visuelle Beobachtungsziele mit 80mm Öffnung

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Hallo Kay,

eigentlich hat nie jemand gesagt, dass irgendeine Öffnung nicht ausreicht.
Ich denke, diese seltsame Sache beruht auf einer völlig unzutreffenden Interpretation der Gedanken von vielen Sternfreunden zu visuellen Alroundteleskop.

Doch, das steht im aktuellen ICS-Katalog auf der Seite 8, direkt nach dem Inhaltsverzeichnis unter der Überschrift "Welches Teleskop?". Dort heißt es:

"Meiner Meinung nach macht ein Teleskop erst ab 8 Zoll (200 mm freie Öffnung) richtig Sinn, d.h. die Investition in ein kleines Teleskop ist für mich verlorenes Geld, [...]"

Und dann versucht er, uns Takahashi-Refraktoren zu verkaufen...

Im Ernst, ich finde das schon unglaublich arrogant. Nicht jeder hat genug Geld oder die Transportmöglichkeiten, so eine große Kiste ins Dunkle zu schleifen.

Und dann schreiben Leute wie Philipp, dass
"80mm als völlig ungeeignet angesehen werden für den visuellen Einsatz".

Dabei hat er ein schönes transportables Teleskop, mit dem er für Jahre genug zu sehen hat!
 
Zitat von Kay:
Und dann schreiben Leute wie Philipp, dass
"80mm als völlig ungeeignet angesehen werden für den visuellen Einsatz".

Dabei hat er ein schönes transportables Teleskop, mit dem er für Jahre genug zu sehen hat!

Hallo Kay,

nicht ich habe gesagt, der ED80 sei visuell völlig ungeeignet, sondern habe ich es vermehrt gehört.

Ich schrieb das eingangs um eine Diskussion gar nicht erst aufkommen zu lassen, nämlich dass ich doch lieber einen Newton o.ä. nehmen sollte.

Klar weiß ich, dass mir mehr Öffnung mehr Vergrößerung bei gleicher Austrittspupille bietet, doch geht's mir in diesem Thema eben genau um die Objekte, die sich mit 80mm Öffnung besonders gut beobachten lassen.

Irreführend finde ich übrigens die Bezeichnung "Lichtsammelvermögen" - damals verstand ich das Wort so, dass da mehr Licht gebündelt würde, als ich mit bloßem Auge wahrnehmen könnte. Tatsächlich bleibt der Himmel so hell wie er ist, schließlich macht ein Teleskop aus einem Auge keinen Fotoapparat, der die Belichtungszeit ändern oder Aufnahmen übereinander legen könnte.

Soweit ich das heute verstehe, sehe ich mit 80mm genau soviel wie mit 200mm; lediglich die Vergrößerung ist bei gleicher AP geringer, ebenso das Auflösungsvermögen - welches lediglich bei hoher Vergrößerung zur Geltung kommt. Dafür aber lässt sich ein größeres Areal des Himmels auf einmal darstellen, wodurch auch größere Objekte Platz finden.

Und da hat sich mittlerweile schon eine schöne lange Liste gebildet. :)

Lieber Gruß
Philipp
 
@Peter

Das ist ja lustig, jetzt habe ich auch wieder eine Ayo :biggrin: dann werde ich mal Deinen Empfehlungen ebenso folgen - schließlich sind sie erprobt. :o

Lieber Gruß
Philipp
 
Ich habe beim letzten Urlaub in die Toscana / Marina di Castagneto Carducci meinen kleien Wiliam 66mm SD Apo auf Giro 3 mitgenommen. Beobachtungsplatz war der Strand. Eine Besonderheit in dieser Region ist, das die Strände nicht verbaut sind und die nächste größere Stadt Livorno ca 80km entfernt ist. Der Nachthimmel war so beeindruckend das meine 6 jährige Tochter am ersten gemeinsamen Beobachtungsabend verblüfft gefragt hat warum die Große Wolke da oben so schön glitzert. Das war die Milchstraße ! Dann kam der kleine Apo (oder Sucher oder wie auch immer ihn irgend wer nennen will) mit 32mm 2" WW Oku zum Einsatz. Was soll ich sagen. Ich habe Andromeda noch nie in seiner ganzen Größe begriffen wie an jenem Abend. Zum Test ob sich vielleicht grauer Star vor meinem Sichtfeld breit macht fragte ich meine Frau mir ganz genau zu beschreiben was sie sieht. Und die konnte ebenfalls die ganze Größe von Andromeda sehen un mit Kontrollblick zum Himmel beschreiben von wo nach wo er sich breit macht.
In Deutschland konnte ich ihn selbst mit 8" f/5 Newton nicht so sehen.
Mein Fazit: Jeder Himmel hat sein Beobachtungsgerät.
Und nächstes Jahr nehme ich trotzdem meinen 8 Zöller samt EQ6 mit und mache ein paar Aufnahmen ;)

