Mark F
Aktives Mitglied
Visueller Beobachtungsbericht JUPITER / 20.12.2024 / ca. 19-20 Uhr:
Hallo,
ich will mich hier nicht nur auf die klaren Fakten beschränken, sondern auch die Rahmenbedingungen beschreiben. Seit Wochen konnte ich bei mir nicht mehr Beobachten. Das Wetter ließ es nicht zu. Aber am 20.12.2024 (Uhrzeit siehe oben) war es endlich so weit. Die Kinder waren leider schon „Bettfertig“ und vor allem sind sie (wie ich) noch alle irgendwie erkältet. Daher erwähnte ich besser nicht, was ich vorhabe (natürlich ist meine Aktion nachträglich aufgeflogen…es kam zu berechtigten Protesten seitens meiner „Nachkommen“).
Vorab:
Meine ganzen Instrumente lagern im Keller. Die Kellertür führt hinten Richtung Süden-Osten raus (erdgleiche). Dort ist es recht dunkel, keine Lichtverschmutzung. Bedingt durch die im Keller lagernden Weihnachtsgeschenke und dem Tannenbaum war „auf die Schnelle“ nur eine Optik „greifbar“. Mein Beroflex grab&go. Na, das wollte ich auch mal richtig testen. 4 Meter Transportweg und draußen war es. Leider natürlich ohne nennenswerte Auskühlzeit (der Tubus des Beroflex ist ja gut geschlossen / Frontlinsen und die 2 Linsen am Ende – Temperaturunterschied drinnen draußen 15 °C). Aber es muß auch so gehen. Leider war draußen leichter Wind zu verspüren. Je weiter weg von Haus umso mehr. Also blieb ich etwas Windgeschützt an der Hauswand (das Haus ist gut isoliert, daher gehe ich von wenig Wärmeabstrahlung des Hauses aus. Das hat ja auch Einfluß auf das Seeing…).
Bedingungen:
Tubus nicht ausgekühlt,
Luftunruhe,
leichter Wind,
Himmel nicht so abgedunkelt wie man es gerne hätte
Benutzte Instrumente:
„Teleskop“:
Beroflex Objektiv (schon mehrfach im Forum gezeigt) / D Objektiv 62,5mm / f8
Okulare:
-Seben Zoom Okular 8-24mm (Vergrößerung am Beroflex 21-63 fach (gerundet) / AP 1-3
-Baader classic Ortho 6mm (Vergrößerung 83 fach / AP 0,76
Beobachtung:
Das Auffinden mit dem zwischen Stativschelle des Beroflex und der Prismenschiene adaptierten Rotpunktfinders war schnell erreicht. Mit der 83 fachen Vergrößerung konnte ich Jupiter samt der 3 sichtbaren Monde sehr schön sehen (wie ich erst später mittels Stellarium ermitteln konnte, war es wieder IO, der sich verstecke).
Die Abflachung Jupiters war gut sichtbar (oder bildet man sich das nur ein, weil man es weiß?). Ebenfalls die Wolkenbänder waren sichtbar (zu Anfangs eher erahnbar). Die Luft war doch recht unruhig. Nach gewissen Zeit wurde die Sicht merklich besser (Auskühlung und Adaption des Auges). Das genaue Zählen der Wolkenbänder war mir dann doch nicht möglich. Leider hatte ich meinen Gelbfilter drinnen gelassen. Ich wollte jetzt aber nicht noch mal rein und das Licht einschalten. Nächstes mal kommt der gleich mit.
[[Jupiter „tanzte“ zu anfangs im Okular. Da könnte man glatt meinen die Quantenphysik (stimmt natürlich nicht) hat was damit zu tun. Die Photonen können sich nicht entscheiden als diffuses Wellenpaket oder als Teilchenstrom auf meine Linsen zu treffen
]]
Nachgang:
Die Beobachtungsrunde war ein „Schnellschuß“. Keine Auskühlung vorbereitet und den Filter vergessen. Aber ich habe gar nicht damit gerechnet an diesem Abend überhaupt meinen Linsen irgendwas zeigen zu können. Von daher alles ok
Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass die Kinder (3 Stück) jetzt bald ins Bett müssen (für die 2 Großen war ich zuständig und für die Kleine meine Frau). Ich also rein und aus den warmen Klamotten raus. Das blieb nicht unbeobachtet und ich durfte mir anhören, dass in den Ferien alle mit raus müssen (gerne doch)!
Ich nahm mir vor gegen 23-24 Uhr noch mal raus zu gehen. Vielleicht kann ich ja dann mal so einen schönen farbigen Doppelstern trennen.
Also, Kellertür auf, schneller Rundblick und gleich Tür wieder zugemacht. Die Sterne waren nicht mehr zu sehen. Das wars.
