viele Ojekte und First Light 2017

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Starjumper

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Hallo

da ich hier in dem Forum sehr selten mich zu Wort melde und ich noch nie ein Bericht geschrieben habe, werde ich das dieses Jahr mal machen :/. Für einige sind es Natürlich keine so besonderen Objekte mehr, für mich schon da ich sehr selten zum beobachten komme, das letzte mal war bei mir Mai 2016 ;(.
Beobachtet habe ich am 27. Febr. gegen 22 uhr mit einem 8" Dobson und einem 15x70 TS Fernglas auf wackliger Cullman Montierung. Wetterlage leicht dunstig/diesig, nicht vollkommen klar.

Hier die sichtbaren Objekte:
M82 und M81 waren sehr gut zu sehen, auch das zentrum war deutlich sichtbar, bei beiden vernahme ich leichte Strukturen, könnte aber auch optische Täuschung gewesen sein.
NGC3077 war ebenfalls als Nachbar leicht sichtbar als wenn aber auch sehr schwach, aber immerhin.
M108 und auch NGC2403 bildeten sich auch vom Hintergrund sichtbar ab, leider aber auch nur als helle Flecke.
dann ging es weiter zu M97 den man schon richtig suchen musste, war nur als matschiger leicht heller Fleck sichtbar. Ich hatte den schon mal besser gesehen, aber ich denke hier war das leicht diesige Wetter schuld.
Dann bin ich zum Fuhrmann rübergeschwenkt, hier war M37, M36, M38 und teilweise einige schwache andere objekte aus dem Haufen schön anzusehen.
Jetzt habe den dobsen in pause geschickt und habe mir M42 und die Plejaden und Hejaden durch mein 15x70 TS Fernglas angeschaut, ich muss sagen was für ein schöner Anblick durch das Fernglas, wenn das blöde gewackle und gezittere nicht ware, ware es noch viel mehr Genuss.
Dann wieder mit dem Dobson bei den Zwillingen M35, NGC2158 und 2129 angeschaut, Sternhaufen sind immer wieder schön anzusehen, ich kann mich immer gar nicht sattsehen dranne.
Und dann endlich habe ich ihn gesehen NGC2392, ich habe ihn schon letztes jahr gesucht und mit Verzweifelung nicht gefunden, aber jetzt hatte ich ihn. Man muss schon eine höhere Vergrößerung haben, genau hinschauen und das Wetter muss mitspielen, sonst ist er leicht zu übersehen. Auch hier konnte ich ganz deutlich das helle Zentrum sehen.
Da mir dann nach fast drei Stunden die Füße abfroren war erstmal Schluss, aber alles in allem doch ein erfolgreicher Beobachtungsabend.

VG
Tilo

 
Hallo Tilo,

das klingt doch nach einer sehr gelungenen Nacht für Dich. Die drei Stunden hast Du gut gefüllt mit sehenswerten Objekten. Sternhaufen haben es auch mir angetan und M 35 zusammen mit NGC 2158 ist aus meiner Sicht eines der schönsten Sternhaufenpaare.

Zu NGC 2392, dem Eskimonebel. "Endlich gesehen ..." schreibst Du, da musste ich schmunzeln. In meiner Vita gibt es auch einige Objekte, die sich mir zunächst nicht offenbaren wollten und dann bei späteren Versuchen irgendwann ganz einfach wurden. Ich empfehle Dir, den PN immer und immer wieder zu beobachten, denn er ist eigentlich mit 4" und kleiner Vergrößerung schon leicht flächig sichtbar und leicht identifizierbar.
Zur Beruhigung für Dich hier mal meine Beobachtungsbeschreibung mit 8":
Bei 40-fach ist der PN auffällig und zeigt eine zarte Färbung, zur Mitte wird er heller. Bei 130-fach bleibt er leicht diffus ohne Strukturen.
Und eine mit 12,5" und richtig guten Bedingungen, also auch das Seeing hat bei mir gestimmt:
Bei 70-fach leuchtet der Nebel leicht grün und der Zentralstern sticht hervor. Bei 160-fach und etwas Geduld werden blickweise zwei unterschiedlich helle klar getrennte Hüllen sichtbar. Die innere Hülle wirkt leicht heller. Der Zentralstern ist sehr auffällig. Bei 240-fach wirkt der PN nicht mehr rund, sondern ganz leicht elongiert. Bei 360-fach sind zarte Strukturen in der inneren Hülle zu erkennen, wunderbar.

