Vixen GP: Schneckenwelle für DEC gebrochen

mgilg

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Hallo Astrogemeinde,

leider hatte meine geliebte Viren GP einen Unfall.

VixenGP_01.jpg

Sie ist umgefallen und genau auf die abgebildete Verstellung der DEC-Achse aufgekommen.

VixenGP_02.jpg

Dabei ist der Mitnehmerzapfen der DEC-Schnecke abgebrochen.

VixenGP_03.jpg

Der Rest dieses Zapfens steckt noch in der Welle.

VixenGP_04.jpg

Gibt es vielleicht irgendeine Möglichkeit, den Schaden zu beheben?

Ach ja, die Welle hat ja auf der anderen Seite ebenfalls noch einen kürzeren Mitnehmerzapfen (Im Moment sieht man da noch das Verstellrad der RA). Manuell kann ich diesen verwenden. Da ich diese Montierung gerne motorisieren möchte, fehlt mir der abgebrochene Zapfen doch.

Vielen Dank im Voraus

/ciao
Manfred
 
Hallo Manfred,
sehr ärgerlich…
Da brauchst du wohl eine neue Schneckenwelle. Frag doch mal bei Nils Kloth von Astrogarten an, vielleicht hat er noch ein passendes Ersatzteil.
Eine Anfrage im Suche Board könnte auch zum Erfolg führen.
Eine Reparatur scheint mir eher schwierig zu sein, da die Welle mit ziemlicher Sicherheit nichtmehr rund läuft…

Grüße Rainer
 
Hallo Manfred,
die Messing-Welle lässt sich meines Erachtens gut reparieren, wenn sie sich von der anderen Seite problemlos drehen lässt.
Hartlöten mit Silberlot würde ich empfehlen. Brenner, Lot und dann eine Feile….


Grüße

Dietmar

PS.:
Eine EQ5 Schneckenwelle hab ich in meiner Ersatzteilkiste.
Wenn Du mir die Daten der GP-Welle sendest, kann ich Dir sagen ob sie passen könnte….
 
Hallo Manfred.
Letzten Herbst hatte ich das gleiche Problem.
Durch einen Transportschaden war die Schneckenwelle der Dec Achse der GP verbogen.
Ausrichten des Wellenendes in der Drehbank durch vorsichtiges drücken mit dem Quersupport, und kontrolle mit einer Messuhr verringerte den Fehler zwar, es blieb aber unbefriedigend.
Beim fotografischen Einsatz war die verbliebene Rundlauf Abweichung von 0,02mm noch spürbar... ich musste etwas mehr Schneckenspiel einstellen.

Die Wellen der Skywatcher Clon passen definitiv nicht, weil andere Duchmesser und andere Lagerung.....
Ich konnte letztendlich von einem Vereinskollegen,der eine GP ausgeschlachtet hat, eine Schneckenwelle bekommen.
Laut Händler sind neue original Vixen GP Wellen nicht mehr aufzutreiben.

Auf deinen Bildern sehe ich allerdings die Manuelle Betätigung der Achsen, für diesen Zweck würde die ausgebogene Welle wahrscheinlich noch taugen ... da macht etwas mehr Schneckenspiel keinen Unterschied.

VG Hermann
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Manfred,

das ist ärgerlich, aber reparabel. Die Achswellen der Clone passen nicht, also kannst du nur Ersatz oder eine alte Vixen zum Ausschlachten organisieren. Motto, aus Zwei mach Eins.
Ein guter Mechaniker kann die gebrochene Achse raparieren und richten. Es kann natürlich auch sein, das das Gegenlager, also der Lagersitz im Gehäuse, einen Schlag bekommen hat. Ist nur Alu und wenn du Pech hast, ist das Gegenlager zum Schneckenwelle jetzt ein Ei. Das kann man aber mit einem Dorn, oder der anderen unbeschädigten Schneckenwelle prüfen.
Entscheidend ist, welchen Anspruch an die Genauigkeit du hast und ob die damit Fotografieren willst, oder manuell nachführst, dann kann man mit Fehlern besser leben.

