Ehemaliger Benutzer (6068)
Hallo Ralf,
nun kommt es eigentlich weniger auf weitere theoretische Erörterungen an als vielmehr darauf,
dass Du Dir die Sachen Mal ansiehst und vor allen Dingen durchsiehst.
Der Einstieg muss für Dich passen und nicht zu unseren Vorstellungen und Erfahrungen (die immer
begrenzt sind).
Der angesprochene 130/650ger Newton ist eine gut transportabel montierbare Variante,
allerdings F/5 und nur mit 1 1/4" Auszug.
Die Entscheidung vor der Du stehst ist eigentlich einfach.
Du hast die Wahl zwischen einem Allrounder wie dem 8" F/6 Dobson oder einigen Spezialisten mit weniger
Öffnung.
Ideal wäre Mal wieder der 6" F/6 Newton als kleinster visueller Allrounder aber der
steckt noch in den Kinderschuhen, siehe
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/523492/an/0/page/0#523492
und wird auf absehbare Zeit noch nicht in einer Variante für Dein Budget zu haben sein.
An Refraktoren kommt als transportable Variante nur ein relativ kurzer 3-5 Zöller (eher max. 4)
in Frage und da reicht das Budget eigentlich nicht für mehr als einen FH. Mit solchen Geräten
lassen sich im Bereich der Minimalvergrößerung große Felder erreichen, also herrliche Übersicht,
diese Fähigkeit lässt sich auf einem Balkon unter der städtischen Lichtglocke aber nur
eingeschränkt nutzen, denn bei großer Austrittspupille bleibt der Himmel so grau wie Du
ihn mit bloßem Auge kennst und das schränkt die Objekterkennbarkeit gewaltig ein.
Höhere Vergrößerungen sind dann mit einem mehr oder weniger heftigen Farbfehler behaftet, der bei
DS-Objekten wenig, am Planeten je nach Anspruch aber sehr störend sein kann, auch zwingt die kurze
Brennweite zu recht extremen Okularvarianten.
Alternativ sind auch MAKs und ähnliche Geräte bis 5" Öffung sehr transportabel. Aufgrund der langen
Brennweite und 1 1/4" Auslegung sind kaum große Felder und AP erreichbar, was Dich auf dem Balkon
nicht sonderlich interessiert, aber unter besseren Bedingungen schnell zum Ärgernis wird,
da ganze Objektklassen nicht oder nur eingeschränkt zu beobachten sind. Diese Teile haben oft
mit Auskühlproblemen zu kämpfen, auch bei der Mechanik muss man aufpassen. Die farbreine Optik macht
sie im Rahmen ihrer Größe zu Planetenspezialisten mit eingeschränkten Deepsky-Fähigkeiten.
Ob man nun eine kleinen FH oder ein Mak wählt, unterhalb von 6" ist auch unter besten Bedinungen
vieles was Du siehst nicht so weit auflösbar, dass sich Dir ohne nachlesen im Sternenatlas die
Natur des Objekts offenbart. Ob GX oder KS, Du siehst einen Nebelfleck, kam mehr.
Im Anhang siehst Du Mal mein Gerät und Du hast gelich den Großenvergleich zw. 4" F/5 Linse und
8" F/6 Newton.
Beide auf einer Rockerbox zu haben bedeutet allerdings erheblich Umbauten und für Dich
wird das auch so kaum die richtige Kombi, weil Dir die Richfieldlinse auf dem Balkon kaum hilft.
Das ist für ländliche Verhältnisse und einen Himmel ideal, der auch Mal 6 Mag Grenzgröße übersteigt.
Übrigens sieht der Dobson riesig aus, ist aber (für mich) durchaus transportabel. Ein Linsenteleskop
oder Mal solo benötigt noch eine Montierung und ein recht hohes Stativ, da realtivieren sich
die Gewichte schnell, nur die Einzelteile sind leichter und haben kleiner Packmaße.