p.s. Wenn's von Italien aus schon so toll sein kann, wie schön muß der Himmel erst mal in Namibia sein.
 
Hallo Kay,

ich bin nicht "Derjenigewelcher" sich hier immer schützend vor MB wirft :/, aber wie ich das sehe schreibt er den zitierten Satz als persönliche Meinung in seinem "Katalog" der aber viele persönliche Statements ähnlicher Art enthält.
Da ist eigentlich nichts gegen zu sagen.

Diese Kataloge und Webseitensehe ich eigentlich nicht als "offizielle" Verlautbarungen mit ernstzunehmendem Inhalt an, soweit es sich nicht um gelistete Preise und konkret greifbare Leistungsangaben zu Produkt und/oder Service handelt.

Mir ging es um den Erfahrungsaustausch unter Sternenfreunden und da ist das so m.W. eben nicht widerspruchslos gesagt/geschrieben worden.

CS
*entfernt*
 
Hallo Philipp,

Soweit ich das heute verstehe, sehe ich mit 80mm genau soviel wie mit 200mm; lediglich die Vergrößerung ist bei gleicher AP geringer...
sorry, wieder mal ein falscher Irrtum :augenrubbel:. Selbstverständlich sieht man bei gegebenen Bedingungen mit einem 200 mm Teleskop VIEL mehr Sterne pro Himmelsareal und ebenso selbstverständlich mehr Details bei flächigen Objekten jedeweder Art als mit einem mit nur 80 mm Öffnung. Dabei kommt es gar nicht so sehr auf die Vergrößerung oder die AP an. Wenn Du also Wert auf möglicht detailreiche Beobachtung legst solltest Du vor dem Kauf des 80 mm Teleskops unbedingt mal direkt mit einem größeren vergleichen.

Gruß Kurt
 
Hallo Alle,
wir haben's wieder mal geschafft; wir sind mal wieder soweit:
Die Reflektorfraktion und die Refraktorfraktion liegen sich in den Haaren.
Der ernsthafte Astroamateur wird auf keines der beiden Geräte verzichten können.
Wer den Helixnebel oder grossflächige ICs im Oklar bestaunen will, ist mit dem grossen Newton schlecht bedient. Wer einen Kugelhaufen bis ins Zentrum auflösen will, hat mit dem Reiserefraktörchen keine Chance - auch nicht mit Super Dooper APO Linsen. Soll die Enketeilung im Saturnring dargestellt werden, sinvoll mit etwa 400 facher Vergrösserung, greift zu mindestens 8Zoll Oeffnung.
Fazit: So wie wir mehr als ein paar Schuhe brauchen, brauchen wir mehr als ein Teleskop.
Gruss, Peter
 
Moin Hannes!

> Zunächst gibt es leider keinen 80/600er Reflektor

FYI: TAL-M (80/526 mm, f/6,58).
 
Moinsen Kurt,
na da musstest Du in diesem Themenbereich die letzten Monate aber lange warten. Und ... Dich von alten Erwartungstrukturen - was meine Teilnahme an solchen Diskussionen betrifft - auch weitestgehend vrabschieden *grins*.
Naja ("Niemanden abbringen"), die Wirkung des von Dir vorher Geschriebenen kann aber durchaus so verstanden werden ... Aber. dann ist´s ja gut ;) .

