Vergleich div. Optikgrößen

Dobson_Gucker

Aktives Mitglied
Hallo,
sehe im Astroshop ein Bino "37x120". Mein Interesse liegt immer wieder in der Berechnung der Grenzgröße div. Optikdurchmesser. Die Daten werden dann in den Link "Teleskope Limit....." eingegeben (für meine Wenigkeit: Augenpupille 6 mm, bloßes Auge sieht 5mag am Himmel) -bezogen auf meinen Wohnort-

Das Bino läßt sich mit div. Okularen bestücken.

37x120 = 12.0mag Grenzgröße
110x120 = 13.2mag Grenzgröße

ein 150 mm Bino: 25x150 = 11.6mag
40x150 = 12.3mag
150x150 = 13.7mag

eigens C 8 150x = 13.9mag
330x = 14.4mag (Grenzvergr. lt. Beschreibung)
420x = 14.5mag (Anwendung 3-8mm SV-Boni Zoom, bei 3mm)

Gruß Günther
(hoffe, daß ich mit der Aufstellung kein Gähnen hervorgerufen habe.....)
 
Hallo,
Vergleich kleiner Optikgrößen: wundere mich, daß ein 2x54 so hochgelobt wird. Was will man damit bezwecken ? Sterne sichtbar bis 6.1mag, ein 4x40 bringt schon 7.6mag und ein kleines 6x30, schon 8.4mag. Ich sage es mal ganz unparteiisch: "Spieloptik" will auch verkauft werden, gut für den Wettbewerb.

Gruß Günther
 
Guten Morgen Günther,

die sogenannten "Guckis" - also die Gläser mit +/- zweifacher Vergrößerung und rund einem Zoll Durchmesser - haben schon ihre Berechtigung und vor allem ihren Himmel.
Der vergelichsweise riesige sichtbare Bildausschnitt ist ziemlich beeindruckend, auch, wenn die Sterne zum Rand hin schnell länglich werden. Doch der gesamte Kasten des Wagens oder der komplette Adler auf einen Blick macht schon Spaß. Und für die "Grenzgrößenjagd" würde ich einfach andere Instrumente bevorzugen.

Falls es Dich interessiert, könnte ich Dir mein kleines VIXEN mal für ein paar Wochen leihen; zum Rumspielen. Macht echt Spaß.

Schöne Grüße,
Urs
 
Hallo,
Vergleich kleiner Optikgrößen: wundere mich, daß ein 2x54 so hochgelobt wird. Was will man damit bezwecken ? Sterne sichtbar bis 6.1mag, ein 4x40 bringt schon 7.6mag und ein kleines 6x30, schon 8.4mag. Ich sage es mal ganz unparteiisch: "Spieloptik" will auch verkauft werden, gut für den Wettbewerb.

Gruß Günther
Hallo,

so ähnlich habe ich früher auch gedacht, bis ich mal durchgeguckt habe.
Plus ca. 1 mag höhrt sich erstmal nach wenig an, bedeutet aber tatsächlich eine vervier- bis fünffachung der sichtbaren Sterne. Das ist schon deutlich, insbesondere weil das Blickfeld groß bleibt.
Und gerade diese eine Magnitude kann manchmal die entscheidene sein. Von meinem Wohnort kann ich die Milchstraße mit bloßem Auge eher erahnen, mit dem 2x54 kann ich sie genießen. Deshalb möchte ich das kleine nicht mehr missen.
Nur einen Nachteil möchte ich nicht unerwähnt lassen: Mit Brille macht es deutlich weniger Spaß, da wird das Blickfeld doch deutlich kleiner. (Und das es direkt mit Metall auf den Brillengläsern aufliegt, ist auch eher doof...)

CS Lutz
 
Lieber Urs,
ich finde es echt nett, daß du mir dein Vixen zum Rumspielen überlassen willst. ich glaube schon, daß das Beob. Spaß macht. Im Gegensatz warte ich auf ein 40x110, um die Grenzgröße ggü. einem C 8 auszutesten.... (und dazu bin ich schon ganz kribbelig drauf). Dazu muß das Wetter aber besser werden.

Nochmals vielen Dank für deinen Vorschlag.


