Vixen BT 126 SS oder APM 150mm?

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theodor_euler

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Guten Tag,

ich würde mir gerne ein Großfernglas für astronomische Beobachtungen zulegen und ich schwanke zwischen den beiden im Betreff genannten Geräten. Sie sind auch preislich vergleichbar. Meine Frage: Kann mir jemand meine Entscheidung erleichtern? Etwas verblüfft bin ich nämlich über die Tatsache, dass das 150er-Glas (zwar nicht viel, aber doch) günstiger ist als das 126er-Glas. Sieht man mit dem 126er also tatsächlich mehr? Mir ist wichtig, unter dunklem Alpenhimmel durch die Milchstraßenwolken zu spazieren, hohe Vergrößerungen brauche ich nicht, dafür ein großes Gesichtsfeld.
Habe derzeit ein Miyauchi 100er, das seinen Dienst eigentlich ganz gut tut, wäre aber an mehr Öffnung interessiert.

Schönen Gruß,
Theodor Euler
 
Hi Theo,

durch das Vixen BT 126 habe ich noch nicht durchgesehen, kenn ich also gar nicht. Vixen baut aber gute und brauchbare Optiken. Nur wie sie im Vergleich sind weiß ich leider nicht.

Durch das 150er konnte ich schon mal bei Tag durchsehen. Im Vergleich zu einem 100er ED/APO APM, war es deutlich! heller also lichtstärker als das 100er!
Wenn ich es recht in Erinnerung habe, war die serienmäßige Montierung aber absolut unbrauchbar. Kann man sicherlich austauschen gegen etwas brauchbares.
Aber bitte beachten, dass 150er hat 2" Okulare und passt daher nicht für jeden Pupillenabstand (Kopfbreite !). Hat man einen zu schmalen Kopf kann man nur noch einäugig durchsehen !!! (dann kann man es nicht nutzen)

Wenn Du aber schon ein 100er hasst und in Erwägung ziehst Dich evtl auch nur auf 126 mm zu steigern, käme ggf. auch das 120er APM in Frage.

Hier ist die Optik sicherlich für Fernglasverhältnisse über jeden Zweifel erhaben und man könnte wenn man wollte, deutlich über die üblichen Fernglasvergrößerungen vergrößern um auch am Mond schöne Details zu sehen oder auch mal am Planeten zu schauen und was zu erkennen.

Ich glaube es gibt auch einen Test aus Italien, wo die von Dir angesprochenen Gläser einmal verglichen wurden. Vlt. meldet sich noch Jemand hier, der Dir einen entsprechenden Link gibt.

Keine leichte Entscheidung vor der Du stehst, dafür faszinierende Instrumente für die Du Dich interessierst. Viel Glück.

Grüße

Michael
 
Im APM kannst Du 2" Okulare verwenden, im Vixen nicht.
Für mich persönlich wäre das schon Entscheidungsgrund genug ;-)

Grüße Jochen
 
Das ist auf der binomania-Seite, der Vergleichstest müsste bei den APM-Geräten sein. Ich lasse mir die Seite immer in's Englische übersetzen, das ist dann nicht so holprig wie das Google-Deutsch (mein Filter im Oberstübchen reimt sich das 'Genglische' besser zusammen… ;-)

http://www.binomania.it/nuovi-oculari-vixen-ssw-con-83-di-campo-anteprima-fotografico/

binkularer Gruß
Manfred

PS: Habe auch noch ein 100er-Miyau hier herum liegen: als ich mehr V wollte, machte die Fa. dicht und die 37x WW-Okus waren scheinbar vom Markt verschwunden. Nutze das Ding seitdem fast überhaupt nicht mehr…
 
Ich danke für die Antworten! Leider ist es für mich immer noch sehr schwer, eine Entscheidung zu treffen, denn jetzt ist auch noch das 120er APM - zu Recht - im Spiel. Preislich spielen die drei Geräte (120er APM, 150er APM, Vixen BT 126 SS) ja alle in ungefähr derselben (hohen) Liga. Ich musste sehr lange sparen (daher muss ich die Entscheidung gut überlegen), aber jetzt ginge sich so ein Gerät endlich aus. Daher noch zwei Zusatzfragen:
Wäre die Aufrüstung auf eines dieser Geräte von meinem jetzigen Miyauchi 100er ein "Quantensprung" oder sieht man nur unwesentlich mehr?
Kann man denn sagen, dass das 120er APM, weil es ein Apo ist, das "brillantere" Bild hat?

