Vixen-Service (?)

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Re: Händler und Foren

Hi folks!

"Ich habe eine Teleskop bei XY gelauft und bin sehr zufrieden, das alles geklappt hat". Das sollte doch eigentlich selbstverständlich sein, oder?
Das ist es eben, es SOLLTE selbstverständlich sein. Man darf aber auch nicht vergessen, das negative Erfahrungen immer schwerer wiegen, als positives Feedback. Vor Verallgemeinerung kann man warnen, denn schnell erwecket es den Eindruck, als wenn eben besagte Händler/Vertriebe ausschließlich den Kopf in den Sand stecken, wenn es um Reklamationen geht. Und gerade hier trennt sich doch bei den Händlern qualitativ die Spreu vom Weizen.

Es bleiben somit aber trotzalledem immernoch die Punkte ungeklärt, warum trotz mehrmaliger - anscheinend direkter - Ansprache des Kunden an die Mitarbeiter der Firma Vixen keine weitere Reaktion erfolgt ist? Und das wiederum über einen längeren Zeitraum?
Demgegenüber steht u.a. meine Erfahrung, das vor Ort sehr zügig und unbürokratisch vorgegangen wird im Falle einer Reklamation.

Ich hoffe, das sich das für die Betroffenen positiv in nächster Zeit klären wird und wünsche mir, daß Vixen doch im Ansatz diese Diskussion zum Anlass nimmt, die eigene Kunden- und Servicefreundlichkeit (zumindest was diese Fälle angeht) zu hinterfragen. Auch wenn es manchmal schwer fällt, letztlich hat der Kunde schon einen ganzen Batzen Geld investiert und sicherlich nicht ausgerechnet Vixen-Produkte der günstigen Preise wegen gewählt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

cu ...
Luzy
 
Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hallo ihr Zwei,

also ich hab mich wohl verhört. In so einem DVD-Spieler wird allenfalls eine Baugruppe ausgewechselt und selbst das liegt schon am Rand, warscheinlich doch über den Produktionskosten. Das macht keiner. Mini-Reperaturen werden gemacht, ansonsten Schrott=>Austausch.

Die DD-1 wird wohl auf einer Platine untergebracht sein. Ihr könnt euch selbst ausrechnen, daß hier niemand hingeht und die Platine durchmisst. Das kostet mindestens eine halbe Stunde. Sollte dann durch Löten was zu beheben sein, wäre wieder eine halbe Stunde fällig. Und schon ist eine neue Steuerung billiger. Im Grunde ist es eher ungewöhnlich, daß man versucht hat die Steuerung zu reparieren. Vielleicht ist es auch so, daß man die Dinger zum Hersteller zurückschickt, damit der kostenlos Austauschware schickt. Hängt vom Importvertrag ab. Den Hersteller könnte allenfalls noch interessieren, was kaputtgegangen ist.
Jedenfalls ein Gerät mit einer Platine, das tauscht man komplett aus. Das Gehäuse drumrum kostet für gewöhnlich weniger, als das einbauen einer Ersatzplatine.

Klar, es gibt Leute, die noch selbst Reparaturen bei derartigen Geräten durchführen (TV, Waschmaschine, etc. ist was anderes!). Aber die haben wohl ganz andere Gründe als Wirtschaftlichkeit um das zu tun. Entweder sie haben die Zeit, oder Spaß daran, oder sie schaffen sich eine Kundenbindung, weil sie ein geliebtes Stück wieder zum Laufen bekommen haben.

Clear Skies
Sven
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hi folks

@Sven
Genau das ist der Punkt, der tagtäglich auch in der EDV-Branche zu sehen ist. Selbst kleinere Reparaturen werden angesichts der schwindenen Wirtschaftlichkeit nicht mehr durchgeführt. Wenn ich mir z.B. anschaue, daß z.B. große Drucker/PC/Server-Hersteller lieber Folgekosten und Zeit beim Austausch defekter Teile durch falsche Qualifikation in Kauf nehmen, als die nur defekten Komponenten direkt von fachkundigen Elektronikern/Technikern auszutauschen, zeigt schon, an welchen wirtschafltichen Grenzen hier gearbeitet wird.
Die Zeiten in denen es sich noch lohnte einen Computer oder (Unterhaltungs-)Elektronik zu reparieren sind definitiv (leider) vorbei. Die Arbeitskosten übersteigen schon lange die Produktions- und Materialkosten, sogar die Ausgaben für die Logistik. Hinzu kommt auch, das durch die steigende Miniaturisierung (Stichwort SMD und Multilayer) und den unvermeindlich höheren Einsatz hochintegrierter Schaltungen der Aufwand für "manuelle" Kleinreparaturen dem sprichwörtlichen "Schießen mit Kanonen auf Spatzen" gleichkommt.
Aber gerade deshalb sollte heute ein Austausch solcher Komponenten "zeitnah" geschehen!

