holger_merlitz
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Hallo Fernglasfreunde,
ich möchte hier mal auf einen interessanten Thread verweisen, der momentan im Cloudy-Nights Forum heiss diskutiert wird. Es geht darum, wieviel von dem Licht, das durch die Objektive einfällt, überhaupt bei der Austrittspupille ankommt. Es wird ja in der Werbung gern von 'über 90% Transmission durch super Vergütung ' geredet, aber es scheint, dass andere Faktoren wie z.B. die Dimension der Prismen einen deutlich grösseren Beitrag zum Lichtverlust in Ferngläsern leisten als die Transmissionseffekte an den Glasoberflächen. Hier ist der (zugegebenermassen) sehr lange Thread zu dem Thema:
http://www.cloudynights.com/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=binoculars&Number=81830&page=0&view=collapsed&sb=5&o=&fpart=all
Er ist noch nicht abgeschlossen und daher ist es momentan zu früh, ein Fazit zu ziehen. Inzwischen beginnen die Diskussionsteilnehmer ihre Geräte zu zerlegen, und daher bleibt es spannend
Interessanterweise scheint sich die folgende Erkenntnis heraus zu kristallisieren:
Kein Punkt der Austrittspupille erhält Lichtstrahlen vom gesamten Objektiv. Das ist so verwunderlich zwar nicht, da der äusserste Rand des Objektivs gern durch Streulichtblenden kontrolliert wird, aber die quantitativen Werte sehen alarmierend aus. Um zuverlässige Daten zu erhalten, wurde ein Laser benutzt: Zunächst strahlt der Laser durch die Mitte des Objektivs ein. Die Austrittspupille wird auf einen Schirm projiziert und deren Durchmesser bestimmt. Dann wird der Laser schrittweise Richtung Objektivrand bewegt. Man sieht dabei, dass sie Austrittspupille schon bald nicht mehr rund ist, sondern 'ein Stück fehlt', d.h. dieser dunkle Bereich der Austrittspupille 'sieht' das Licht nicht, das von diesem Punkt des Objektivs einfällt. Hier sind ein paar Daten, die Ed Zarenski erhalten hat:
Zitat:
at 50% out on the objective, the light illuminates the entire exit pupil,
at 60% out the light illuminates 88% of the exit pupil,
so the central 60% dia of the objective, provides light to 88% the diameter of the exit pupil, the outer 12% of the exit pupil has only got light from the center 50% of the objective.
at 70% out on the objective, the light goes to 76% of the exit pupil.
Now 10% further out on the objective and another 12% of the exit pupil is missing light.
All the extreme off axis light is MISSING the center of the exit pupil. at 80% out it goes to 64% of the exit pupil, and
at 90% out it goes to 52% of the exit pupil.
By ~92% of the distance out from the center of the objective, none of the light is reaching the center of the exit pupil.
This was the best performer. In some of the binoculars, by 75%-80% out from center, none of the light was reaching the central part of the exit pupil.
Zitat Ende
Es ist bisher ungeklärt, wo genau das Licht eigentlich verloren geht. Die Streulichtblenden konnten als Ursache ausgeschlossen werden. Also: Innerhalb der Prismen, oder etwa im Okular? Eine sehr interessante Fragestellung jedenfalls.
Viele Grüsse,
Holger
ich möchte hier mal auf einen interessanten Thread verweisen, der momentan im Cloudy-Nights Forum heiss diskutiert wird. Es geht darum, wieviel von dem Licht, das durch die Objektive einfällt, überhaupt bei der Austrittspupille ankommt. Es wird ja in der Werbung gern von 'über 90% Transmission durch super Vergütung ' geredet, aber es scheint, dass andere Faktoren wie z.B. die Dimension der Prismen einen deutlich grösseren Beitrag zum Lichtverlust in Ferngläsern leisten als die Transmissionseffekte an den Glasoberflächen. Hier ist der (zugegebenermassen) sehr lange Thread zu dem Thema:
http://www.cloudynights.com/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=binoculars&Number=81830&page=0&view=collapsed&sb=5&o=&fpart=all
Er ist noch nicht abgeschlossen und daher ist es momentan zu früh, ein Fazit zu ziehen. Inzwischen beginnen die Diskussionsteilnehmer ihre Geräte zu zerlegen, und daher bleibt es spannend
Kein Punkt der Austrittspupille erhält Lichtstrahlen vom gesamten Objektiv. Das ist so verwunderlich zwar nicht, da der äusserste Rand des Objektivs gern durch Streulichtblenden kontrolliert wird, aber die quantitativen Werte sehen alarmierend aus. Um zuverlässige Daten zu erhalten, wurde ein Laser benutzt: Zunächst strahlt der Laser durch die Mitte des Objektivs ein. Die Austrittspupille wird auf einen Schirm projiziert und deren Durchmesser bestimmt. Dann wird der Laser schrittweise Richtung Objektivrand bewegt. Man sieht dabei, dass sie Austrittspupille schon bald nicht mehr rund ist, sondern 'ein Stück fehlt', d.h. dieser dunkle Bereich der Austrittspupille 'sieht' das Licht nicht, das von diesem Punkt des Objektivs einfällt. Hier sind ein paar Daten, die Ed Zarenski erhalten hat:
Zitat:
at 50% out on the objective, the light illuminates the entire exit pupil,
at 60% out the light illuminates 88% of the exit pupil,
so the central 60% dia of the objective, provides light to 88% the diameter of the exit pupil, the outer 12% of the exit pupil has only got light from the center 50% of the objective.
at 70% out on the objective, the light goes to 76% of the exit pupil.
Now 10% further out on the objective and another 12% of the exit pupil is missing light.
All the extreme off axis light is MISSING the center of the exit pupil. at 80% out it goes to 64% of the exit pupil, and
at 90% out it goes to 52% of the exit pupil.
By ~92% of the distance out from the center of the objective, none of the light is reaching the center of the exit pupil.
This was the best performer. In some of the binoculars, by 75%-80% out from center, none of the light was reaching the central part of the exit pupil.
Zitat Ende
Es ist bisher ungeklärt, wo genau das Licht eigentlich verloren geht. Die Streulichtblenden konnten als Ursache ausgeschlossen werden. Also: Innerhalb der Prismen, oder etwa im Okular? Eine sehr interessante Fragestellung jedenfalls.
Viele Grüsse,
Holger