Schönen Gruß,
Theodor Euler
 
Hi Theo,

es ist natürlich eine Frage der Definition und Auslegung, was man in diesem Zusammenhang als einen Quantensprung "auslegt".

Ich persönlich würde einen Quantensprung bei einem Doppel-Voll-APO also 2 Refraktoren auf LZOS Niveau als Doppelfernglas bzw Doppelteleskop montiert und ausgeführt sehen. Das kostet mit einer entsprechenden Montierung - ich schätze mal vlt. , ca , ungefähr 500.000 Euro.

Daher, jeder muss für sich selber entscheiden, für wieviel mehr doppeläugiges Seherlebnis er wieviel Geld ausgeben möchte. Und diese persönliche Sichtweise bzw Entscheidung soll nach Möglichkeit nach ein paar Jahren immer noch so von einem selbst beurteilt werden können - dann wäre es optimal.

Vielleicht können hier noch andere etwas zum Vergleich Myauchi 100 und 150er APM bzw 120 APM beitragen, aber um einen eigenen Sehvergleich wirst Du auf keinen Fall drum herum kommen um zu entscheiden was das richtige für Dich ist.

Da kannst Du Dich dann nur an die Firma APM wenden, eine andere Möglichkeit sehe ich da nicht, wenn Du in dieses Segment möchtest.

Und vlt. noch ein Tipp. Kaufe nicht sofort am ersten Tag der Begeisterung !!, sondern Rückgaberecht für vlt. 4 Wochen einräumen lassen oder mehrmals an verschiedenen Tagen durchschauen (Prüfe wer sich "ewig" binden möchte), das ist meine ich Denke ALLERWICHTIGSTE Empfehlung von mir .

Viele Grüße

Michael

Nachtrag zu Deiner Frage: Ich denke das 120er APM ist in jedem Fall brillanter und Lichtstärker als Dein Myauchi und wird Dir mehr Details zeigen und von daher Dir mehr Freude bereiten. Würde ich gleich als Wellenform- Premiumglas bei APM ordern ! Aber es ist auch deutlich größer als das Myauchi. Das 150 APM ist schon fast ein kleines Monster von der Größe her - ist natürlich eine persönliche Ansichtssache, aber dafür muss man dann auch Platz haben und es transportieren können !! bitte bedenken
 
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Hi Theo,

hier Nachtrag 2 zu Deinen zuvor gestellten Fragen:

Mit dem 120er APM von Wellenform optimiert zzgl !!! optimaler Okulare z B Doctor und vlt. Zeiss oder Nikonmikroskop - Okulare ggf. auch andere, auf jeden Fall optimierten Okularen zum 120er Gerät !!!Wichtig !!! (stellt meines Wissens die Fa APM zum ausprobieren auch für zu Hause zur Verfügung) --
wirst Du eine sehr deutliche Steigerung zu Deinem Myauchi erfahren. :smiley47:

M.E. noch ganz wichtig==> 90 Gradeinblick sollte das Fernglas unbedingt haben, bei Schrägeinblick bekommst Du schnell einen steifen Nacken.



