18:35 UT bis 21:16 UT (und mir ist auch gar nicht kalt geworden). Das Ergebnis war durchaus interessant, aber zuerst musste ich mal mein Bildfeld derotieren, weil ich Alt/Az durch einen 16er Dobson fotografiert hatte. Eigentlich habe ich dafür einen Derotator, aber den wollte ich mit meinen kalten Fingern nicht erst noch installieren. In Autostakkert klappt das aber auch ganz gut.
Hier mit Namen:
In den fast 3 Stunden ist Uranus mitsamt seiner Monde natürlich auch weiter gewandert. da ich auf ihn gestackt habe, sind die Sterne zu Strichen geworden. Durch die Feld-de-Rotation sind meine Spikes übrigens auch mit-de-rotiert und haben ein schönes Muster hinterlassen.
Denselben Datensatz kann man natürlich auch auf die Sterne stacken. Dann bewegt sich Uranus und wird länglich und seine Monde vollziehen nun zwei Bewegungen.
Trotz der miesen Bedingungen sind doch noch recht schwache Sternchen sichtbar. Hier mal mit Helligkeiten aus Aladin in zwei verschiedenen "G" Filtern (hab ich nicht ganz verstanden)
Einige der Pünktchen sind sogar schwache Galaxienkerne. das Objekt mit ??? ist gut im DSS zu sehen aber bisher wohl nicht wirklich klassifiziert.
Also, das sind fast 20 mag bei furchtbarem Himmel. Die Einzelbelichtungszeit lag bei 160 ms. Ich war zwar nicht hintergrundlimitiert, wenn aber eine Schleierwolke durchzog, dann wurde der Hintergrund heller und dann eben doch.
Das Ganze habe ich mit etwa 3 m Brennweite gemacht und einer ASI585MM Pro (incl. Nachthimmelflat bei -10°C und Rotfilter) So eine typische Sternabbildung besteht hier aus etwa 4x4 Pixeln (eben schlechtes Seeing). Würde diese bei z.B. 2x2 Px liegen, dann hätte ich die 4-fache Helligkeit und das doppelte SNR und wäre damit fast eine Größenklasse tiefer. Und wenn dann noch die Durchsicht besser wäre, dann käme ich nochmal deutlich weiter. warum?
Ich habe es auf Puck abgesehen. Ein kleiner Uranusmond noch innerhalb der Mirandabahn. Der hat etwa 20-21 mag.
Apropos Miranda. Weil Uranus uns z.Z. fast seine Polachse zeigt, und die Mondbahnen fast kreisförmig sind, habe ich mal auf Miranda derotiert.
Ganz nebenbei: diesen Ring zwischen Uranus und Miranda habe ich immer, egal, wie ich schärfe oder den Kontrast behandle. Ich sage jetzt nicht, dass das der Epsi-Ring ist, aber ungefähr da müsste ich suchen.
Ja, und wenn ich schon zurückrotiere, dann auch mal auf den (nicht sichtbaren) Puck. Ein bisschen Hoffnung hatte ich, aber er bleibt unsichtbar.
Nun denn, das lief alles nicht so, wie ich es gerne gehabt hätte, aber es war auch keine verschwendete Zeit.
Vieleicht seht ihr das ja ähnlich.
Viele Grüße
ralf