cu ...
Luzy
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hi,

Die DD-1 wird wohl auf einer Platine untergebracht sein. Ihr könnt euch selbst ausrechnen, daß hier niemand hingeht und die Platine durchmisst. Das kostet mindestens eine halbe Stunde. Sollte dann durch Löten was zu beheben sein, wäre wieder eine halbe Stunde fällig. Und schon ist eine neue Steuerung billiger.

In der DD-1 sind nur eine Handvoll IC's verbaut: http://www.geocities.jp/ngc4826/factory/dd1/dd1.html
Eine sehr übersichtliche Platine. Für die Fehlerdiagnose darf in 95% der Fälle ein geübter Elektroniker der die Schaltung kennt und schon öfter repariert hat max. 10 Minuten brauchen. Austausch des defekten Bauteiles nochmal die gleiche Zeit. Der Austausch eines SMD-IC's geht mit dem richtigen Werkzeug meistens schneller als ein herkömmliches, da man nicht mit den lästigen Durchkontaktierungen kämpfen muss. Die grösste Anzahl der Reparaturen dürfte in 30min erledigt sein. Selbst wenn es eine Stunde dauert: die DD-1 kostet aktuell ca. 240,- Euro. Selbst wenn ich jetzt als Kunde für eine Reparatur von einer Stunde 100,- Euro bezahle, ist das immer noch billiger als eine neue Steuerung.

Also: die Reparatur würde sich prinzipiell lohnen, wenn man eine Werkstatt in Deutschland als Partner dafür hätte. Und ich bin der Überzeugung, dass sich darum viele reissen würden. Die Kundenzufriedenheit wäre hergestellt.
Somit bin ich wieder beim Faktor Können * Wollen und ich bin mir sicher welcher diesem Fall = 0 ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />


Grüße,
Jochen
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hi folks!

@Jochen
Ich finde Deine Rechnung ein wenig optimistisch. Sicher ist die Fehleranalyse für einen Elektroniker schnell erledigt, auch SMD auslöten ist weniger ein Problem. Doch schon bei SMD ICs und Multilayer ist das nötige Werkzeug und das Know-How erforderlich.
Zudem spiegelt der Verkaufspreis nicht auch den tatsächlichen produktionswert der Platine wieder. So kann es durchaus sein, das die Elektronik der DD-1 in der Produktion nur wenige Euros kostet. Mehr als ein Mensch zur Endkontrolle ist da eben nicht nötig. Die verbauten Teile in der Steuerung kommen vielleicht zusammen auf nicht mal 15 EUR. So ist es für Vixen immernoch billiger (und nicht für die) das Teil einfach auszutauschen.
Letzlich ist es aber nicht nur die DD-1, denn schon bei den Sphinx-Montierungen mit Astro-Computer ist das Ganze schon nicht mehr vom Aufwand und der Wirtschaftlichkeit zu rechtfertigen.
Andersherum wüden dadurch sicher auch Arbeitslätze geschaffen und sinnloser Elektronikmüll vermieden werden. Wobei die Wiederverwertung ja mittlerweile auch so teuer ist, das sich bei einer Reparatur die Kosten nur verschieben würden :-)

cu ...
Luzy
 
Re: Händler und Foren

Gegen Kritik (und Hinweise auf meine etwas eirige Rhetorik) habe ich überhaupt nichts einzuwenden, schon zu meinen Vehrenberg-Zeiten habe ich lernen dürfen, damit umgehen zu müssen.
Wenn Kritik sachlich richtig und angemessen formuliert ist - auch in Ordnung. Jeder Beteiligte (egal, ob im Verkauf oder in der Entwicklung) muss sich solcher Dinge annehmen können. Interessant wird es allerdings oftmals dann, wenn Leute, die in Internet-Foren verbal so richtig austeilen, hinterher im direkten (tw. auch persönlichen Kontakt) Ihre Kritik wieder deutlich zurückfahren oder sogar sagen: "Hab´ ich gar nicht so gemeint...". Das ist dann schon putzig und zeigt die inzwischen im Internt weit verbreitete Unart, Hemmschwellen abzusenken.
Was soll´s, auch das muss man abkönnen. Anderswo hatte ich ja auch schon auf meine mentale Hornhaut hingewiesen.

