visuelle Beobachtungsziele mit 80mm Öffnung

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edlin

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Hallo zusammen :)

ich bitte um Euren Rat, welche Beobachtungsziele sich mit einem 80mm Refraktor lohnen. Ich weiß, dass 80mm als völlig ungeeignet angesehen werden für den visuellen Einsatz. Doch genau deshalb frage ich hier, welche Objekte sich zur Beobachtung überhaupt lohnen, bzw. in Reichweite der 80mm Öffnung sind.

Kurz ein paar Eckdaten:

Teleskope:

ED 80/600 (1,25"&2") ; FH 80/400 (1,25")

Okulare (AP am ED; Vergrößerung; AP am FH; Vergrößerung)

1,25" Seben ED 2.3mm (0,3;261x;0,5;174x)
1,25" TMB 4mm (0,5;150x;0,8;100x)
1,25" TS-Zoom 7-21mm (0,9-2,8;86-29x;1,4-4,2;57-19x)
1,25" Celestron Plössl 20mm (2,7;30x;4mm;20x)
1,25" Baader Eudiaskopisch 35mm (4,7;17x;7;11x)
1,25" TS-Barlow 1,5x/2x
2" BW-Optics 30mm 80° (ED 4;20x)


Der Himmel wird voraussichtlich Mag 6 haben.
(ITT Kärnten, Emberger Alm).

Welche Beobachtungsziele wären da lohnenswert?

Vorgemerkt habe ich mir bereits folgende:

  • Nord Amerika Nebel
  • Ha und Chi - Doppel-Sternhaufen
  • Andromeda Galaxie
  • Orion Nebel
  • Plejaden
  • Lagunen und Trifid Nebel
  • Albireo

Über weitere Vorschläge wäre ich sehr dankbar. :biggrin:

Viele Grüße
Philipp
 
Hallo Philipp,

Ich weiß, dass 80mm als völlig ungeeignet angesehen werden für den visuellen Einsatz.

Lass Dir doch nicht so einen Blödsinn einreden. Es gibt eine Menge mit 80mm zu sehen. Natürlich hängt das auch von Deinen persönlichen Erwartungen ab. Viele Objekte werden nur winzige Nebelfleckchen bleiben. Dennoch gibt es viele lohnende Objekte, gerade bei einem guten Himmel wie beim ITT. Vor allem Objekte mit einer größeren Ausdehnung, wie viele offene Sternhaufen bieten einen wunderbaren Anblick und die sogenannten Fernglasobjekte sowieso. Mit Deinem 30er 80° Okular kannst Du endlos durch die Sternfelder der Milchstraße surfen, da kann kein noch so großer Lichteimer mithalten. Auch neben Albireo gibt es noch genügend andere lohnende Doppelsterne. Schau doch einfach mal in den "Karkoschka", dort gibt es Hinweise welche Objekte mit welcher Öffnung erreichbar sind.

 
Hallo Phillip,

ein idealer Begleiter für Ferngläser und kleie bis mittlere Teleskope bis 6/8" Öffnung ist und bleibt der Atlas für Himmelsbeobachter von Erich Karkoscha (Kosmos Verlag).

Ganz nebenbei geht unter passablen Bedingungen die komplette Messier Liste mit dem Gerät und viele NGCs dazu.
Häufiger als z.B. mit 8" musst Du dabei allerdings mit der Sichtung des Objekts (z.B. als nebliges Wattebäuschchen) zufrieden sein und erreichst eben kaum Detailauflösung an KS/GX pp).
Ganz nebenbei gibt es aber viele großflächige Nebel und große/nahe Sternhaufen die mit dem großen erreichbaren Feld eben erst richtig zu Geltung kopmmen (Plejaden/Krippe/Nordamerika mit Pelikan) und Spaziergänge durch die Milchstraße machen einen Heidenspass.

Mein Hauptgerät ist schon lange ein 8" F/6 Newton aber den etwas neueren 102/500er möchte ich keinesfalls missen.
Der hat mir mehr gefehlt als der in Planung befindliche größere Dobson und wird unausweichlich auch an dieses Gerät adaptiert.

CS
*entfernt*
 
Hallo zusammen :)

Danke für die vielen Antworten. Die Deepsky-liste weist ja tatsächlich unzählige Möglichkeiten auf.