Gruß
Günther
 
Hallo,
habe mal als Vergleich einige kleine Optiken durchgerechnet, "Grenzgrößenberechnung": 2x54 = 6.1mag, 3x20 = 7,0mag, 4x40 = 7.6mag, 6x30 = 8.4mag, 10x20 = 8,7mag, 10x30 = 9,1mag
Nun habe ich für meinen Neffen, 4 Jahre alt, so ein 10x20 gekauft. Muß es ihm noch geben. Man sieht wirklich, da hat man "10fach in den Händen". Das Gesichtsfeld habe ich noch nicht weiter untersucht (aber was interessiert das einen 4jährigen ?)
Nichts für ungut: aber ein2x54 wäre mir doch etwas zu klein....

Gruß Günther
 
Hallo,
Lass den Neffen mal testen ob er mit binokular klar kommt, manche Kinder kriegen das nicht gut hin. Aber Fernglas für Kinder ist erstmal fein, man kann noch mehr als "Himmel" gucken.

Uwe
 
Ich sehe den Thread erst jetzt...

> Nichts für ungut: aber ein2x54 wäre mir doch etwas zu klein....

Hm, ich weiß auch nicht, was ich von dieser Art "Sehhilfe" halten soll. Nun ist es ja so, daß man an seinem Standort eine gewisse visuelle Grenzgröße mit dem bloßen Auge hat, laß es meinetwegen +6m sein. Wenn man dann etwa 5-6 mm Pupillenöffnung hat, ist (hoffentlich) alles klar. Das menschliche Auge überblickt beim Geradeaussehen ein GF von 70°. So, und nun kommt eine 2fach vergrößernde Optik ins Spiel. Das hat natürlich erstmal einen subjektiven Effekt durch die leichte Vergrößerung. Die 2x54-Sehhilfe hat eine AP von 27 mm - was will man damit? Die gewonnene Öffnung kann das Auge gar nicht ausnutzen. Um "mehr" zu sehen, brauche ich hier keine 54 mm Öffnung, da reichen schon 20 mm völlig aus, um denselben Effekt zu haben.

Das waren so meine Grundüberlegungen bei dem ganzen Spaß - und wie ich letztens die Preise für derartiges "Spielzeug" gesehen hatte, verschlug es mich eher in die Große Bucht. Ich besitze zwar schon ein FG 8x32 (TASCO Mod. 321) mit einem GF von 8,8°, aber ich dachte mir, da muß doch noch mehr gehen...
Gefunden habe ich dann ein Revue 8x40 mit 9° tGF ebenfalls aus japanischer Produktion.
Ich denke, da bin ich im richtigen Verhältnis von Gesichtsfeld zu Vergrößerung gelandet, was den meisten Nutzen bringt. Für den geringen Anschaffungspreis diese gebrauchten FG kann man eigentlich wenig falsch machen.

Randbemerkung:
Es gibt Faustregeln - die eine sagt, daß man bei 3 mm AP den besten Helligkeitskontrast für flächige Objekte erreicht. Die andere Regel lautet, daß man bei 1 mm AP die vis. Grenzgröße im Teleskop erreicht. *** Nach meinen Erfahrungen kann man mit diesen Werten ganz gut leben.

*** Nachzulesen im letzten gedruckten ICS-Katalog (AFAIR von 2006) - auf der ICS-Homepage immer noch als PDF verfügbar.

Ich habe hier übrigens seit vielen Jahren eine Tabelle für meine persönlichen Richtwerte, was die visuelle Grenzgröße angeht.
(bei 1 mm AP und fst +5m0)
60 mm ... +11m4
70 mm ... +11m7
80 mm ... +12m0
90 mm ... +12m3
120 mm ... +13m3

...falls es jemanden interessiert. :oops:
 
Hallo Forum,

Günther:
>wundere mich, daß ein 2x54 so hochgelobt wird. Was will man damit bezwecken ?<

unter hiesigem aufgehellten Himmel nicht viel.

Ich dachte zuerst auch : das sind ja nur bessere Operngläser.
Wobei ich Operngläser immer als lichtschwache "Schlüsselloch Gucker" einstufte die nicht astrotauglich einsetzbar sind,
für Brillenträger zudem auch nicht geeignet.