Schöne Grüße,

Stefan Korth
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hi,

@Jochen
Ich finde Deine Rechnung ein wenig optimistisch. Sicher ist die Fehleranalyse für einen Elektroniker schnell erledigt,

Wobei ich bei der Fehleranalyse sogar ncoh optimistischer bin: wenn er die Teile regelmässig repariert, weiss/ahnt er den Fehler aus Erfahrung in 50% der Fälle. Das Messen der Signale ist da nur noch reine Routine.

auch SMD auslöten ist weniger ein Problem. Doch schon bei SMD ICs und Multilayer ist das nötige Werkzeug und das Know-How erforderlich.

Das schrieb ich ja schon in meinem ersten Beitrag, zumindest dass das nötige Werkzeug erforderlich ist. Das Know-How sollte Grundvoraussetzung sein.

Zudem spiegelt der Verkaufspreis nicht auch den tatsächlichen produktionswert der Platine wieder. So kann es durchaus sein, das die Elektronik der DD-1 in der Produktion nur wenige Euros kostet. Mehr als ein Mensch zur Endkontrolle ist da eben nicht nötig. Die verbauten Teile in der Steuerung kommen vielleicht zusammen auf nicht mal 15 EUR. So ist es für Vixen immernoch billiger (und nicht für die) das Teil einfach auszutauschen.

Sicher. Wenn der Austausch keine Monate dauert spricht nichts dagegen. Wenn die Garantie abglaufen ist, sieht es nochmal anders aus. Dann zählt für den Kunden nur das Verhältnis Neupreis zu Reparaturpreis.

Letzlich ist es aber nicht nur die DD-1, denn schon bei den Sphinx-Montierungen mit Astro-Computer ist das Ganze schon nicht mehr vom Aufwand und der Wirtschaftlichkeit zu rechtfertigen.

Den Aufwand und die Wirtschaftlichkeit bei der Sphinx Montierung kann ich nicht beurteilen. Aber nur weil es da nicht wirtschaftlich ist, ist das kein Grund alles in einen Topf zu werfen und das wirtschaftliche zum unwirtschaftlichen zu erklären.

Das wichtigste bei der Sache ist der Kunde. Für diesen ist es letztendlich egal was für ihn getan wird, wenn etwas getan wird. Und das in einem vernünftigen Preis- und Zeitrahmen.


Grüße,
Jochen
 
Re: Händler und Foren

Hi Stefan,

in dem Punkt kann ich dir nur Recht geben, im Internet wird gerne und schnell ausgeteilt. Ich kann mich davon auch nicht ganz frei sprechen.... In diesem Fall sehe ich das aber nicht so. Gut, jeder entscheidet für sich selbst.

Mit der (ex) Firma Vehrenberg habe ich auch nur gute Erfahrungten gemacht, immerhin stammen 70% meiner Ausrüstung von hier. Allerdings muss ich sagen, das seit Vixen Europe das Verhältnis zum Kunden etwas gelitten hat.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hallo Jochen,

allein die Tatsache, daß es eben üblicherweise nicht gemacht wird, ist doch schon Beweis genug. Es kommt eben mit allem Drumherum keine wirtschaftliche Reperatur mehr in Frage.

Clear Skies
Sven
 
Re: Händler und Foren

Hi Lucifer
Ich hatte den thead nochmals belebt, nachdem die anvisierte Frist zur Instandsetzung meines neuen VC200LDG von Vixen Europe um 2 Wochen überzogen worden war und die versprochenen Rückmeldungen leider gänzlich unterblieben.
Seit gestern bin ich - nach 4 Wochen (un)geduldigen Wartens - nun endlich wieder im Besitz des Teleskops. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Der Mangel, in Form der seit dem Erwerb unbefriedigenden optischen Abbildungsqualität, wurde inzwischen beseitigt. Ursache war nach Aussage von Herrn Sommer eine bereits werkseits vorhandene Verspannung im Hauptspiegel. Dieser wurde von ihm neu gefasst und das Teleskop anschliessend perfekt kollimiert.
Bei der Übergabe in Willich wurde mir das Ergebnis bei den verschiedensten Vergrösserungen eingehend mittels Laser(Punkt) demonstriert.
Gestern Abend konnte ich mich dann auch live von den (im Gegensatz zu vorher) punktförmigen Sternabbildungen überzeugen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Meine Reklamation wurde damit also von Vixen Europe für mich zufriedenstellend abgeschlossen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/appl.gif" alt="" />