Buchmäßig werde ich mich später noch eindecken, dafür ist die Zeit nun leider zu knapp geworden, aber trotzdem danke für die Hinweise, ich werde die Bücher auf jeden Fall vormerken.

Einfaches ausprobieren habe ich bisher gemacht, wobei es oftmals ein bischen frustrierend war unter einem schlechten und leicht dunstigen Himmel Objekte von der Goto angesteuert zu bekommen, die ohnehin nur mit 12" sichtbar wären. Deshalb will ich mich diesmal etwas vorbereiten. ;)

Herzlichen Dank und viele Grüße
Philipp

 
Hallo Philipp,

also gerade bei einem dunklen Alpenhimmel, steigen die Möglichkeiten die man mit so einem Teleskop hat doch ungemein, das ist bei entsprechender Wetterlage manchmal der reine Wahnsinn!!
Auf jeden Fall kannst du dich mit dem Karkoschka zusammen mal durch einzelne Sternbilder hangeln und mit den Vergrößerungen herumexperimentieren, das ist so einiges machbar.
Vorallem aber macht es Spaß mit so einem Gerät großfläche Strukturen abzufahren, deswegen...solange die Milchstraße noch halbwegs hoch am Himmel steht -> Ausnutzen und jede Sekunde geniessen! Da gibts zwischen Schwan und Schütze genug Ecken in der Milchstraße die dich vom Hocker hauen, gerade die Schildwolke und natürlich alles im Schwan, und zum ITT sollte am Anfang der Nacht auch noch einiges in der Milchstraße machbar sein.

besten gruß und viel Spaß auf der Alm (da müsst ich auch mal wieder hin!),
André
 
Hallo André,

den Spaß werden wir alle sicherlich haben, danke. :)

Mir ist auch ein kleiner Fehler unterlaufen, die Grenzgröße dürfte für den Alpenhimmel Mag 7 sein, also 0,5 Mag schlechter als Namibia und 0,5 Mag besser als ein guter Landhimmel.

Bislang habe ich immer bei etwa Mag 5,5 beobachtet, was ländlichen Gemeinden entspricht.

Gruß
Philipp :)
 
kleine aber doch erhebliche Korrektur :/


Der Himmel wird voraussichtlich Mag 7 haben.
(ITT Kärnten, Emberger Alm).
 
Hallo zusammen,

naja, nen 7er Himmel glaube ich zwar nicht ganz. Eher so 6,5 aber egal. Das Problem ist auch, das zu ein sehr langbrennweitiges Okular bei F7,5 brauchst um auf eine entsprechend hohe AP zu kommen. "Ultra Weitwinklig" gibt es da für 2" leider nichts.
Btw. Gibt es überhaupt ein Randscharfes >=45mm Okular für F7,5 ?

Gruß

Matthias
 
Hallo Philipp,

den Spaß werden wir alle sicherlich haben, danke. \:\)

Jo, dann hoffe ich mal auf gutes Wetter...hmm...wenn ich es mir recht überlege...auf der Emberger Alm war ich lange nicht mehr und ich habe da noch ein paar Urlaubstage zu verprassen, hmm...da wird man nachdenklich.

Übrigens, was die Grenzgröße angeht...da kommts doch schon ziemlich auf die Wetterlage an. Ich habe schon etliche Astronächte auf der Emberger Alm verlebt und seit dem weiß ich dass es Tauprobleme auch in den Bergen geben kann, gerade in der zweiten Nachthälfte kann es da ziemlich feucht werden, und der Himmel dort ist zwar schon so richtig gut, aber ich denke nicht, dass ich da jemals einen Himmel erlebt habe der auch nur annähernd in Richtung Mag 7 kam.
Ich hatte mal ne Astroexkursion nach Andalusien unternommen, da gabs immer nen Himmel mit 6,9 Minimum wenn ich es richtig in Erinnerung habe, und der Himmel dort war mit dem von der Emberger Alm in keinster Weise vergleichbar...großer Unterschied! Aber Emberger Alm ist auf jeden Fall auch gut, gerade wenn man sonst so gut wie nie aus den dicht besiedelten Gegenden raus kommt, unter gescheiten Himmel.
Da ich gerade sehe dass du aus Köln kommst und ich auch gerade in meinem Büro in Köln sitze und zum...naja...fast klaren Himmel schaue kenne ich das Problem ziemlich gut.


also clear skies,
André
 
Hallo :)

die Mag 7 habe ich einer Tabelle entnommen - ist natürlich auch nur als ungefährer Wert anzusehen, damit da was steht. ;) Doch selbst wenn der Himmel "nur" Mag 6,5 erreichen sollte, so wäre das ein gravierender Fortschritt zu Mag 5 oder 5,5.

