Vielleicht-Einsteiger

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Hallo Ralf,

nun kommt es eigentlich weniger auf weitere theoretische Erörterungen an als vielmehr darauf,
dass Du Dir die Sachen Mal ansiehst und vor allen Dingen durchsiehst.
Der Einstieg muss für Dich passen und nicht zu unseren Vorstellungen und Erfahrungen (die immer
begrenzt sind).

Der angesprochene 130/650ger Newton ist eine gut transportabel montierbare Variante,
allerdings F/5 und nur mit 1 1/4" Auszug.

Die Entscheidung vor der Du stehst ist eigentlich einfach.

Du hast die Wahl zwischen einem Allrounder wie dem 8" F/6 Dobson oder einigen Spezialisten mit weniger
Öffnung.
Ideal wäre Mal wieder der 6" F/6 Newton als kleinster visueller Allrounder aber der
steckt noch in den Kinderschuhen, siehe
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/523492/an/0/page/0#523492
und wird auf absehbare Zeit noch nicht in einer Variante für Dein Budget zu haben sein.

An Refraktoren kommt als transportable Variante nur ein relativ kurzer 3-5 Zöller (eher max. 4)
in Frage und da reicht das Budget eigentlich nicht für mehr als einen FH. Mit solchen Geräten
lassen sich im Bereich der Minimalvergrößerung große Felder erreichen, also herrliche Übersicht,
diese Fähigkeit lässt sich auf einem Balkon unter der städtischen Lichtglocke aber nur
eingeschränkt nutzen, denn bei großer Austrittspupille bleibt der Himmel so grau wie Du
ihn mit bloßem Auge kennst und das schränkt die Objekterkennbarkeit gewaltig ein.
Höhere Vergrößerungen sind dann mit einem mehr oder weniger heftigen Farbfehler behaftet, der bei
DS-Objekten wenig, am Planeten je nach Anspruch aber sehr störend sein kann, auch zwingt die kurze
Brennweite zu recht extremen Okularvarianten.

Alternativ sind auch MAKs und ähnliche Geräte bis 5" Öffung sehr transportabel. Aufgrund der langen
Brennweite und 1 1/4" Auslegung sind kaum große Felder und AP erreichbar, was Dich auf dem Balkon
nicht sonderlich interessiert, aber unter besseren Bedingungen schnell zum Ärgernis wird,
da ganze Objektklassen nicht oder nur eingeschränkt zu beobachten sind. Diese Teile haben oft
mit Auskühlproblemen zu kämpfen, auch bei der Mechanik muss man aufpassen. Die farbreine Optik macht
sie im Rahmen ihrer Größe zu Planetenspezialisten mit eingeschränkten Deepsky-Fähigkeiten.

Ob man nun eine kleinen FH oder ein Mak wählt, unterhalb von 6" ist auch unter besten Bedinungen
vieles was Du siehst nicht so weit auflösbar, dass sich Dir ohne nachlesen im Sternenatlas die
Natur des Objekts offenbart. Ob GX oder KS, Du siehst einen Nebelfleck, kam mehr.

Im Anhang siehst Du Mal mein Gerät und Du hast gelich den Großenvergleich zw. 4" F/5 Linse und
8" F/6 Newton.
Beide auf einer Rockerbox zu haben bedeutet allerdings erheblich Umbauten und für Dich
wird das auch so kaum die richtige Kombi, weil Dir die Richfieldlinse auf dem Balkon kaum hilft.
Das ist für ländliche Verhältnisse und einen Himmel ideal, der auch Mal 6 Mag Grenzgröße übersteigt.

Übrigens sieht der Dobson riesig aus, ist aber (für mich) durchaus transportabel. Ein Linsenteleskop
oder Mal solo benötigt noch eine Montierung und ein recht hohes Stativ, da realtivieren sich
die Gewichte schnell, nur die Einzelteile sind leichter und haben kleiner Packmaße.

CS
*entfernt*
 
Hallo und wiedermal Dank allerseits <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Aller Wahrscheinlichkeit nach werde ich mich wohl für einen GSO200emil - also die "Dobson-Trickkiste" - entscheiden ... mit kleinem Tisch, damit er übers Geländer schauen kann und mit 'ner Sichtblende, Vorhang oder sonstwie, damit mich die Laternen nicht so blenden (hilft da eventuell auch 'ne "dunkle Brille"?)

Die vorgeschlagenen alternativen Newtons 200/1000 und auch die 150/750 habe ich nochmal etwas näher betrachtet ...
Bei den 150/750 kosten OTAs (Celestron/SKW) so um die 148 EUR
Bei den 200/1000 kosten die OTAs (Celestron/SKW) 298 EUR
Die jeweiligen GSO-Modelle wären um die 60% teurer ...
Rechne ich jetzt noch eine azimutale Monti und diverse "Kleinteile" dazu, würden die 200/1000-Newtons meine alleroberste Budgetgrenze mit Sicherheit sprengen.
Die wurden ja speziell auch wegen dem 2"-OAZ nahegelegt. Ich kann mich leider nur noch vage an die Vorzüge erinnern (grösserer "Blickwinkel" und grössere Darstellung?), werde das aber nochmal exakt bei den "Quellen" nachlesen ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Blieben als Alternative (zum Dobson) die obigen 150/750-Newtons.
Dazu noch ein paar kurze Fragen:
Welche az-Monti müsste man für diese Grössenordnung mindestens veranschlagen?
Welche Okular-"Klasse" (Superplössl o.ä.) wäre für diese f/5er und den zu erwartenden "Neulingsqualitätsansprüchen" (ich würde wahrscheinlich erstmal den Unterschied zw. den Klassenabständen nicht bemerken) mindestens notwendig?

Übrigens habe ich bei AS fertige Rockerboxen für 150er, 200er etc. entdeckt ... die kleine Kiste kostet so 110 EUR ... ist das teuer? Ich weisss, do-it-yourself ist billiger ... aber nur, wenn man es kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Wenn ich mich endgültig entschieden habe (oder vielleicht auch vorher), werde ich mal schauen, ob ich zu TS "finde" ... ist nämlich weiter (Zeit), als von hier bis Augsburg <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ... und momentan bin ich zeitmässig leider "wenig flexibel" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Andererseits werde ich mal schauen, ob auf dem seriösen Gebrauchtmarkt was aufzutreiben ist ... und mich weiterhin hier und in anderen Unterforen weiterbilden (die Flut interessanter Threads ist einfach "erschlagend" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />)

Ach, nochwas: Ich hätte vor, die "Gerätschaften" (zumindest Tubus) auf dem Balkon zu lagern ... welche Anforderungen würde das an eine entsprechende "Schatztruhe" stellen ... ?

EDIT/ NACHTRAG: Hatte ich ganz vergessen, wollte doch diesen interessanten Thread bzw. dieses u.v.a. dort aufschlussreiche Post hier "hinterlegen":
"Dobson Dobson Dobson"
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

ich möchte dazu nur einen Satz loswerden:
Die Befürchtung, mit dem "zurechtstutzen" von überzogenen Erwartungen könnte man den werdenden Sternfreunden als zukünftiges Mitglied der Community verlieren, ist ja von der Idee dahinter gut gemeint. Jedoch genauso unnütz bis kontraproduktiv, weil untaugliches Equipment nunmal auch ein wesentlicher Grund zur Hobby-Aufgabe sein kann. Ob unnütz wegen des Equipments oder unnütz wegen der Umgebung und sonstiger Bedingungen ist da wenig unterscheidbar.

Aus diesem Ansatz heraus kann sich jeder selbst entwickeln, wie ich über die Sache denke und warum mir "ganz schön heavy" und das weitere unpassend erschien und weiterhin erscheint.