Klar, so´n 8er f7 ist bestimmt ein feines Gerät. Ich bin mit meinem 8er f6 ja auch nicht unglücklich (das ich den verkaufen möchte, hängt eher mit meinen beschränkten Aufbewahrungsverhältnissen zusammen ...)
Aber warum kein Profi so´n Teil baut? Nun, 99,5% sind hier Amateure ;) Und wenn schon Profis sowas nicht machen, dann Amateure ja wohl erst Recht nicht ;)

Jut, das Du als überzeugter Spiegelianer ... der mit excellenten Kontruktionsfähigkeiten ausgestattet ist, Geräte baust, die auch über eine gewisse Flugtauglichkeit verfügen und dann natürlich diese Geräte auch mitnimmst, beneidenswert. Nur bist Du da sicher ne absolute Ausnahme. Das überwiegende Groß hier (inkl. meiner Wenigkeit) hat entweder nicht die Möglichkeiten und/oder Fähigkeiten, solche Geräte zu konstruieren.

Allerdings halte ich es für - na sagen wir mal - etws hochnäsig, einen 80er als - wenn auch in Anführungszeichen und spassig gemeinst - Sucher zu bezeichnen.

Und warum kommen immer wieder Großdobsonuser zu solcherlei kleinen Geräten und beobachten mit viel Freude mit diesen Kleingeräten?? ;)

@Winnie: Recht hast Du. Hatte den nicht "auf dem Zettel"

Greetz Hannes
 
Hallo Peter,

ich kann nicht recht nachvollziehen welches Problem ein großer oder auch sehr großer Newton mit dem Helixnebel haben könnte. ?)

Mag aber daran liegen, daß mir als Hobbysterngucker womöglich die Ernsthaftigheit etwas abgeht und ich auch gern mal barfuß unterwegs bin... :biggrin:

Grüße,

Gerrit.
 
Zitat von Kurt:
Hallo Philipp,

Soweit ich das heute verstehe, sehe ich mit 80mm genau soviel wie mit 200mm; lediglich die Vergrößerung ist bei gleicher AP geringer...
sorry, wieder mal ein falscher Irrtum :augenrubbel:. Selbstverständlich sieht man bei gegebenen Bedingungen mit einem 200 mm Teleskop VIEL mehr Sterne pro Himmelsareal und ebenso selbstverständlich mehr Details bei flächigen Objekten jedeweder Art als mit einem mit nur 80 mm Öffnung. Dabei kommt es gar nicht so sehr auf die Vergrößerung oder die AP an. Wenn Du also Wert auf möglicht detailreiche Beobachtung legst solltest Du vor dem Kauf des 80 mm Teleskops unbedingt mal direkt mit einem größeren vergleichen.

Gruß Kurt

Hi Kurt,
falscher Irrtum? Stimmst Du dem zu oder nicht? :confused: Wenn es nicht an Auflösung und Austrittspupille liegt, woran dann? Hm, vielleicht Kontrastreserve?

Der direkte Vergleich bietet sich beim ITT an, da wird ein ED80 auf einem GSN 8" ruhen.. wenn alles klappt sogar noch mit einem FH80 drauf zwecks Austrittspupille von 7mm.

Viele Grüße :)
Philipp
 
Hallo Hannes,

Jut, das Du als überzeugter Spiegelianer ... der mit excellenten Kontruktionsfähigkeiten ausgestattet ist, Geräte baust, die auch über eine gewisse Flugtauglichkeit verfügen und dann natürlich diese Geräte auch mitnimmst, beneidenswert. Nur bist Du da sicher ne absolute Ausnahme. Das überwiegende Groß hier (inkl. meiner Wenigkeit) hat entweder nicht die Möglichkeiten und/oder Fähigkeiten, solche Geräte zu konstruieren.

Dazu folgendes:
1. Danke für die Blumen :).

2. Ich hab auch schon mit Überzeugung zwei Refraktoren nach Schupmann gebaut. Wenn die Gläser und das Vergüten nicht so unverschämt teuer wären würd ich auch gerne einen größeren ED- Refraktor bauen.

3. Gibt es mittlerweile größere Leichtbau- Reiseteleskope zu kaufen, weil

4. ich mit meinen konstruktiven Fähigkeiten eben nicht die absolute Ausnahme bin. Als Beispiel fällt mir Ulli Vedder ein mit seinem maßgeschneiderten Traveldob.