Ronald Stoyan schrieb mal zur Grenzgröße bezogen auf den Helix Nebel:
"50mm Öffnung zeigen ihn bei Mag 5 Grenzgröße nur extrem schwach. 1 Mag mehr Grenzgröße bringt hier wesentlich mehr als eine Steigerung der Öffnung um 153mm!"

Da bin ich mal gespannt - solange ich endlich wieder meine Diamanten, Smaragde, Rubine und Saphire auf schwarzen Samt zu sehen bekomme, bin ich zufrieden und der Aufwand hat sich gelohnt. :biggrin: Kugelsternhaufen, wie Diamanten-Colliers, darf der 8" GSN auflösen ;) Okay, bevor es hier kitschig wird, hör' ich lieber auf. :/

Wenn der Himmel frei ist, sehe ich dann auch endlich mal, was die Optik zu leisten im Stande ist.

Mit f/7.5 eine AP nahe 7 zu erreichen, habe ich aufgegeben. Dazu würde mir einzig noch das bezahlbare WO SWAN 40mm (70°)einfallen (AP 5,3). Das werde ich auch mal ausprobieren - sofern Wolfi es nicht vergisst :schwitz:

Die max. AP von 7mm wird das Leitrohr (FH80; f/5) und der 200mm Newton (f/5) aufbringen können in Verbindung mit dem 35mm 49° Eudiaskopischen Okular. Durch Nachführung und Goto wird das "ehrliche", reale Gesichtsfeld wohl auch nicht negativ ins Gewicht fallen. Dafür entschädigen 263' ArcMin am FH80/400 - da passt nun wirklich alles rein. ;) Aber auch 105' am Newton sind noch beachtlich.


Mal sehen. Ich habe schon ganz viel Vorfreude. :biggrin:

Vielen Dank für alle Links und Tipps.

Gruß und Clear Skies
Philipp


p.s. Wem noch ein Objekt spontan einfällt, einfach schreiben. :)
 
Hallo Philipp,
auch noch mein Senf, obwohl die DSL eigentlich schon alles sagt:
Im 8x30 habe ich bis jetzt ca. 130 DS-Objekte bei 6-mag-Himmel eindeutig sehen können.
Im 10x50 gehen fast alle Messiers.
Herbert Zellhuber hat mal in einer Stunde 60 (?) Galaxien mit einem 30x80 beobachtet.

Wer sagt eigentlich, dass 80 mm nicht ausreichen? Martin Birkmeier? Dass 8 Zoll für DS das Minimum sind???
So gerne ich bei ICS einkaufe, aber der Quatsch, der da in seinem Katalog steht...
 
Hallo Kay,

eigentlich hat nie jemand gesagt, dass irgendeine Öffnung nicht ausreicht.
Ich denke, diese seltsame Sache beruht auf einer völlig unzutreffenden Interpretation der Gedanken von vielen Sternfreunden zu visuellen Alroundteleskop.

Da kamen wir zu einer Definition, die so ungefähr sagt, dass ein visueller Allrounder geeignet sein muss, unter hiesigen Bedingungen zumindest die helsten Objekte aller für den Hobbyastronomen erreichbaren Objektlassen so zu zeigen, dass die natur des Objekts eindeutig erkennbar wird.

Im Ergebnis kommt man dafür auf 6-8" Öffnung und damit auch gleich zum 8" F/6 Newton/Dobson als die bazahlbarste Verision des Allrounders.
Nachgelegt wurde dann noch eine Debatte über einen 6" F/6 Newton/Dobson mit 2" OAZ als wünschenswerte Einsteigerlösung. Jede Menge Absichtsbekundungen und noch kein Ergebnis.

Daraus wurde dann irgendwie gestrickt, dass behauptet worden sein soll, DS unter 8" sei sinnlos, was völliger Unsinn ist.

