Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Liebes Astrovolk!
Gestern Nacht so gegen 22:30 Uhr hielt ich es trotz der Umstände, dass meine Ekliptikzone im Garten zwischen Baggern und Erdhügeln versinkt, angesichts der grandiosen Beobachtungschancen nicht mehr aus und schleppte den 16ner Dobson zwischen all den Baugeräten und Zementsäcken irgendwie durch, suchte mir eine Position wo ich einigermaßen zufrieden sein konnte. Im Dunkeln glich der Bagger dem Skelett eines Dinosauriers, die aufgeworfenen Erdhügel drum herum und der tonige-mergelige Geruch, das Rufen und Quäken der Unken vom nahen Bach als auch das fahle Licht des tiefstehenden Halbmondes gab mir ein wahrhaftes Jurrasik-Park-Feeling.
Kein Lüftchen wehte, angenehme, recht kühle 16 Grad, absolut kein Taubeschlag und ja .........ja..wo waren sie denn? Die Mücken???? Auch die plagten oh Wunder nicht..tz, tz....
Ich hielt noch schnell auf Saturn, der sich tief im Südwesten befand und bemerkte, dass sich Vergrösserungen an dem so gar nicht mehr lohnen, unter hundert bot er noch einen scharfen Anblick doch darüber waberte nur alles. Schade, damit wäre Saturn ja für dieses Jahr fast erledigt, wird grad noch was hergeben für das Staunen eines kleinen Buben, den ich Morgen erwarte.
Dem Mond schenkte ich nicht viel Aufmerksamkeit und jagte sofort hoch zu M27, der sich im 32ger Weitwinkel am 16ner Dobson als absolute Wucht ausmachte! Ich war schier erschrocken, so groß und deutlich habe ich den noch nie gesehen, kein Vergleich zum Anblick im 6 Zoll Fraunhofer.
Auch der Wildentenhaufen M11 zeigte sich überwältigend schön, klar und okularausfüllend, mit seinem Zentralstern.
Da der Schütze, dieser Supermarkt der Sternhaufen recht tief und kurz vorm Meridian stand stapfte ich da mal einfach so rein und wurde immens fündig!
Was ich da alles an geschlossenen Sternhaufen fand, kann ich gar nicht sagen: War es M22 oder M28, war es M7 oder M6? Ich war wie im Goldrausch! Und das obwohl er so tief stand und ich wahrhaft akrobatische Verrenkungen veranstalten musste, denn mein Bügelstuhl war zu hoch, der Hocker zu niedrig, im Knien ging auch nicht...oh Schütze, du hast mich getroffen!!!! Also mit Buckel...autsch ist das unangenehm!! Aber der Preis lohnte sich, der schöne aller geschlossenen Sternhaufen muss wohl M22 gewesen sein? Erstaunlich hell und bis ins Zentrum schon im 26ger Okular aufgelöst. Was so ein 16ner Dobson da leistet ist echtes Sternwartenfeeling.
Dann fand ich endlich mal M17, den Schwanennebel unterhalb vom Adler und sah diesen erstmals in einer Größe von der ich sagen kann: mehr als nur ein Wuschel! Und das bei schätzungsweise 5mag gegen Mitternacht. Irgendwie schon so stark an Strukturen wie M42 im Orion, eine helle Freude.
Bei M13 und M57 brach ich mir beinahe das Genick, ohne Leiter ging da gar nichts und fast hätte es mich hingeschlagen...so einen Trumm in Zenithöhe zu steuern kommt Segeln bei Sturmstärke 12 gleich! Aber ich schaffte das! Der Anblick M13´s lohnt sich bei allen Gefahrenlagen! Was tut man (frau auch) nicht alles für seine große Liebe?....a real nightaffair dieses Ding!
Pegasus galoppierte schon im Osten hoch und lies einen schönen Pferdeapfel fallen, den M15! Im 13 Baader Hyp. eine Pracht! Schön aufgelöst, mich wundernd über seinen extrem hellen Kern.
Im Adler bei Gamma Aql ist ein Objekt namens B 142-3 laut Sky-Atlas...ich zielte darauf ab, weil eine dreiteilige Dunkelhöhle versprochen wurde und dieses Objekt im Atlas mit drei Prädikatssternchen ausgestattet ist.....wer kann dazu was sagen? Ich fand da nichts!
Den Schwan lies ich fliegen, es ging auf 02h zu....nur gut dass Ferien sind, solche Nächte zu verpassen hätt ich kaum verschmerzen können. Was für ein Sommer!!