Im Gegensatz zur Aussage meines Händlers (OSDV) erfolgte jedoch kein Austausch des beanstandeten Gerätes. Dies führte bei mir zur Irritation, denn ich hatte mich gedanklich bereits darauf eingestellt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/ooo.gif" alt="" />

Wäre die Reparatur zum mit mir abgesprochenen Termin bzw. in maximal 2 Wochen erledigt worden, hätte es keinen Grund zur Beanstandung und damit auch keine kritischen Beiträge von mir zum Kundendienst und Service von Vixen Europe gegeben.
Insofern ist hier also künftig noch Steigerungspotential gefragt.
Clear skies

Volker
 
Re: Händler und Foren

Hallo Volker ,

runde Sterne sind zwar eine notwendige aber noch nicht hinreichende Bedingung für beugungsbegrenzte Abbildung.
Ich kenne VC200 L Optiken mit erheblichen sphärischen
Problemen , also bitte mal genau testen !
C.S.
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hallo Sven,

allein die Tatsache, daß es eben üblicherweise nicht gemacht wird, ist doch schon Beweis genug.

Nein. Allein die Tatsache dass Dummheiten gemacht werden sind ja auch kein Beweis dass diese gut sind. Genauso ist das "üblicherweise nicht machen" kein Beweis das dieses schlecht ist.
Ich lasse mich aber gerne mit konkreten Zahlen von der Unwirtschaftlichkeit überzeugen.

Grüße,
Jochen
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hi folks!

@JochenK
Davon wird dich so ziemlich jeder HF-Techniker, Büromaschinen-Elektroniker bzw. EDV-Service-Techniker überzeugen und mit konkreten Zahlen belegen können.

Das Beispiel mit der DD-1 ist ja nur wirklich ein kleiner Aspekt. Aber um dabei zu bleiben schaue man sich nur die verbauten Komponenten auf der Steuerung an, mit etwas Kenntnis über die heutigen Produktionsverfahren und Assemblierung elektronischer Baugruppen kann man sich schnell ausrechnen, das bei größeren Stückzahlen allein die DD-1 nur wenige Euro ... ich wage mal die Schätzung von vielleicht maximal 30 EUR für die komplette DD-1 ... "wert" ist. Die größten Kosten liegen dabei in der Logistik, dem Vertrieb, der Lagerhaltung, etc., ein Teil der Produktion geht dabei schon für Reklamationen/Tausch als Werkstattware ab.
Ein Elektroniker/Techniker verdient heute (ich gehe da mal von dem eines System-Elektronikers, etc. aus) ca. 2.200 EUR brutto/Monat ... oder sagen wir mal in kleineren Betrieben rund 2.000 EUR brutto/Monat. Hinzu kommen laufende Kosten einer solchen Firma von Miete, Strom, Heizung. Kosten für Instandhaltung von Werkzeug und ggf. Gebäude bzw. Räumlichkeiten, Steuern, uvm. Eine Arbeitsstunde eines solchen Elektronikers mag dann gut 70 bis 100 EUR kosten. Das übersteigt die Kosten für eine Steuerung schon bei weitem. Ein Mitarbeiter muss zudem ab und an geschult werden (bei neuen Produkten) - auch das sind Kosten und Verzögerungen, bis ein Fachmann ausbebildet ist.

Wie viele kleine Elektronik-/HF-Werkstätten gibt es denn noch? Viele Unternehmen haben nicht einmal einzelne Komponenten eines Produktes zwecks Austausch auf Lager. Das beste Beispiel dafür sind Tintenstrahldrucker, kleine Laserdrucker oder mittlerweile sogar schon Röhrenmonitore. Diese Komponenten zu reparieren ist für die meisten Unternehmen absolut unwirtschaftlich. Ein Lager auf den Philipinen oder in Korea ist günstiger, als einige zig Mann Fachpersonal für die Reparatur solcher Teile ... wobei zur Lagerhaltung von Kleinteilen für die Reparatur auch noch Kosten hinzukommen.

