Benny
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
gestern Abend war ich mal wieder auf dem Feld - Hier mein kleiner Bericht (wie immer auch auf meiner HP zu finden im Bereich >>Berichte<<)
16.10.
20:00-22:30
Feld bei Laufenselden im Taunusstein
klare Sicht - fst 5,5mag im Herkules
Geräte: TS 8x56 FG + TS 90/500 FH
Nachdem ich gestern leider nicht aufs Feld kam, wollte ich das Heute bei der klaren Sicht nachholen. Gegen 20:00 Uhr kam ich am Beobachtungsplatz an, wie schon so oft verschlug mir der Anblick des tollen Himmels die Sprache. Das helle, strukturierte Band der Milchstrasse erstreckte sich fast von Horizont zu Horizont, nur im Westen war die Horizontaufhellung doch merklich.
Leider blieb ich an diesem Abend alleine, nachdem sich dort am Vorabend immerhin sechs Sternenfreunde eingefunden hatten. Primär wollte ich heute die Objekte von meiner letzten Terrassenbeobachtung unter dunklem Himmel vergleichen. Mit dem Karkoschka und meinem TS 8x56 Fernglas in der Hand versuchte ich immer, das Objekt erst im Feldstecher zu finden. Zuerst machte ich aber eine Grenzgrößenbestimmung. Da ich nur Detailkarten für Urs Major und Herkules zur Hand hatte bestimmte ich die GG im Herkules, auch wenn der schon recht tief stand (fst 5,5mag).
Der Übersichtlichkeit wegen habe ich heute alle Objekte nach Sternbild geordnet...
HER
M13 - Bei 20x war der KH schön hell und zum Zentrum hin konzentriert zu sehen. Im TS Zoom ging ich Stück für Stück mit der Vergrößerung rauf bis ca. 70x. Dort sah ich nach einiger zeit auch am Rand einige Einzelsterne aufblitzen, da bin ich mir sicher, dass ich mit einem höherwertige Okular noch mehr mit der Optik rausholen könnte.
M92 - Diesen KH habe ich heute zum ersten Mal angepeilt und auch schnell gefunden. Er zeigte sich nicht minder schön als M13 und auch hier blitzen vereinzelt Randsterne auf.
AND
M31 - M32 - M110 Die Andromeda Galaxie füllte praktisch das ganze Gesichtsfeld im 25mm SP aus und ich sah außer dem hellen Kern auch noch diverse Abstufungen dunklerer Bereiche, Bänder im wahrsten Sinne des Wortes konnte ich nicht erkennen. Heute konnte ich auch die beiden Begleitgalaxien M32 und M110 sicher identifizieren.
NGC 752 - Diesen OH sah ich heute auch zum ersten Mal, dank dem Karkoschka war das Auffinden auch kein Thema. Der Haufen zeigte sich sehr schön mit schwachen aber klar zu sehenden Sternen, er erinnert mich ein wenig an eine kleine schwache Ausgabe der Praesepe
LYR
M57 - Auch den Ringnebel peilte ich heute wieder an, er war schön in der Übersicht wie immer als nebulöses Sternchen zu sehen, aber schon viel sicherer als bei schlechterem Himmel. Das TS-Zoom vergrößerte bis auf ca. 70x und bei dieser Vergrößerung konnte ich schön die Rauchringform erkennen. Bei indirektem Sehen schien das Scheibchen sogar noch etwas anzuwachsen.
CYG
Im Schwan verbrachte ich an diesem Abend viel Zeit mit dem Finden und Beobachten des Cirrusnebels, leider abermals ohne wirklichen Erfolg. Ich war ganz sicher an der richtigen Stelle, denn 51Cyg ist ja eigentlich nicht zu übersehen und ich sah auch die vielfach beschriebene unterschiedlich dichte Sternverteilung vor und hinter dem Ostteil des Nebels, einmal glaubte ich ganz schwach einen dünnen Schleier wahrzunehmen, aber dort standen auch lange Ketten aus sehr schwachen Sternen, die mir das vielleicht vorgaukelten.
M29 - Der offene Sternhaufen, den ich schon gestern von der Terrasse aus beobachtet hatte zeigte sich nicht wirklich auffälliger auf dem Feld. Der OH hat eine kastenartige Form bestehend aus einer Handvoll Sterne.
TRI
M33 - Die Dreiecksgalaxie sah ich heute das erste Mal überhaupt, geschweige denn durch mein eigenes Teleskop. Schon im 8x56 Fernglas sah ich einen schwachen strukturlosen Nebelfleck. Dies änderte sich kaum im Teleskop, die GX war sicher zu sehen und hat eine recht große Ausdehnung, aber einen konzentrierter Kern und eine klare Form konnte ich nicht erkennen, ich war trotzdem überrascht, wie leicht die GX aufzufinden war.
CAS
M103 - NGC 663 - Diese beiden OH in Cassiopeia sah ich mir nur kurz an, und sie waren nicht auffälliger oder schöner als von meiner Terrasse aus. Im Fernglas hatten beide etwas nebligen Charakter und bestehen aus schwachen Sternen.