Bis jetzt scheint wohl auch noch nicht so ganz die Einsicht da zu sein, dass das mit dem Balkon nicht so besonders gelingen wird. Nun, muss es ja auch nicht, dann müsste aber die Einstellung durchblicken, damit einfach leben zu wollen.
Auch die f/5 Geräte sind nicht konsequent zu den Bedingungen ausgesucht und der f/6 Dobs ist auf 2,5 mal 1,5 Meter auch nicht so bequem einzusetzen, wie man sich das gerne wünscht.
Zielführend wäre doch vom Balkon aus eher sowas wie ein C6 auf einer GP-Clone-Monti oder sogar einer Giro. Aber auch das Gerät wird nicht über die Probleme mit den Balkon-Bedingungen hinweghelfen. Korrekt ist aber auch, dass das nicht meine Entscheidung ist. Ich kann ja niemanden zwingen, den Balkon zu verlassen. Würde mich nur interessieren, welche Meinung sich dann nach 2 Jahren "Balkonbeobachtung" so einstellt. Naja, ein C6 ist ja auch prima transportabel, nur eben nicht die günstigste oder beste Lösung unter diesem Gesichtspunkt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Ralf,

Sven spricht einen wichtigen Punkt an.
So ein langer Newton mit Einblick seitlich vorne ist auf Deinem Balkon gerade so machbar aber
nicht "das gelbe vom Ei"....wie der ganze Balkon nicht (das kann man nicht oft genug betonen).

Ein so großes Teleskop als Dauerparker auf dem Balkon kann Frust bringen. Es macht m.E. nur Sinn, wenn
der Balkon der Notplatz für knappe Zeit und ein Stündchen zwischendurch auf Objekte die halt
eben machbar sind und gerade günstig stehen ist.
Ab und zu sollte damit auch ein freier und wenigstens etwas dunklerer Platz aufgesucht werden, dann
kann er die richtige Entscheidung sein, wobei ich immer noch der Meinung bin, vorher an- und
durchsehen schadet nie.

CS
*entfernt*
 
Hallo Günther,

ich denke schon, dass ich Svens Bedenken (und die der anderen Kollegen) ob meiner "Situation" verstehe, und auch verstehe, warum vehement vor falschen bzw. überzogenen Erwartungen gewarnt wird.
Es besteht ja - falls sich alsbald ein gewisser "Balkonfrust" einstellen sollte - die Möglichkeit, dass ich mich dann ziemlich "genötigt" fühle, meine Investition doch mal "im Freien" unter günstigereren Bedingungen etwas mehr "auszuschöpfen" ... und dann doch vielleicht auf den Geschmack komme <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Aber momentan wären eben nur "Spontanausflüge" in die nahe Umgebung möglich ... was wiederum für eine etwas handlichere und schnell verstaubare Variante spricht.

Was die Lagerung auf dem Balkon betrifft:
Es soll der demontierte Tubus dort in einer Kiste gelagert werden (Auskühlung), so dass ein "Spontaneinsatz" möglich ist ... deshalb die Frage, ob für so eine Aufbewahrungskiste irgendwelche Anforderungen gelten (bzgl. z.B. Luftfeuchtigkeit etc.).

Na gut, werde ich meine endgültige Wahl noch etwas hinauszögern ... im Rennen bleiben dann eben der SKW 130/650, die SKW/GSO/Celestron(C6?) 150/750 und der Dobs-GSO200e ... und eine "unaufwändige" Montierung (wobei die azi-Montis ja auch nicht gerade billig sind <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> )


Gut Ding braucht Weil! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Sven,

sicherlich hast du auch Recht - ist doch toll, wenn hier viele Meinungen genannt werden. Daß davon welche mehr oder weniger "richtig" sind, ist ja klar. Letztendlich kann man nur Tipps und Hinweise geben, möglichst aus eigener Erfahrung, die Entscheidung bleibt jedem selbst überlassen, was er dann tut, und was nicht!
 
Hallo Ralf,

eine solche Kiste sollte halt wasserdicht/wasserfest sein, aber auch nicht so dicht, dass sich
Schwitzwasser in der Kiste bildet.
Sie kann dann auch als Unterbau herhalten, wenn es ein Dobson werden sollte und wenn sie
stabil genug ist.

Ich wollte Dir nur noch Mal klar machen, dass so ein Dobson auf dem Balkon nur dann eine gute Idee ist,
wenn man das dort ungenutzte Potenzial wenigstens ab und zu nutzt, also quasi um das Leistungsvermögen weiß.
Dann nimmt man auch auf dem Balkon die beengten Verhältnisse gerne in Kauf.
Ansonsten ist man mit einem Fernglas oder einem kleinen Mak/SC (z.B. mit Stummelsäule auf
der Brüstung montiert) als dauerhaft genutzte Balkonlösung m.E. besser bedient weil das so
gut wie keinen Platbedarf hat.
Ein großes/hohes Dreibeinstativ ist auf dem Balkon auch nicht der Renner, denn Du stößt
leicht an und weg ist das Objekt.
Da ist die Holzkiste eines Dobsons noch gutmütiger.

CS
*entfernt*

CS
*entfernt*
 
Mal ein kleines Resümee <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Ich danke allen, die zu meiner "Situation" ihre kritischen, aber auch "aufmunternden" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Argumente geliefert haben. Dadurch sind meine "Balkon-Erwartungen" wohl auf ein realistisches Mass "runtergestutzt" worden.

Zur "Gerätschaft" ...
Was für mich als Neuling ziemlich verblüffend war, ist die Tatsache, dass im Prinzip nochmal die gleichen Kosten einer "Grundoptik" für eine (halbwegs stabile) Montierung anfallen. Dabei scheint es egal, ob azimutale oder parallaktische. Das ist fast so, wie wenn man ein Auto für 20 TEUR kauft, und dann gesagt bekommt, damit das Ding "eingermassen in der Spur bleibt" muss man nochmal 20 TEUR für einen "Satz Reifen auf Felgen" hinlegen ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Das optische Teile bei einigermassen Qualität relativ teuer sind, habe ich vor etlichen Jahren erfahren, als ich "stolzer Besitzer" (und Nutzer) einer der ersten Canon EOS wurde und mir einige zusätzliche Objektive etc. zugelegt habe ... aber für'n "Stativ" einige Hunderter (DM) hinzublättern wäre mir nie in den Sinn gekommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Das 6"-f/6-Newton Das ideale Einsteigerfernrohr ????? wird wohl noch eine Weile Utopie bleiben ... leider. Und wenn es käme, dann bliebe auch hier der relativ hohe "Montierungskostenfaktor" ... es sei denn, man "verdobst" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> es.

Da ich beim Kauf und der anschliessenden Nutzung des Teleskops mit einigen "Folge-Varianten" rechnen muss, die zwei "ärgsten" wären Totalaufgabe wegen "Balkonfrust" und "mangelnder Mobilität" und die andere wäre volle Begeisterung mit "erheblichen Folgekosten" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Daher scheint mir ein 8"-f/6-Dobson (wie es hier auch in diversen Threads diskutiert und argumentiert wurde) die preiswerteste Lösung für meinen Einstieg zu sein - auch in Anbetracht möglicher "Folgekosten".

Ausserdem scheint mir die "Spontanmobilität" bei diesem System auch optimaler zu sein, als bei einer Monti-Ausführung ... wohlgemerkt für meine Belange (noFoto, Skysurfen, mal ab um die Ecke etc.).

Und sollte ich widererwarten doch so gefrustet sein, dass ich den "Krempel" wieder loswerden "muss", dann gibt es hier sicher genügend Abnehmer zu einem angemessen-günstigen Preis (ich würde mir dann vorbehalten das dann bevorzugt einem nicht so finanzstarken, "am Limit arbeitenden" Interessenten zu überlassen).

