Hallo Marty,
da ich den Manfrotto 410 Neiger selbst mit einem kleinen Refraktor benutze, wollte ich mal meinen Senf dazugeben.
Der von Peter bemängelte vertikale Verstellbereich ist groß genug, wenn man die Herstellervorgabe, wohin die Linse zu zeigen habe, fröhlich ignoriert und die oberste Achse zur Höheneinstellung benutzt. Dann kommt man problemlos von etwa 30 Grad unter dem Horizont bis in den Zenit:
"Gewichtiger" ist da der Einwand der Astro-Last. Im Vergleich zu Deinem Apo ist mein Borg 65 mit 1,2 kg nur ein Fliegensch... äh ...gewicht. Mit einem 2-Zoll-Zenitspiegel und einem etwas dickeren Okular bist Du da schnell bei 4 kg. Um das zu simulieren, habe ich mal die Hantelchen meiner Freundin ausgeliehen:
Unterhalb von 75 Grad geht das noch, aber näher am Zenit muss man schon kräftig zupacken. Bei einem solchen Gewicht könnte die Side-Saddle-Konfiguration günstiger sein. Dabei liegt das Teleskop nicht *auf* dem Neiger, sonder hängt daneben:
Ich kann mit dem Manfrotto 410 auch noch bei 160x auf Mond und Planeten nachführen, allerdings nicht butterweich und präzise, sondern in kleinen Hopsern, bei denen das Objekt aber keineswegs aus dem Gesichtsfeld gerät.
Viele Grüße,
Stephan