CS
*entfernt*
nun kommt es eigentlich weniger auf weitere theoretische Erörterungen an als vielmehr darauf,
dass Du Dir die Sachen Mal ansiehst und vor allen Dingen durchsiehst.
Der Einstieg muss für Dich passen und nicht zu unseren Vorstellungen und Erfahrungen (die immer
begrenzt sind).
Der angesprochene 130/650ger Newton ist eine gut transportabel montierbare Variante,
allerdings F/5 und nur mit 1 1/4" Auszug.
Die Entscheidung vor der Du stehst ist eigentlich einfach.
Du hast die Wahl zwischen einem Allrounder wie dem 8" F/6 Dobson oder einigen Spezialisten mit weniger
Öffnung.
Ideal wäre Mal wieder der 6" F/6 Newton als kleinster visueller Allrounder aber der
steckt noch in den Kinderschuhen, siehe
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/523492/an/0/page/0#523492
und wird auf absehbare Zeit noch nicht in einer Variante für Dein Budget zu haben sein.
An Refraktoren kommt als transportable Variante nur ein relativ kurzer 3-5 Zöller (eher max. 4)
in Frage und da reicht das Budget eigentlich nicht für mehr als einen FH. Mit solchen Geräten
lassen sich im Bereich der Minimalvergrößerung große Felder erreichen, also herrliche Übersicht,
diese Fähigkeit lässt sich auf einem Balkon unter der städtischen Lichtglocke aber nur
eingeschränkt nutzen, denn bei großer Austrittspupille bleibt der Himmel so grau wie Du
ihn mit bloßem Auge kennst und das schränkt die Objekterkennbarkeit gewaltig ein.
Höhere Vergrößerungen sind dann mit einem mehr oder weniger heftigen Farbfehler behaftet, der bei
DS-Objekten wenig, am Planeten je nach Anspruch aber sehr störend sein kann, auch zwingt die kurze
Brennweite zu recht extremen Okularvarianten.
Alternativ sind auch MAKs und ähnliche Geräte bis 5" Öffung sehr transportabel. Aufgrund der langen
Brennweite und 1 1/4" Auslegung sind kaum große Felder und AP erreichbar, was Dich auf dem Balkon
nicht sonderlich interessiert, aber unter besseren Bedingungen schnell zum Ärgernis wird,
da ganze Objektklassen nicht oder nur eingeschränkt zu beobachten sind. Diese Teile haben oft
mit Auskühlproblemen zu kämpfen, auch bei der Mechanik muss man aufpassen. Die farbreine Optik macht
sie im Rahmen ihrer Größe zu Planetenspezialisten mit eingeschränkten Deepsky-Fähigkeiten.
Ob man nun eine kleinen FH oder ein Mak wählt, unterhalb von 6" ist auch unter besten Bedinungen
vieles was Du siehst nicht so weit auflösbar, dass sich Dir ohne nachlesen im Sternenatlas die
Natur des Objekts offenbart. Ob GX oder KS, Du siehst einen Nebelfleck, kam mehr.
Im Anhang siehst Du Mal mein Gerät und Du hast gelich den Großenvergleich zw. 4" F/5 Linse und
8" F/6 Newton.
Beide auf einer Rockerbox zu haben bedeutet allerdings erheblich Umbauten und für Dich
wird das auch so kaum die richtige Kombi, weil Dir die Richfieldlinse auf dem Balkon kaum hilft.
Das ist für ländliche Verhältnisse und einen Himmel ideal, der auch Mal 6 Mag Grenzgröße übersteigt.
Übrigens sieht der Dobson riesig aus, ist aber (für mich) durchaus transportabel. Ein Linsenteleskop
oder Mal solo benötigt noch eine Montierung und ein recht hohes Stativ, da realtivieren sich
die Gewichte schnell, nur die Einzelteile sind leichter und haben kleiner Packmaße.
CS
*entfernt*