SpaceLars
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Gestern war das Wetter zwar ziemlich windig, aber neben wenigen Quellwolken der Himmel dafür umso blauer und klarer. Also warum nicht mal Astronomie am Tage betreiben, zumal sich gleich mehrere Planeten am nachmittäglichen Himmel die Ehre gaben. Teleskop (8"-Newton auf Astro-5) wurde grob nach Kompass (auf dem Balkon!) ausgerichtet und anschließend so eingestellt, dass es genau nach Süden zeigte. Die Deklination habe ich über den Daumen gepeilt recht steil gewählt, so dass die Venus bei Transit gegen 15 Uhr wenigstens im Sucher zu finden sein sollte.
Und als es endlich soweit war, siehe da, ein einziger Blick durch den 8x50-Sucher hat gereicht, um den hellen Lichtpunkt aufzuspüren. Bei 45x Vergrößerung war natürlich die Halbvenus deutlich zu erkennen und dass unglaublich hell.
Mehr Einzelheiten waren aber wegen des bescheidenen Seeings nicht drin. Auch als ich einige Tage vorher bei größerer Luftruhe schaute, waren eventuelle schwache Wolkenstrukturen nicht auszumachen, schade eigentlich.
Nachdem ich die Venus einige Zeit verfolgte, juckte es mich und ich wollte sehen, ob mein Rohr auch den nur noch 1.3m schwachen Mars schafft. Also schnell die Entfernung zur Venus berechnet und die Distanz an den beiden Achsen eingestellt. Glück gehabt! Genau in der Mitte des Gesichtsfeldes konnte ich beim zweiten Blick ein winziges schwaches Mars-Scheibchen erhaschen. Wenn man sich daran aber gewöhnt hatte, konnte man es nicht übersehen. Der Kontrast war aber zu schwach und das Seeeing zu schlecht, um bei höherer Vergrößerung Details zu erkennen. Dennoch war ich überrascht, dass man überhaupt was sah.
Zum Schluss musste Saturn noch dran glauben. Da die Einteilung auf der Monti nicht die Genaueste ist, hatte es hier etwas länger gedauert, bis (ausgehend von den Mars-Koordinaten) der "Aha-Effekt" auftrat. Dafür war die Freude umso größer als man bei 200x Vergrößerung mitten am Taghimmel eine phasenweise umlaufende Cassini-Teilung zu sehen bekam.
Leider merkte ich zu spät, dass auch Merkur von der Partie war, aber gelohnt hat sich der Nachmittag allemal. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Gruß Lars
Und als es endlich soweit war, siehe da, ein einziger Blick durch den 8x50-Sucher hat gereicht, um den hellen Lichtpunkt aufzuspüren. Bei 45x Vergrößerung war natürlich die Halbvenus deutlich zu erkennen und dass unglaublich hell.
Mehr Einzelheiten waren aber wegen des bescheidenen Seeings nicht drin. Auch als ich einige Tage vorher bei größerer Luftruhe schaute, waren eventuelle schwache Wolkenstrukturen nicht auszumachen, schade eigentlich.
Nachdem ich die Venus einige Zeit verfolgte, juckte es mich und ich wollte sehen, ob mein Rohr auch den nur noch 1.3m schwachen Mars schafft. Also schnell die Entfernung zur Venus berechnet und die Distanz an den beiden Achsen eingestellt. Glück gehabt! Genau in der Mitte des Gesichtsfeldes konnte ich beim zweiten Blick ein winziges schwaches Mars-Scheibchen erhaschen. Wenn man sich daran aber gewöhnt hatte, konnte man es nicht übersehen. Der Kontrast war aber zu schwach und das Seeeing zu schlecht, um bei höherer Vergrößerung Details zu erkennen. Dennoch war ich überrascht, dass man überhaupt was sah.
Zum Schluss musste Saturn noch dran glauben. Da die Einteilung auf der Monti nicht die Genaueste ist, hatte es hier etwas länger gedauert, bis (ausgehend von den Mars-Koordinaten) der "Aha-Effekt" auftrat. Dafür war die Freude umso größer als man bei 200x Vergrößerung mitten am Taghimmel eine phasenweise umlaufende Cassini-Teilung zu sehen bekam.
Leider merkte ich zu spät, dass auch Merkur von der Partie war, aber gelohnt hat sich der Nachmittag allemal. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Gruß Lars