Beim Fernglas mit 15-facher Vergrößerung kann ich nur in die Kerbe hauen, die andere sicher schon bei Dir geschlagen haben. Ein Stativ wirkt wahre Wunder ;-). Ich hab nur 10x50 FG und selbst da beobachte ich nur mit Stativ. Es gehen einfach zu viele Details verloren bei dem Gewackel sonst.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Deine nächste Beobachtungsnacht sich diesmal schneller ergibt :)

Rene

PS: Achso ... Poppendorf bei Rostock? Sag mal, ihr habt doch da die ar...dunkelsten Ecken von Deutschland? Zumindest die Flachlandregionen betreffend. Wie gut ist denn Dein Himmel an Deinem Beobachtungsplatz?
 
Hallo Rene,

ich denke mal das ich den Eskimonebel nicht gesehen habe, lag wohl mit daran das ich mir etwas anderes vorgestellt habe und ihm beim suchen wahrscheinlich mit unter als unscharf gestellten Stern angesehen habe, denn so erschien er mir am Anfang im 32er Okular. Zusätzlich kommt es bei uns oft vor das das Wetter zwar gut ist, aber immer noch so ein leichter Dunst herrscht, der die Sicht etwas einschränkt. Aber jetzt weiß ich ja worauf ich schaue und kann mich das nächste mal darauf konzentrieren. Ja man merkt bei meinem Cullmann Stativ, das das eben keine so gute Qualität ist, auch wenn es 2,5 Kg tragen soll. Bei meinem Nikon 8x42 geht es gerade so noch.
Von meinem Garten aus ist es schon recht Dunkel, wenn die Nachbaren nicht gerade Festbeleuchtung und Flutlicht anhaben. Milchstrasse ist schon erkennbar, allerdings haben wir ein leichtes Hintergrundleuchten durch unser Düngemittelwerk. Leider habe ich durch die umliegenden Häuser nur beschränkten Himmelsausschnitt, wahrscheinlich werde ich mal doch zu einem noch dunklerem Ort rausfahren müssen. Aber es ist allemal besser als Balkonastronomie aus einem Stadteil, wo man gegenüber noch einen beleuchteten Hafen hat. Das was hier eben richtig störend ist, ist eben oft mal das Wetter.

VG
Tilo

 
Hallo Tilo,

ja, Transparenz und Seeing. Daran scheitern oft Detailbeobachtungen mit hohen Vergrößerungen bei uns Flachländern.
Den Eskimonebel habe ich eben auch nur einmal mit 12,5" so gut gesehen, weil in der Nacht das Seeing gestimmt hat. Sonst, und das unterschreibe ich Dir gerne, ist selbst beim Eskimo-Nebel mitunter nicht mehr als eine matschige Scheibe erkennbar.

Viele Grüße

Rene
 
Hallo Rene,

ja Transparenz, Seeing und die ganze Handhabe macht viel aus, das habe ich dies mal beim M97 ganz deutlich zu spüren bekommen. Wie ich schon oben geschrieben habe, habe ich diesen schon anders beobachten dürfen, als nur matschiger kaum heller sichtbarer Fleck. Dafür wiederum, waren einige Galaxien doch relativ gut sichtbar. Dazu kommt eben noch das ich viel zu selten beobachte und man schnell wieder aus der Übung ist.
Ich war gerade mal eben auf eurer Hompage, sehr schön gemacht, gefällt mir, die Zeichnungen sehen wirlich super aus. Da werde ich mal wenn ich Zeit habe mal ein wenig rumstöbern.

VG
Tilo
 
Hi Tilo,

über den Eskimonebel bin ich mit 4 und 6 Zöllern auch schon mehrmals vergeblich drübergefahren, erst im 10 und 16" Dobson, durch letzteren viel besser, konnte ich erstmals akzeptieren, dass hier ein gutes Objekt zum beobachten gemeint ist. Mit kleinen Teleskopen muss man ein erfahrender Beobachter sein, um ihn von den umliegenden Sternen unterscheiden zu können, das kann auch schon ein Erfolgserlebnis sein, aber Genuss? Rene beschreibt das sehr schön, aber über 300 fache Vergrösserung in meinem Lichtmeer schaffe ich nicht mehr sinnvoll, schade, ich muss den mal fotografieren, damit ich den so sehe wie andere unter besseren Bedinungen.

