Verwackeln des Fernglases

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laimbaim

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Hallo Leute

Ich hab heute zum ersten mal den Mars mit Fernglas beobachtet
und hatte große Probleme meinen Feldstecher ruhig zu halten.
Dadurch war es echt schwer ein gutes Bild vom Mars zu bekommen.
Beim Mond hat es besser geklappt (wen wunderts! :-)).
Vielleicht habt ihr eine Idee wie es besser klappt.
Bin am überlegen ob ich mir ein provisorisches Stativ bau.

Bis dann Michael
 
Hallo Michael,
was hast Du denn für ein Glas, hat es einen Stativanschluss?
Oft hilft es schon, sich irgendwo anzulehnen, abzustützen oder das Glas aufzulegen.

Übrigens: am Mars siehst Du nix außer einem hellen Punkt mit einem Fernglas.
 
Hallo Michael,

ich habe schon Sternfreunde gesehen, die mit dem Fernglas einen handelsüblichen Besen mit langem Stiel dabei hatten. Den Besen nach unten ;) und dann das Fernglas auf dem Stiel aufsetzen. Ich habe es auch probiert und es funtioniert gar nicht mal so schlecht. Ganz klasse und entspannt beobachtet es sich auch im liegen aus dem Liegestuhl oder im Sommer auf einer Isomatte. Die Oberarme abgestützt wackelt es auch deutlich weniger.
Freihändig werden die Arme eben schnell lahm und man beginnt zu wackeln. Wobei Mars allerdings nicht gerade DAS Fernglasobjekt ist. Mehr als eine kleine orange Scheibe sieht man mit einem normalen Fernglas da wohl nicht.

Gruß und klaren Himmel
Andreas
 
Der große Vorteil des Fernglases besteht darin, das man es eben ohne weitere Hilfsmittel benutzen kann, sozusagen "schnell mal". Man muss lernen, ein Glas ruhig zu halten, das ist bei Steilblick schwieriger. Mit etwas Übung bekommt man dies aber bis 10-fache Vergrößerung hin.

Ich sehe zwei Aspekte: Die Haltung des Glases und die Stabilisierung des eigenen Körpers.

Zm Glas: Viele halten das Glas weit hinten, damit neigt es zum Verkippen. Ich rate dazu, das Glas vorn anzufassen. Dann kann man nicht mehr ohne den Griff zu wechseln scharfstellen, aber das macht ja bei uns nichts. Außerdem das Glas gegen die Stirn drücken (mit dem okularseitigen Teil der Kickbrücke. Die Arme nicht abspreizen, sondern am Körper haletn. So halte ich das Glas bezüglich des Körpers am ruhigsten.

Jetzt wackelt der Kopf noch (nicht nur bei alten Leuten ;-) Also: Anlehnen. Bei Steilblick ist das nicht so einfach. Wenn das Auto dasteht, ist dies gut geeignet: Sehr schräg hinstellen und den Kopf aufs Audtodach legen. Bäume gehen auch, sind aber unbequemer. Man kann auch den Kopf von einem Mitbeobachter stützen lassen.

Wenn es zenitnah ist, lohnt sich das Auf-den Boden-legen. Das ist vielleicht der ruhigste Blick, denn wir durch das Glas bekommen.
 
Hallo Michael!

Ich habe mir vor einem jahr in einen foto geschäft so art "stativ" gekauft was wie ein menschlicher arm ist der sogenannte "MANFROTTO Magic Arm"

Du kannst diesen "Magic Arm" auf jede campingliege, campinsessel, park bank mit dern sogennanten "super clamp" montiereen und wunderbar liegend/sitzend beobachten OHNE dass dir mit der zeit die hand hinunter fällt oder du genick schmerzen bekommst und in ALLE richtungen du diesen arm ausrichten und mit dem schwarzen hebel klemmen kannst, und nichts bewegt sich.

Ich kann den Magic Arm nur wärmstens empfehlen!!

<img src="http://images.marketplaceadvisor.channeladvisor.com/hi/48/47901/manfrotto-143e.jpg">
<img src="http://images.marketplaceadvisor.channeladvisor.com/hi/48/47901/manfrotto-143c.jpg">
<img src="http://www.webbcam.net/uploaded_images/magic-arm-742856.jpg">

Freundliche grüße, Marius
 
Hallo Michael,
wenn es ohne Stativ sein soll, kann ich mich Uwe nur anschließen. Es ist ein positiver Effekt, das Glas so weit wie möglich vorn anzufassen. Längere Hebel verringern den Winkel des Zitterns. In seinem Buch "Himmelsbeobachtungen mit dem Feldstecher" schreibt Rudolf Brandt, dass auf die Objektivseite aufgesteckte Pappröhren von ca. 12 cm Länge das Handzittern noch wirkungsvoller unterdrücken.
Übrigens Uwe - ich hatte bei einem Vertreter der Fa. Steiner angefragt, warum den der Fokussiertrieb nicht auch am vorderen Ende des Fernglases platziert werden kann. Denn das Umfassen zum Scharfstellen bei Tagbeobachtungen ist ziemlich nervig. Er konnte mir keine Antwort geben. Durch die - meiner Meinung nach - ungünstige Lage des Fokussiertriebs werden die meisten Leute animiert, das Fernglas so kurz zu halten, was das Zittern verstärkt.

Gruß Hans-Jürgen
 
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