Gruß Thomas
 
Hallo liebe Astronomiefreunde,

vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Dass es mit der Ersatzteilversorgung einer sehr alten Montierungen mehr als schwierig wird, war mir von Anfang an klar. Im Stillen hatte ich gehofft, Ersatz bei Skywatcher und Konsorten für finden. Schauen wir mal, welcher Weg sich da noch findet.

/ciao
Manfred
 
Es kann natürlich auch sein, das das Gegenlager, also der Lagersitz im Gehäuse, einen Schlag bekommen hat. Ist nur Alu und wenn du Pech hast, ist das Gegenlager zum Schneckenwelle jetzt ein Ei.
Klar, dass kann, wenn man richtig Pech hat, passieren.

Hier ist die Welle aber an der schwächsten Stelle, am Übergang vom runden zum abgeflachten Profil durch den langen Hebel des Griffes abgebrochen.
Dafür braucht es eigentlich keine nennenswerte Kraft. Die Wellen brechen an der Stelle auch gern ohne Sturz ab.
Hier ist wegen der Verfärbung am Bruchrand sogar zu vermuten, dass bereits ein kleiner Riss vorhanden war.

@mgilg
Funktioniert die Welle von der anderen Seite gedreht noch gut?

Grüße

Dietmar
 
Hallo miteinander,

ich habe dieses Lager einmal etwas zerlegt. Die Welle habe ich nicht aus dem Lagergehäuse herausgebracht. Entweder muss ich dabei noch etwas fest ziehen oder die Zapfen wurden nachträglich eingebracht. Die Schnecke scheint mir geringfügig größer als der Kerndurchmesser des Lagers zu sein. Dieses Gewinde möchte ich nicht zerstören.

VixenGP_05.jpg


Ich habe dieses Lager einmal mit dem RA-Lager verglichen. Die beiden sind identisch. Ich könnte also auch eine RA-Welle verbauen.

@Dietmar: Die Welle lässt sich von der anderen Seite noch einwandfrei drehen. Es gibt keine Hänger.

@Rainer: von Nils Kloth habe ich die Info, dass er schon lange keine Ersatzteile mehr hat.

@uwe: an den Montierungsservice werde ich mich auch noch wenden.

An alle noch einmal ein herzliches Dankeschön für eure Informationen und Angebote. Ich schaue noch einmal weiter. Vielleicht läuft mir ja etwas über den Weg.

/ciao
Manfred
 
Hallo Manfred.
Die Schnecke lässt sich normalerweise leicht herausziehen.... da ist auch etwas Abstand vom Durchmesser her.
Hinderlich könnte nur eingetrocknetes Fett sein, oder schlimmer wäre ein leichter Grat oder Verformung an der Bruchstelle des Wellenstummels.... die Gleitlager haben sehr exakt aufeinander passende Durchmesser (Wellenstummel und Bohrung... ).
Da genügen ein, zwei Hundertstel und es klemmt.
Da solltest du das Wellenende mit der Bruchstelle kontrollieren ( auf deinem 3. Bild sieht man dass es einige Millimeter vorsteht..).
Wenn notwendig könntest du das etwas abschleifen ( wegfeilen...).

VG Hermann
 
Die Welle lässt sich von der anderen Seite noch einwandfrei drehen. Es gibt keine Hänger.
Hallo Manfred,
Das war auch zu vermuten / hoffen.

Wenn es keine Ersatzschnecke mehr gibt, drängt sich die Reparatur der alten Schnecke auf.
Die lässt sich normalerweise mitsamt dem Lager aus dem Gehäuse drücken.
Irgendwie ist sie ja schließlich irgendwann einmal rein gekommen….
Aber ich würde nicht an dem gesunden Zapfen ziehen; zu groß wäre mir das Risiko, diesen auch noch abzubrechen.
Besser wäre meines Erachtens, von der Seite, die abgebrochen ist, zu drücken oder mit einem Austreiber herauszuklopfen.
Vorher natürlich mit Rostlöser, Kriechöl o.Ä. vorarbeiten.
Vielleicht sogar das Gehäuse erwärmen, und gleichzeitig das Lager mit Eisspray kühlen. …wirkt Wunder…..