Gruss von Anette
 
Zitat von Anette_Aslan:
...über den Eskimonebel bin ich mit 4 und 6 Zöllern auch schon mehrmals vergeblich drübergefahren, erst im 10 und 16" Dobson, durch letzteren viel besser, konnte ich erstmals akzeptieren, dass hier ein gutes Objekt zum beobachten gemeint ist. Mit kleinen Teleskopen muss man ein erfahrender Beobachter sein...
...oder man hat eine gute Aufsuchkarte ;-). Aber ja, Du hast Recht Anette, Erfahrung spielt hier und da auch eine gewichtige Rolle. Obwohl ich den Eskimonebel nicht zu den Objekten zählen würde, die eine Aufsuchkarte benötigen. Der PN liegt ja wirklich schön unmittelbar südlich eines helleren Sterns bzw. nur ein halbes Grad südlich eines prägnanten Sternbogens (Leiter 16).
Aber das war es ja im Grunde nicht, was Tilo meinte.

Tilo, für die Zeichnungen ist Mathias verantwortlich. Er zaubert mit 10" manchmal echt Zeichnungen, die sich mir mit 12,5" nicht erschließen. Aber meist sind diese Objektskizzen dann auch bei besten Bedingungen entstanden, also nicht immer zwingend das, was wir beide zu sehen bekommen, wenn wir mit unseren Teleskopen drauf halten ;-)

Viele Grüße

Rene
 
Hallo,

Scheint doch kein so einfaches Objekt für jemanden der etwas unerfahren ist, zu sein, der kleine. Ich war letztes Jahr ein wenig am verzweifeln. Ich benutze als Finder Tellrad und Deepsky Atlas,funktioniert eigentlich ganz gut, ich habe ihn bestimmt da übersehen, weil ich ihn als vermatschten Stern gesehen habe. Na Übung macht den Meister.

VG
Tilo

 
Hallo Tilo,

ich könnte Dir Geschichten erzählen. Hier nur eine ... Bei NGC 6210 (Turtle Nebula, PN im Herkules) haben wir mit einem Freund schon mal eine halbe Nacht verbracht mit der Suche, bis wir irgendwann festgestellt haben, dass wir den Burschen schon längst gesichtet hatten, aber nur hätten höher vergrößern sollen.
Bei PN´s sind mir im Grunde die meisten Such-Missgeschicke passiert. Aber die Erfahrungen möchte ich nicht missen, denn auch solche Erfahrungen bringen einen gut weiter.

Falls Du neben Sternhaufen auch PN´s mögen solltest, da kann ich Dir noch zwei empfehlen, bei denen man bei Filternutzung einen schönen Aha-Effekt hat. Ich hoffe, Du hast Filter. UHC wäre das Minimum, ein OIII-Filter noch besser.
Also zum einen der relativ gut bekannte NGC 1514 (Christal Ball, gut 5° südlich vom Kaliforniennebel NGC 1499). Der Zentralstern ist so hell, an dem kann man nicht vorbei sehen.
Und dann noch der weniger beachtete aber richtig tolle NGC 246 (Skull Nebula im Walfisch). Ich hoffe, Du hast freie Sicht nach Süden. Der PN ist richtig groß mit 4', zeigt sich allerdings wirklich erst bei Filternutzung. Aber dann mit voller Wucht und wunderschön.
Der Deep Sky Atlas ist eine gute Hilfe. Solltest Du damit nicht weiterkommen, wir haben für viele PN einen Guide mit Aufsuchkarten incl. DSS-Bildern erstellt (hier - zweiter Download-Link). Vor allem die DSS-Ausschnitte sind am Ende goldwert bei der Suche.

Viele Grüße
Rene
 
Hallo Rene,

ich habe beide Filter UHC und OIII von Astronomik in der 2" Ausführung. An meinem letzten Beobachtungsabend hätte ich die mal Okularaufnahme reinschrauben können, aber meine Finger waren mir schon so steif gefroren, das ich keine Lust mehr hatte mir die Handschuhe auszuziehen.

Danke für die Tips mit den obengenannten Objekten, die Aufsuchkarten habe ich ebenfalls schon gesichtet. Ich werde mal alles in Ruhe durchstöbern.
Eine halbe Nacht lang nach ein Objekt suchen, ich hätte schon aufgegeben.

VG
Tilo

 
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