Venus und Merkur 12. März 2017

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starfire

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Hallo Planeten-Freunde,

Venus ist auf dem Weg zur unteren Konjunktion. Ich hoffe, das Wetter ist uns dann ein wenig hold...

Der Himmel heute war eher weißblau, vereinzelt trübten Cirren das Bild und die Bedingungen für Merkur, der gerade vor 5 Tagen in oberer Konjunktion stand und noch verdammt nah an der Sonne steht, war zunächst nur "videografisch" zu detektieren, da das Streulicht nahe der Sonne unbarmherzig jede mögliche direkte Sichtung zu verhindern wußte. Dank der perfekt eingescheinerten Montierung und einer Kalibrieung mittels der nicht so weit entfernten Venus, konnte ich Merkur bei 5,3 m Brennweite auf den VGA großen DMK Chip zaubern ! Das war mal eine Punktlandung. Im Anschluß an die Videoaufzeichnung habe ich Merkur doch noch visuell beobachten dürfen, nachdem ich mit einem ND 1,8 Graufilter an der Venus scharf gestellt und auf Merkur gezogen bin. Die Sonne blinzelte um die Blenden im Tubus und siehe da, in der Mitte des Okulars fand sich die nur 5 Bogensekunden kleine (fast-)Vollmerkur Murmel.

Venus gibt auch ein schönes Bild im Graufilter bzw. 2 gegeneinander verstellbaren Polfiltern wieder. Mal schauen, ob mir das Wetter und das Glück um die Konjunktion auch so gnädig ist.

Danke fürs Anschauen, Jens
 

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Hallo Jens,

das Du Merkur so dicht an der Sonne finden konntest, klasse.

Also mit meinem Dobson suche ich da eine halbe Ewigkeit umsonst.
Kannst Du bei Dir die genauen Koordinaten einstellen, oder wie geht das ?

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

das ist bei den Konjunktion Stellungen der beiden inneren Planeten nicht ganz ungefährlich. Man muss sehr aufpassen, dass man sich nicht die Sonne ins Gesichtsfeld holt. Ich muss zugeben, ich habe eine sehr präzise und damit auch teure Montierung, es ist eine Astrophysics AP900 GTO. Und ich habe eine Frage, das ist mehr als die halbe Miete. "Früher" bzw. mit meiner kleineren AP400 mit Schrittmotoren, aber schon digitalen Teilkreisen war das noch mehr ein Geduldsspiel. Merkur ist auch eine richtige Herausforderung. Da die beiden Planeten doch recht nah beieinander stehen, konnte ich nach Sichtung der Venus mit goto diese in Hochvergrößerung in die Okularmitte holen und die Montierung in dieser Stellung auf die Venus synchronisieren, das erledigt meine Steuerung auf mein Kommando. Da Merkur sich schon deutlich bewegt, ist es dann von Vorteil, wenn er nah dran ist, sonst ist das auch für mich ein Lotterie Spiel. So ein Glück habe ich nicht immer. Ich versuche es daher oft mit Venus als Hilfsplanet, wenn er verfügbar ist. Ich hole sie mir bei eher niedriger Vergrößerung auf den Chip und fahre dann so scharf gestellt mit längerer Belichtungszeit auf Merkur. Wenn du genaue Teilkreise hast, könnte das auch ohne goto funktionieren. Aber an manchen Tagen beisse auch ich mir die Zähne aus. Gruß Jens
 
... Immer diese automatischen Korrektur Vorschläge. Es muss nicht heißen: ...Ich habe eine "Frage", sondern "Sternwarte"...
 
Hallo Jens,

ja da habe ich eben auch gerätselt.
Ich überlege mir gerade schon, ob ich mir morgen eine Blende / Rohr aus Pappe basteln soll um das Sonnenlicht vom Tubus fern zu halten. Zudem habe ich mir immer ein Hindernis vor die Sonne gestellt um kein Risiko einzugehen.
Da ich den Merkur visuell suche, muss ich wohl noch ein paar Tage warten müssen um da eine Chance zu erhalten. Außerdem brauche ich einen tief blauen Himmel. Mal sehen ob es was wird, ich hatte da bisher meist keinen Erfolg.

Gruß,
Holger
 
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