CS
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

theoretisch geht dem 80mm Refraktor nur die Puste aus, wenn Vergrößerung gefragt ist, denn dann wird's zappen duster, wobei auch das Auflösungsvermögen aus einem Kugelsternhaufen gerne mal einen diffusen Fleck macht. Das kann ich jedoch noch nicht ganz aus eigener Beobachtung bestätigen, da jedes Mal die Optik durch Tau beschlagen war, wenn ich einen Kugelsternhaufen in Angriff nehmen wollte. (für's nächste Mal werden Tauschutz-Heizungen verwendet)

Beim ITT hoffe ich mal einen fairen Vergleich zu sehen. Klar, so ein 200/1000 f/5 Newton bietet erheblich mehr Vergrößerung bei gleicher Lichtstärke im Vergleich zu einem 80/400 f/5 Refraktor, doch wenn diese Vergrößerung nicht gefragt ist, sehe ich einen Vorteil bei Letzterem.

Ein weiterer Aspekt ist das Auflösungsvermögen.
Da ist der 8" Newton natürlich auch im Vorteil, selbst wenn man 25% Abschattung einkalkulieren würde. Doch das Auflösungsvermögen ist bei schwacher Vergrößerung ohnehin sekundär.

Zusammenfassend was mir persönlich an Refraktoren so gefällt, sind die geringen Abmessungen, bequeme Beobachtungsposition ohne "Tanz um die Montierung" und häufiges Verstellen der Schellen um halbwegs bequem einblicken zu können. Dazu entfällt die Justage und Auskühlzeit - zumindest bei den kleinen Refraktoren (ED80+FH80).

Ich bin gespannt :) für einen kleinen "Spacewalk" nehme ich auch mal eine Ayo-Montierung mit - so kann ich euren Empfehlungen leichter nachkommen als bei einer schweren, etwas behäbigen HEQ5Pro Goto. ;)

Viele Grüße
Philipp
 
kleiner Nachtrag:

Zu den Vorzügen eines guten Refraktors zählt natürlich auch der ästhetische Eindruck bei der Sternabbildung. Meine gerne erwähnten Diamanten, Smaragde, Rubine und Saphire auf schwarzen Samt. :biggrin: Damit kann ein Reflektor kaum aufwarten.

So hat jedes System seine Stärken und Schwächen.
Mir bot sich vor kurzer Zeit auch ein sehr guter Newton an zum wirklichen Schnäppchenpreis, doch habe ich verzichtet, weil 2x das gleiche Teleskop in einer Gruppe muss nicht sein. Dann lieber etwas neues probieren - einen 130er APO z.B. :biggrin: da der aber etwas zu teuer ist, wäre ein 120er ED sehr interessant - aber erst dann, wenn der Horizont des 80er EDs und FHs erschöpft ist.

Doch wenn hier von tausenden Objekten bei 80er Öffnung die Rede ist, kann das sehr lange dauern. Besonders bei unserem miesen Wetter. :confused:

Viele Grüße
Philipp

 
Hallo Philipp,
kleiner Nachtrag:

Zu den Vorzügen eines guten Refraktors zählt natürlich auch der ästhetische Eindruck bei der Sternabbildung. Meine gerne erwähnten Diamanten, Smaragde, Rubine und Saphire auf schwarzen Samt. Damit kann ein Reflektor kaum aufwarten.
das ist leider einer der typischen falschen Irrtümer über die angeblichen Vorzüge eines Refraktors. Wenn Du einen 80 mm Reflrektor hättest bekommst Du die aufgezählten "Schätze" sogar viel billiger auf pechkohlrabenschwarzem Untergrund serviert, dazu noch absolut lupen- farbrein ;). Man z. B. auch einen 8" Newton off axis auf 80 mm abblenden mit dem gleichen Effekt. Dann gibt en auch noch kleine Schiefspiegler...

Gruß Kurt

PS.: Den schwarzen Untergrund kannst Du auch bei jedem größeren Spiegelteleskop sicherstellen indem Du ein Neutralglasfilter mir mäßiger Dämpfung vors Okular schraubst.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Kurt,

Wenn Du einen 80 mm Reflrektor hättest bekommst Du die aufgezählten "Schätze" sogar viel billiger auf pechkohlrabenschwarzem Untergrund serviert, dazu noch absolut lupen- farbrein ;). Man z. B. auch einen 8" Newton off axis auf 80 mm abblenden mit dem gleichen Effekt.