Gruß

Michael
 
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Hallo Theo,
vielleicht solltest Du auch noch etwas warten. Immerhin hat APM ein neues 150er Grossfernglas in der Entwicklung. Dem Vernehmen nach wird die Bauweise vergleichbar mit den derzeit lieferbaren 100er und 120er sein, aber 2" Okulare ermöglichen. Und es wird vermutlich auch ein (SD)- Apochromat sein. Das Vixen BT126 und das derzeitige AMP 150 sind als Achromaten ausgewiesen. Es könnte also sein, dass Du mit einem dieser Geräte eine Enttäuschung bzgl. Farbfehler erleben würdest.

Klar: Es gibt Meinungen die besagen, dass der Farbfehler bei DeepSky bedeutungslos wird, weil man lichtschwache Objekte betrachtet. Aber andere sagen auch, da sich der Farbfehler nicht nur am Rand von hellen Sternen/Planeten durch den bekannten Farbsaum zeigt, sondern auch durch allgemeine Kontrastverschlechterung über die ganze Bildfläche. Vielleicht äussert sich ja hier noch jemand dazu, der mehr Vergleichsmöglichkeiten hat als ich (bisher nur Grossfernglass Achromat -bald Binokularteleskop mit ED-Apo`s)
Dein Miyauchi hat sehr wahrscheinlich eine Fluorit-Optik, also das beste und teuerste, was es so gab und gibt. Das solltest Du in Deine Überlegungen einbeziehen.

Viele Grüsse
Torsten
 
Hallo Theodor,

am Ende wird Dir nichts anderes übrig bleiben als selbst durchzugucken.
Man kann über das Thema Farbfehler bei Binos sicher lange diskutieren, weil es verschiedene Ansichten gibt. Ich mag den Farbfehler nicht, wenngleich Uwe Glahn z.B. tolle Beobachtungen mit einem Vixen 20x125 gemacht hat. Ich habe auch viele tolle Nächte am Fujinon 25x150 (ist mir zu teuer zum Kauf).

Ein Nicht-Fluorit Miyauchi konnte ich vor einigen Jahren mal probieren, hat mich aber nicht überzeugt um es zu kaufen. Ein Teil Deiner Frage hängt also auch davon ab, was Du jetzt für ein Gerät hast.

Von Tagbeobachtung und Messenansichten, finde ich das große Vixen entschieden zu farbig. Selbst das neue APM 100 als Achromat, fand ich am Tag nicht so überzeugend, wie erwartet. Thomas sah das auch so. Annehmbar sind m.E. die Vixen mit 80 mm, auch das Kurze.
Das 120 APM hat eine gute Abbildung, aber mir ist das maximale Feld zu klein w/ 1,25" und so wurde es bei mir das 100er ED. Damit habe ich Freude.
Aber, und das muss man ganz klar auch sehen, diese EDs sind keine Apo-Doppelrefraktoren.
CS
 
Hi Theo,

hab mir gerade noch einmal die von Dir genannten Gläser auf der Seite von APM Ludes angeschaut.

Nur das 120er APM kann man auch als 90 Gradeinblick erhalten.
Daher FÜR MICH käme aus Deiner hier vorgestellten Auswahl nur das 120er APM in Frage, da es als einziges auch mit 90 Gradeinblick erhältlich ist.
Das ist meine ehrliche Ansicht.

Man braucht gar nicht zenithnah betrachten, schon vorher ist man bei einer sehr unbequemen Genickstarre angekommen, betrachtet man länger als 3 Minuten.
Habe ich selbst aus leitvoller Erfahrung erlebt. Und dann wird man ganz schön sauer wegen der Schmerzen !!

Natürlich kann man auf das neue 150 APM warten, aber wie lange bist Du gewillt zu warten. Es ist noch völlig offen wann es wirklich final erhältlich sein wird.

Für das 120er gibt es mittlerweile auch gute Montierungen, die Grundlage sind, für eine gute Bebochtaungsnacht, nicht zu vergessen einen entsprechenden Astrostuhl für die entspannte Beobachtung, sonst gehen zu viele Details verloren, da die Anstrengung(Körperhaltung/Kraftaufwand) der Detailerkennung entgegen stehen.