Und nochmals letztmalig: es geht mir nicht darum 80 mm Refraktoren madig zu machen. Aber offensichtlich gibt es ganz falsche Vorstellungen von deren Leistungsfähigkeit. Da versuch ich halt aufzuklären. Es ist doch letztendlich wurscht ob man sich erst einen großen Dobson beschafft und dann merkt dass auch ein guter Sucher dazu benötigt wird oder ob man mit dem Sucher anfängt :cool: Es steht Dir selbstverständlich weiterhin frei meine Postings misszuverstehen :biggrin:

Gruß Kurt
 
Hallo Philip,

nun will ich doch auch noch was zu Deiner ersten Frage sagen/zeigen. Die Zeichnung entstand an meinem 63/840 Telemator f13,3 ! Theoretisch sollte Dir nun alles klar sein, was Du mit Deinem 80/600 ED zu erwarten hast.


M57

Den Bericht findest Du hier zum nachlesen.
http://www.astronomie.info/forum/viewtopic.php?t=3015
 
Hallo Gerrit,
..er wird im Gesichtsfeld eines grossen Spiegels kein Platz im Gesichtsfeld haben - es sei denn, man wählt ein Okular welches eine viel zu grosse Austrittspupille liefert.
Gruss, Peter
 
Hi Kurt,

kurz reagiert ;)

Hallo Hannes,

Jut, das Du als überzeugter Spiegelianer ... der mit excellenten Kontruktionsfähigkeiten ausgestattet ist, Geräte baust, die auch über eine gewisse Flugtauglichkeit verfügen und dann natürlich diese Geräte auch mitnimmst, beneidenswert. Nur bist Du da sicher ne absolute Ausnahme. Das überwiegende Groß hier (inkl. meiner Wenigkeit) hat entweder nicht die Möglichkeiten und/oder Fähigkeiten, solche Geräte zu konstruieren.

Dazu folgendes:
1. Danke für die Blumen :).

-> gern geschehen ;)

2. Ich hab auch schon mit Überzeugung zwei Refraktoren nach Schupmann gebaut. Wenn die Gläser und das Vergüten nicht so unverschämt teuer wären würd ich auch gerne einen größeren ED- Refraktor bauen.

-> Das ist schon richtig. Nur wenn man Dich liest, sind eindeutige Präferenzen der Optik zu erkennen. Spiegel. Ist ja auch okay, nur das darf dann auch bemerkt werden. Und hat nichts mit "missverstehen" zu tun (siehe Dein Abschlussatz)

3. Gibt es mittlerweile größere Leichtbau- Reiseteleskope zu kaufen, weil

-> okay, stimmt.

4. ich mit meinen konstruktiven Fähigkeiten eben nicht die absolute Ausnahme bin. Als Beispiel fällt mir Ulli Vedder ein mit seinem maßgeschneiderten Traveldob.

-> Richtig. Und ist auch (sicher) ein klasse Teil. Aber derart, wie Du Deine Geräte konstruierst, ist schon absolut einmalig. Sei doch froh drum!


Und nochmals letztmalig: es geht mir nicht darum 80 mm Refraktoren madig zu machen. Aber offensichtlich gibt es ganz falsche Vorstellungen von deren Leistungsfähigkeit. Da versuch ich halt aufzuklären. Es ist doch letztendlich wurscht ob man sich erst einen großen Dobson beschafft und dann merkt dass auch ein guter Sucher dazu benötigt wird oder ob man mit dem Sucher anfängt :cool: Es steht Dir selbstverständlich weiterhin frei meine Postings misszuverstehen :biggrin

-> Gut, Recht hast Du sicher, das hier und da zu verschiedenen Geräten falsche Vorstellungen von deren Leistungsfähigkeit erweckt werden. Aber so ein 80er ist per se kein Sucher. Unter "Sucher" assoziieren sicher viele kein vollwertiges Teleskop. Das ist es aber. Das meine ich mit "etwas hochnäsig". Und genau solche Aussagen können dann - den von Dir offenbar - nicht gewollten Eindruck erwecken.
So wäre es vielleicht- um potentiellen Missverständnissen auf der Rezipientenseite vorzubeugen - gut, sich auch unmissverständlich zu äussern ;)

Gruß Kurt

->Grüsse Hannes

 
@Josef
Das ist wirklich beeindruckend - soviel zu sehen bei "nur" 63mm Öffnung und f13,3 :augenrubbel: Das wird wohl doch noch ein Freudenfeuerwerk beim ITT. :respekt:

Gruß @ alle
Philipp
 
Hallo Peter,

ich konnte vor kurzem den Helixnebel in verschiedenen - für meine Begriffe großen - Newtons beobachten und dabei glücklicherweise ganz andere Erfahrungen sammeln.
Z.B. mit dem 24" f/4,2 Dobson vom Roland im 26mm Okular (-> 98x – AP 6,2mm – GF 0,7°) und 16mm Okular (-> 160x – AP 3,8mm – GF 0,5°). Der Helix hat ja schon eine verhältnismäßig geringe Flächenhelligkeit (13,6mag) und braucht so eine ausreichend große AP.
Genügend Platz im Gesichtsfeld war für den 0,2° großen PN auch vorhanden.
Noch den [OIII]-Filter eingeschraubt und mal will quasi durch den "Feuerreif" hindurch einen Hechtsprung machen.
Kleine Randnotiz: im 100mm Newtonfinder des Dobs und auch im 8x30 Fernglas war der PN zu erkennen.

Übrigens, Uwe Glahn hat hier eine m. E. super Zeichnung vom Helixnebel mit 16" gepostet (Link) und stellt im gleichen Thread auch eine Zeichnung mit einem 125mm Großfernglas vor.

Also für mich wäre der Helixnebel auch in Deinem Dobson ein sehr lohnenswertes Objekt ohne irgendwelche Abstriche machen zu müssen. Die kleineren Optiken wären in dem Fall des Helixnebels für mich tatsächlich nur "Sucher".

Viele Grüße,

Gerrit.
 
Hallo Gerrit,
Ooops, war ein Dreckfuhler! Asche auf mein Haupt. bin um eine Zeile "verrutscht" und wollte

NGC1499 Kaliforniennebel ( H-Betafilter nötig)

aus meinem oberen Posting kopieren und ins untere Posting pasten. DEN sieht man im grossen Dobson nur teilweise, er ist zwar da, man muss ihn aber abfahren. Im 80 er Refraktor mit 15 facher Vergrösserung und H-Baetafilter ist er schön eindrücklicher und ganz am Stück zu sehen - nicht vergessen, ich rede von wirklich dunklem Himmel.

Inhaltlich ändert sich aber an meiner Aussage bezüglich der Brauchbarkeit eines 80er Refraktors gar nichts. Das Instrument hat seinen Himmel und seine Objekte, das war ja meine Kernaussage!

Gruss, Peter
 
Hallo Hannes,

Oder, um mal anders zu sprechen: auch theoretisch gesehen (praktisch auch) werden durch die kontrastreduzierenden Streuerscheinungen am FS und den Streben die Sterne eben nicht so "feinstäubig" abgebildet, wie in einem FS-freien Strahlengang.

nanu? Du hast doch M13 sowohl in deinem 7" Apo als auch in
meinem 8" Newton beobachtet. Die Sternchen waren doch in
beiden wohl definiert, der Himmelshintergrund schwarz und
Jupiter trotz des bösen kontrastreduzierenden Fangspiegels
im Newton nicht schlechter als im Apo.

Natürlich: Hellere Sterne hätten im Newton wegen der geraden
Fangspiegelstreben die typischen Spikes gezeigt.

Und theoretisch reduziert der Fangspiegel im Strahlengang tatsächlich die Kontrastübetragung (bei mittleren Ortsfrequenzen,
bei höheren Ortsfrequenzen wird sie dagegen sogar erhöht),
aber leider heißt es ja nicht daß ein Teleskop ohne Obstruktion
auch ohne Kontrastminderung gegenüber einem theoretischen Ideal ist.
Beim Linsentelekop ist es der Farblängsfehler der Kontrast kostet,
und selbst beim Apochromaten ist zumindest noch die Sphärochromaie
geringfügig kontrastmindernd am Werk.

In der Praxis kann man dagegen froh sein wenn es nur die
theoretischen Kontrastminderungen sind und nicht handfeste
Konstruktive Mängel, lausige Optiken, miese Mechanik die
zuverlässig dauerhafte Justage verhindert.

"Diamatenstaub" gerät dann eher zur "Diamantenwollmaus"

Wollmäuse werden Sterne NICHT wegen des Fangspiegels, sondern wegen miserabler Optik oder thermischer Probleme.