Aber noch ist es nicht soweit ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Vor der Anschaffung hätte ich noch ein paar "kleine Fragen", deren Antworten sicher in den zig Threads standen, die ich mittlerweile gelesen habe, aber im Kopf ist das dann doch "schwer zu entwirren" und "auf den Punkt zu bringen" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

a) Bringt es für einen Anfänger was, den normalen 2"-OAZ beim Kauf gegen einen Crayford austauschen zu lassen?

b) Nach allem, was ich so über Sucher gelesen habe, würde ich mich eher für einen Telrad, Riegel oder Laserpointer entscheiden, und den dann gleich beim Kauf austauschen lassen - was würdet ihr mir da nahelegen?

c) Als "Beigabe-Okular" wäre da ein 25mm-Plössl - welche Okus würdet ihr mir als absolute Mindestausstattung empfehlen (WW etc.)

d) Welche Okus sollten in einer "2. Ausbaustufe" erworben werden (ein 2"-32mm etc.)?

e) Habe ich was vergessen (Barlow etc.) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ?


Filter etc. ...
Ich habe gelesen, dass (abgesehen von Mondfilter und Sonnenfolie) auch diverse Filter speziell für DS (da wohl eher im Outdoor-Einsatz <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />) oder bei den Planeten was bringen - was wäre hier eine sinnvolle (Low Cost)Ergänzung für die Zukunft?


Ich stelle "all die dummen (und immer wiederkehrenden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />) Fragen, damit ich mich auf die eventuell stattfindende "Attacke" auf mein Konto schon mal "seelisch-moralisch" einstellen kann ... denn ich habe schnell gemerkt, dass es mit einer Budgetobergrenze von 400 EUR "auf Dauer" nicht getan sein wird <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Trotzdem möchte ich mich in einem für mich (Anfänger!) angemessenen Preis/Leistungsverhältnis bewegen ... Oku-Preise etc. jenseits der 100 EUR halte ich nämlich "auf Dauer" nicht aus ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

edit/Link eingefügt
 
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Gut, Ralf,

ich hatte es bereits geschrieben:
8" f:6 Galaxy Dobson mit Crayford 2" Auszug, mit Justierokular, mit 32mm Übersichtsokular, mit 9mm "Planetenokular" mit 144-facher Vergrößerung, mit Telrad-Sucher, mit ausführlicher Bedienungsanleitung, mit "Tuning-Kit", d.h. vernünftige dicke Teflon Pads und Ebony-Scheibe (Damit läuft der Dob wunderbar leicht und weich) kosten zusammen 500 Euronen. Da ist alles komplett incl. einer vernünftigen Abdeckung der Optik beim Lagern.

Damit bist Du bis auf weiteres gut versorgt und kannst loslegen. - Oder Du kaufst Dir einen GSO und baust alles in dieser Richtung auf und nach. Damit rennst Du von Händler zu Händler und wirst dabei mit Sicherheit noch mehr verunsichert.

Bei Fragen schicke mir einfach eine PN

Gruß
Winfried

P.S.: ... die Biene am Okularauszug gehört nicht zum Lieferumfang...
Dafür, das habe ich vergessen, ist noch ein Lüfter eingebaut, versteht sich!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ralf,

zu deiner Frage b.) Ich kenne alle drei Arten von Suchern bzw. Findern. Der Telrad ist halt etwas klobig, dafür niedrig bauend, ziemlich teuer und hat von der Ausstattung her (funktionierende Taukappe, Intervallschaltung ect.) einen Nachteil gegenüber dem Rigel Quickfinder, der ist wiederum fast genauso teuer hat dafür eine Blink(intervall)Schaltung die schon mal nützlich sein kann und taut nicht so schnell zu wie der Telrad, dafür sieht er ziemlich hässlich aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Schlussendlich bin ich über mehrere Billigleuchtpunktsucher zum Baader Skysurfer III gekommen, der kostet um die 30€, hat zwar keinerlei Schnickschnack, dafür eine lange Taukappe eine wesentlich größere Projektionsfläche als die ähnlich aussehenden Billigvarianten (20€) die ausserdem noch mehr Licht durchlässt und zum Peilen reicht mir der inzwischen vollkommen, der teure Rigel verstaubt im Koffer bzw. ist schon halb verkauft...

Soweit meine Erfahrungen mit den Findern.

Ähh,ja zu den Okularen können dir andere sicher mehr sagen, aber die Grundausstattung (auch die nett abgestimmte von ICS) hat natürlich erhebliche Lücken, erstens sind WW Okus (nicht nur) am Dobson wesentlich angenehmer und zweitens, das finde ich noch wichtiger, verträgt der 8"er auch wesentlich höhere Vergrößerungen als 144x, Saturn ging in 50% der letzten Beobachtungsnächte immer mit 5mm (240x) das halte ich bei der Öffnung für Planeten schon angebracht, aber auch DS verträgt mehr (Kugelsternhaufen, PNs ect.) Wieviel Geld du da investierst ist deine Sache, ich habe auch eine Okularpalette mit günstigen Plössl angefangen und beginne aus finanziellen Gründen erst sehr langsam gegen nun mehr ähem ich will das Wort nicht schreiben ...Lösungen zu tauschen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

CS Benny
 
Hallo Ralf,

a) es gibt gute und schlechte Auszüge von beiden Varianten, ein gut laufender Crayford ist aber was Feines.
Während ein Zahn- und Trieb auf Kippeln/Shifting/grobe Gängigkeit, untersucht werden sollte,
neigen manche Crayfords zum Durchrutschen bei schwererem Zubehör und diesbezüglich mangelden
Einstellmöglichkeiten.

b)nicht nur, aber besonders wegen des geplanten Standorts auf dem Balkon würde ich an Deiner Stelle
nicht auf den optischen Sucher (der ja bereits vergrößert und mehr Sterne zeigt als das bloße Auge)
verzichten, sondern ihn mit einem Leuchtpunktsucher kombinieren. So sollte auch unter
etwas schwierigeren Bedingungen die Aufsuche leichter fallen. Man kann sogar überlegen,
den Geradsichtsucher gegen einen teureren Winkelsucher zu tauschen, da die Geradsichtteile
bei längerem Einblick zwecks Objektsuche (Starhopping) echte Genickbrecher und Spassbremsen sind.

c)ein 2" Übersichtsokular mit großem Feld, welches Du nach der am Beobachtungsplatz vorgefundenen
visuellen Grenzgröße aussuchen solltest 5 Mag bedeutet 5 mm AP, also am 8. F/6 30 mm Okualrbrennweite,
wäre zum Start nicht schlecht. Man kann aber auch mit den Beipackokularen loslegen und weitere
Okulkare von den eigenen erkannten Anforderungen und wünschen abhängig machen.

d) siehe a...+ allgemeine langsame Umrüstung auf Weitwinkel und mehr Qualität. Die Abstufung richtet
sich etwas nach dem Beobachtungsvorlieben und den Möglichkeiten, aber so über den Daumen ist
30, 20, 14, 10, 8, 6, 5, 4, (3,5 ist nur bei besten Seeing drin) eine schöne Reihe, wobei am
unteren Ende die Abstufung nicht eng genug sein kann.
Ganz wichtig als Grundaustatttung anzustreben ist m.E. die Reihe 30, 14, 8, 6 mm Brennweite.

Unter ungünstigen Bedingungen (siehe oben) kannst Du die Reihe auch z.B. mit 27 mm BW aufmachen.
Das leitet aber zu den Filtern über, die Du m.E. vergessen hast. Nicht ganz billig aber am 2" Auszug
nun Mal sehr zu empfehlen sind Filter mit 2" Einschraubgewinde und da bieten sich als Erstanschaffungen
ein O III und ein UHC an, wieder sind Deine vorherrschenden Beobachtungsedingungen entscheidend.
Eigentlich wird unter städtischen Bedingungen ein O III die bessere Wahl sein.
Schau Mal bei Sven Winstein auf die HP, der hat da eine sehr gute Beratung im Angebot.