Und falls das neue 150er kommt, wann das sein wird?
Willst Du wirklich jetzt noch einmal darauf warten das es in ein paar Jahren ein Gerät gibt, dass Dir dann noch mal etwas mehr zeigt als ein 120er? Meines Erachtens vertane Seh und LEBENSZEIT !!!!!!! Hast Du in ein paar Jahren des Wartens überhaupt noch Lust diese Dinge zu betrachten?
Nach dem 150er wird es irgend wann mal ein 180er geben, willst Du dann wenn das 150er da ist auf das demnächst kommende 180er warten? Lach

Und im Übrigen, wenn das 150er kommt kannst Du das 120er verkaufen und auf das neue 150 wechseln- usw. 180er etc pp.

Bedenke auch, dass das 120er, mit Montierung und sehr guten Okularen die eine unverstellte Klarheit und Seheindruck vermitteln!, evtl. Filter dazu - summa summarum schon in Bereiche kommen, wo man auch schon ein kleines Auto für bekommt.

In diesem Zusammenhang und natürlich nur rein theoretisch, plädiere ich für ein 120er mit entsprechenden Okularen, für Orionnebel vlt. noch UHC Filter und dann kommt schon ein AHA-Erlebnis daher.

Falls Du das teure Flourit-Myauchi hast, denke ich für mich, betrachtet am Orionnebel einmal mit Myauchi 20 Fach und mit dem 120er APM (Wellenform) zzgl Mikrtoskopokuklare bei ca 90 Fache Vergrößerung, geht im Vergleich zum Myauchi aber ganz gewaltig mit viel mehr Detailerkennung einher- ich sach mal - geht regelrecht die Sonne auf !!!

Ich gebe zu, dass ich hier theoretisiere, da ich durch beide Geräte noch nicht durchgeschaut habe. Habe aber kleine Erfahrungen mit APM Großferngläser 100er und Mikroskopokularen auch in höheren Vergrößerungsbereichen gesammelt und leite daher meine Überlegungen ab.

Grüße

Michael
 
Hallo Theo,

zu meinem Post und da zur Beantwortung zum Punkt => "Quantensprung"
habe ich noch vergessen zu erwähnen

==> ich dachte da an LZOS Refraktoren mit Linsendurchmesser 30 cm.

Nur zur Vervollständigung
 
Das neue 150 mm FPL 53 Apo Bino mit 900 mm Brennweite kommt in 2018. Bis ende 2017 wurde mir das Testsample versprochen.

Zum Kunden : das 120 mm FPL 53 Bino versägt das 150 mm Achro Bino in allen Belangen
 
Vielen Dank für die weiteren, wichtigen Infos! D.h. also, dass Öffnung nicht alles ist. Ich dachte immer, dass in der Astronomie gilt: Mehr Öffnung = mehr sehen. Und von daher hätte ich gedacht, dass man mit einem 150er mehr sieht als mit einem 120er. Aber so kann man sich täuschen.

Das 150er FPL würde mich schon sehr interessieren und ich frage mich, ob sich das Warten lohnt. Sicher könnte ich jetzt das 120er kaufen und es dann, wenn das 150er verfügbar ist, wieder verkaufen. Aber natürlich ist bei so einem Szenario wohl mit einem Verlust zu rechnen. Wenn das 150er FPL tatsächlich schon 2018 kommt, würde ich auf dieses warten, denn ein Jahr ist nicht allzu lange und ich könnte inzwischen weiter sparen. Apropos sparen: Es kommt aber natürlich auf den Preis an. Gibt es da vllt. schon einen Orientierungspunkt, Herr Ludes, was den Preis des 150er FPLs betrifft?

Schöne Grüße,
Theodor Euler
 
Hi Theo,

habe gerade auf der Seite von der Fa APM Ludes soeben unter Gebrauchtgeräte ein Fernglas von Myauchi gesehen das mit 141 mm Linsendurchmesser zum Schnäppchenpreis von 13.990 Euro angeboten wird. Dieses Glas kann man sicherlich zur 150er Klasse dazu zählen.