CS, Karsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Philip.

Auf jeden Fall wirst Du auf Deine Kosten kommen. Ich war vom 6 – 26 Sep. auf Kreta in den Ferien und im Handgepäck war mein Miyauchi 20/77. Was ich mit diesem Teil „nur“ mit 20x da zu bestaunen bekam……… ich war schlicht weg überfordert, und es standen mir insgesamt 15 Nächte zur Verfügung! Mein Tipp an Dich, stelle Dir eine Liste der Objekte zusammen ( inkl. Aufsuchkarten ), die Dich am meisten interessieren, damit Du die Dir zur Verfügung stehende Zeit ( ITT ) auch richtig nützen kannst. Verfalle nicht in herumspechteln. Gezielt die Objekte aufsuchen und geniessen.
Ich bin zurzeit noch damit beschäftigt meine Skizzen ins reine zu zeichnen. Falls es Dich interessiert, was ich da so alles zusammen kritzelte, wird etwa in einer Woche auf meiner Webseite zu sehen sein: unter DS-Kreta 2007
 
Hi Josef,

ich habe schon etwas in Reiseführern für kleine bis mittlerweile Optiken geblättert, doch fiel mir kein noch nicht genanntes Objekt ins Auge wo ich sagen würde "da muss ich hin" - na gut, vielleicht 2-3 Objekte unter Hunderten, wobei Ungewiss bzw. nicht überprüft ist, was überhaupt sichtbar sein wird (wg Jahreszeit).

Daher wollte ich mich auch etwas auf die Goto verlassen, da sie ja weiß, was zur der jeweiligen Zeit grade sichtbar ist. Wobei das bei der zu erwartenden Grenzgrößeneinstellung wohl etwas mehr als gewohnt sein wird. :biggrin:

Deine Webseite werde ich im Auge halten, wenn ich wieder zurück bin.

In 24 Stunden geht's los zum ITT! :huhu:

Lieber Gruß
Philipp
 
Hallo Josef,
die Zeichnung sieht wirklich beeindruckend aus :)
Momentan ist das Wetter auf der Emberger Alm sehr durchwachsen, ich hoffe das wird sich geben und auch soviel freigeben, wie Du gesehen hast. :)

Viele Grüße
Philipp
 
Hallo,

mittlerweile bin ich wieder zurück vom ITT. Das Wetter war unter aller Kanone, lediglich in der ersten Nacht (Fr auf Sa) war es ca. zwei Stunden passabel.

Die Sternzahl war erschlagend. Die Milchstraße unübersehbar. Zuerst dachte ich, das wäre eine langgezogene Wolke gewesen, doch das man die Milchstraße derart gut sehen kann, nein das hätte ich niemals gedacht - atemberaubend (wie die Zeichnung!)

Und während ich am staunen war, murrten alle anderen über den Hochnebel. Kurz vor 12 zog es dann komplett zu und wurde leider erst am Tag der Abreise (So auf Mo) gegen 4 Uhr morgens wieder klar - zumindest von der Tauern Autobahn aus gesehen.

Dennoch konnte ich einen kleinen Vergleich zwischen 200mm und 80mm machen. Ich beschränke mich hierbei auf die kritischeren Objekte, wie Kugelsternhaufen und Nebel.

M13 wurde sowohl bei 200mm als auch bei 80mm sehenswert abgebildet - keine Rede von Wattebauschen oder so, sondern eindeutig ein Kugelsternhaufen, auch bei 80mm.

H & Chi sah gleichsam unspektakulär aus - das war unter Mag5 schon beeindruckender. Der Hochnebel trübte die "Edelsteine".

Der Cirrus Nebel war mit Filter sichtbar. Beim 200mm kam ein OIII-, beim 80mm ein UHC-Filter zum Einsatz.
Mit 200mm Öffnung und OIII waren etwas feinere Strukturen erkennbar, die bei 80mm und UHC etwas weicher gezeichnet waren. Beide Versionen waren trotz schlechtem Seeing jedoch sehr sehenswert.

Kurzum: Alle Objekte, die unter Lichtverschmutzung stärker leiden, waren trotz Hochnebel besser zu sehen, als unter mäßigem Landhimmel. Hingegen lichtstarke Objekte litten deutlich unter dem Hochnebel und verloren an Brillanz.