PER
h+x - Der Doppelhaufen ist immer einen Abstecher wert und die beiden zeigten sich als helle, brillante Haufen wie glitzernde Diamanten, wenn das jetzt nicht zu schwulstig klingt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
TAU
M45 - Über die Plejaden muss ich eigentlich nicht viel schreiben, einfach selbst anschauen, in jeder Optik ein echter Genuss, Im Fernglas sieht M45 fast interessanter aus, aber auch bei geringen Vergrößerungen im Teleskop ist das Siebengestirn ein echtes Schmuckkästchen.
Hyaden - Die Hyaden sind eigentlich nur sinnvoll im Fernglas anzuschauen und geben darin ein beeindruckendes Bild ab, sehr helle Sterne die über ein großes Feld verteilt sind.
VUL
M27 - Der Hantelnebel sah unter den guten Bedingungen noch sehr viel schöner aus als bei mir auf der Terrasse, die Hantelform war überdeutlich zusehen. aber auch hier würde ein qualitativ besseres Okular in den höheren Vergrößerungen sehr viel mehr zeigen...
AUR
M36 - Der schönste der drei M-Haufen in diesem Gebiet. Im FG wirkt er auch als Nebelfleck aber im Teleskop war er schon bei niedriger Vergrößerung im 25mm Okular schon in schwache, nadelfeine Sterne aufgelöst.
M37 - Dieser OH war schon wesentlich schwächer als M36, nur einige wenige schwache Sterne waren im Teleskop aufgelöst zu sehen.
M38 - Dieser OH war im Fernglas nur sehr schwach zu sehen, bei 20x immer noch unaufgelöst und nebulös.
Es war ein wirklich toller Beobachtungsabend mit vielen neuen Objekten. Obwohl die Minimaltemperatur immerhin noch 7°C betrug war ich froh meinen heißen Himbeertee dabeizuhaben. Beim Einpacken war das Equipment auch schon ganz schön vom Tau heimgesucht...
Auf dem Weg zurück zur Hauptstrasse stand ein dämlich drein blickender Hase in meinem Scheinwerferkegel. Nach einer geschlagenen Minute entschied er sich, dass ich wohl eine potentielle Gefahr darstelle- und lief davon, dummerweise blieb er genau auf dem Feldweg, so dass ich ihm im Schritttempo folgte bis er nach ein paar Minuten erschöpft auf die Idee kam, vieleicht mal aufs Feld zu springen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />
Grüße und CS Benny
gestern Abend war ich mal wieder auf dem Feld - Hier mein kleiner Bericht (wie immer auch auf meiner HP zu finden im Bereich >>Berichte<<)
16.10.
20:00-22:30
Feld bei Laufenselden im Taunusstein
klare Sicht - fst 5,5mag im Herkules
Geräte: TS 8x56 FG + TS 90/500 FH
Nachdem ich gestern leider nicht aufs Feld kam, wollte ich das Heute bei der klaren Sicht nachholen. Gegen 20:00 Uhr kam ich am Beobachtungsplatz an, wie schon so oft verschlug mir der Anblick des tollen Himmels die Sprache. Das helle, strukturierte Band der Milchstrasse erstreckte sich fast von Horizont zu Horizont, nur im Westen war die Horizontaufhellung doch merklich.
Leider blieb ich an diesem Abend alleine, nachdem sich dort am Vorabend immerhin sechs Sternenfreunde eingefunden hatten. Primär wollte ich heute die Objekte von meiner letzten Terrassenbeobachtung unter dunklem Himmel vergleichen. Mit dem Karkoschka und meinem TS 8x56 Fernglas in der Hand versuchte ich immer, das Objekt erst im Feldstecher zu finden. Zuerst machte ich aber eine Grenzgrößenbestimmung. Da ich nur Detailkarten für Urs Major und Herkules zur Hand hatte bestimmte ich die GG im Herkules, auch wenn der schon recht tief stand (fst 5,5mag).
Der Übersichtlichkeit wegen habe ich heute alle Objekte nach Sternbild geordnet...
HER
M13 - Bei 20x war der KH schön hell und zum Zentrum hin konzentriert zu sehen. Im TS Zoom ging ich Stück für Stück mit der Vergrößerung rauf bis ca. 70x. Dort sah ich nach einiger zeit auch am Rand einige Einzelsterne aufblitzen, da bin ich mir sicher, dass ich mit einem höherwertige Okular noch mehr mit der Optik rausholen könnte.
M92 - Diesen KH habe ich heute zum ersten Mal angepeilt und auch schnell gefunden. Er zeigte sich nicht minder schön als M13 und auch hier blitzen vereinzelt Randsterne auf.
AND
M31 - M32 - M110 Die Andromeda Galaxie füllte praktisch das ganze Gesichtsfeld im 25mm SP aus und ich sah außer dem hellen Kern auch noch diverse Abstufungen dunklerer Bereiche, Bänder im wahrsten Sinne des Wortes konnte ich nicht erkennen. Heute konnte ich auch die beiden Begleitgalaxien M32 und M110 sicher identifizieren.