Letztes Jahr durfte ich in Namibia zwei dieser Optiksysteme vergleichen.
Zum einen ein Vixen Glas 2.1x42, zum anderen ein mitgenommenes Omegon 2.1x42 eines Mitreisenden.
Ich war überrascht und erstaunt wie gut sie mit Brille einsehbar sind !
Das Omegon hatte einen deutlich angenehmeren Einblick, größeres Gesichtsfeld und zudem bessere Abbildung ,
und das bei einem natürlich viel niedrigeren Anschaffungspreis.
Nach unserer Rückkehr erwarb ich umgehend eines in der Bucht...
Zuhause unter dem aughellten Himmel gab es erwartungsgemäß keinen Kick.
Dann im Herbst auf La Palma unter dunklerem Himmel, aber bei weitem nicht so dunkel wie in Namibia, brachte das Glas schon Spass.
Ist schon klasse ganze Sternbilder überblicken zu können, aber die Milchstraße ist natürlich DAS Objekt No1.

Dieses Jahr in Namibia habe ich mein Omegon 2.1x42 sehr genossen, und das vor Ort liegende Vixen Glas gar nicht benutzt.
Genial ist das man beim Schwenken bei der geringen Vergrößerung generell ein anderes Gefühl hat als mit einem normalen Fernglas.
Das Glas "zieht" nicht hinterher und man verwackelt zudem nicht.
Die Milchstraße von Horizont über den Zenit gehend zum Horizont hin abzufahren war jede Nacht auf´s neue traumhaft.
Die Dunkelwolken und und die dazu im kontrast stehenden helleren "Sternpolster" so im einem Blickfeld zu haben ist EINE Erfahrung !

Direkt nach meiner Rückkehr war ich dann auf der ATT und schaute zufällig am Astroshop" durch ein angebotenes "update" Glas 2x54.
Unglaublich das hat ein noch größeres Gesichtsfeld als das Vorgängerglas !!!
Ein Exemplar ging natürlich ohne Umschweife zum "Messepreis" sofort in meinen Besitz über.

Ich freue mich schon auf die anstehende Namibia Reise 2.2025 mit dem neuen 2x54.
Unter wirklich dunklem Himmel "legst`di nieder" würden wohl unsere Süddeutschen Sternfreunde ausrufen !?

Also zum Einstiegszitat zurückzukommen: erst selber ausprobieren dann bewerten :rolleyes:.

Gruß
Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Winnie,
hätte gern noch zu deinem Beitrag "gestern 23.52" noch mehr gelesen: habe mir so eine Aufstellung auch gemacht, nach oben hin keine Grenze gesetzt.

Für m.W. = 30x80 = 11.4mag, 25x100 = 11.3mag, 40x110 = 12.0mag, 12.5" Dobson bei 304fach 15.3mag, C 8 bei 420fach = 14.5Mag,

Des weiteren kannst du viele Größen in den Link einsetzen, z.B. 1-m-Optik, 44" Schwarzer Riese bei Melle, habe kürzlich gelesen, daß das 8.2 m-Teleskop "Subaru" fürs vis. hergerichtet wurde. Hinterher hat man bedauert, daß sich keiner irgend etwas notiert hat. Kommt wohl mit 20mag vis. ganz gut klar......

Ich wundere mich nur immer wieder, wie die Grenzgrößen bei den angebotenen Optiken berechnet werden. Angaben z.B. für ein 20" mit gut 15mag: das hatte ich schon beim eigenen 12.5" erreicht. Wenn man ließt, das mit 20 Zoll die max. Vergrößerung bei 1000fach liegt und rechnet das dann durch, kann man nur noch den Kopf schütteln. Auf eine Nachfrage beim Händler direkt, wurde mir gesagt, man überprüft solche Angaben (leider) nicht.

Gruß Günther
 
Hallo,
in einem Beitrag von R. Stoyan habe ich gelesen, daß die absolute Leistung eines opt. Gerätes bei einer AP von 0,645mm liegen soll. D.h. z.B. einen 100 mm Refraktor auf diese AP okularmäßig einzustellen. (0,5mm AP wäre 200fach). Sofern es das Seeing zuläßt, ist das machbar und kann bei jeder Optikgröße angewendet werden, viell. einmal von den großen Lichteimern abgesehen. In einer Beschreibung von Bresser steht, ein 20" verträgt noch eine max. Vergr. von gut 1000fach.

Na dann, "auf in den Kampf....".

Gruß Günther
 
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