verwirrung bei kollimation | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

verwirrung bei kollimation

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MatteoMonico

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Moin,
ich bin dabei meinen F4 Skywatcher Newton zu kollimieren (mache das so richtig zum ersten mal). Dabei konnte ich den Fangspiegel meiner Meinung nach sehr gut den konzenrischen Ringen des Justierokulars ausrichten ( siehe bild). Eigentlich dachte ich dass der Fangspiegel somit endgültig ausgerichtet sein müsste, jedoch sieht man dass der Laserpointer weit weg vom Mittelpunkt ist. Warum ist das so? Ich hatte erwartet das der laserpointer fast zentral liegen müsste...Liegt es nur ganz einfach daran dass der Hauptspiegel völlig falsch liegt oder muss ich am Fangspiegel noch was verbesseren???
 

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Reverend_Coyote

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Hallo,

schau mal hier:


Bei f/4 sieht man das schon.

Gruß, Gerd
 

MatteoMonico

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Hallo,

schau mal hier:


Bei f/4 sieht man das schon.

Gruß, Gerd

Danke für den Link. Theoretisch verstehen tue ich das, aber ich bin trotzdem nicht ganz sicher wie ich weitermachen soll. Also,...ist es grundsätzlich richtig dass ich den Fangspiegel genau über die Ringe justiert habe? Wenn dass der fall ist, soll ich jetzt ganz normal den Laserpointer an Hauptspiegel zentrieren? Falls ja vermute ich dass der Fangspiegel nicht mehr genau mit den Konzentrischen Ringen übereinstimmt....ist DAS dann der Offset?

CS, Matteo
 

Martin_B

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Also es gibt ja einen Offset axial und einen radial.
Der axiale ist sehr gut eingestellt, wie es auf deinem Bild aussieht.
Den radialen kann man so nicht sehen.

Die Tatsache, dass der Laserpunkt nicht auf die Mitte des HS trifft ist aus meiner Sicht der, dass man rein mit einem Justierokular nicht so genau justieren kann.
Mach das mal iterativ.
Als nächstes den FS so justieren, dass der Laser die Mitte des HS trifft.
Dann erneut kontrollieren mit dem Justierokular, usw.

Gruß Martin
 

MatteoMonico

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jo habs zumindest so justiert dass der laser wieder mittig ist und auch die Reflexionen der Spiegel Markierung einigermaßen stimmt. Nur stimmt der FS nicht mehr exakt mit den Ringen überrein... soll das so sein wegen offet oder nicht ? Dies kann ich weiterhin trotz den links nicht beantworten
 

MatteoMonico

Aktives Mitglied
Also es gibt ja einen Offset axial und einen radial.
Der axiale ist sehr gut eingestellt, wie es auf deinem Bild aussieht.
Den radialen kann man so nicht sehen.

Die Tatsache, dass der Laserpunkt nicht auf die Mitte des HS trifft ist aus meiner Sicht der, dass man rein mit einem Justierokular nicht so genau justieren kann.
Mach das mal iterativ.
Als nächstes den FS so justieren, dass der Laser die Mitte des HS trifft.
Dann erneut kontrollieren mit dem Justierokular, usw.

Gruß Martin
mir ist beim überlegen aufgefallen dass der radiale offset doch von skywatcher eingestellt ist... ich hab ja da kein einfluss drauf. Da der axiale offset stimmt, kann ich nur noch die verkippung, also mit den 3 justierschrauben weitermachen, bzw. auch noch die rotation verändern. Aber da wie gesagt der Fs genau mit den Kreisen überreinstimt muss das doch heissen dass verkippung und roation stimmen muss. Aber dabei müsste der laser jetzt doch auch fast zentriert sein.
 

Martin_B

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Offset hat auch nur Einfluss auf die Ausleuchtung, nicht auf die Abbildung an sich.
Wenn du noch eine Feinjustage machst am Stern wie oben schon von Mario gesagt, sollte es passen.
 