NGC 752 - Diesen OH sah ich heute auch zum ersten Mal, dank dem Karkoschka war das Auffinden auch kein Thema. Der Haufen zeigte sich sehr schön mit schwachen aber klar zu sehenden Sternen, er erinnert mich ein wenig an eine kleine schwache Ausgabe der Praesepe
LYR
M57 - Auch den Ringnebel peilte ich heute wieder an, er war schön in der Übersicht wie immer als nebulöses Sternchen zu sehen, aber schon viel sicherer als bei schlechterem Himmel. Das TS-Zoom vergrößerte bis auf ca. 70x und bei dieser Vergrößerung konnte ich schön die Rauchringform erkennen. Bei indirektem Sehen schien das Scheibchen sogar noch etwas anzuwachsen.
CYG
Im Schwan verbrachte ich an diesem Abend viel Zeit mit dem Finden und Beobachten des Cirrusnebels, leider abermals ohne wirklichen Erfolg. Ich war ganz sicher an der richtigen Stelle, denn 51Cyg ist ja eigentlich nicht zu übersehen und ich sah auch die vielfach beschriebene unterschiedlich dichte Sternverteilung vor und hinter dem Ostteil des Nebels, einmal glaubte ich ganz schwach einen dünnen Schleier wahrzunehmen, aber dort standen auch lange Ketten aus sehr schwachen Sternen, die mir das vielleicht vorgaukelten.
M29 - Der offene Sternhaufen, den ich schon gestern von der Terrasse aus beobachtet hatte zeigte sich nicht wirklich auffälliger auf dem Feld. Der OH hat eine kastenartige Form bestehend aus einer Handvoll Sterne.
TRI
M33 - Die Dreiecksgalaxie sah ich heute das erste Mal überhaupt, geschweige denn durch mein eigenes Teleskop. Schon im 8x56 Fernglas sah ich einen schwachen strukturlosen Nebelfleck. Dies änderte sich kaum im Teleskop, die GX war sicher zu sehen und hat eine recht große Ausdehnung, aber einen konzentrierter Kern und eine klare Form konnte ich nicht erkennen, ich war trotzdem überrascht, wie leicht die GX aufzufinden war.
CAS
M103 - NGC 663 - Diese beiden OH in Cassiopeia sah ich mir nur kurz an, und sie waren nicht auffälliger oder schöner als von meiner Terrasse aus. Im Fernglas hatten beide etwas nebligen Charakter und bestehen aus schwachen Sternen.
PER
h+x - Der Doppelhaufen ist immer einen Abstecher wert und die beiden zeigten sich als helle, brillante Haufen wie glitzernde Diamanten, wenn das jetzt nicht zu schwulstig klingt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
TAU
M45 - Über die Plejaden muss ich eigentlich nicht viel schreiben, einfach selbst anschauen, in jeder Optik ein echter Genuss, Im Fernglas sieht M45 fast interessanter aus, aber auch bei geringen Vergrößerungen im Teleskop ist das Siebengestirn ein echtes Schmuckkästchen.
Hyaden - Die Hyaden sind eigentlich nur sinnvoll im Fernglas anzuschauen und geben darin ein beeindruckendes Bild ab, sehr helle Sterne die über ein großes Feld verteilt sind.
VUL
M27 - Der Hantelnebel sah unter den guten Bedingungen noch sehr viel schöner aus als bei mir auf der Terrasse, die Hantelform war überdeutlich zusehen. aber auch hier würde ein qualitativ besseres Okular in den höheren Vergrößerungen sehr viel mehr zeigen...
AUR
M36 - Der schönste der drei M-Haufen in diesem Gebiet. Im FG wirkt er auch als Nebelfleck aber im Teleskop war er schon bei niedriger Vergrößerung im 25mm Okular schon in schwache, nadelfeine Sterne aufgelöst.
M37 - Dieser OH war schon wesentlich schwächer als M36, nur einige wenige schwache Sterne waren im Teleskop aufgelöst zu sehen.
M38 - Dieser OH war im Fernglas nur sehr schwach zu sehen, bei 20x immer noch unaufgelöst und nebulös.
Es war ein wirklich toller Beobachtungsabend mit vielen neuen Objekten. Obwohl die Minimaltemperatur immerhin noch 7°C betrug war ich froh meinen heißen Himbeertee dabeizuhaben. Beim Einpacken war das Equipment auch schon ganz schön vom Tau heimgesucht...
Auf dem Weg zurück zur Hauptstrasse stand ein dämlich drein blickender Hase in meinem Scheinwerferkegel. Nach einer geschlagenen Minute entschied er sich, dass ich wohl eine potentielle Gefahr darstelle- und lief davon, dummerweise blieb er genau auf dem Feldweg, so dass ich ihm im Schritttempo folgte bis er nach ein paar Minuten erschöpft auf die Idee kam, vieleicht mal aufs Feld zu springen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />
Grüße und CS Benny