Ich kenne nun auch noch die Zeiten, wo Computer, Monitore und Laserdrucker noch "per Hand" repariert und gelötet wurden. Doch zum einen waren damals die Personalkosten noch ganz andere und die meisten Fachleute legten noch erstaunlichen Erfindungsreichtum an den Tag <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> Ich bedaure es persönlich ebenso zutiefst, da teilweise wirklich materiell betrachtet effektiver gearbeitet werden könnte (Stichwort Recycling).

cu ...
Luzy
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hi Zusammen,

daß das System so läuft ist mehrheitliche Kundenentscheidung. Es lebe billig! Gilt auch für Astrokrempel.

Was die DD-1 angeht, die zwar billige Funktionalität mit hohem Preis vereint, so muß man sich fragen, wieviele kaputte kommen denn jede Woche rein? Welche laufen auf Garantie, wievel würde der Kunde ausserhalb der Garantie zahlen?
Kann man damit also jemanden auslasten? Man hört ja leider recht oft, daß die DD-1 ihren Geist aufgibt. Aber man weis ja nun nicht, ob es immer derselbe Fehler ist. Vielleicht sterben die Teile gerne mal den Statik-Tod beim einstöpseln, oder Feuchtigkeit schliesst was kurz. Schalter sterben an Kontaktmetamorphose, Netzteile liefern mal ne falsche Spannung oder bei der Konstruktion hat wer die H-Brücken zu knapp bemessen, so daß sie stets unter Vollast laufen und irgendwann zusammenklappen. Elkos können auch altern...
Bis man diese ganzen Fehlerursachen durch hat, vergeht schon ne Zeit.

Die DD-1 ist noch ein einfaches Ding. Spätestens wenn man mal einen DVD-Player aufgemacht hat, sieht man ein, daß man da wenig machen kann. Gibt einer der hochintegrierten Chips den Geist auf, so ist Ersatz teuer, einen SMD-Chip ablöten und auflöten hat auch so seine Fehlerquote bei schon bestückten Platinen und am Ende steht die Rechnung "Das kannze getz nur noch wegwerfen!"

Für heutige Elektronik ist das auch unvermeidlich so. Die ist so komplex, daß die anders aufgebaut niemand mehr bezahlen könnte. Recycling ist ziemlich unrealistisch. Das funktioniert nur mit ganz rudimentären Bauteilen. Recycled man Spezialchips so wird man feststellen daß man sobald man Recyclingware hat das betreffende Gerät dann gebraucht als ganzes schon sehr günstig zu haben ist, und daß den Chip auch sonst nicht mehr lohnenswert verkaufen kann, weil den eben keiner mehr haben will: Der neue Chip ist "bigger better faster"!

Eigentlich ist Elektronikschrott nichts weiter als ein hervorragendes Erz für seltene Erden. Man findet darin fast alle Elemente des uns bekannten Universums.

Clear Skies
Sven
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hi,

@JochenK
Davon wird dich so ziemlich jeder HF-Techniker, Büromaschinen-Elektroniker bzw. EDV-Service-Techniker überzeugen und mit konkreten Zahlen belegen können.

Ich selbst konnte mich noch nicht überzeugen...ich habe schon Zahlen ins Spiel gebracht, widerlegt hat sie noch keiner.

... Arbeitsstunde eines solchen Elektronikers mag dann gut 70 bis 100 EUR kosten. Das übersteigt die Kosten für eine Steuerung schon bei weitem.

Ich weiss, das ein Meister innerhalb eines grossen deutschen Konzerns von einer Zulieferfirma mit 75 Euro/Stunde an diesen deutschen Konzern berechnet wird. Ich weiss, dass ich selbst als damaliger Serviemitarbeiter in der Industrie mit 94,- Euro an den Kunden berechnet wurde. Und dabei hat mein damaliger Chef selbst zugegeben dass mit dem Service richtig Geld verdient wird. Und wenn selbst der Chef nicht jammert...
Ich bin mir deshalb sicher, das bei dem von Dir angesprochenen Gehalt von 2200,-Euro eines Elektronikers (halte ich für realistisch), welches ca. 16,50/Stunde inkl. Sozialabgaben des Arbeitgebers bedeutet, die Berechnung von 70-100EUR/Stunde an den Kunden für den Arbeitgeber einen deutlichen Gewinn bedeuten würde.
Es geht nicht darum, ob die Reparatur den Herstellungswert der Steuerung übersteigt, sondern ob die Reparaturkosten sich für den Kunden lohnen. Es geht darum, ob die Reparatur billiger ist als der VK der Steuerung. Und wenn der Kunde nun die Wahl zwischen 100EUR Reparatur oder 240 EUR Neue Steuerung hat...für was würdest Du Dich entscheiden?
Wenn ich als Hersteller dem Kunden den Service einer Reparatur bieten kann, so ist dies mit ein Verkaufsargument.


