Venus als Sichel

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stefand

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Hallo zusammen,

Venus ist wieder rückläufig und nähert sich dem spannenden Tag (bei uns Nacht ...) an welchem der Venustransit stattfindet.
Daher ist die Venus aktuell eine recht große und immer schmaler werdende Sichel. Es fiel mir bereits im 8*56-Feldstecher auf, konnte im Refraktor bei 27x auch dem Filius näher gebracht und zuletzt im Maksutov bei ca. 100x bestaunt werden.

Das lohnt sich - und sie wird ja täglich schmaler, die Venus-Sichel. Wenn's dann noch mit dem Transit klappt und der ersten Sichtung als Morgenstern in den Tagen drauf, wär's perfekt.

Also unbedingt weiter draufhalten, würde ich sagen.

CS,
Stefan
 
Muss ich zustimmen. Die Veus ist wirklich eine schöne Sichel. Habe gestern meinen Telrad-Sucher neu justiert an der Venus und bin dann nicht mehr von ihr weggekommen ;-)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Mich hat die Sichelgestalt der Venus auch neulich so überrascht, ich schau die sonst nie an, aber da musste ich mich doch wundern, was mir immer entgangen ist, seh ich nun auch anders! Gut zu wissen, dass sie nun als MOrgenstern wechselt, wusste ich gar nicht, und sehen wir den Transit denn in Mitteleuropa?

Gruss von Anette
 
Hallo Anette.

Dadurch das die Venus vor der Sonne vorbeigeht (dieses mal mit einem Transit), wechselt sie von der Ostseite auf die Westseite der Sonne und geht dann vor der Sonne auf - sie wird zum Morgenstern.

Wir sehen hier in Mitteleuropa das Ende vom Venustransit, in den frühen Morgenstunden.

Direkt nach Sonnenaufgang ist dieser auch schon beobachtbar - mit den entsprechenden Filtern (ND 5.0 Folienfilter) und Sicherheitsmaßnahmen für die Sonnenbeobachtung.
Wenn du noch einen Filter benötigst, dann solltest du dir bald einen besorgen, entweder als losen Bogen zum selbstbasteln oder auch schon fertig gefasst bei den einschlägigen Händlern.

Du solltest dir einen Platz suchen, der eine ungestörte Sicht auf dem Osthimmel bietet, denn die Venus befindet sich beim Sonnenaufgang schon vor der Sonnenscheibe.

Infos zum Transit gibt es hier:
Venustransit.de

Weitere Links:
Baader Info zur Sonnenfilterfolie mit Bauanleitungen
Händelerlink TS zur visuellen Folie ND 5.0
Fertig gefasste Folien - gibt es auch in anderen Größen

Viele Grüße
*entfernt*
 
Gestern Abend war ich nochmals an der Venus: einfach nur schön! Sie gibt aber ihr Licht anders wieder, als die Sichel des Mondes, irgendwie umkränzt das Licht die Planetenkugel mit weniger spitzen Hörnern, so als wäre die dunkle Kugel eingebettet. Beim Mond liegt das LIcht direkter am Objekt. Möglicherweise, wegen der Venusatmosphäre?

Ihre Sichelgestalt war schon überwältigend, muss ich sagen, da kann ich nun so manch Abbildung der archaischen Venusgottheiten, z.B. Ischtar oder Iisis mit den Sichelhörnern auf dem Kopf gut verstehen. D.h. die antiken Völker haben das damals auch ohne Fernrohr erkennen können?

Gruss von Anette
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo

Hoffentlich sind heute Abend die Bedingungen gut, muß Ich auch sehen.

Da heute Mittag hier in Metzingen noch Wolken mit sehr Großer Lücke im Westen ist.

Manfred
 
Hallo Anette,

"...D.h. die antiken Völker haben das damals auch ohne Fernrohr erkennen können?..."

Da muss man sehr vorsichtig sein. Ja, es ist möglich, bei dem derzeitigen Durchmesser bzw. in den nächsten Tagen noch etwas einfacher die Sichelgestalt ansatzweise mit dem unbewaffneten Auge zu sehen. Extrem wichtig ist dabei folgendes:

1) Die richtige Beobachtungszeit. Noch in der beginnenden Dämmerung beobachten. Bei fortgeschrittener Dämmerung ist der Effekt der Überstrahlung zu stark.
2) Sicherstellen dass nicht etwa Asti des Auges im Spiel ist. Das Auge muss diesbezüglich perfekt korrigiert sein. Viele Leute wissen nicht, dass sie Asti von ca. 0,25-0,5 Dioptrien besitzen. Oft fällt das am Tage auch nicht auf.
3) Das Sehvermögen muss überdurchschnittlich gut sein, sonst funktioniert das nicht.

Die perfekte Sichelgestalt (vergleichbar mit dem Anblick im Fernglas) kann man allerdings auch bei der Erfüllung der oben genannten 3 Punkte nicht sehen. Es sind nur die ersten Ansätze dessen erkennbar.

Viele Grüße
Werner
 
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