Die 150er Fujinon Ferngläser mit Schrägeinblick (auch über Fa APM Ludes zu bekommen) liegen so bei knapp 20.000 Euro, aber im Neuzustand.

Was das künftig neu kommende 150 APM kostet, keine Ahnung. Ich schätze die Kalkulation wird wohl noch nicht abgeschlossen sein - weil final alle benötigten Teile und der Gesamtaufwand noch gar nicht feststehen können, Sample erst für Ende des Jahres avisiert - ist aber natürlich nur eine Vermutung von mir.
Vielleicht weis Herr Ludes ja jetzt schon ganz genau, für wie viel er es verkaufen wird.

Bedenke bitte, mit zunehmender Linsendurchmessergröße steigen die Preise überproportional an und das mit zunehmender Größe auch noch immer heftiger, zumindest im Regelfall (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel) Lach


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Sag einmal, was für ein Myauchi hast Du denn , das mit oder ohne Flourite-Optik und hast Du Wechselokulare dazu?

Ferner, was möchtest Du denn außer durch die Milchstraßenwolken zu stöbern, noch speziell mit dem neuen Fernglas beobachten, hast Du da bestimmte Schwerpunkte?

Was ist Dir mehr und was ist Dir weniger wichtig?

Grüße

Michael


 
Hallo Michael,

oh, also wenn der Preis für das neue 150er APm jenseits der 10.000 Euro geht, kann ich es mir sowieso abschminken. (Außer ich gewinne im Lotto. :-)

Zu Deinen Fragen: Ich habe das "normale" Miyauchi Galaxy BJ-100iB, keine Flouritgläser. Dabei Wechselokulare 25x und 36x.

Am liebsten beobachte ich mit geringer Vergrößerung und dafür großem Gesichtsfeld, so dass sich ein "Schweben-im-Weltraum-Feeling" ergibt. Da kann ich mich am besten von meinem stressigen Job (ich bin Lehrer :-) erholen. Spezielle Vorlieben für einen bestimmten Objekttyp habe ich nicht.

Schöne Grüße,
Theodor Euler
 
für den Preis werfe ich einfach mal ein Binoptic mit 140er APM Optiken in dem Raum...

CS,Maiko
 
Hallo Forianer,

@ Maiko, habe auf der Seite von binoptic nur Preisangaben zu Binos gesehen bis 130 mm Öffnung zu 15.550 Euro und ich glaube da sind die sehr teuren Umlenkeinheiten noch gar nicht mit dabei.

@ Theo, wenn Du maximal große Gesichtsfelder haben möchtest, gestatten eigentlich nur relativ kleine Ferngläser mit kleineren Linsen und kurzer Brennweite relativ große Gesichtsfelder. Dann wird das Bild aber dunkler bzw Du siehst die schwächeren Sterne nicht.

Z.B.:

Myauchi 20x100 = Mögliches Gesichtsfeld ca 2,5 Grad, mit 25 fachet Vergrößerung ca 2 Grad.

100er Glas APM ED Optik = ca 2,8 Grad mögliches Gesichtsfeld

120er APM ED Optik = ca 2,4 Grad mögliches Gesichtsfeld

Je größer die Fernglaslinsen / und Brennweiten werden, desto kleiner werden die Gesichtsfelder. Das Problem kann durch 2 Zoll Okulare abgemildert werden.
Aber Ferngläser mit 2 Zoll Okularen gibt es sehr wenige und die Kompensation, also das mehr an Gesichtsfeld das man dadurch gewinnt, ist auch begrenzt durch den effektiven freien Durchlass am Ende des Fernglases. So viel ich weis wird der effektive Durchlass beim neuen 150er APM ca 28 mm betragen. Für 1,25 Zoll Ferngläser beträgt der freie Durchlass ca 23/24 mm. Daher wird das Gesichtsfeld m.E. ca 20% größer bei Verwendungsmöglichkeit von 2 Zoll Okularen. Mithin z.B. mit 1,25 Zoll = 2,4 Graf Gesichtsfelddurchmesser, ist man dann bei einem 2" Okular bei 2,88 Grad (wenn ich richtig gerechnet habe), nicht grad ein Quantensprung - sag ich mal.

