Vixen 80M und 2" OAZ - Umbau

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Hi,

das hängt davon ab, ob der neue OAZ in/an das hintere Teleskopende passt.
Bei einigen Fabrikaten kann man einen passenden Flanschring gegen
Aufpreis mitbestellen, bei anderen, speziell Gebrauchtteilen, wird
man selber einen Adapterring drehen (lassen) müssen.

Wenn Du keinen Zugriff auf eine Drehbank hast, und niemanden, der Dir dies
preiswert fertigt, kann so ein Ring recht teuer werden!

Das würde ich in der Preiskalkulation neu gegen gebraucht berücksichtigen!

Selber machen ohne Drehbank ist schwierig. Wenn es nicht unbedingt
'professionell' aussehen muß, kann man es erwägen einen Ring aus
Sperr- oder Hartholz zu 'schnitzen' und diesen vermittels Epoxydharz
wetterfest zu machen. Da werden dann wohl einige Laubsägeblätter ihr Leben lassen...

Grundsätzlich ist der Austausch eigentlich kein Problem, da der neue
ja ein größeres Auszugsrohr besitzt und deshalb sicher nicht vignettiert.


Gruß Coyote
 
hi antares, wie schon coyote schreibt, isses garnicht so schwer.
und hat noch vorteile!
denn neben einem größeren unvignettiertem gesichstfeld kannst du deinen tubus ( sofern gewünscht und erforderlich ) soweit gleich kürzen, daß jedwede binonutzung möglich wird...
viel spaß beim basteln!
wolf
 
Richtig, aber vor solch einem gravierenden Eingriff wie Absägen
des Tubus sollte man unbedingt eine maßstabsgerechte Zeichnung
anfertigen, in die auch die Lage der Tubusblenden und die Länge/Lage
des OAZ-Tubus (ein- und ausgefahren!) eingezeichnet wird. Im
Auszugsrohr des Okularstutzens könnten auch noch Blenden sein,
deren Lage und Durchmesser dann anhand der Zeichnung zu überprüfen
und ggf. zu korrigieren ist. Um exakt zu arbeiten, werden die
konvergierenden Strahlen im Objektiv an der Hauptebene desselben
eingezeichnet. Ich weiß momentan nicht genau, wie man die Lage
der Hauptebene eines gegebenen Objektives herausfindet, aber
vielleicht hat einer unserer Optikgurus hierzu einen Tip.

Du mußt Dir einen gewünschten, vignettierungsfreien Bildwinkel
vorgeben, und diesen dann in der Fokalebene einzeichnen. Anhand
dieser Fokalebene sind die Randstrahlen zu prüfen, und Du wirst
schnell sehen, welchen maximalen, unvignettierten Bildwinkel der
OAZ erlaubt.

Wird das Teleskop nur visuell oder mit kleinen Sensoren benutzt,
ist ein klein wenig Vignettierung nicht so tragisch.


MfG Coyote
 
Hi Wolf,
bis und falls es zum basteln kommt, wird sicher noch dauern.
Erst muß ich ja mal sehen, ob man sowas mit 10 Daumen machen kann, denn ich würde ungern das schöne Gerät ruinieren. Es soll ja nur etwas universeller werden, wenn das vernünftig zu erreichen ist.
CS
 
Hallo Armin,

keine Panik, so kompliziert wird es ja nur dann, wenn Du in der Tat
das Rohr absägen willst! Der einfache Austausch gegen einen Stutzen
mit dickerem Auszugsrohr ist vignettierungsmäßig ungefährlich.

Hast Du denn schon den neuen Auszug oder mußt Du ohnehin einen kaufen?
Dann würde ich mal bei Vixen anfragen, ob die einen Auszug haben, der an
ihr Rohr paßt, oder alternativ bei Herrn Baader nachfragen, ob sein
Crayford-Auszug mit einem passenden Adapter für den 80M geliefert
werden kann.

Die langen Vixen-Röhren haben normalerweise auch einen Auszug mit viel
Verstellweg. Die 2" Auszüge sind normalerweise nicht so lang, sodaß Du
uU. mit Verlängerungshülsen arbeiten mußt, um ohne Zenithprisma in
den Fokus zu kommen.