Den Vergleich zwischen einem kleinen Refraktor und einem off axis abgeblendeten Newton, der sogar billiger ist, bringst Du hier ja nicht zum ersten Mal. Rein theoretisch hast Du ja recht, aber praktisch hat das Ganze wenig Sinn. Denn wer würde einen größeren Newton freiwillig off axis abblenden, außer vielleicht bei der Sonnenbeobachtung. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass ein kleiner Refraktor, aufgrund der kürzeren Brennweite, eine Weitfeldbeobachtung erlaubt die sehr zum ästhetische Eindruck beiträgt. Und über die Handlichkeit brauchen wir glaube ich gar nicht erst reden.
 
Hallo Ralf,
... Den Vergleich zwischen einem kleinen Refraktor und einem off axis abgeblendeten Newton, der sogar billiger ist, bringst Du hier ja nicht zum ersten Mal.
davon wird es nicht falsch :confused:. Aber ich gebs langsam auf gegen den Wunderglauben der Nadelpunktfeinabbildung von Sternen auf pechkohlrabebschwarz, speziell NUR bei Refraktoren zu predigen. Deine anderen Argumente sind davon unberührt.

Gruß Kurt
 
Hallo Kurt,

das Beispiel mit dem 80mm Reflektor wage ich mal stark zu bezweifeln.:gutefrage: Was bleibt denn da noch an Licht übrig, wenn wir noch die Abschattung durch den Fangspiegel beachten. Kontrast mau, Licht mau - alles maumau :biggrin:

Kleine Ausnahme dürfte wohl lediglich der "Clant" von Orion sein. Wobei dieser mit f/13,6 nicht mit einem Rich-Field / Universal Refraktor zu vergleichen ist. Denn mit f/13,6 eine vernünftige AP hinzukriegen ist ungleich schwerer als mit f/7,5 :/

Lieber Gruß
Philipp
 
Hallo:Philipp

Ich war erst 16Jahre alt da war Ich in der
Ausbildung ,damals Kaufte Ich mir mein erstes
Teleskop ein 90cm mal 100cm Refraktor von Tasco
das war mein anfang zum Sterne Beobachten,jedes
Teleskop zeigt seinen Himmel.
Es vergingen einige Jahre bis Ich mir mein Zweites
Teleskop gekauft habe und wieder weitere Jahre
bis zum Drietem Teleskop und wieder Jahre Vierte
Teleskop, habe dabei gelernt im Kleinem Teleskop
sind die Pleaden,Orion,H+Chi und viele ander sehr gut
zu erkennen da es Große Objekte sind und Du soldest
den Mond nicht vergessen.
Erdbeobachtungen sind auch eine ganz schönne sach mache Ich
auch hin und wieder Vögel, Baumkronen, Tannenzapfen in den
Bäumen den die Natur zeigt denauso viel wenn es dir
Interessiert.

Mit Gruß:Manfred
 
Hallo Manfred,

bei mir lief es etwas anders mit den Teleskopen:

Zuerst einen ED80/600 auf HEQ5 - das war mir zuviel Schlepperei. Dann die HEQ5 verkauft und durch maßlos überforderte Giro Mini ersetzt - war zwar leicht aber keine Freude.

Beides verkauft und auf einen Meade Schmidt-Newton 6" auf Ayo mit klapprigen Berlebach Stativ umgestiegen. Leider war wohl das Gegengewicht zu gering und das Stativ nur auf dem Papier geeignet. Weiterhin machte mir die Aufsucherei zu schaffen. Außerdem vermisste ich den ED80.

Wieder beides verkauft und stattdessen auf einen ED80/600 Pro auf HEQ5 Pro Goto umgestiegen. Kürzlich für photographische Zwecke um ein FH80/400 Leitrohr erweitert. Eine schöne Kombination :-)

Wetterbedingt konnte ich die Leistung der Refraktoren leider noch nicht wirklich ausnutzen. Lediglich H&Chi (H & Chi) ist immer wieder ein sehr dankbares Beobachtungsziel bei verschiedensten Vergrößerungen.

*Hatschi* (musste jetzt ernsthaft niesen..wegen H & Chi vielleicht :biggrin:)


Wenn jedoch die Refraktoren unter Alpenhimmel ganz und gar nicht das leisten, was zu erwarten wäre, könnte die Geschichte so weitergehen, dass entweder ein 8" Newton oder ein ED120 auf der Wunschliste landet.