Meine Angaben sind natürlich ohne Gewähr, da ich wie Du auch nur amatörhaft diese Hobby betreibe und meine Angaben aus dem Internet habe.

Es kann durchaus sein, dass hier ein anderer User genauere Angaben als ich zu den obigen Vergleichsangaben/Optiken liefern kann.

Es gibt hier im Forum natürlich User die den Sachverhalt besser berechnen/erklären und darstellen können.

Die großen Ferngläser sind Lichtstärker und zeigen schwächere Sterne und mehr nebelige Details.

Optimal wäre vlt. ein Großfernglas sowie ein kleines Fernglas das Gesichtsfelder von mehr als 10 Grad ermöglicht. Ein Thread dazu gibt es hier auch in der Abteilung Ferngläser. Und die kleinen Ferngläser sind natürlich auch viel viel billiger als die Großen.

Dann hättest Du aus beiden Welten Optiken die verschieden Einblicke gewähren.

Grüße

Michael
 
Hallo,

ich hoffe, die Preise sind kein Geheimnis, habe aber nichts dergleichen vernommen: APM 140 SD Binoptic mit 2" Anschlüssen (noch nicht gelistet) je nach Ausstattung zwischen 9300 (ohne Gabel) und 10700€ (mit FT OAZ)...

CS,

Maiko

PS: Die Umlenkeinheiten sind immer dabei
 
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Hallo Maiko,

der 140er hat aber m. E. eine um ca 10% längere Brennweite zzgl Umlenkeinheiten.

Dadurch würde aber das tatsächliche Gesichtsfeld dann doch kleiner werden als bei dem größeren 150er Fernglas mit Gesamt- Brennweite von 900 mm, oder?

Was für mich persönlich aber auch eine Rolle spielen würde, wäre die Gesamtgröße, die bei der beiden 140er sicherlich noch großen und noch schwerer, somit schlechter händelbar wäre.

Meine Erfahrungen im Astrobereich - je größer desto seltener hat man Lust das Geraffel auf und hinterher wieder abzubauen. Ich denke viele die mit Astro angefangen haben, können davon ein Lied singen und lesen später nur noch hier mit (aus dem warmen Wohnzimmer wenn es draußen kalt ist), aber bauen draußen ihre großen Gerätschaften gar nicht mehr auf- mangels Zeit heisst es - nein weil alles viel zu schwer ist und man dafür dann keine Lust hat.
Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder z B 2. User da so darüber denkt wie ich, aber es gibt m. E. eine gewissen Prozentsatz, der möchte für sein Geld das absolut machbare und beste Gerät aus der Produktion, schaut dann 2x durch und danach steht es da und verstaubt. Lach

Gott sei Dank handhabt das nicht jeder so.

Aber dennoch, bei Größe und Gewicht würde ich nicht immer an das Maximum gehen, meine persönliche Meinung/Erfahrung.

Grüße

Michael

Nachtrag: Habe gerade auf der Seite APM Ludes und AOK Swiss nachgeschaut, die 140er kosten Stückpreis ca 3.500 und die großen EMS Matsumoto Umlenkeinheiten ca 2500 Euro, macht zusammen ca 9500 Euro Rohwert. Dazu kommt die Geräte für einander umzubauen und Kompatibel zu machen weitere Aufwendungen sowie Abgleich und Einstellungen/Justierungen. Der Preis von ca 11 000 für das gesamte 140er Bino von Binoptic ist mir nicht ganz erklärlich, da die Firma Binoptik ja nicht nur Geld wechseln möchte denke ich mal , sondern auch irgend wie etwas Geld verdienen muss um die Angestellten zu bezahlen?