Grüße,
Jochen
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hallo Jochen,

also bei einem DVD-Player, der nun für 40 Euro über den Tisch geht, lohnt es nicht. Zweifel? Siehe Deine Rechnung. Da ist in der Zeit praktisch nichts machbar, allenfalls Austausch der Baugruppe "ATAPI-Laufwerk", aber verdammt knapp.

Bei der DD-1 kann nun keiner sagen, zu welchem Preis die Teile beschaffbar wären. Aber ich habe oben schon etliche Fehlerquellen aufgeführt, die in einer intelligenten Reihenfolge ausgeschlossen werden müssen. Sodann müsste bei einem von Dir eingebrachten Zeitaufwand von 30 bis 60 Minuten pro Reperatur schonmal eine Frequenz von 8 bis 16 kaputte DD-1 pro Manntag vorliegen. Ich bezweifle, daß dies das Aufkommen eines Monats darstellt. Und immerhin würde dann eine DD-1 für ca. 50 bis 100 Euro instand gesetzt. Logistikaufwand drumrum, so kommt man wohl auf 100 Euro im Schnitt. Ich würde sagen, daß das auch in etwa der Zeitwert ist. Wirtschaftlicher Totalschaden.
Und das immer vorausgesetzt, daß die Teile beschaffbar sind, daß genug andere Reperaturfälle da sind, um den Arbeitsplatz einzurichten und wirtschaftlich in Betrieb zu halten.

Muß ich da weitermachen? Du kannst Dir wohl vielmehr ausrechnen, daß hier der Service an der Steuerung nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern lediglich zur Imagepflege betrieben wird. Da wird draufgezahlt.
Bei einem Verkaufsschlager mit Elektronik allerdings - Meade ETX spontan - sieht die Sache anders aus. Allerdings behaupte ich, daß hier bei Beschädigung auch eher ganze Elektronik-Baugruppen getauscht werden.

Clear Skies
Sven
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hi folks!

@JochenK
Ich glaube, wir haben da ein wenig vorbeigeredet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />
In meinen Überlegungen bin ich noch von Austausch bzw. reparatur innerhalb der Garantie ausgegangen. Insofern ist es durchaus nachvollziehbar, daß für Vixen selbst es ökonomischer ist, diese Steuerung auszutauschen, als zu reparieren.

Wenn ich Deine Aussagen nochmal zugrunde lege, dann gehst Du davon aus, das die Steurung ausserhalb der Garantie ist und somit dem Kunden die Reparatur günstiger zu stehen käme, als eine neue zu kaufen. Dies ist bedingt korrekt, verliert aber schon auch hier ein wenig an Boden, wenn es - wie Sven zuvor schon gesagt hat - um Spezial-ICs, Multilayer/SMD, etc. geht. Das setzt voraus, daß ein Techniker dann aber auch innerhalb einer Stunde mit Fehlerdiagnose, Austausch und abschließendem Test der Elektronik auskommt. Nicht immer gestaltet sich das Spiel aber so einfach.

Unabhängig davon musst Du aber auch bedenken - wenn ich nur Deine Zahlen betrachte - das ein techniker/Elektroniker sich ja in einem Betrieb nicht alleine tragen muss/soll, sondern auch die Unkosten des Betriebes einschließlich der Mitarbeiter decken muss, die nicht produktiv Geld verdienen (also kaufm. Angestellte, Sektretär/in, etc.). So ist es z.B. schon seid längerem in vielen Systemhäusern, daß dort mit dem Service an und für sich kaum Geld gemacht wird. Die größten Umsätze gehen da über den Vertrieb (die meisten Hersteller binden auch den Service an die verkauften Stückzahlen ihrer Artikel).
Würde man z.B. in dem Fall von Vixen mit der DD-1 so verfahren, wie es z.B. viele Hersteller gegenüber Servicepartnern machen, nämlich nur Pauschalen für die Reparatur zahlen, wird sich kein Unternehmen darauf einlassen - jedenfalls nicht in dieser Größenordnung und den Bedingungen.

cu ...
Luzy
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hallo Sven,

also bei einem DVD-Player, der nun für 40 Euro über den Tisch geht, lohnt es nicht. Zweifel?