Sorry, wenn der Bericht jetzt nicht soooo professionell ist
Viele Grüße Mark
Hallo,
ich will mich hier nicht nur auf die klaren Fakten beschränken, sondern auch die Rahmenbedingungen beschreiben. Seit Wochen konnte ich bei mir nicht mehr Beobachten. Das Wetter ließ es nicht zu. Aber am 20.12.2024 (Uhrzeit siehe oben) war es endlich so weit. Die Kinder waren leider schon „Bettfertig“ und vor allem sind sie (wie ich) noch alle irgendwie erkältet. Daher erwähnte ich besser nicht, was ich vorhabe (natürlich ist meine Aktion nachträglich aufgeflogen…es kam zu berechtigten Protesten seitens meiner „Nachkommen“).
Vorab:
Meine ganzen Instrumente lagern im Keller. Die Kellertür führt hinten Richtung Süden-Osten raus (erdgleiche). Dort ist es recht dunkel, keine Lichtverschmutzung. Bedingt durch die im Keller lagernden Weihnachtsgeschenke und dem Tannenbaum war „auf die Schnelle“ nur eine Optik „greifbar“. Mein Beroflex grab&go. Na, das wollte ich auch mal richtig testen. 4 Meter Transportweg und draußen war es. Leider natürlich ohne nennenswerte Auskühlzeit (der Tubus des Beroflex ist ja gut geschlossen / Frontlinsen und die 2 Linsen am Ende – Temperaturunterschied drinnen draußen 15 °C). Aber es muß auch so gehen. Leider war draußen leichter Wind zu verspüren. Je weiter weg von Haus umso mehr. Also blieb ich etwas Windgeschützt an der Hauswand (das Haus ist gut isoliert, daher gehe ich von wenig Wärmeabstrahlung des Hauses aus. Das hat ja auch Einfluß auf das Seeing…).
Bedingungen:
Tubus nicht ausgekühlt,
Luftunruhe,
leichter Wind,
Himmel nicht so abgedunkelt wie man es gerne hätte
Benutzte Instrumente:
„Teleskop“:
Beroflex Objektiv (schon mehrfach im Forum gezeigt) / D Objektiv 62,5mm / f8
Okulare:
-Seben Zoom Okular 8-24mm (Vergrößerung am Beroflex 21-63 fach (gerundet) / AP 1-3
-Baader classic Ortho 6mm (Vergrößerung 83 fach / AP 0,76
Beobachtung:
Das Auffinden mit dem zwischen Stativschelle des Beroflex und der Prismenschiene adaptierten Rotpunktfinders war schnell erreicht. Mit der 83 fachen Vergrößerung konnte ich Jupiter samt der 3 sichtbaren Monde sehr schön sehen (wie ich erst später mittels Stellarium ermitteln konnte, war es wieder IO, der sich verstecke).
Die Abflachung Jupiters war gut sichtbar (oder bildet man sich das nur ein, weil man es weiß?). Ebenfalls die Wolkenbänder waren sichtbar (zu Anfangs eher erahnbar). Die Luft war doch recht unruhig. Nach gewissen Zeit wurde die Sicht merklich besser (Auskühlung und Adaption des Auges). Das genaue Zählen der Wolkenbänder war mir dann doch nicht möglich. Leider hatte ich meinen Gelbfilter drinnen gelassen. Ich wollte jetzt aber nicht noch mal rein und das Licht einschalten. Nächstes mal kommt der gleich mit.
[[Jupiter „tanzte“ zu anfangs im Okular. Da könnte man glatt meinen die Quantenphysik (stimmt natürlich nicht) hat was damit zu tun. Die Photonen können sich nicht entscheiden als diffuses Wellenpaket oder als Teilchenstrom auf meine Linsen zu treffen
]]Nachgang:
Die Beobachtungsrunde war ein „Schnellschuß“. Keine Auskühlung vorbereitet und den Filter vergessen. Aber ich habe gar nicht damit gerechnet an diesem Abend überhaupt meinen Linsen irgendwas zeigen zu können. Von daher alles ok

Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass die Kinder (3 Stück) jetzt bald ins Bett müssen (für die 2 Großen war ich zuständig und für die Kleine meine Frau). Ich also rein und aus den warmen Klamotten raus. Das blieb nicht unbeobachtet und ich durfte mir anhören, dass in den Ferien alle mit raus müssen (gerne doch)!
Ich nahm mir vor gegen 23-24 Uhr noch mal raus zu gehen. Vielleicht kann ich ja dann mal so einen schönen farbigen Doppelstern trennen.
Also, Kellertür auf, schneller Rundblick und gleich Tür wieder zugemacht. Die Sterne waren nicht mehr zu sehen. Das wars.
Sorry, wenn der Bericht jetzt nicht soooo professionell ist
Viele Grüße Mark