Weitere Vergleiche werden auf jeden Fall folgen. Bis hierhin lässt sich aber festhalten, das die 80mm Öffnung auch visuell glücklich machen kann. Auszuklammern sind lediglich kleine lichtschwache Objekte.

Gruß
Philipp
 
Hallo,

ich hatte auf dem ITT meinen 80/1200 und das Miyauchi 20 x 100 dabei und hatte glücklicherweise die Gelegenheit, die dem ITT vorangehenden Nächte mit besserem Himmel, bis zum/incl. dem Mondaufgang, mit den beiden Instrumenten zu beoachten.
Hier hatte wirklich jedes Gerät seinen Himmel. Es war einfach genug davon da.
Zum Vergleich: In der Nacht des 04.10. war z.B. M1, bei leichtem Dunst in beiden Geräten eindeutig zu identifizieren. Im 20 x 100 etwas deutlicher.
Abseits des heranarbeitens an die Grenzen des Möglichen boten die recht kleinen Geräte beim Spaziergang auf der Milchstraße reichlich Objekte nach allen Seiten.
Sicher zeigten die grösseren Spiegel spektakuläre Highligths, aber die Kleinen brauchen sich bezüglich der Gesamtleistung nicht zu verstecken.
Ich hatte jedenfalls beim ITT, nach dem Motto "Schraubst Du noch, oder guckst Du schon", mit meinen beiden Kleinteilen eine Menge Beobachtungsspaß.
Der Himmel macht's eben doch aus.
 
Hi Klaus,

ist richtig, was Du schreibst.
Trotzdem bin ich der Meinung, so ein "Kleiner" kann dann kommen, wenn man schon einen Größeren hat.

Ich beobachte auch sehr oft mit meinem Miyauchi, es ist unkompliziert, man sieht einiges und es macht so unbeschwert einfach Spaß.

...Aber nur, weil halt anderes in der Hütte steht, mit dem ich noch mehr sehen kann. Von daher: jederzeit als Zweitgerät, nie oder selten als Erstgerät.

CS
Winfried
 
Hallo Winfried,

selbstverständlich kann ich auch Deine Überlegungen bezüglich grösserer Geräte nachvollziehen.
Bei diesen Fragen gibt es bei der Fülle an Varianten eben keine Schwarz-Weiß Antwort.
Mein Beitrag ging von der Annahme aus, daß bereits ein 80 mm Instrument mit Ausstattung vorhanden ist. Jedenfalls ließ die detaillierte Beschreibung der Gerätschaften diesen Schluß zu und ich hatte die Absicht den Besitzer zur Ausnutzung des Vorhandenen zu ermutigen.
 
Hallo,

man lese und staune :biggrin: ich habe mir einen Scopos Observer 80 (80/480; FH) zusätzlich zugelegt. Damit will ich weiterhin Weitfeldbeobachtungen an einer Ayo-Montierung machen, während ED80/600 Pro und FH80/400 durch Langzeitbelichtungen ausgelastet sind.

Zudem kann ich den winzigen Observer 80 sogar mitnehmen, wenn ich mal mit dem Zelt unterwegs sein sollte. Das war bislang nicht vorstellbar. Und falls er mal gestohlen werden sollte, so ist der Schaden nicht direkt so groß wie bei einem Voll-Apo oder ED.

Für Weitfeld bei nicht nachgeführter Montierung ist es schließlich ohnehin nicht so wichtig, dass die Optik extreme Vergrößerungen erlaubt. Mehr als 60-80x wird's wohl sowieso nicht werden. Eher um die 20x.

Jetzt fehlt's nur noch an einem stabilen und transportablen Stativ für die Ayo.

LG Philipp :)
 
Moinsen,
um mal wieder auf die ursprüngliche Frage von Kay zu kommen: Nachdem ich neulich unter brauchbarem (~6er) Himmel die H-II Region NGC 604 in M33 recht einfach im 6-Zöller gesehen habe, könnte ich mir vorstellen, das dieses Deep-Sky-Objekt unter sehr gutem Himmel auch im 80mm Gerät machbar ist.

Hat dies schon jemand mal geschafft?

Greetz Hannes (der seinen 80er Willi demnächst mal auf NGC 604 loslassen wird .. ich berichte!)
 
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