Barlows und Zoomokulare aus dem günstigen Preissegment kann man als Lückenfüller oder für ganz
enges Budget in Betracht ziehen (z.B. das Seben-Zoom 24-8 mm), wird aber auf lange Sicht nicht an
Festbrennweiten (oder auch sehr teuren Zoom Okularen)die den eigenen Forderungen besser
entsprechen vorbei können. Sie sind quasi nur dann eine Empfehlung wert, wenn die "Durststrecke"
für weitere Anschaffungen zu lang wird. Dann ermöglichen sie eben preiswerten und sehenswerten
Beobachtungsspass.

CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Ralf,
ich denke Du solltest erst mal klein anfangen, also nicht so viel in die Okulare stecken. Das wirderspricht zwar meier Grundhaltung, die aus Erfahrung sagt kauf gleich was gutes, das hast Du lange und weil Wiederverkauf und Nachrüstung teuer ist, aber wenn es das Budget nicht hergibt, dann isses halt so.
Ein Peiler Skysurfer reicht.
Also Okulare ein schon 2" TSWA32 z.B. und danach vllt 2 oder 3 der Reese UWA und los gehts.
Alles andere wird Dich eh die Praxis lehren und Du wirst wissen ob und was oder ob nicht.
CS
 
Hi Ralf,

was Armin vorschlägt läuft auf die Reihe
32, 15, 9, 6 mm Brennweite raus.
Das hatte ich Mal fast so in Verwendung und
hat Spass gemacht. Günstig und dafür sehr gut.

CS
*entfernt*
 
Hallo Ralf,

ich glaube durchaus, dass der Dobson eine gute Wahl ist. Der einzige Aufbau-Widerstand ist es, die zwei je 10 Kilo schweren Einzelteile zum Beobachtungsort zu bringen - was eben auch "Treppe abwärts" beinhaltet.
Zum Glück denkt man ja beim Auto Beladen meist nur daran und nicht, wie furchtbar es nachts um 2 Uhr sein wird, den ganzen Kram die Treppe wieder herauf(!) zu tragen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Gegenüber einer Montierung ist der Gewichtsvorteil nicht groß, aber der Preisvorteil ist enorm und bei einer Montierung gibt es üblicherweise mehr Einzelteile. Montierung und Stativ mag man zwar noch "am Stück" die Treppe herunterbringen, aber die Gegengewichte wird man wohl als eigene Hantelstange auf einem Extra-Gang packen.
Trotzdem sind viele Sternfreunde mit einem Dobson und dem eigenen PKW mobil. Die Geräte machen viel Spaß und haben wirklich ein ungeheuer gutes Allround-Repertoire an Objekten.

Zum Sucher. Sobald man sich am Himmel auskennt und ein Gefühl dafür hat, Abstände aus der Sternkarte am Himmel wiederzuerkennen, ist der Leuchtpunktsucher ideal. Und ich meine, dass sich dieses Gefühl recht schnell entwickelt. Günthers Anmerkung, dass ein optischer Sucher in der Stadt nicht schlecht ist, halte ich aber auch nicht für falsch. Der Winkelsucher, den er vorschlägt, macht aber meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man mit dem Leuchtpunktsucher das Teleskop grob voreinstellt und dann zum optischen Sucher übergeht. Der riesige Vorteil beim Leuchtpunktsucher ist nämlich, dass man einfach direkt sieht, wohin das Teleskop zeigt, genauer als "mit dem Finger gezeigt". Beim optischen Sucher steht das Bild auf dem Kopf, beim Winkelsucher steht es richtigrum aber Spiegelverkehrt und man schaut mit dem Kopf nicht in die Richtung, in die der Sucher zeigt. Man muss also umdenken. Ein geradsichtiger Sucher mit zusätzlicher Bildaufrichtung ("Aufrecht und Seitenrichtig") würde die Vorteile von optischem Sucher und Leuchtpunktsucher kombinieren, aber zu einem erheblich höheren Preis und auch etwas auf Kosten der Übersicht, weil der optische Sucher eben immer nur einen Ausschnitt des Himmels zeigt. Der Leuchtpunktsucher wird beidäugig benutzt, dabei wird der Leuchtpunkt über ein Auge "eingeblendet" und man behält also ganz den Überblick, den man "mit freiem Auge" vom Himmel hat. Das heißt, die Kombination aus Leuchtpunktsucher und optischen Sucher ist dann gut, wenn man mit dem Leuchtpunktsucher alleine ein Objekt nicht sofort trifft, sondern nur in die Nähe kommt. Im optischen Sucher ist dann die Umgebung des Objektes zu sehen und man kann sich dann trotz des umgekehrten Bildes ganz gut zurechtfinden, weil man ja sicher sein kann, schonmal in der richtigen Ecke des Himmels zu sein. Und in einigen Fällen ist das gesuchte Objekt im optischen Sucher schon zu erkennen.

Mal was zu den Okularen: Ich würde gleich zu Anfang auf ein Übersichtsokular zwischen 30 und 42mm Brennweite, also ein 2" Okular, setzen. Das hat auch wieder mit dem Suchen von Objekten zu tun, weil ein solches Okular einen großen Himmelsausschnitt zeigt, so dass nach grober Einstellung mit dem Leuchtpunktsucher das Objekt in einem solchen Übersichtsokular schon drin sein kann. Mit fortschreitender Übung verbessert sich das dann, so dass man mit einem sauber eingestellten Leuchtpunktsucher M13 auch im 5mm Okular auf Anhieb findet. Bei Objekten die man nicht kennt, ist man aber immer dankbar für ein solches Okular. Aktive Frustvermeidung. Nebenbei sind die Himmelsanblicke damit unter dunklem Himmel wunderschön. Aus der Stadt heraus gibt es dagegen nicht so viele Objekte, die gut zu beobachten wären. Das Paradeobjekt der Zirrusnebel ist nur mit OIII-Filter aus der Stadt heraus zu packen.

Zum Okularauszug noch was. Also es ist ja schon einiges genannt worden, und am wichtigsten finde ich dazu Günthers Einschätzung, nämlich dass die gern gemachte Darstellung des Crayford als "unverzichtbares Allheilmittel" so nicht stimmt. Die billigen Crayfords haben wirklich das Problem, dass sie je nach Okularposition und Okulargewicht durchrutschen können. Ein Freund hat beim letzten Beobachtungsausflug deshalb einen wutroten Kopf bekommen! Solche Probleme hat ein Zahntrieb-Auszug nicht. Ein billiger Zahntrieb-Auszug shiftet halt, das heisst beim Wechseln der Fokussierrichtug kippt das Bild immer etwas in die eine oder andere Richtung - bei hoher Vergrößerung störend. Den Zahntrieb-Auszug kann man aber meist noch "tunen", indem man Tesafilm unter die Gleitstreifen klebt, so dass diese Strammer am Auszugsrohr anliegen. Aber womöglich sind diese Gedanken fruchtlos, weil man den Dobs mit Zahn&Trieb gar nicht mehr kaufen kann. Schade, denn der Zahn&Trieb, den GSO vor zwei Jahren noch standardmäßig verbaut hatte, war völlig ausreichend und mit der Tesafilm-Methode prima zu tunen.

