Vergleich Fernglas Teleskop

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Schleimi111

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Hallo


Ich habe da mal eine ganz einfache Frage die ich hoffentlich auch ganz einfach beantwortet bekommen kann.

Wie kann ich ein Fernglas mit einem Teleskop Vergleichen??
Vieleicht noch besser, wenn ich ein 10x50 Fernglas habe was für ein Teleskop wäre das ca, sprich wenn ich ein 25x100 habe was ist das ca für ein Teleskop, oder kann man es nicht mit einander vergleichen?


Gruß Micha
 
halo micha,

je nachdem was du vergleichen willst, lichsammelvermögen, anblick, bedienbarkeit...

ansonsten denke ich mit einem 10x50 fernglas siehst du objektiv gleich viel wie mit einem teleskop mit 50mm öffnug und 10 facher vergrösserung.
wahrscheinlich wirst du aber mit dem teleskop eine etwas grössere öffnung benötigen da du ja nicht mit beiden augen durchguckst...
schätze mal so 60mm öffnung

aber es gibt sicher viele die sich da besser auskennen...

gruss philipp
 
Für Deep Sky zählt als erstes die Öffnung, ein FG ist mit einem Teleskop mit etwa gleicher Öffnung zu vergleichen. Das Teleskop erlaubt den Wechsel der vergrößerung, dafür sit das Fernglas zweiäugig.

Für Planeten sind Ferngläser mit fester Vergrößerung keine besonders gute Wahl, man sieht nur wenig: Die Jupitermonde, den Saturn länglich, die Venusphasen, Uranus und Neptun überhaupt. Das wars dann schon für die Standardgläser.
 
Hallo Micha,

gute Kennwerte sind bei deinem Vergleich immer die Austrittspupille und das Gesichtsfeld. Es ist schon lehrreich den Richfielder 100/500 mit einem FG zu vergleichen. Bei einem Okular von f=25mm kommt man auf die schöne Austrittpupille von 5mm. Dann bekommt man ein helle Sterne und einen Blickwinkel von gut 3 Grad. Vergleichbare binokulare FG's sind schon recht teuer.

Bei den beliebten Newtons 150/900 und 200/1200 geht alles analog. Bei dieser Austrittspupille von 5mm wird die Reichweite grösser, das Bild brillanter, aber das Gesichtsfeld wird kleiner. So etwa 2 Grad.

Bei den Richfieldern mit Öffnung von etwa 80mm bis 120mm konkurrieren die Refraktoren mit den Gross-Ferngläsern. Spiegel-Optiken sind hier selten. Vergleiche haben aber nur Sinn bei gleicher Austrittspupille. Die ist in der Regel bei Grossfeld-Beobachtungen 4mm .. 7mm.

Einen klaren Himmel!
Joachim
 
Hallo

Vielen dank für die Antworten.
Was ich aber meine ist kann ich nur Beispiel ein 25x100 Fernglass mit ein 102/900 Vergleichen sprich was hat ein Fernglas für eine Brennweite?
Ich habe bisher noch nie gesehn das auf ein Fernglass eine Brennweite steht sondern nur die Vergrösserung und Öffnung.

Gruß Micha
 
Hi Micha,
Ich habe bisher noch nie gesehn das auf ein Fernglass eine Brennweite steht sondern nur die Vergrösserung und Öffnung.
Und ich noch kein Teleskop wo die Vergrößerung drauf steht ;)- höchstens in Verbindung mit den Okularen.

Beim Teleskop ist die Brennweite als Angabe nötig da die Okulare wechselbar sind- und damit erhältst du erst die damit erreichbare Vergrößerung.

Beim Fernglas ist die Angabe der Brennweite ja nicht nötig, Vergrößerung ist bekannt und fest vorgegeben.

Stefan
 
Hallo Micha,

die Frage ist gar nicht so abwegig.
Ein FG hat natürlich auch Okulare mit einer gewissen Brennweite. Ich schätze mal, es werden so etwa 20mm sein. Ich bin allerdings kein Experte auf diesem Gebiet.

Das FG 25x100 hätte dann eine Brennweite von 500mm. Die FG's wären dann etwa F/5 Geräte. Das scheint mir realistisch zu sein.

Tatsächlich gibt man ja bei den 8x40 FG's ein Seefeld an, meist in Meter/1000m. Da spielt das Eigengesichtsfeld der Okulare auch eine Rolle. Bei FG's ist 65 Grad schon ziemlich viel. Bei den Teleskopen hast du je nach Geldbeutel einige Variations-Möglichkeiten.

Ich hoffe, das ist eine Antwort in der richtigen Richtung.