Danke für eure zahlreichen Erfahrungen und Tipps. :)

Gruß
Philipp


 
Hallo Philipp,
kürzlich bin ich aus meinen Ferien in den Bergen zurückgekommen. Im Urlaub habe ich stets meinen ED80 Refraktor dabei.
Da ich immer Protokoll führe, kann ich dir die Liste mit den in diesem Urlaub beobachteten Deepsky-Objekten anfügen. Aufgeführt habe ich nur diejenigen Objekte, welche einwandfrei gesichtet, und eingehend betrachtet wurden. Die gescheiterten Ziele sind nicht mit dabei. Diese Liste ist die Zusammenfassung aus vier Beobachtungsabenden.

M31 , M32 , M110 , NGC281 Pacmannebel, Zirrennebel, NGC7000 Nordamerikanebel, IC5070 Pelikannebel, NGC884/869 h & Chi Persei, M28, M8 Lagunennebel, M20 Trifidnebel, M71, M33, M27 Hantelnebel, M72, NGC7293 Helixnebel, M2, M30, NGC1396 Elefantenkoffer, NGC6934, M15, NGC1499 Kaliforniennebel ( H-Betafilter nötig), M16 Adlernebel, M17 Omeganebel, M2, M13, M15, M11, IC4756, NGC6633, NGC 7789, M52, NGC457 Eulenhaufen, M103, NGC 663, NGC654,NGC559, NGC752, M76.

Alle diese Objekte habe ich mit meiner azimutalen AYO-Montierung angefahren. Als Hilfe diente lediglich der Karkoschka und ein Reddotfinder auf dem Teleskop. Den Karkoschka habe ich allerdings ein wenig getunt, und um ein paar Objekte erweitert.

IMHO sollte das als Beweis für die Tauglichkeit eines 80er Refraktors bereits ausreichen, die Liste mit den beobachteten Doppelsternen habe ich deshalb nicht auch noch aufgeführt.

Grüsse, Peter
 
Zitat von Kurt:
Hallo Philipp,
kleiner Nachtrag:

Zu den Vorzügen eines guten Refraktors zählt natürlich auch der ästhetische Eindruck bei der Sternabbildung. Meine gerne erwähnten Diamanten, Smaragde, Rubine und Saphire auf schwarzen Samt. Damit kann ein Reflektor kaum aufwarten.
das ist leider einer der typischen falschen Irrtümer über die angeblichen Vorzüge eines Refraktors. Wenn Du einen 80 mm Reflrektor hättest bekommst Du die aufgezählten "Schätze" sogar viel billiger auf pechkohlrabenschwarzem Untergrund serviert, dazu noch absolut lupen- farbrein ;). Man z. B. auch einen 8" Newton off axis auf 80 mm abblenden mit dem gleichen Effekt. Dann gibt en auch noch kleine Schiefspiegler...

Gruß Kurt

PS.: Den schwarzen Untergrund kannst Du auch bei jedem größeren Spiegelteleskop sicherstellen indem Du ein Neutralglasfilter mir mäßiger Dämpfung vors Okular schraubst.

Moinsen Kurt, altes Spiegelglas,

klar in der Theorie hast Du recht. Die Praxis - gerade in Bezug auf Handhabbarkeit - zeigt Dir aber die lange Nase.

Nehmen wir mal n 80/600er Teleskop.

Der Refraktor wird Dir den besagten ästhetischen Eindruck ("Diamanten ...") ohne Weiteres liefern. Den packst Du dann in Dein Reisegepäck und guckst Dir diese Diamanten auch in Südafrika an.

So.

Der Reflektor:

Zunächst gibt es leider keinen 80/600er Reflektor - es sei dann, man baut sich einen. Farbrein ist er - zweifelsohne. Nur saut dann ein kontrastreduzierender FS im Strahlengang herum ... der "Diamatenstaub" gerät dann eher zur "Diamantenwollmaus" ;-) . Oder, um mal anders zu sprechen: auch theoretisch gesehen (praktisch auch) werden durch die kontrastreduzierenden Streuerscheinungen am FS und den Streben die Sterne eben nicht so "feinstäubig" abgebildet, wie in einem FS-freien Strahlengang.

Okay, ausseraxiale Abblendung. Kann man z.B. am 8"/f6 machen. Ist auch schön transportabel, so eine Lösung *lach* Werde ich an meinem Mr. Rotten - eben ein solcher 8erf6 - auch mal machen und kann dann sicher schön beobachten. Aber in Südafrika?