UwePilz

Aktives Mitglied
Das Concenter-Okular kann man nicht zur 100%igen AUsrichtung des Fangspiegels nutzen, jedenfalls nicht in jedem denkbaren Fall. Es funktioniert nur leidlich, wenn der Spiegel exakt zentrsich geklebt ist (nicht seitlich versetzt) und auch einen exakten 45-Grad-Winkel hat.
Das Concenter dient dazu, die Ausleuchtung einzustellen, als bessere Variante der alten Filmdosenmethode. Der axiale Teil des Offsets wird damit automatisch eingestellt. Der Offset "weg vom Okularauszug" ist entweder vom Hersteller vorgesehen oder nicht. Keine grauen Haare darüber wachsen lassen.

Viel wichtiger als diese Ausleuchtung und der damit verbundene Offset sind die optischen Achsen. Der Laser zeigt diese an, die Justage am Stern auch. Das ist es, wonach man sich letztlich richten muss. Wenn die Ausleuchtung nicht 100%ig ist, dann wirde ein Bildrand etwas dunker, das wird durch das Faltfield kompensiert, merkt man gar nicht. Visuelle sieht man das ohnehin nicht. Wenn die optische Achse nicht stimmt, dann hatt man kleine Kometen statt Sternen. Das sieht man wohl.
 

klawipo

Aktives Mitglied
Doofe Frage: kann man das radiale Offset nicht (in gewissen Grenzen) mit Hilfe der Schrauben an den Streben einstellen?

VG Klaus
 

Martin_B

Aktives Mitglied
Ja, aber dann fluchten die Spinnenarme nicht mehr.
Und nur, wenn die Spinne längs der Achse vom OAZ läuft.
Ist manchmal auch 45° montiert.
 

klawipo

Aktives Mitglied
Was versteht man in diesem Zusammenhang unter Fluchten? Und kann ich bei vier Streben und 45 Grad Versatz nicht einfach die beiden vorderen lose und die hinteren stramm drehen zum Bleistift?

VG Klaus
 

UwePilz

Aktives Mitglied
> kann man das radiale Offset nicht (in gewissen Grenzen) mit Hilfe der Schrauben an den Streben einstellen?

Nein. Die Schrauben bewirken, dass der FS um die zentrale Schraube taumelt. Sinnvoll einstellen kann man damit nur den Kippwinkel.
 

MatteoMonico

Aktives Mitglied
Hi,

hier noch eine Concenter Anleitung:

Gruß, Gerd

danke für den link, ich verstehe es wiederum so, das wenn der FS tatsächlich perfekt zu dem cocenter ausgerichtet ist , der FS dann auch komplett richtig justiert ist. Da wiederum verstehe ich nicht warum der Laser weit weg vom HS mittelpunkt ist, wenn ich den Laser da dann zentriere, ist der FS dann wiederum Nicht perfekt zu dem Concenter ausgerichtet...........was denn nun? Entweder ist der Laser im HS zentriert, oder der FS zu dem Concenter, beides gleichzeitig aber nicht, was aber der fall sein sollte oder?


Das Concenter-Okular kann man nicht zur 100%igen AUsrichtung des Fangspiegels nutzen, jedenfalls nicht in jedem denkbaren Fall. Es funktioniert nur leidlich, wenn der Spiegel exakt zentrsich geklebt ist (nicht seitlich versetzt) und auch einen exakten 45-Grad-Winkel hat.
Das Concenter dient dazu, die Ausleuchtung einzustellen, als bessere Variante der alten Filmdosenmethode. Der axiale Teil des Offsets wird damit automatisch eingestellt. Der Offset "weg vom Okularauszug" ist entweder vom Hersteller vorgesehen oder nicht. Keine grauen Haare darüber wachsen lassen.

Viel wichtiger als diese Ausleuchtung und der damit verbundene Offset sind die optischen Achsen. Der Laser zeigt diese an, die Justage am Stern auch. Das ist es, wonach man sich letztlich richten muss. Wenn die Ausleuchtung nicht 100%ig ist, dann wirde ein Bildrand etwas dunker, das wird durch das Faltfield kompensiert, merkt man gar nicht. Visuelle sieht man das ohnehin nicht. Wenn die optische Achse nicht stimmt, dann hatt man kleine Kometen statt Sternen. Das sieht man wohl.

laut dem obigen link schon
 
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