Gruß Coyote
 
Hi Coyote,
das mit der Vignetierung ist klar evtl auch das Belenden bearbeitet werden müssen. Das ist für mich derzeit nachrangig.
Eher beschäftigt mich die Frage ob ich das unfallfrei selbst ändern könnte.
Erst wenn ich mir dessen sicher bin, machts für mich Sinn konkret zu suchen oder zu kaufen. Die Optik ist zu schade, als das ich riskieren will sie zu zerbasteln. Andererseits solls halt auch nicht die Welt kosten. Das Astrojahr 2005 war schon stramm bisher. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Wenn, dann würde ich mit ZS schauen wollen.
CS
 
Hi,

Nein, ganz im Gegenteil, dabei wird er die überzähligen Daumen
gleich los....!

Entweder physikalisch oder im übertragenen Sinne <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Also ran, Armin.


Gruß Coyote
 
Hallo Armin,

welche Unfälle sollen beim Lösen von drei oder vier Schrauben und
dem Wiedereindrehen dieser Schrauben in andere Gewindelöcher passieren?

Gut, es kann gut sein, daß Du Löcher bohren mußt, oder evtl. Gewinde schneiden
mußt. Ich bin auch nicht der große Oberbastler, wenn es professionell
werden soll, wende ich mich an Matthias Wirth. Aber Gewinde schneiden und
Löcher bohren ist echt kein Hexenwerk, das kann ich selber auch.

Der Optik kann dabei gar nichts passieren, die sitzt beim Refraktor
ja am anderen Teleskopende. Laß den Deckel drauf, oder schraube die
Objektivfassung vom Tubus herunter, dann kann der Linse gar nichts
passieren.

Wie gesagt, in Deinem Falle mußt Du Dir einen evtl nötigen Adapterring
besorgen, am besten vom Hersteller. Oder kontaktiere mal Wolfi, so
teuer können die Ringe ja auch nicht sein. Gib ihm den Tubusinnendurchmessser
und den Außendurchmesser vom Okularstutzenflansch an, ebenso die
Anzahl und den Durchmesser der Löcher für die Befestigungssschrauben
(meist 3 Stück in 120° Abstand, gelegentlich auch 4 Stück im 90°´
Abstand), die Distanz der Tubusbohrung dieser Schraubenlöcher vom
Tubusende, und das war's gewesen.

Wenn ich gar keine Geld für einen kommerziellen Passring mehr hätte,
würde ich einen aus einer dicken (.5") Hartholzplatte mit der Laubsäge
ausschneiden. Kauf gleich eine Familienpackung Holzsägeblätter, die
sind nicht teuer, aber rel. zerbrechlich bei Daumenhandhabung. Mit
dem Zirkel den Außen- und Innendurchmesser auf der Holzplatte auftragen.
Den Innendurchmesser sagen wir mal grob 10% größer wie nötig machen.
Nach dem Aussägen dem Ring vermittels Feile und Schmirgelpapier ein
halbwegs menschliches Aussehen verpassen. Nun seitlich die nötigen
Löcher (3 oder 4, je nach OAZ) zur Befestigung selbjenigens bohren.
Den Ring in das Tubusende einpassen. Zum Schluß den Ring mit Epoxydharz
(UHU Plus oä.) wetterfest machen, damit er im Feuchten nicht aufquillt.

Da man mit der Handsäge niemals einen perfekt runden Ring hinbekommt,
den OAZ nun mit entspr. langen Schrauben in dem Ring 'aufhängen'. Durch
Ein- und Ausdrehen der einzelnen Schrauben kannst Du unter Zuhilfenahme
eines Justierlasrs oä. den Auszug perfekt zentrieren. Dann diese Schrauben
mit leichten Klebeflecken (innen) sichern. Und zum Schluß noch
den Spalt zwischen OAZ und Ring von außen verblenden (Plastikring oä.),
damit es nicht allzusehr 'geschnitzt' aussieht. - FERTIG!

Da die OAZ idR. das Gewinde für die Befestigungsschrauben haben,
brauchst Du also auch kein Gewinde selber schneiden.



Gruß Coyote
 
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