Mit Grüssen, Joachim
 
Hallo Micha,

Lots hat’s auf den Punkt gebracht. Ich mache trotzdem ein paar Anmerkungen.
Zweiäugiges Sehen bringt einen Wahrnehmungsgewinn. Probiere es aus: einfach mal ein Auge schließen, wenn Du durch ein Fernglas blickst. Das Bild erscheint anschließend wieder viel größer.
Die Brennweite von Ferngläsern ist im Verhältnis zur Öffnung eher kleiner, als bei Richfield-Refraktoren gleicher Öffnung. Beim allseits bekannten CZJ 10x50 habe ich die Brennweite nachgemessen. Die beträgt ca. 180 mm, so dass sich hier f/3,6 ergibt. Der sich ergebende Farbfehler spielt bei den geringen Vergrößerungen da keine so große Rolle. Anders sieht es da aus, wenn die Vergrößerung beim Refraktor beispielsweise 100-fach gewählt wird. Der von Dir angegebene 102 f/9 wird hier noch gute Bilder liefern, ein f/5 Gerät aber nicht mehr. (Das ist hier Theorie, da ich selbst noch keinen direkten Vergleich gemacht habe.)
Weiterhin habe ich fest gestellt, dass die intra- und extrafokalen Beugungsscheibchen bei meinen Zeiss Victory 10x42 Fl und CZJ 10x50 beileibe nicht lehrbuchhaft erscheinen. (Das fällt auf, wenn man die Fernglashälften einzeln prüft. Beidäugig wird das etwas kompensiert.)
Die Beugungsbilder spielen aber bei den geringen Vergrößerungen offensichtlich keine so große Rolle, denn die Bilder am Taghimmel sind brillant.
Refraktor-Objektive sollten hier besser für punktförmige Objekte korrigiert sein.

Deine Frage nach dem Vergleich wirft die Gegenfrage auf: Was willst Du denn hauptsächlich beobachten? Da lässt sich das Für und Wider besser eingrenzen und konkretere Antworten geben.

Viele Grüße

Hans-Jürgen

 
Hallo

Vielen dank für die zahlreichen Antworten.
Ihr habt mir sehr geholfen und meine Frage genau so beantwortet wie ich erhofft hatte.
Es ging mir nicht darum was ich beobachten möchte oder wollte, ich wollte nur ein vergleich ob ich mir ein Großfernglas noch dazu hole zum schnellen Spechteln.
Ich besitze zur Zeit ein Mak und werde mir noch ein SkyWatcher 127/1540 zu holen.
Was ich aber auch noch habe ist ein Bresser 10x50 mit BK4 zum schnellen schauen in der Woche da ich leider immer recht früh zu Bett gehe, halt wegen der Arbeit.
Aber um etwas mehr zu sehen hatte ich überlegt ob ich mir ein Großfernglas zu kaufe oder ein TS naja Spektiv oder kleines Teleskop, wobei ich doch mehr zum Fernglas tendiere.
Ich werde meine überlegung noch ein wenig ausweiten und noch ein wenig warten.
Trotzdem vielen dank für die schnellen Antworten und ein schönen Abend.


Gruß Micha
 
Nimm' zum Schnellspechteln nicht so ein großes Fernglas. Ich habe ein 20x80, es wird von einem schweren Fotostativ nur knapp getragen. Der Nachteil bei der Steilbeobachtung (dort, wo es das meiste zu sehen gibt), kommt hinzu. Ferngläser mit 45° oder 90° Einblick sind sauteuer, da kann man wirklich an einem Apo überlegen.
Ich rate: Entweder ein 60-70mm-Glas, dass man noch enigermaßen in der Hand halten kann. Ich habe mit einem Schulterstativ an meinen 20x80 gute Erfahrungen gemacht, allerdings ist es schon etwas zu schwer und das Bildfeld etwas zu klein. Oder ein 8-cm-Spektiv: Bezahlbar, 45°-Einblick und variable Vergrößerung. Freilich auf Kosten des zweiäugigen Beobachtens und des Bildfelde. Man kann eben nicht alles haben.
 
Hallo Uwe,
Welches Schulterstativ setzt Du da ein?
Hast Du Erfahrung mit Freihandbeobachtung mit einem 60er oder 70er? geht das noch vernünftig? Ein 70er hat immerhin auch schon etwa 7 mm Austrittspupille und wiegt ca. 1,6 kg.
Danke und Gruß
Heinz
 
Ich habe Erfahrungen mit einem 20x80. Es geht. Vernünftig würde ich es nicht mehr nennen, aber es geht.

Daher mein Rat zu einem etwas kleineren Gerät.

Das Stativ habe ich von Brenner, gibts aber nicht mehr. In der Bucht werden dauernd welche verscherbelt.
 
Hallo Uwe,
gibt es etwas , auf das man achten muß bei den Stativen?
Die sehen ja doch recht verschieden aus.
Gruß Heinz
 
Hallo

Das ist ja eine Feine Sache da werde ich dann meine Überlegungen noch ein wenig weiter ausweiten.
Weiß einer ob es auch ein Schulter Stativ für beide Schultern gibt??

