Hallo Robert,
hier mal ein Zitat aus "Sterne und ihre Spektren" von James B. Kaler:
"Die hellsten Veränderlichen besitzen Eigennamen, wie etwa der berühmte "Teufelsstern" Algol (Beta Persei) und Mira (Omicron Ceti). Soweit sie heller als sechste Größe werden, tragen sie auch Bayer-Bezeichnungen bzw. Flamsteed-Nummern, wie Delta Cephei und Beta Lyrae. Die übrigen Veränderlichen Sterne werden nach einem sehr seltsamen (weil historisch gewachsenen) System benannt: Der erste in jedem Sternbild entdeckte erhielt den Großbuchstaben R, plus den Genitiv des Sternbildnamens, also zum Beispiel R Cygni. Der zweite wurde entsprechend S Cygni genannt, dann folgte T Cygni, und so weiter in jedem Sternbild bis Z. Im vorigen Jahrhundert dachte man, neun Veränderlichennamen pro Sternbild würden wohl reichen. Nachdem sich das als Irrtum herausgestellt hatte, wurde der zehnte mit RR, gefolgt von RS, RT und so weiter bis RZ bezeichnet. Danach ging es weiter mit SS bis SZ, TT bis TZ und so fort bis ZZ. Es folgte AA, AB ...AZ, BB, BC ...bis QZ (wobei J jeweils ausgelassen wird). Alles in allem sind das 334 Buchstabenkombinationen - die aber in vielen Sternbildern immer noch nicht ausreichen. Und so hat man die Buchstaben endlich aufgegeben, und den nächsten Variablen V335 (plus Genitiv des Sternbildnamens) genannt."
Na ja eine Logik steckt ja schon dahinter...
Viele Grüße
Thomas