Bei den Okus nur ein paar Allgemeinheiten: Brauchst Du am Teleskop eine Brille? Normalerweise brauchen selbst Brillenträger die nicht. Nur wer einen starken Zylinder (=Hornhautverkrümmung=Astigmatismus) hat, braucht die Brille. In dem Fall, dass man sie braucht, fragt es sich, bei welcher AP man die Brille braucht (AP=Austrittspupille, nämlich Teleskopöffnung in mm geteilt durch Vergrößerung). Bei kleiner AP wird der Astigmatismus des eigenen Auges oft völlig unsichtbar.
Braucht man wirklich unausweichlich auch am Teleskop eine Brille, dann braucht man dazu passende Okulare. Das sind solche mit am besten 20mm Augenabstand. 15mm Augenabstand gehen auch noch, 13mm sind zumindest sehr unbequem, für viele Brillenträger schon unmöglich. Damit die Brille nicht verkratzt ist eine Gummiaugenmuschel wichtig.

Hier mal ein Link zum Thema "Weitwinkel": http://www.svenwienstein.de/HTML/weitwinkel.html
Und zum Thema Nebelfilter noch dies hier: http://www.svenwienstein.de/HTML/nebelfilter.html

Filter bei der Planetenbeobachtung sollte man erst anschaffen, nachdem man einige Erfahrung gesammelt hat. Deren Wirkung ist nämlich nicht so kräftig, wie man sich das gern Vorstellt. Einzig ein Graufilter ist bei 8" Öffnung sehr zu empfehlen, weil das Bild nämlich blendet, wenn man mit dem Teleskop mal wegen des Wetters (Luftunruhe) nicht an die Maximalvergrößerung gehen kann. Viele schwören da auf einen variablen Polfilter, der sich stufenlos regeln lässt. Kostet aber auch, und für den Anfang ist vielleicht ein 4x oder 8x Graufilter auch ausreichend, weil ab 10 Euro zu haben.

Wenn Du noch Fragen hast, dann stell sie ruhig. Vielleicht bemerkst Du auch, dass es mit großen Schritten voran geht, nachdem Du erstmal eine Entscheidung getroffen hast. Es ist dann viel Leichter, die richtigen Hinweise parat zu haben.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Winfried!
Hallo Benny!
Hallo Günther!
Hallo Antares! ( "Farbig funkelnder Stern" )
Hallo Günther!
Hallo Sven!

Riesigen Dank für eure detailierten Tipps!
Ich muss mir das jetzt mal alles sozusagen "tabellarisch" zusammenfassen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> ... und dann die "Kosten" zuordnen ;

Übrigens bietet TS den GSO200e auch mit "normalem" 2"-OAZ an ...

Und noch zur Info: Ich trage zwar normalerweise eine Brille (kombinierte Kurz- und Alterssichtigkeit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> ), aber denke, dass ich nach den gelesenen Infos beim Spechteln keine brauchen werde (woher kommt übrigens der Ausdruck "spechteln"?).

Aber kein Post ohne neue Fragen ... gerade jetzt in der "heissen Phase" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Wäre ein Justierlaser für einen Anfänger eine sinnvolle und den Preis werte "Erleichterung" (TS bietet einen für 65 EUR an)?
Oder tut es ein Cheshire auch bzw. ist die Justage "per Handbuch" so easy, dass ich das auch nach ein bisschen Übung in Minuten (!) "gebacken" bekomme?

TS bietet ja diesen Okularkoffer mit Super Plössels an (149 EUR) ... die Okus scheinen sich ja mit euren Empfehlungen erstmal einigermassen zu decken, allerdings ist der Rest (sechs hochwertige Glas Filter + Fokal- und Okularprojektions Adapter) wohl irgendwie "diskutabel".
Ich nehme mal an, dass man mit dem Wolfi entsprechende "Änderungen" bzgl. des Inhalts aushandeln kann, evtl. dann gegen "etwas" Aufpreis. Habt ihr 'ne Idee zur sinnvollen "Inhaltsänderung" ... ?

Irgendwo habe ich von euch gehört, dass u.a. diese Taukappen in gewissem Sinne eine "Abwehrmassnahme" gegen Strassenlaternen-Streulicht etc. darstellen ... allerding scheinen mir die fertigen Dinger recht teuer ... gibts da Alternativen? Gummimatte zusammenrollen oder sowas <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ?

Wie gesagt ... ich mach mir jetzt mal 'ne Tabelle mit euren Empfehlungen und "addiere" dann mal fleissig ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Derweil 'nen schönen Sonntag noch ...
 
Hallo Ralf,

"Spechteln" hat sich irgendwie entwickelt, entstammt wohl aus dem österreichischen Sprachraum und hat sich via WWW verbreitet. Kann aber sein, dass jemand auch noch andere Ideen zur Herkunft hat.

Zur Brille: Reine Sehschärfe-Unterschiede werden durch anderes Fokussieren eingestellt. Kurzsichtige stellen den OAZ etwas weiter nach innen, weitsichtige etwas weiter nach außen. Die Brille ist dann unnötig und sollte am Teleskop nicht getragen werden. OK, zum Suchen braucht man sie, also macht man ein wenig "auf und ab" mit...

Justierlaser - bei f/6 kommt man selbst mit Werksjustage nach Postversand noch sehr weit. Da reicht es, wenn man jemandem mit Chesire oder Laser kennt. Chesire oder Filmdosentrick reichen sogar, wenn man sorgfältig vorgeht. Der Laser ist auch kein Allheilmittel, die beste Methodik besteht meiner Meinung nach in der Kombination aus Chesire (Fangspiegel-Positionierung) und Laser (Fangspiegel und Hauptspiegel-Justage), wobei ich besonders die Methode Barlowed Laser mag.

Okukoffer: Der Koffer wäre ein echter Schnapp, wenn man alles darin wirklich bräuchte. Auch wenn man wirklich unsicher ist und keine Beratung hat, eine nette Wahl. Passt aber nicht zu jedem Teleskop. Wenn man aber für das gleiche Geld einige Okulare speziell zum eigenen Teleskop und nach eigenen Vorlieben aussucht, kann man ein besseres Ergebnis erzielen. Spätestens dann, wenn man in die Situation kommt, andere Okulare als die im Koffer vertretenen zu wollen. Dann findet sich ein Großteil des Koffers bald auf dem Gebrauchtmarkt wieder.
Ergo: Um ohne viel Gedanken erstmal klarzukommen und eine große Zubehör-Auswahl zu haben, ist der Koffer eine Wahlmöglichkeit. Eine individuelle Lösung kostet mehr Überlegung und Zeit, kann aber zu mehr Leistung und/oder mehr Komfort oder auch mehr Beobachtungsgenuß führen. Da stecken aber viele Faktoren mit drin...

Streulichtblende: Schwarze Schaumstoff-Isomatte.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Ralf,

ein Justierlaser ist am 8" F/6 schön aber nicht nötig, siehe Sven und die Filmdose oder ein
Cheshire reichen locker aus, sind m. E. für die Fangspiegeljustierung sogar besser
um eine gute Grundjustierung hin zu bekommen. Den letzten Schliff holt man sich mit
der Justierung am Stern (Kontrolle jedes Mal am Boebachtungsplatz, wirkliche
Veränderungen eher selten). <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/cool.gif" alt="" />
Wenn Du mit dem Handbuch zur Justierung nicht klar kommst, gibt es sehr gute Anleitungen im Netz,
das ist also in den Griff zu kriegen.

Zur Brille brauchst Du wie ich ein Bändchen an dem Du sie Dir um den Hals hängst.
Muss nicht Tante Agatas Goldkettchen sein, sieht affig aus, aber immer im Dunkeln Suchen und dann doch
wie Fred (Fujtor >schau Dir Mal seine Zeichnungen mit 8" an
http://astrosketch.blogspot.com/ ) auf dem letzten ATB draufstehen ist auch nicht lustig). <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />

Einen Okularkoffer würde ich mir immer selbst zusammenstellen und ich würde am Anfang
mit möglichst wenigen Okularen klar kommen wollen, um mir dann, nach den ersten eigenen Erfahrungen,
nach eigenen Vorlieben, selbst erkannten Bedürfnissen und Anforderungen passende Okulare zukaufen.
Eine recht günstige kleine Serie (wie weiter oben behandelt) und dann gaaaanz langsam auf
Qualität setzen ist kein schlechter Weg. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Eine Tau-/Streulichtkappe (siehe Anhang erstes Post Seite 2/alte Iso-Matte Null Euro)) ist sehr sinnvoll,
ebenso wie ein richtig funktionierender(!) Lüfter (max. 10 €) ein selbst gebastelter Sonnenfilter mit
Baader Folie visuell (max. 20 €) und eine Veloursauskleidung (ca. 15 €) aber das kommt mit der Zeit.
Etwas Bastelgeschick und wenig Geld helfen da einem Newton noch gewaltig auf die Sprünge. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Hallo Ralf

da kann ich mal wieder nur zustimmen.

