Verwehter Eskimo

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klawipo

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Grüezi miteinander,

in der Nacht zum 2. Weihnachtstag klarte es wie von Clear Outside prognostiziert auf. Ich hatte mir einen neuen Standort bei Mechernich ausgeguckt, den ich auch problemlos fand und der einen unaufgehellten Südhimmel bot. Dort angekommen machte sich der enorme Wind bemerkbar. Ich wollte aber nicht abbrechen und baute den 12 Zoll Gitterrohr Dobson ohne Streulichtsocke auf. Der erste Blick um ca. 1:30 Uhr galt dem Orionnebel. Er zeigte sich weitläufig, aber bei 100fach nicht ganz so detailreich wie ich ihn schon gesehen habe. Das Teleskop vibrierte durch die Böen immer wieder, was der Detailerkennung nicht förderlich war. Der Flammennebel war erkennbar, aber nur ein dunkles Rechteck in hellerer Umgebung. Leider zeigte mein ansonsten gutes 9mm Goldkante innere Reflexionen durch den nahe gelegenen Alnitak, so dass ich hier nicht sinnvoll höher vergrößern konnte. Ich schaute mir noch M35 und den nahe gelegene NGC-Sternhaufen an, der sich bei 170x teilweise auflösen ließ. Im Grenzgebiet von Luchs, Krebs und kleinem Löwen suchte ich die Galaxie NGC 2683 auf. Bei indirektem Blick sah die Welteninsel in Kantenlage sehr weitläufig aus. Das Zentrum sah bei genauem Kneistern geteilt aus. Die vorhandene Dunkelwolke konnte ich aber nicht bestätigen. Hier wäre höhere Vergrößerung sinnvoll anwendbar gewesen, aber der sich zum Sturm auswachsende Wind hielt mich ab. Als ich den Eskimonebel im Übersichtsokular hatte, schob mir der Wind das Gerät entgegen, der kleine Streulicht Schutz gegenüber dem OAZ reichte als Angriffsfläche. Wieder eingestellt, zeigte der Planetary eine runde Scheibe eingerahmt von einem helleren Rauchring, dazwischen ein leicht dunklerer Bereich. Bei der Magnifikation aber waren meine Augen schon am Limit.

Ich betrachtete mich als vom Wettergott rausgeschmissen und packte schnell ein.

CU
Klaus

 
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