Guntram
Aktives Mitglied
Hallo zusammen.
Der anastigmatische Schiefspiegler mit 110mm Öffnung und f/24 wurde jahrzehntelang in hunderten Exemplaren gebaut. In der Bildmitte verbleibt eine Restkoma, die den Strehlwert auf etwa 87%. Am Rand des Feldes von 0,25° Durchmesser liegt der Strehlwert zwischen 51% und 72%. Das Bildfeld ist um etwa 4,3° geneigt. Diese Werte ermöglichten und ermöglichen vielen Beobachtern schöne Stunden am Okular.
Kürzlich fragte ich mich, ob es möglich wäre, die Bildqualität eines solchen Instrumentes zu verbessern. Das war tatsächlich durch den Einsatz von zwei identischen Konkavspiegeln von etwa 40mm Durchmesser und einem Krümmungsradius von 5600mm möglich. Der Entwurf sieht so aus:
Die beiden Spiegel des Schiefspieglers bleiben so wie sie sind. Es ist kein Umschleifen notwendig.
Der erste der beiden Korrekturspiegel sitzt 520mm hinter dem Sekundärspiegel. Kurz danach folgt der zweite Korrekturspiegel.
Das Licht tritt nun im annähernd rechten Winkel zum einfallenden Lichtbündel aus. Dadurch erspart man sich den Zenitspiegel. Die beiden Korrekturspiegel bewirken eine deutliche Verbesserung der Bildqualität:
Der Strehlwert in der Bildmitte steigt von 87% auf etwas über 99% an. Wesentlich besser geht es eigentlich nicht.
Zugleich steigt die Bildqualität im Feld: Sie sinkt nirgends unter 83%, und liegt im größten Teil des Feldes über 90%, im Bestpunkt sogar bei 96%.
Hier ein Vergleich: Die Spotdiagramme für den klassischen anastigmatischen Kutter links, und für die verbesserte Version rechts. Spotdiagramme gerechnet ohne Berücksichtigung der Feldneigung, genau so wie man eben üblicherweise beobachtet.
Der schwarze Kreis bezeichnet den Durchmesser des Airy- Scheibchens.
Auch die Lichtstärke wird größer: Von f/24,7 auf etwa f/18,4. Die Feldneigung sinkt auf 1,6°. Das Bildfeld mit 100% Ausleuchtung misst etwa 18mm im Durchmesser, und wird bis zum Rand scharf ausgezeichnet. Bei diesem Öffnungsverhältnis laufen auch einfachere Okulare wie Orthos und Plössls zur Höchstleistung auf.
Streulicht kann vollständig ausgeblendet werden. Um dies zu erleichtern, habe ich den Neigungswinkel des Hauptspiegels noch etwas vergrößert.
Um diese Verbesserungen zu erreichen, ist nur die Herstellung von zwei kleinen, sphärischen Spiegelchen nötig. Und es muss ein neuer Tubus gebaut werden. Wenn ein kurz bauender Okularauszug eingesetzt wird, kann auch noch ein Binokularansatz genutzt werden. Dieser Entwurf eignet sich für dein Einsatz auf einer Dobson- Montierung.
Auf diese Weise kann ein Kutter- Spiegelsatz, der ungenutzt herumliegt, in ein sehr leistungsfähiges Teleskop verwandelt werden.
Falls es Interesse für diesen getunten Kutter gibt, würde ich eine kurze Justieranleitung dafür verfassen. Und falls sich zwei oder mehr ernsthafte Interessenten finden, die nicht selbst schleifen, könnte ich die Korrekturspiegel anfertigen.
Viele Grüße,
Guntram
Der anastigmatische Schiefspiegler mit 110mm Öffnung und f/24 wurde jahrzehntelang in hunderten Exemplaren gebaut. In der Bildmitte verbleibt eine Restkoma, die den Strehlwert auf etwa 87%. Am Rand des Feldes von 0,25° Durchmesser liegt der Strehlwert zwischen 51% und 72%. Das Bildfeld ist um etwa 4,3° geneigt. Diese Werte ermöglichten und ermöglichen vielen Beobachtern schöne Stunden am Okular.
Kürzlich fragte ich mich, ob es möglich wäre, die Bildqualität eines solchen Instrumentes zu verbessern. Das war tatsächlich durch den Einsatz von zwei identischen Konkavspiegeln von etwa 40mm Durchmesser und einem Krümmungsradius von 5600mm möglich. Der Entwurf sieht so aus:
Die beiden Spiegel des Schiefspieglers bleiben so wie sie sind. Es ist kein Umschleifen notwendig.
Der erste der beiden Korrekturspiegel sitzt 520mm hinter dem Sekundärspiegel. Kurz danach folgt der zweite Korrekturspiegel.
Das Licht tritt nun im annähernd rechten Winkel zum einfallenden Lichtbündel aus. Dadurch erspart man sich den Zenitspiegel. Die beiden Korrekturspiegel bewirken eine deutliche Verbesserung der Bildqualität:
Der Strehlwert in der Bildmitte steigt von 87% auf etwas über 99% an. Wesentlich besser geht es eigentlich nicht.
Zugleich steigt die Bildqualität im Feld: Sie sinkt nirgends unter 83%, und liegt im größten Teil des Feldes über 90%, im Bestpunkt sogar bei 96%.
Hier ein Vergleich: Die Spotdiagramme für den klassischen anastigmatischen Kutter links, und für die verbesserte Version rechts. Spotdiagramme gerechnet ohne Berücksichtigung der Feldneigung, genau so wie man eben üblicherweise beobachtet.
Der schwarze Kreis bezeichnet den Durchmesser des Airy- Scheibchens.
Auch die Lichtstärke wird größer: Von f/24,7 auf etwa f/18,4. Die Feldneigung sinkt auf 1,6°. Das Bildfeld mit 100% Ausleuchtung misst etwa 18mm im Durchmesser, und wird bis zum Rand scharf ausgezeichnet. Bei diesem Öffnungsverhältnis laufen auch einfachere Okulare wie Orthos und Plössls zur Höchstleistung auf.
Streulicht kann vollständig ausgeblendet werden. Um dies zu erleichtern, habe ich den Neigungswinkel des Hauptspiegels noch etwas vergrößert.
Um diese Verbesserungen zu erreichen, ist nur die Herstellung von zwei kleinen, sphärischen Spiegelchen nötig. Und es muss ein neuer Tubus gebaut werden. Wenn ein kurz bauender Okularauszug eingesetzt wird, kann auch noch ein Binokularansatz genutzt werden. Dieser Entwurf eignet sich für dein Einsatz auf einer Dobson- Montierung.
Auf diese Weise kann ein Kutter- Spiegelsatz, der ungenutzt herumliegt, in ein sehr leistungsfähiges Teleskop verwandelt werden.
Falls es Interesse für diesen getunten Kutter gibt, würde ich eine kurze Justieranleitung dafür verfassen. Und falls sich zwei oder mehr ernsthafte Interessenten finden, die nicht selbst schleifen, könnte ich die Korrekturspiegel anfertigen.
Viele Grüße,
Guntram