8" GSO 200E ist eine gute Wahl. Der Standard OAZ ist völlig ausreichend. Im ersten Schritt würde ich ein oder zwei Okulare dazu kaufen (9 und 6 mm). Keine Plössl, sondern auf WW achten! Z.B. TS SWM gibt es immer wieder für 25 EUR das Stück auf dem Gebrauchtmarkt. Plössl haben ein zu kleines Gesichtsfeld. Der Koffer ist nett, aber der Inhalt aus meiner Sicht nicht. Die Farbfilter und der Fotoadapter sind überflüssig und die Plössl wirst Du nicht mehr benutzen, wenn Du erstmal WW Okulare gesehen hast. Wenn Du also den Inhalt verhandeln kannst...
Sonnenfilterfolie brauchst Du und einen Lüfter solltest Du Dir ans Teleskop basteln. Cheshire und Laser brauchst Du erstmal nicht kaufen, aber mit der Kollimation musst Du Dich beschäftigen (Filmdosenmethode). Var. Polfilter, OIII und/oder UHC kommen irgendwann dazu, aber erst im zweiten Schritt.

Wie steht's um Deine handwerklichen Fähigkeiten?

Schöne Grüße,
Frank
 
Hallo Sven, Günther und Frank,

danke für Eure weiteren Tipps <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Ich werde die mit in meine "Entscheidungsüberlegungen" einbeziehen.

Bastele gerade an "schrecklichen" Tabellen ("schrecklich" für mein Konto <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/erschreck.gif" alt="" />).
Werde dann mal meine "Schnellschuss-Varianten" hier zur Begutachtung posten.

Man muss da echt aufpassen, dass man nicht in eine Art "Kaufrausch" verfällt ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />


edit/Nachtrag: Meine Bastel- und Heimwerkerfähigkeiten würde ich mal mit der Schulnote "mangelhaft" umschreiben ... zumindest wenn's um "Präzisionsarbeiten" geht. Dafür gelingen mir manchmal recht gute "Improvisationen" mit vorhandenen Mittel a la Sauerstoffversorgung bei der missglückten Apollo 13-Mission ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Ralf!

> Man muss da echt aufpassen, dass man nicht in eine Art "Kaufrausch" verfällt ...

Na - wenn das so in diesem Entscheidungstempo weitergeht, dann dauert das noch eine ganze Weile... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> SCNR! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
@Micha: Recht hast! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Ich finde es aber sehr gut, daß sich hier mal jemand im Vorfeld ausführliche Gedanken gemacht hat und nicht erst eine Optik gekauft hat und sich dann mal überlegt hat, daß man ja mal die "Experten" fragen könnte, ob die denn überhaupt was taugt.

Den Tips ist nichts mehr hinzuzufügen, das sind glaube ich ausreichend Informationen, um die Sache von allen Seiten zu beleuchten.

Ich bin gespannt, was dabei rauskommt!

Sebastian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zu Frank:

Ansich gebe ich Dir recht.
WW-Okulare sind das Tüpfelchen auf dem i. Aber sie sind nun mal teuer. Daher rate ich zur Grundausstattung mit 32mm und 9mm, wie beim Galaxy. Später ergeben sich andere Konstellationen, aber die kosten Geld. Ergo erstmal klein anfangen. Man hat ja als Einsteiger nicht gleich 2000 Euro blank. Wichtiger finde ich ein Tuningset für den Dobson, ein Chesire-Okular und den Crayforf-Auszug. Das braucht man später allemal und wenn es schon dabei ist, wird`s später preiswerter. Man muß eben abschätzen, was alles dazu kommt später.

WW-Okulate würde ich "ein halber Jahr später" ansetzen, wenn ich mich an das neue Gerät gewöhnt habe. Kommen tun die so und so, wenn ich mal durchgeschaut habe.

Gruß
Winfried
 
Hallo Ralf,

zu diesem letzten Vorschlag muss ich einiges zu Bedenken geben. Zunächst einmal ist klar, dass es bei keiner der angebotenen Varianten des 8" f/6 bei der Grundausstattung mit 2 Okularen bleiben kann. Generell ist die Händlerpraxis, hier reine Standard-Okulare beizulegen nicht besonders vorteilhaft. Das ist auch in diesem Fall so, und auch wenn der gegebene Rat zum 32mm Plössl in 1,25" schon widersprüchlich zur Vorhersage
Kommen tun die [Weitwinkel-Okus] so und so,...
ist, möchte ich dazu noch einige weitere Überlegungen anbringen.

Zunächst mal halte ich es für wenig sinnvoll, "für den Anfang" wesentliche Fähigkeiten des Teleskopes brachliegen zu lassen. In diesem Falle für den Einsteiger eine wichtige Fähigkeit, nämlich das wirkliche Übersichts-Gesichtsfeld eines 2" Okulares. Das erleichtert das Finden von Objekten ganz wesentlich. Ein passendes 2" Okular hat an diesem Gerät ein wahres Gesichtsfeld von 1,8° (im schlechtesten Fall) bis hin zu 2,3° im besten Fall. Dabei bedeutet "bester Fall" nicht, dass nur sehr teure Okulare dieses Feld bieten. Ein 1,25" Okular kann jedoch nur maximal 1,3° wahren Himmel zeigen, also zweieinhalb Vollmonde nebeneinander. Macht der Unterschied vom Felddurchmesser her nur 40% bis 75% aus, so wird die scheinbare "Himmelsfläche" um 90% bis 210% größer.
Die Zahlen machen deutlich, dass es mit einem solchen Okular nicht mehr so leicht passiert, dass man beim Suchen nach einem Objekt einfach knapp daran vorbei schwenkt. Und natürlich gibt es auch Objekte, die das Gesichtsfeld eines solchen Okulares füllen. Unter dunklem Himmel ist das die Andromedagalaxie, aus der Stadt heraus aber sind es H&Chi und auch die Plejaden, die Praesepe und M35 brauchen ein solches Bildfeld, um gut zur Geltung zu kommen. Das ist auch der Grund, warum ein solches Okular sowieso kommt, und von daher sollte man sich nicht um den Spaß bringen lassen, nur weil eine bestimmte Kombination aus Teleskop und Zubehör im Fokus steht.
Zum Thema "Weitwinkeleffekt" habe ich ja bereits einen anschaulichen Artikel in meiner Einsteiger-Ecke verlinkt. Die Empfehlung im Thread, möglichst jetzt schon auf Weitwinkel-Okulare zu setzen, halte ich für die richtige.

Die Einschätzung, dass man einen Crayford-Auszug braucht, halte ich ebenso für diskussionswürdig. Ich meine das Gegenteil und finde im einfachen Zahn&Trieb-Auszug den Vorteil, dass dieser sich sehr günstig mit einem Fokussiermotor ausrüsten lässt, wenn einem danach der Sinn steht. Die Zahn&Trieb Auszüge die mir bislang an 8" f/6 Dobsons begegnet sind (Skywatcher, GSO und auch (frühere?) ICS) waren alle für visuelle Beobachtung völlig ausreichend und mussten nicht extra nachgebessert werden.

