Verständnisfrage StepDown Ausgang 12V oder 13,7V?

Refek

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Hallo Freunde des praktischen Handwerkes!

Als Nicht-Elektriker(-Elektroniker) habe ich da mal eine Verständnisfrage, was die Versorgungsspannung diverser Komponente wie Montierung, Autoguider und dergleichen angeht.
Allgemein werden 12V auf'n Acker verwendet. Nun will ich auf Akkus zurückgreifen, die 20V haben und diese mit StepDown auf die notwendige Spannung reduzieren. Nun haben aber die Akkus die man so verwendet(oder auch Autobatterien) keine 12V sondern eher 13,7V. Die StepDown-Netzteile gibt es auch in 12V oder 13,7V.

Mir stellt sich jetzt die Frage, welchen StepDown ich benutzen sollte. Ich tendiere eher zur den 13,7V Ausgangsspannung.
Dagegen halten muss man aber auch den Umstand, dass, wenn ich den 12V benutze, die Eingangsspannung von 20V schon auf 13V einknicken muss, bis sich etwas an der Ausgangspannung bemerkbar macht.

Irgend welche Ideen oder Meinungen?

Grüße,
Matthias
 
Hallo Matthias
Ich hatte geplant die 13,8 V meines 50Ah LiFePo4 mittels Step Down auf genau 12V herunterzuregeln, da ich dachte die bis zu 13,8V zuviel für die Elektronik meiner Anlage wären.
Mein Bruder, ein Elektrotechniker bei Continental, hat mir dringend geraten, auf den Step Down zu verzichten und die 13,8V des Akkus zu nutzen. Die Elektronik ist definitiv dafür ausgelegt. Schlecht wäre es aber, wenn die Spannung unter das erforderliche minimum von 12V absinken würde, weil dann der Strom zu stark ansteigen würde. .
Soviel kann ich zum Thema beitragen
VG Walter
 
Hallo Matthias,
grundsätzlich hast du mit der höheren Spannung etwas mehr Spielraum in Bezug auf Verluste, die z.B. an unterdimensionierten Leitungen oder schlechten Steckverbindern entstehen. Ich würde aber dazu raten, die jeweiligen Spezifikationen Deiner Geräte auf den zulässigen Spannungsbereich zu prüfen. Eigentlich sollte der immer angegeben sein. Nicht untypisch sind +15%/-10% von der Nennspannung, aber ich würde mich nicht blind darauf verlassen.
Gruß
André
 
Hallo Matthias,

wenn du nun auf genau 12V herunterregelst, hast du kaum mehr Reserve. Denn in deinen Kabel wird je nach Durchmesser und Länge sowie Steckverbindungen auch etwas flöten gehen. Die Chancen stehen dann nicht schlecht, dass dann weniger als 12V ankommt, was beim einen oder anderen Gerät vielleicht schon zum Problem werden kann. Nach oben ist immer etwas Luft bei den Gerätschaften, welche ich bestmöglich ausnutzen würde. Meine Netzteile liefern 14V, von denen dann ca. 13,5V an den Geräten ankommt. Stromversorgungen mit genau 12V oder auch 12,5V, kommen bei erst gar nichts ins Haus.

Nebenbei bemerkt, laufen viele Geräte mit mehr Spannung. EQ8-R, AZ-EQ6, EQM35... gehen laut Datenblatt bis 16V, die ASI Kameras bis 15V, eigentlich auch die ASIAIR, aber die schaltet ab 14V nicht mehr ein. Bei meiner Rainbow Astro RST-135 wird sogar 15V empfohlen, für einen optimalen Lauf. Das soll jetzt nicht heißen, dass es gut ist, dass die Gerätschaften spannungstechnisch am oberen Limit zu betreiben sind. Aber etwas mehr Spannung schadet jedenfalls mal nicht, und bietet zudem je nach Leitung auch Sicherheit. :y: Aber wie von André erwähnt, kann es sicher nicht schaden, die Spezifikationen deiner Geräte vorher zu prüfen, um sicher zu sein.
 