Daran habe ich nie gezweifelt.

Bei der DD-1 kann nun keiner sagen, zu welchem Preis die Teile beschaffbar wären. Aber ich habe oben schon etliche Fehlerquellen aufgeführt, die in einer intelligenten Reihenfolge ausgeschlossen werden müssen.

Diese Fehlerquellen sind mir bekannt und aus eigener Erfahrung sehr geläufig. Glaubst Du wirklich dass im Servicefall alle diese Fehlerquellen bei der grössten Anzahl der defekten Geräte in einer "intelligenten Reihenfolge" ausgeschlossen werden? Mal direkt gefragt: wieviel Erfahrung hast Du in der Reparatur von Elektronischen Geräten und/oder Baugruppen?
Und ich sage nochmal: bei so einer simplen Schaltung wie bei der DD-1 weiss bzw. ahnt der erfahrene Techniker in mindestens 50% der Fälle den Fehler bevor er das Gerät auseinandergeschraubt hat. Weitere 45% weiss er unter beachtung der von Dir erwähnten intelligenten Reihenfolge und/oder nach Erfahrungswerten nach wenigen Minuten, die restlichen 5% sind die Fälle, die einen Elektroniker am Sinn seines Berufes zweifeln lassen und er sich überlegt ob er nicht besser Bäcker geworden wäre.
Die Erfahrung zeigt, dass bei einem bestimmten Gerät ein paar wenige Fehler die Regel sind die in >80% der Fälle vorkommen.

Sodann müsste bei einem von Dir eingebrachten Zeitaufwand von 30 bis 60 Minuten pro Reperatur schonmal eine Frequenz von 8 bis 16 kaputte DD-1 pro Manntag vorliegen. Ich bezweifle, daß dies das Aufkommen eines Monats darstellt.

Moment, ich habe nie behauptet das dies eine Vollbeschäftigung darstellt, sondern dass dies eine zusätzliche Einnahmequelle für eine bereits vorhandene Werkstatt wäre.

Und immerhin würde dann eine DD-1 für ca. 50 bis 100 Euro instand gesetzt. Logistikaufwand drumrum, so kommt man wohl auf 100 Euro im Schnitt. Ich würde sagen, daß das auch in etwa der Zeitwert ist. Wirtschaftlicher Totalschaden.

Ich wiederhole mich: natürlich ist das ein wirtschaftlicher Totalschaden, darum geht es aber nicht. Wenn Du jetzt als Kunde vor der Wahl zwischen 100Euro Reparatur oder 240Euro Neuanschaffung stehst...wofür entscheidest Du Dich? Ok, vielleicht hast Du Glück und kannst eine gebrauchte Steuerung erwerben. Aber soviele werden da auch nicht angeboten.

Muß ich da weitermachen? Du kannst Dir wohl vielmehr ausrechnen, daß hier der Service an der Steuerung nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern lediglich zur Imagepflege betrieben wird. Da wird draufgezahlt.

Und ich behaupte weiterhin: es würde sich eine Werkstatt, Radio-Fernsehtechniker oder was auch immer, finden lassen die den Service, Teileverfügbarkeit vorausgesetzt, als zusätzliche Einnahmequelle mit Handkuss übernehmen würde.



Grüße,
Jochen
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hi,

@JochenK
Ich glaube, wir haben da ein wenig vorbeigeredet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />
In meinen Überlegungen bin ich noch von Austausch bzw. reparatur innerhalb der Garantie ausgegangen. Insofern ist es durchaus nachvollziehbar, daß für Vixen selbst es ökonomischer ist, diese Steuerung auszutauschen, als zu reparieren.

Ja, haben wir wohl <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Wenn ich Deine Aussagen nochmal zugrunde lege, dann gehst Du davon aus, das die Steurung ausserhalb der Garantie ist und somit dem Kunden die Reparatur günstiger zu stehen käme, als eine neue zu kaufen. Dies ist bedingt korrekt, verliert aber schon auch hier ein wenig an Boden, wenn es - wie Sven zuvor schon gesagt hat - um Spezial-ICs, Multilayer/SMD, etc. geht.

