Urlaubsnacht

Herbstlaub

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09.07.2026 22:50 - 01:30Uhr
Doppelstern: Mizar A & B, Rasalgethi
Nebel: IC 5070 Pelikannebel,
NGC 7000 Nordamerikanebel,
Sharpless 2-112,
NGC 6888 Sichelnebel,
NGC 6960 Cirrusnebel
Planetarischer Nebel:
NGC 6543 Katzenaugennebel
Satellit: ISS
12“ f/5 Dobson
Priesendorf


Die Beobachtungsnacht begann um 22:50Uhr mit der Kollimation am Nordstern mit 224x Vergrößerung, die schnell und präzise gelang.

Anschließend erfolgte das „Warmsehen“ am Reiterstern Mizar und seinem Begleiter Alcor im Großen Wagen.
Bereits hier zeigte sich ein ruhiges Bild, und Mizar A und B ließen sich mit 224x problemlos und sauber trennen.

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Um 23:13Uhr wurde der Doppelstern Rasalgethi ins Visier genommen.
Ebenfalls mit 224x Vergrößerung erschien das System deutlich getrennt, mit einer markanten Farbwirkung von dunkelgelb bis orange.
Eine höhere Vergrößerung mit 319x war zwar möglich, jedoch noch nicht vollständig ausgereizt. Die ästhetisch beste Darstellung bot schließlich das 9mm-Okular (167x), bei dem Schärfe und Farbkontrast am überzeugendsten wirkten.

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Gegen 23:45Uhr richtete sich der Fokus auf die großflächigen Nebelregionen im Schwan.
Mit dem 32mm-Okular und OIII-Filter zeigte sich der Pelikannebel (IC 5070) überraschend deutlich, während der Nordamerikanebel (NGC 7000) vergleichsweise schwach blieb.

Um 00:25 Uhr folgte der Sichelnebel (NGC 6888), der sich mit 20mm (75x) und OIII-Filter in beeindruckender Form präsentierte.
Die ovale Struktur war klar erkennbar, wobei sich insbesondere in westlicher und nördlicher Richtung ein dichter werdender Halbkreis abzeichnete.

Gegen 00:35Uhr stellten sich ideale Bedingungen ein: Der Himmel wurde merklich dunkler und das Seeing ruhiger, was die folgenden Beobachtungen deutlich verbesserte.

Sharpless 2-112 zeigte um 00:45Uhr bei 20mm und OIII-Filter feine, aber klar wahrnehmbare Strukturen.
Besonders auffällig war ein zentral eingebetteter Stern, der dem Objekt zusätzliche Tiefe verlieh.

Der anschließende Blick auf den Cirrusnebel (NGC 6960) um 00:55 Uhr stellte einen Höhepunkt der Nacht dar.
In außergewöhnlicher Klarheit und Ausdehnung präsentierte sich das Filament-System so vollständig und kontrastreich wie bisher noch nicht beobachtet.

Um 01:10Uhr wurde der planetarische Nebel NGC 6543 Katzenaugennebel untersucht. Mit Vergrößerungen von 167x bis 319x zeigte sich der Nebel kompakt und detailreich, wobei höhere Vergrößerungen zusätzliche Struktur andeuteten.

Überraschend war der Durchgang der ISS um 01:28Uhr, der als heller, gleichmäßig ziehender Lichtpunkt über den Himmel glitt.

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Die Beobachtung endete gegen 01:30Uhr bei kühlen 13°C.
Zunehmende Feuchtigkeit machte sich rasch bemerkbar, während das Seeing bei etwa 4 lag.

Insgesamt eine äußerst gelungene Nacht mit mehreren visuellen Höhepunkten, insbesondere bei den großflächigen Nebeln und dem Cirruskomplex.

CS
Florian
 
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