Gruss von Anette
Gestern Nacht so gegen 22:30 Uhr hielt ich es trotz der Umstände, dass meine Ekliptikzone im Garten zwischen Baggern und Erdhügeln versinkt, angesichts der grandiosen Beobachtungschancen nicht mehr aus und schleppte den 16ner Dobson zwischen all den Baugeräten und Zementsäcken irgendwie durch, suchte mir eine Position wo ich einigermaßen zufrieden sein konnte. Im Dunkeln glich der Bagger dem Skelett eines Dinosauriers, die aufgeworfenen Erdhügel drum herum und der tonige-mergelige Geruch, das Rufen und Quäken der Unken vom nahen Bach als auch das fahle Licht des tiefstehenden Halbmondes gab mir ein wahrhaftes Jurrasik-Park-Feeling.
Kein Lüftchen wehte, angenehme, recht kühle 16 Grad, absolut kein Taubeschlag und ja .........ja..wo waren sie denn? Die Mücken???? Auch die plagten oh Wunder nicht..tz, tz....
Ich hielt noch schnell auf Saturn, der sich tief im Südwesten befand und bemerkte, dass sich Vergrösserungen an dem so gar nicht mehr lohnen, unter hundert bot er noch einen scharfen Anblick doch darüber waberte nur alles. Schade, damit wäre Saturn ja für dieses Jahr fast erledigt, wird grad noch was hergeben für das Staunen eines kleinen Buben, den ich Morgen erwarte.
Dem Mond schenkte ich nicht viel Aufmerksamkeit und jagte sofort hoch zu M27, der sich im 32ger Weitwinkel am 16ner Dobson als absolute Wucht ausmachte! Ich war schier erschrocken, so groß und deutlich habe ich den noch nie gesehen, kein Vergleich zum Anblick im 6 Zoll Fraunhofer.
Auch der Wildentenhaufen M11 zeigte sich überwältigend schön, klar und okularausfüllend, mit seinem Zentralstern.
Da der Schütze, dieser Supermarkt der Sternhaufen recht tief und kurz vorm Meridian stand stapfte ich da mal einfach so rein und wurde immens fündig!
Was ich da alles an geschlossenen Sternhaufen fand, kann ich gar nicht sagen: War es M22 oder M28, war es M7 oder M6? Ich war wie im Goldrausch! Und das obwohl er so tief stand und ich wahrhaft akrobatische Verrenkungen veranstalten musste, denn mein Bügelstuhl war zu hoch, der Hocker zu niedrig, im Knien ging auch nicht...oh Schütze, du hast mich getroffen!!!! Also mit Buckel...autsch ist das unangenehm!! Aber der Preis lohnte sich, der schöne aller geschlossenen Sternhaufen muss wohl M22 gewesen sein? Erstaunlich hell und bis ins Zentrum schon im 26ger Okular aufgelöst. Was so ein 16ner Dobson da leistet ist echtes Sternwartenfeeling.
Dann fand ich endlich mal M17, den Schwanennebel unterhalb vom Adler und sah diesen erstmals in einer Größe von der ich sagen kann: mehr als nur ein Wuschel! Und das bei schätzungsweise 5mag gegen Mitternacht. Irgendwie schon so stark an Strukturen wie M42 im Orion, eine helle Freude.
Bei M13 und M57 brach ich mir beinahe das Genick, ohne Leiter ging da gar nichts und fast hätte es mich hingeschlagen...so einen Trumm in Zenithöhe zu steuern kommt Segeln bei Sturmstärke 12 gleich! Aber ich schaffte das! Der Anblick M13´s lohnt sich bei allen Gefahrenlagen! Was tut man (frau auch) nicht alles für seine große Liebe?....a real nightaffair dieses Ding!
Pegasus galoppierte schon im Osten hoch und lies einen schönen Pferdeapfel fallen, den M15! Im 13 Baader Hyp. eine Pracht! Schön aufgelöst, mich wundernd über seinen extrem hellen Kern.
Im Adler bei Gamma Aql ist ein Objekt namens B 142-3 laut Sky-Atlas...ich zielte darauf ab, weil eine dreiteilige Dunkelhöhle versprochen wurde und dieses Objekt im Atlas mit drei Prädikatssternchen ausgestattet ist.....wer kann dazu was sagen? Ich fand da nichts!
Den Schwan lies ich fliegen, es ging auf 02h zu....nur gut dass Ferien sind, solche Nächte zu verpassen hätt ich kaum verschmerzen können. Was für ein Sommer!!
Gruss von Anette