Das Gewicht von 2 x 140er Optiken zzgl der Umbauten wäre m E auch deutlich höher als 20 KG und das bei der größeren Gesamtlänge im Gegensatz zum neuen 150er Bino - würde dann schon sehr unhandlich werden. Und wenns unhandlich wird, zieht das Gewicht leider noch stärker an den Wirbeln der Wirbelsäule.
Aber ist natürlich nur meine persönliche Meinung, andere mögen das anders beurteilen.
 
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Huhu,

habe die Preisinfo so erhalten, als ich nachfragte;-) Ohne Gewehr;-)

Ich würde immer an die Grenze des Machbaren von seitens der Masse gehen. Freu mich jedesmal, wenn ich das 120er Binoptic auf's Stativ wuchte;-)

CS,

Maiko

PS: Das 140er Bino liegt wohl bei 16kg
PPS: Natürlich werden keine Matsumotos, sondern drei Spiegel verwendet
 
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Zitat von Maiko:
PPS: Natürlich werden keine Matsumotos, sondern drei Spiegel verwendet

Und dadurch hat man neben (für meinen Geschmack) zu viel Brennweite (-> kleineres Feld) auch noch eine unnötige Spiegelung sowie einen unnötig langen Lichtweg in den Umlenkeinheiten (und dadurch bedingt eine geringere Feldausleuchtung von Weitwinkelokularen) auch noch ein seitenverkehrtes Bild.

Michael hat das alles schon richtig erkannt und eingeschätzt.

Matsumoto baut übrigens auch Binos aus den 140er APM, bei denen fallen dann (bis auf die lange Brennweite) alle oben aufgezählten Nachteile weg.

Ich warte dennoch geduldig auf das 150er APM :-)

Grüße Jochen
 
Hi Michael


das APM 150/900 Bino hat 40 mm freien Durchlass, das entspricht ca. 2,5 Grad machbarem Feld
 
Hi zusammen,

@ Markus, danke für die Info, 40 mm freier Durchlas hätte ich jetzt nicht gedacht aber schön zu wissen, dass sich der Durchlas am Maximum orientiert.

@ Theo, ich möchte Dein Traumglas nicht schlecht reden. Kenne dieses Glas auch nicht. Und russische Optiken stehen zu Recht in einem sehr guten Ruf (dennoch kann man auch da nicht alles über einen Kamm scheren). Im Video wurde m. E. sehr viel über den 3D Effekt gesprochen und das Stereoskope Sehen mit 2 Augen, das stimmt ja so auch irgendwie. Aber über die Abbildungsleistung und Abbildungsqualität habe ich jetzt nicht so viel gehört(verstanden).

Aus meiner Sicht, falls es wirklich 6 Grad Feld zeigt (ist das möglich bei diesem Fernglas?), sind aber große Zweifel hinsichtlich der Abbildungsqualität angebracht.

Man sieht schon vom Korpus, dass es sehr kurzbrennweitig ist. Das bedeutet aber auch, eine sehr schlechte Farbkorrektur die man sich damit erkauft, die über das erträgliche Maß hinausgeht. Aus physikalischen Gründen kann es leider nur einen gravierenden Farbfehler zeigen, zugunsten der Lichtstärke. Ich denke bei der Ausprägung des Farbfehlers würdest Du schon auf kurze Sicht bei der Durchsicht durch das Glas, an der Beobachtung des Himmels weniger Freude empfinden, da der Farbfehler einfach zu groß wird.
Ferner musst Du mit gravierenden Verzeichnungen (z. B. Koma) der Sterne rechnen. Es sind dann außerhalb der Bildmitte des Gesichtsfeldes schweifartige Kometen zu sehen aber keine Sterne mehr, wie man sie sehen möchte.