Auch das Dobson-Tuning-Set stünde bei mir nicht an erster Stelle, zumal man an Teflon oder Ebony als "Gleitverbesserung" auch günstig herankommt, wenn man sich anderen Sternfreunden anschliesst. Da werden schnell mal ein paar Quadratzentimeter gemeinsam bestellt und vielleicht sogar gemeinsam "verbastelt".

Stellt man sich die Frage, wofür man sein Geld anlegt, dann müssen auch weitere Details der einzelnen Sets hinterfragt werden. Das fängt, wie oben schon geschehen, bei den beigelegten Okularen an, die unnötig Geld kosten, wenn man sich ohnehin (und sehr warscheinlich) für andere Okulare entscheidet. Gleiches gilt für den Sucher, wobei die Preisunterschiede erheblich sein können. Sucher aus solchen Teleskoppaketen finden sich mit Listenpreisen (einzeln) zwischen 20 und 80 Euro, und warum den Preisanteil für einen Sucher zahlen, den man vielleicht gar nicht benötigt, weil man sich für ein anderes Sucherkonzept entschieden hat?
Besondere "Features" sind auch zu hinterfragen, so bieten die Händler mal im Paket, mal gegen Aufpreis Lüfter an. Das klingt für den Einsteiger zunächst einmal sehr gut, wäre damit doch ein oft gebrachter Hinweis zum Newton/Dobson gleich mal erledigt - wirklich?!? Nein! Vielfach sind die Lüfterkonstruktionen zu einfach und eher unwirksam. Die oft gesehene Konstruktion, den Lüfter direkt an die Spiegelzelle, dicht hinter die Spiegelrückseite zu schrauben, ist freundlich gesagt "schlecht". Der Lüfter kann nicht gut arbeiten, weil der Luftstrom zwischen Lüftergehäuse und Spiegelrückseite bzw. den Gussteilen der Spiegelzelle kaum Platz findet. Der Lüfter bläst (vielmehr quirlt) lokal an einer Stelle des Spiegels. Diese Stelle kühlt schneller ab, als der Rest des Spiegels und so treten stärkere Verspannungen in der Auskühlphase auf. Zudem erreicht der Lüfter so nicht das, wofür ihn die Selbstbauer eigentlich erfunden haben: Er kann nicht die Warmluft-Schlieren aus dem Tubus absaugen. Also ist für eine richtige Belüftung nochmal eine Nacharbeit nötig, der Lüfter sollte auf einer geschlossenen Tubus-Rückwand sitzen und dort die Luft aus dem Tubus heraus blasen, also Frischluft vorne an der Tubusöffnung einsaugen. Dadurch werden die im Lichtweg des Teleskopes wabernden Warmluftschlieren "weggesaugt".

Also, nochmal kurz Zusammengefasst:
- Ein 2" Weitwinkelokular gleich zu Beginn macht viel Sinn.
- Umfangreiche Ausstattungspakete enthalten möglicherweise unnötige, aber teure Ausstattungsmerkmale.
- Das Feature Lüfter sollte man selbst angehen, wenn der Hersteller keine vernünftige Lösung bietet.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

danke für die ausführliche Erläuterung.
Das deckt sich so ziemlich mit meinen "schrecklichen Kalkulationstabellen" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Ich möchte - wenn möglich - die "Beilegware" (Sucher, Okular(e), Lüfter?) weggelassen und dann raus- bzw. verrechnet haben ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Meine bisherige Okular-Typenwahl bewegt sich innerhalb der Reihen TS SWM / TS WA / Reese UWA ... über die BWen grübel ich noch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> ... und hoffe dann mal auf eure "Korrekturen" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Den Standard-Sucher werde ich wohl gegen einen Skysurfer III tauschen lassen, den ich später evtl. mit einem "8x50-90°-alles-richtig-rum"-Sucher ergänzen möchte (???) ...
 
Hallo Ralf,

den Lüfter würde ich nicht kaufen, schon garnicht, wie Sven sagt, an der Spiegelzelle montiert und auf den Spiegel blasend, sondern ich würde mir einen alten PC Lüfter an eine mit Laubsäge und Bohrmaschine bearbeitete Sperrholzplatte nageln und diese dann als Tubusrückwand hinten drauf pappen. (Was ich mit nageln und drauf pappen meine, dass weiß man als Apollo 13 Retter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> )

Den 6x30 Sucher würde ich auch tauschen und zwar gegen 8x50... ohne Schnickschnack. Das Ziel Deiner Begierde im Bild des unbewaffneten Auges bringst Du mit dem eben diesem im Sucher zur Deckung und gut is. Beim Skysurfer fehlt Dir die Lichtsammelfähigkeit. Und wenn Du nur den 8x50 mit dem Umkehrprisma drauf hättest, würde oben genannte Peilmethode nicht funktionieren. Und zwei Sucher halte ich für übertrieben.

Frank
 
Guten Morgen Sven und Ralf,

ich persönlich würde auch auf beim Kauf mitgelieferten Schnickschnack verzichten, wenn möglich.

Zum Lüfter: Wie Sven schon beschrieben hat, sind manche Fertig-Konstruktionen unbrauchbar, und werden teuer erkauft. Daher besser einen Selbstbau in Erwägung ziehen - die Teile kosten fast nix, und viel Aufwand ist es auch nicht, je nachdem, was man tun möchte. Und: Eigenbau macht Spaß!

Zum OAZ: Bei meiner Frage im Forum, ob der OAZ des Celestron denn ausreichend sei, sagte manch einer, vergiß ihn, und vertrau dem OAZ des GSO. Das kann ich jetzt nicht bestätigen, nachdem ich mit dem Celestron beobachtet habe. Dessen OAZ arbeitet gut, das einzige, was mich stört, ist die Tatsache, daß man je für 1,25" und 2" einen eigenen Adapter hat, den man beim Wechsel tauschen muß. Aber damit lässt sich leben.

Zu den Okularen: Wenn möglich, nimm was gescheites! Man sagt immer so schön, daß das beste Teleskop mit lausigen Okularen nichts bringen kann. Und das stimmt! Ich habe lange mit SuperPlössl´s beobachtet. Diese liefern ein kontrastreiches, scharfes Bild. Aber haben keinerlei Weitwinkel. Und je nach Öffnungsverhältnis des Teleskopes, erreicht man damit nur mickrige Gesichtsfelder, was den Beobachtungsspaß schnell vermiesen kann. Welch beeindruckendes Erlebnis, wenn man dann mal durch Weitwinkelokulare schaut! Ich muß zugeben, ich hatte schon viele Okulare, und habe ->leider<- viele wieder verkauft wegen kontinuierlichem Geldmangel. Heute vermisse ich mein BW-80° und meine LVW´s schon irgendwie... Allerdings bin ich von den SuperPlössl´s weggekommen, und beobachte nun mit einem TSWA 32 und 26, sowie einem Hyperion 8 und 5mm. Die Lücken werden noch gefüllt, kommt Zeit, kommt Geld, kommt Zubehör! Die genannten 4 Okulare kann ich dir empfehlen. Die TSWA sind am f/5 noch gut brauchbar, sollten am f/6 also gute Ergebnisse bringen (Randschärfe). Der Einblick bei den Teilen ist gut. Die Hyperion finde ich klasse, sehr schöner Einblick, nahezu randscharf (f/5) und ein schöner Weitwinkeleffekt. Und sie sind bezahlbar, finde ich.

Zum Sucher: Ich würde nicht nur auf einen Leuchtpunkt, Telrad oder Rigel setzen. Für längere Zeit hatte ich nur einen Rigel. Schön, wenn mam Aufsuchkarten mit Kreisen dabei hat. Ansonsten kanns eng werden, insbesondere dann, wenn man kein Übersichtsokular dabei hat. Jetzt habe ich einen 9x50 montiert und den Rigel, damit finde ich (fast) alles.