Dann, wie bereits geschrieben, den abgebrochenen Zapfen mit Silberlot anlöten (hartlöten)
Überschüssiges Lot abfeilen - fertig.

Es kann allerdings passieren, dass die Welle dort dann nicht mehr zu 100 % fluchtet.
Das Betätigungsrad wird dann entsprechend „eiern“, was aber egal sein dürfte.

Benutzt Du biegsame Wellen, fällt eine etwas eiernde Schneckenwelle überhaupt nicht auf.

Biegsame Wellen empfehle ich sowieso für diese Antriebe. Die geben im Fall der Fälle nach…..

Bei starren Wellen könnte nämlich die Schneckenwelle abbrechen……… ;)

Grüße

Dietmar
 
Hallo miteinander,

ich kann die Welle so weit herausziehen, dass der abgebrochene Zapfen ca. 0,5mm in das Lager geht. Die Bruchstelle noch etwas zuzufeilen wäre ein guter Vorschlag. Ebenfalls die Welle von der beschädigten Seite vorsichtig herauszutreiben. Versuch macht kluch ;). Mir sieht die Welle aus, als wäre sie symmetrisch. Daher überlege ich, sie später in der anderen Richtung einzubauen.

Inzwischen habe ich das Teil einigermaßen von Fett befreit und es klebt immer noch ziemlich. Es scheint noch das originale Fett zu sein.

@Dietmar: du kannst es dir ja schon denken: ich habe eine starre und keine biegsame Welle.

/ciao
Manfred
 
Hallo miteinander,

bei genauer Betrachtung habe ich bezüglich der Symmetrie geirrt. Mein Messschieber sagt etwas anderes. Ja und die abgebrochene Seite glänzt etwas. Das ist durchaus ein Zeichen, dass Materiel übersteht und deshalb nicht durch das Lager passt. Also hilft hier nur abfeilen.

/ciao
Manfred
 
Das verformte (gebrochene ) Wellenende mit einem Bolzen (Austreiber, Durchschlag ) durch die Lagerbohrung durchzuklopfen würde die Gleitlagerflächen ruinieren, und eventuell das Wellenende noch mehr Aufstauchen (verdicken...).
Das Wellenende bzw. die Verdickung muss vorher z.B. mit einer kleinen Schlüsselfeile so weit abgefeilt werden, dass die Schnecke von Hand herausgezogen werden kann, bzw. ganz leichtes Klopfen genügt um sie herauszubringen.
Solche Situationen konnte ich in meinem früheren Berufsleben oft erleben... ;-).
Von daher nur meine Empfehlung :)
 
Hallo Hermann,

dass durch rohe Gewalt das Lager nachhaltig geschädigt werden kann, ist mir bewusst. Daher habe ich es bereits erwähnt, dass die Welle erst noch leicht gefeilt werden muss. Danke für deinen Hinweis.

/ciao
Manfred
 
Hallo Manfred.
Sorry, unsere Beiträge haben sich da zeitlich überschnitten, bzw. wurde mir dein Beitrag erst angezeigt als ich Meinen abgeschlossen hatte.
VG Hermann
 
Hallo Astrofreunde,

ich möchte mich noch einmal den letzten Stand berichten, damit Kollegen mit dem gleichen Problem zumindest eine Lösungsmöglichkeit haben, wenn sie diesen Thread finden. Zuerst noch einmal vielen Dank an alle für eure Beiträge.

Letztendlich habe ich Chris von CG5 angeschrieben. Er hatte natürlich auch keine Ersatzwelle für mich und riet mir, den abgebrochenen Zapfen gut zu entgraten und die Welle umgekehrt wieder hineinzustecken. Das habe ich dann auch gemacht. Dabei habe ich die Montierung von dem Klebefett befreit und neu gefettet und wieder zusammengebaut.

Nun geht sie wieder.

/ciao
Manfred
 
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