Und bedenke auch den fehlenden 90 Grad Einblick, für ausgiebige Himmelsbeobachtung -astronomisch- eines nicht freihändig gehaltenen Glases, ein no go aus meiner Sicht.

Dies sind natürlich nur theoretische Überlegungen, das gebe ich zu, aber sie liegen doch sehr eindeutig auf der Hand und sind daher so gut wie unübersehbar (physikalisch bedingt!)

Dennoch verstehe ich Dichl ist's doch ein schönes vlt. auch seltenes Glas was die Ausführung und Historie anbelangt und dann noch 6 Grad Feld als 110er Glas. Als 2. Glas wäre es fantastisch wenn Du so etwas bekommen könntest, aber als Glas das Dir wirklich mit Genuss !! in sehr sehr klaren unverstellten Blick mehr zeigt als mit Deinem Myauchi ist es m. E. ungeeignet.

Ich denke Du weißt auch gar nicht welcher Seheindruck ich meine und entsteht wenn ich von einem sehr sehr klaren unverstellten Seheindruck durch ein hochwertiges Fernglas spreche. Dies ist keine Kritik, es bedeutet nur die Empfehlung, diese Erfahrung unbedingt einmal zu machen, bei einem Forianer der auch entsprechende Okulare Weitfiled- Mikroskopokulare von Zeiss oder Nikon oder 12,5 mm Doctor Okulare zu seinem Glas hat (z.B. ein APM-ED Glas, Binoptik oder sonstwie sehr hochwertigen Glas), oder eben bei einem entsprechenden Händler, der Dir ein entsprechendes Glas und die entsprechenden OKulare zur Verfügung stellen kann. Dann nehme Dein Myauchi mit, damit Du auch den Unterschied genau beurteilen kannst.

:smiley47:

Grüße

Michael


N.S. Oder schau mal beim Optiker in der Mittagspause vorbei, der auch Ferngläser hat- einmal für den Nahbereich 6-30 Meter durchschauen ! ein gutes Leica oder Swarowski Glas 8x40 solltest Du nehmen !
Und vergleiche diesen Seheindruck mit Deinem Myauchi, dann kannst Du erahnen wie der Seheindruck und die Klarheit des Bildes bei den großen astronomischen Ferngläser in etwa ist und was ich meine. Mach mir einmal die Freude und berichte.
 
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tja,

die BEIDEN Binoptics habe ich aber sehr erfolgreich schon einige Zeit im EINSATZ, das sind FAKTEN!;-)

Cheers,

Maiko
 
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Hallo nochmals nach längerer Zeit,

hatte jetzt tatsächlich Gelegenheit, bei Nacht durch ein APM 120 mm zu schauen. Ich muss sagen, der Anblick ist schon überwältigend, insbesondere bei niedriger Vergrößerung und großem Gesichtfeld ist das Streifen durch die Sternfelder der Milchstraße ein wahrer Genuss. Allerdings ist der Unterschied zu meinem Miyauchi 100er nicht extrem groß, auch in diesem kommen die Sternwolken der Milchstraße extrem schön und mir kommt - rein subjektiv - nicht vor, dass mit dem 120er viel mehr Sterne zu sehen sind als mit dem Miyauchi. Beide Gläser haben IMHO ein sehr gutes und scharfes, kontrastreiches Bild. Beim Ringnebel in der Leier allerdings und beim Hantelnebel hat das 120er eindeutig die Nase vorn. Diese beiden Nebel waren im APM viel klarer und heller zu sehen (Ringnebel sogar direkt, im Miyau nur indirekt). Ein Riesenvorteil des 120ers ist auch, dass man höher vergrößern kann. Das Bild wird dann zwar etwas dunkler, aber man sieht viel mehr Details (Farbränder sind mir übrigens keine aufgefallen).
Na, jetzt weiß ich nicht so recht, ich glaube, ich warte doch noch auf das 150er, das wird dann wohl ein echter "Quantensprung" zu meinem 100er sein. :-)

Schöne Grüße und CS,
Theodor
 
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