Gruß Micha
 
Hallo zusammen
Ich möchte diesen alten Beitrag nochmal aufgreifen . Mich würde es interessieren , ob es eine FORMEL gibt , um die BRENNWEITE eines Fernglases zu berechnen . Es handelt sich um ein 25x100 .
Gruß Detlef
 
Das Fernglas selbst hat keine Brennweite, nur dessen Objektive und Okulare. Deren Verhältnis gibt die Vergrößerung an, deren Summe den Abstand zwischen Okular und Objektiv. Man hat also zwei Gleichungen und zwei Unbekannte, sollte also klappen. Zwar hat man eigentlich drei Unbekannte, aber den Abstand der Optiken kann man auf vielleicht +/- einen Zentimeter schätzen. (Bei Fokussierung auf unendlich, um den Fehler klein zu halten.) Mit a = Objektiv- und b = Okularbrennweite sowie v für Vergrößerung und s für den geschätzten Abstand (Umlenkungen und Glasweg beachten!) ergeben sich aus a/b=v und a+b=s die Gleichungen a=sv/(v+1) und b=s/(v+1) für die Brennweiten.

Am Beispiel meines 8x30 mit geschätztem Abstand von 15 cm ergeben sich so ungefähr 133 mm für das Objektiv und 17 mm für das Okular. Nebenbei fällt auch noch eine Abschätzung für das Öffnungsverhältnis von ca. 4,5 an.
 
Hallo kleinermars
Irgendwie ist das komisch , zwar schön die Formeln , aber überflüssig !!
Sowohl bei Deinem Glas , als auch bei meinem 25x100 ergeben die Okular- plus die Objektivbrennweite ziemlich exakt die geschätzte/gemessene Länge .
Somit kann man vereinfacht sagen : Brennweite ~ gemessener Lichtweg . Die ganze Rechnerei ist also überflüssig , messen muß ich ja trotzdem . Außer jemand möchte wissen , wieviel Brennweite auf Objektiv / Okular entfallen .
Somit entspräche mein 25x100 mit 500mm Lichtweg einem 100/500 f/5 mit einem 20er Okular .

Danke für Deine Hilfe !

Gruß Detlef
 
Ja, das stimmt. Je höher die Vergrößerung, desto mehr entspricht die Objektivbrennweite der Gesamtlänge. Das sieht man auch schön am Term v/(v+1) in der Formel dafür. Bei 8-fach ist sein Wert noch 0,89 und bei 25-fach schon 0,96 und die fehlenden 4% liegen wohl schon unterhalb der Schätzgenauigkeit für die Länge.

Übrigens scheint 5 ein beliebtes Öffnungsverhältnis bei Ferngläsern zu sein. Jedenfalls die einfach aufgebauten scheinen sich weitgehend daran zu orientieren. Wahrscheinlich bekommt man bei diesem Verhältnis und den üblichen moderaten Vergrößerungen die Objektivfehler noch gut in den Griff.
 
Hallo Alle:

Alles gute Beiträge hier.

Hallo Schleimi 111:

Ich nehme an, Du hast schon ein FG und kennst Dich ein bisschen mit dem Sternhimmel aus.
Suche Kontakt in Deiner Umgebung, mit Jemanden, der ein Teleskop hat, und vergleiche dann optisch.(FG und Teleskop)

Von Schulterstützen am FG rate ich ab - diese sind nur ein
Behelf.
Manche Beobachter verwenden auch eine Schnur:
Die Schnur wird am FG , vorn befestig und dann wird
auf die herunterhängende Schnur getreten um das FG
zu stabilisieren - hilft sehr - aber ein FG auf
Stativ ist besser - entspanntes (gutes) beobachten ist auch dann, nur mit einem höhenverstellbaren Stuhl möglich.
FGs mit einem abgewinkeltem "Einblick" (45 oder 90 Grad)
sind teuer (und man braucht für verschiedene Verg.
immer 2 gleiche Okulare.)

Tipp: Spare auf einen gebrauchten 8" Dob. mit Rockerbox und optimiere diesen selbst. (Optimierungs-Vorschläge und Verbesserungen findest Du im Netz genug.)Das brings echt.
Justage und Feinjustage der Optik kannst Du selbst machen - (Netz) - Die meisten Newtons sind dejustiert und verstaubt.
Und werden dann billig "gebraucht" verkauft.

Rat: Das Fernrohr oder Fg (egal wie groß) ist nur ein
Werkzeug, für den Beobachter.
Jedes Astro-Buch, oder Sternkarte, ist ein Stück
Erfahrung, die wertvoll ist - und weiter hilft.

Viel Spass, Wenig Wolken, Beobachter-Freundschaften
usw. wünsche ich.

Gruss aus Lünen (Nähe Dortmund)

von Günter

Meine Geräte:
7 X 50 FG (Übersicht) Freihand zum gucken.
24 X 80 Mono (mit Glasfilter, Sonne) Stativ muß.
120/ 1020 APO (für Details) Stativ u. Monti.

In Aussicht: mittleren Dobson 8-16", für noch mehr Details
und "Lichtschwache Objekte"

Immer öfter, verwende ich ein dunkles Tuch - welches
ich mir beim beobachten über den Kopf lege - um noch
besser "sehen" zu können. (Tipp)

 
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