Da würde jeder Normaldenkende und -Handelnde sicher nicht den größeren Spiegel minehmen, sondern die kleinere Linse.
Theorie .. okay! Aber die Praxis läuft eben doch häufig anders.

Greetz Hannes
 
Hallo Hannes,
hab richtig auf Deinen Kommentar gewartet ;)
Dabei wollte ich nur so ganz nebenbei erklären, dass die Pechkohlrabenschwärze kein Privileg eines Mini- Refraktors ist.

Ich will niemanden vom 80mm ED abbringen und sende das folgende nur weil es vielleicht nicht jeder weiß. Man schafft die Sternpünktchen auch trotz Obstruktion und Spinne auch beim Newton, sofern man nicht gerade 30% Durchmesser zentral wegblendet und dazu noch Balken als FS -Halter installiert. Für die bestmögliche Pechkohlrabenschwärze reicht dann ein etwas überdimensionierter, geschlossener, innen mattschwarzer Tubus mit 2 Blenden an den richtigen Stellen. Ich hab zufällig so ein Teil in 8 1/2" f/7 gebaut. Obwohl man alles dazugehörige in Fachbüchern präsentiert bekommt baut unveasrtändlicherweise kein Profi so ein Teil. Als 6" wärs noch etwas handlicher, allerdings nicht handlich genung als Handgepäck für Flugreisen.

...Da würde jeder Normaldenkende und -Handelnde sicher nicht den größeren Spiegel minehmen, sondern die kleinere Linse.
Theorie .. okay! Aber die Praxis läuft eben doch häufig anders.

Ganz anders! Da nehm ich mindestens einen 8" Dobson oder auch schon mal einen 16" mit auf Flugreise :D. Ich gehör zu einer Clique, die macht so etwas öfters. Ich wusste übrigens nicht, dass es dazu auch Normen (von wegen Normaldenkende) gibt. Einen 80mm "Sucher" im Handgepäck und dann nach Südafrika damit fände ich zum brüllen komisch :totlach2:

Noch ein etwas ernst gemeinter Hinweis: Die Überlegenheit der größeren Öffnung macht sich um so mehr bemerkbar je dunkler der Himmel ist.

Gruß Kurt

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen

Ich kann Kurt nur zustimmen.

Ein Spiegelteleskop bringt die gleiche Performance (Schwarzer Himmel und Stern- und Planetenabbildung) wie ein Apochromat.
Wobei ich da eher an einen Schiefspiegler denke, da dieser keine Spikes um helle Sterne und Planeten zeigt.
Bei weniger hellen Sternen, zeigt auch der Newton ein schönes Beugungsscheibchen mit Ring.

Das alles bei höheren Vergrößerungen und auf der optischen Achse.

Ansonsten bin ich der Meinung macht es wenig Sinn unterschiedliche Teleskopsysteme zu vergleichen und gegenüber zu stellen.
Da Vor- und Nachteile je nach Instrument und Einsatzgebiet persönliche Entscheidungskriterien sind.

Einen 3"APO mit einem 8"Newton zu Vergleichen, also krasser können die Unterschiede wohl nicht sein! :erschreck:

Ich selbst war dieses Jahr in Namibia auf Hakos und habe nur ein 70x16 Fernglas und ein Stativ mitgenommen.
Für Detailbeobachtungen habe ich mir einen 12.5" f/4 Newton von ICS gemietet.
Das war meiner Meinung nach eine ideale Kombination.
Nur für Jupiter im Zenit hätte ich mir meinen 8" Schiefspiegler gewünscht, aber es ging auch so.
Die dunklen Flecken der Kreisströmung in der Südhälfte des Jupiters konnte ich damit gut beobachten.

Andere Sternfreunde brachten ihre 3" APO´s mit und machten traumhaft schöne Astrofotos der Milchstraße und deren Objekte.
Wenn ich sehe, was andere bezahlen um ihr Equipment nach Namibia zu schaffen und was das für ein Umstand ist, so relativierten sich auch wieder die Mietkosten für ein größeres Instrument.

Also größere Öffnung unter einem Himmel wie Namibia, ist ein absolutes muss!
Genau so wie ein Großfeldgerät in Form eines Fernglases oder eines schnellen Refraktors.
Das ist dort nicht viel anders wie bei uns, für einen Kugelsternhaufen braucht man eben Licht :augenrubbel:

Gruß Uwe

 
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