Zur Rockerbox: Ich war bisher nur mit einer einzigen zufrieden, das war die meines 8" f/6 vor ein paar Jahren. Was danach kam, vor allem mit den Rollenlagern, gefiel mir überhaupt nicht. Daher tunte ich immer auf Ebony und Teflon, das funktioniert dann sehr gut, und kostet wenig. Oftmals bringt es auch was, die Box zu versteifen, durch Winkel etc, wenn sie nicht besonders stabil erscheint.

Sonstiges Zubehör: Auf Filter würde ich erst mal verzichten. Schau mal, was es ohne zu sehen gibt. Am besten mal bei anderen ausprobieren, welcher dir besser zusagen könnte, also UHC oder OIII im Allgemeinen. Auch Farbfilter würde ich erst später wenn überhaupt kaufen, erst mal bei anderen ausprobieren (Mond, Planeten). Nützlich finde ich einen Okularhalter an der Rockerbox oder Stativ, damit du beim Okularwechsel nicht laufend an den Koffer mußt. Ach ja, der Koffer, sowas solltest du auch haben. Es gibt verschiedene Varianten, vom Fotokoffer bis zur Werkzeugkiste. Hauptsache, du hast dein wertvolles Zubehör sicher verpackt und sortiert. Unheimlich wichtig ist eine rote Lampe, ein Sternenatlas oder Sternkarte, und, wenn du nicht weißt, was dich im Okular so erwartet, der DeepSky-Reiseführer. Darin sind Abbildungen enthalten, wie Objekte im Okular bei kleinen und mittleren Optiken aussehen. Das half mir am Anfang viel, denn ich wußte gar nicht, nach was ich im Okular eigentlich suchen muß...

So Ralf, und jetzt bist du dran: Such dir deine Röhre aus, geh zum Händler, kauf dir was Schönes. Und dann: Fang an zu Beobachten!!!

Viel Spass und allzeit CS!
 
Hi Ralf,
deckt sich so ziemlich alles mit dem, was ich Dir als PN geschrieben habe. Über Telrad oder nicht läßt sich gut streiten. Wenn ein Sucher mit Punkten oder Kreisen, dann den Telrad. Wenn`s ums liebe Geld geht, dann muß man auch einbedenken, daß alle anderen Sucher mit (sündhaft teuren) Knopfzellen arbeiten, der Telrad aber mit normalen und billigen Akkus. Das macht sich im Laufe der Zeit sehr positiv bemerkbar.
Thema Lüfter: haben zwischenzeitlich fast alle Hersteller serienmäßig. - Nur falsch herum eingebaut! - Also: ausbauen und umgekehrt einbauen und Klappe drauf, fertig!
Zu den anderen Themen hatte ich Dir ja geschrieben.

Gruß
Winfried
 
Hi allerseits!

Also hier mal zwei Varianten - links die "Low Cost" und rechts die "Luxus".

Beim Verzicht auf die diverse "Beipackware" muss man wohl berücksichtigen, dass der Händler beim Rausrechnen nicht unbedingt den Listenpreis ansetzen wird/kann, was aber jedoch beim Verrechnen mit anderen bei ihm mitgekauften "Utensilien" im Verhältnis Listenpreis zu Listenpreis möglich sein sollte.

In Klammern habe ich die Preise eines gängigen Händler gesetzt (ohne Gewähr <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />).


Teleskop

GSO200e (299,00) _____ GSO200c /ohne Lüfter nach Anfrage (313,00)

Sucher: 6x30 (-38,00) _____ 6x30 (-38,00)
Okular: 25mm Plössl (-28,00) _____ 25mm Plössl (-28,00)
OAZ: 2" standard _____ 2" Crayford
Spiegel: BK-7 _____ BK-7
Lüfter: keiner _____ keiner (siehe oben)

Auf Sucher und Okular des Standardpakets soll verzichtet werden und der Listenpreis mit dem Listenpreis anderer bestellter Ware verrechnet werden.

Das würde bei den beiden Varianten jeweils ein "Listenpreisminus" von 66,00 ausmachen und für die jeweils "abgespeckte" Version ergäbe das:

GSO200e 233,00 _____ GSO200c 247,00



Sucher/Peiler

Skysurfer III (32,00) _____ Skysurfer III (32,00) + 8x50 90° (89,00)

Peiler 32,00 _____ Sucher/Peiler 121,00



Okulare (für beide Varianten)

1,25" TS SWM 9 (59,00)
2,00" Reese UW 15 (79,00)
2,00" TS WA 32 (98,00)

Zur Wahl stand für mich noch das TS SWM 20 (59,00) und das Reese UW 20/30/Barlow (109,00), dieses evtl. anstatt dem TS WA 32.

Für das etwas "schmalblickendere" TS SWM habe ich mich im Hinblick auf evtl, Planetenbeobachtung mit etwas an Vergrösserung entschieden (Laien-Ansicht!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />).

Meine Auswahl habe ich, abgesehen von euren "dringenden" WW-Hinweisen auch von den Tests der Okulare bei Reese beeinflussen lassen ...

Okulare 236,00



Filter

Graufilter 13% (17,00) _____ variabler Polfilter (47,00)

Filter 17,00 _____ 47,00



Ergänzungen

Als spätere Ergänzung käme dann zunächst noch Sonnenfolie (20,00) und evtl. ein 2" OIII Baader (118,00) dazu, welche aber beim untigen "Komplett"-Endpreis nicht berücksichtigt ist. Nützliches "Klein- und Grosszeugs" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ist noch nicht berücksichtigt ...



Endpreis


"Low Cost"-Variante mit GSO200e als Basis: 518,00
"Luxus"-Variante mit GSO200c als basis: 651,00




Jetz harre ich der "Dinge" die da kommen ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Öhh, sündhaft teure Knopfzellen?!

Gibt 10 Stück für max. 2€ (teurere gibts immer aber bei dem geringen Verbrauch braucht man dei m.E. nicht) die man dann alle 2 Jahre mal wechseln muss (Betriebskosten: 10 Cent/Jahr) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

CS Benny
 
Hallo Ralf,

da musst du Mal schauen, ob die Händler Deinen Rechenkünsten folgen können oder ob da
eigene Rechnungen aufgemacht werden. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Zu den Okularen kann man sagen, dass das 32er TS so den Standard setzt.
Das 30er Reese (20er ohne Barlow) bietet mehr Feld, aber der absolut scharfe Bereich bleibt gleich.
Ich habe mich wegen das "Spacewalkfeelings" für das Reese entschieden, das TS ist aber keine schlechtere Wahl.
Das Reese als 20/30, hat mit der Barlow als 20er einen unangenehm langen Augenabstand an den man
sich gewöhnen kann oder auch nicht, ansonsten gibts Abschattungen (Kidney-Beaning) und ein
sehr unruhiges Einblickverhalten. Ok, die fast "Gratisbarlow" reizt und ist auch noch anderweitig gut brauchbar.
Das 15er Reese kenne ich nicht, es wird aber ganz sicher auch an F/6 nicht randscharf sein. Wie das Einblickverhalten
mit der Barlow als 10er ist weiß ich nicht.

Die Goldkanten von Reese lassen m.E. den TS SWM nichts (außer im Preis) nach.

Ich denke, dass Du mit dem 32er TS WA und einem Satz Reese Goldkanten 15, 9, 6 mm (SWA?)
absolut auf der sicheren Seite bist.
Die Variante mit dem 20/30er Reese, dem 15er Reese und einer 6 mm (!) Reese Goldkante wäre interessant,
da 30, 20, 15, 10 und 6 mm BW drin sind aber auch ein kleines Wagnis.

CS
*entfernt*
 
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