mwrhei
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Wer sich bei den letzten ungewöhnlich zahlreichen klaren Nächten noch nicht völlig verausgabt hat, dem kann ich als Objekt für die spaltlose Spektroskopie im Nahen Infrarot den Mira-veränderlichen Stern R Leonis empfehlen. Er ist zur Zeit einer der kühlsten Sterne am Himmel und eine intensive Infrarot-Quelle (die GIF-Grafik wechselt zwischen VIS- und IR-Strahlungsdetektion):
Das Spektrum von R Leo (nicht flusskalibriert) zeigt aktuell die Merkmale eines M8 III-Sterns mit den Balmer-Linien H-gamma und H-delta in Emission und den für späte M-Sterne typischen Banden von Vanadiumoxid, die man selten so gut beobachten kann wie hier:
Die Helligkeit gemäß AAVSO-Daten beträgt aktuell ca. 7 Magnituden bei einer Phase von ca. 0,1:
Der starke Anstieg der Strahlung im NIR wird durch ein flusskalibriertes Spektrum sehr deutlich:
Wer Spaß an der Interpretation von Spektren hat, für den ist das Spektrum von Vanadiumoxid mit drei ungepaarten Elektronen ein schönes Beispiel eines sehr komplexen Bandenspektrums. Der B-X Übergang ist verantwortlich für die starken Banden im NIR:
Die Rotationsfeinstruktur, die sich aus der Kopplung der verschiedenen Drehimpulse nach Hund (Fall a und b) ergibt , ist auch bei niedriger Auflösung erkennbar. Vor einigen Jahren hatte ich bei einem Prä-Maximum Spektrum versucht, die Banden zuzuordnen:
Beste Grüsse
Matthias
Das Spektrum von R Leo (nicht flusskalibriert) zeigt aktuell die Merkmale eines M8 III-Sterns mit den Balmer-Linien H-gamma und H-delta in Emission und den für späte M-Sterne typischen Banden von Vanadiumoxid, die man selten so gut beobachten kann wie hier:
Die Helligkeit gemäß AAVSO-Daten beträgt aktuell ca. 7 Magnituden bei einer Phase von ca. 0,1:
Der starke Anstieg der Strahlung im NIR wird durch ein flusskalibriertes Spektrum sehr deutlich:
Wer Spaß an der Interpretation von Spektren hat, für den ist das Spektrum von Vanadiumoxid mit drei ungepaarten Elektronen ein schönes Beispiel eines sehr komplexen Bandenspektrums. Der B-X Übergang ist verantwortlich für die starken Banden im NIR:
Die Rotationsfeinstruktur, die sich aus der Kopplung der verschiedenen Drehimpulse nach Hund (Fall a und b) ergibt , ist auch bei niedriger Auflösung erkennbar. Vor einigen Jahren hatte ich bei einem Prä-Maximum Spektrum versucht, die Banden zuzuordnen:
Beste Grüsse
Matthias