Hi,

ich habe in meiner Akkubox extra einen Spannungsstabilisator eingebaut, der auf 13,8V regelt, egal was vom Akku kommt.
Hatte noch kein Gerät, dass damit nicht wollte, sogar ein Mele Quieter als auch zwei N100 Mini-PC liefen ohne Probleme.
Gemessen habe ich es noch nicht, aber ich vermute, dass so um die 13,2 bis 13,5V am ende der Leitung ankommen.
 
Hallo

Oft sind aber in den Geräten Kondensatoren die nur 16V vertragen, denen macvt man mit 13.8V Stress, gehe. Die dann kaputt geht meist die Geräteinterne Dpannungsregelung kaputt und alles was dahinter hängt.

Ich habe Jahrelang ein 200W CarPC Netzteil verwendet, das gibt sauber 12V und 5V und sogar noch 3.3V und das bei Eingangsspannung von 6-36V.
Richtige Kaberquerschnite sind dabei schon wichtig und auch gute Steckverbinder, Zigarettenanzünderstecker mit ei gebauter Sicherung gingen nicht, schmelzen weg.
Ein anständiger Lifepo kommt mit USB PD und Anderson Steckern und genug integrierten Schutzschaltungen daher.

Gruß Frank
 
Bei meinem LiFePo4 sind 13,8V die Leerlaufspannung direkt nach dem Ladevorgang. Sobald ich den ersten Verbraucher an den Akku anschließe, geht die Spannung auf 13,2V zurück. Die hält der Akku dann auch über die Nacht.

VG Walter
 
Die 13,8 V kommen aus dem KFZ bzw. mobilen Bereich. Da ist das dann die Spannung die die Lichtmaschine liefert
und damit wird dann auch der Autoakku geladen. Der Autoakku hat eine Nennspannung von 12V.
Soll bedeuten die Geräte benötigen mindestens 12V vertragen aber auch etwas mehr.
Ich würde die Spannung am Step-Down auf 12,5V einstellen und an den Geräteeingangsbuchsen nachmessen,
ob da noch mindestens 12V ankommen wenn alle Verbraucher laufen.
LG Jens
 
Hallo Leute!

Erstmal danke für die zahlreichen Rückmeldungen, sehr hilfreich.

ich habe in meiner Akkubox extra einen Spannungsstabilisator eingebaut, der auf 13,8V regelt, egal was vom Akku kommt.
Genau diesen habe ich auch in Auge, nur eben mit 20A Ausgangsleistung. Reserven sind wichtig finde ich.

An sich habe ich mein Geraffel schon immer mit Akkus von 13,8V betrieben und hatte da nie Probleme mit. Ich war halt ein wenig unsicher. Aber wenn ihr meine Überlegungen bestätigt, dann wird es ein Wandler mit 13,8V / 20A am Ausgang. Mit Sicherungen versteht sich.

Grüße,
Matthias

PS: Ich werde berichten wenn das Teil fertig ist...
 
Hallo Matthias,
damit liegst Du genau richtig.
Mit knapp 14 V kompensierst Du bereits am Anfang unvermeidliche Spannungsfälle in Leitungen und Spannungsfälle an Steckverbindungen.

Im Übrigen: Montierungen von SkyWatcher z.B. fühlen sich bei Eingangsspannung um 14 V erst richtig wohl….

Ich verwende ausschließlich Netzteile mit einstellbarer Ausgangsspannung, um knapp 14 V auf den Weg zu bringen,
Und auch in meiner Feldstromversorgung mit 18V Werkzeugakkus habe ich einstellbare Step-Down-Konverter eingesetzt, um mit der höheren Spannung zu arbeiten.

Gebe ich exakt 12 V auf den Weg, arbeiten die Komponenten unweigerlich in Unterspannung.
Das wirkt sich bei der Kühlung von Kameras negativ aus, und vor allem die Motorcontroller der Montierungen leiden darunter.
Meist sind die Motoren über die Leistung gesteuert, und das bedeutet bei geringeren Spannungen deutlich höhere Stromstärken.

Viel Spaß und viel Erfolg!

CS

Dietmar
 
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