Wenn es sich ASIC's geht hast Du recht. Ich habe keine Ahnung ob das in den üblichen Steureungen verbaut wird. Vermute aber, das aus Kostengründen auf Standard IC's zurückgegriffen wird. SMD oder Multilayer ist prinzipiell kein Problem wenn das entsprechende Werkzeug zur Verfügung steht. Und Multilayer ist erst dann ein Problem, wenn Du Leiterbahnunterbrechungen oder Kurschlüsse in den mittleren Lagen hast.

Das setzt voraus, daß ein Techniker dann aber auch innerhalb einer Stunde mit Fehlerdiagnose, Austausch und abschließendem Test der Elektronik auskommt. Nicht immer gestaltet sich das Spiel aber so einfach.

Das weiss ich. Es gibt aber im Gegenzug die Fälle, wo der Techniker nach 10 Minuten fertig ist.

Unabhängig davon musst Du aber auch bedenken - wenn ich nur Deine Zahlen betrachte - das ein techniker/Elektroniker sich ja in einem Betrieb nicht alleine tragen muss/soll, sondern auch die Unkosten des Betriebes einschließlich der Mitarbeiter decken muss, die nicht produktiv Geld verdienen (also kaufm. Angestellte, Sektretär/in, etc.). So ist es z.B. schon seid längerem in vielen Systemhäusern, daß dort mit dem Service an und für sich kaum Geld gemacht wird. Die größten Umsätze gehen da über den Vertrieb (die meisten Hersteller binden auch den Service an die verkauften Stückzahlen ihrer Artikel).

Bei den grossen Systemhäusern gibt es auch einen grossen "Wasserkopf" der mitfinanziert sein will. Ich dachte da eher an eine kleine 5-Mann Firma.


Grüße,
Jochen
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hi Sven,

ich glaube die Reparatur von solchen Teilen kann (!) sich aus zwei Gründen lohnen:

1) Der Imagegewinn für Vixen, nämlich sich von der Konkurrenz abzuheben, die alle 20 Jahre Ihre Produkte austauscht. Nach dem Motto: "Seht her, unsere Produkte sind langlebig, qualitativ gut und wir kennen uns damit aus und können sie reparieren. Es sind keine chinesischen Black-Boxes, die man nur wegschmeißen kann, wenn Sie kaputt sind."

2) Unter Teilkostengesichtspunkten kann man so eine Reparatur für 20 Euro abrechnen. Unter gewissen Umständen kann man den ganzen Wasserkopf (Werkstattmiete, Abschreibungen für Maschinen und Geräte, eben sämtliche fixe Kosten) außen vor lassen und nur die variablen Kosten (Lohnkosten, Lohnnebenkostebn, Materialkosten) auf der Kostenseite ansetzten. Dann kostet die Stunde vielleicht 25 Euro.

Die Kombination aus beiden Punkten macht es aus meiner Sicht für jeden Hersteller atraktiv, einen echten + guten Service anzubieten. Wie soll man sich im Einheitsbrei der zunehmend gleichartigen Produkte heutzutage unterscheiden? Guter, vertrauenschaffender Service ist eine leichte und tatsächlich kostengünstige Möglichkeit dazu, die sogar noch einen Deckungsbeitrag erwirtschaften kann.

Viele Grüße
Andreas
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hallo Andreas,

breite Zustimmung meinerseits. Ich habe die Image-Geschichte ja auch schon angedeutet. Die 25 Euro die Stunde sehe ich aber nur als "Schutzgebühr", da wird der Service-Anbieter im Endeffekt draufzahlen müssen. Nun, es gibt sinnlosere Kosten, die trotzdem auf den Kunden umgelegt werden...

Clear Skies
Sven
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hallo Jochen,

keine Reperatur-Erfahrung, aber gerade das Projekt der Entwicklung eines Laufroboters inclusive IO-Hardware eines ARM 7TDMI Embedded System abgeschlossen. (Nicht allein, versteht sich.)
Von daher habe ich schon einen Überblick.

Also ich sehe das so, daß ich mich derzeit irgendwie eher gegen die DD-1 entscheiden würde. Es gibt zu viele Alternativen mit mehr Möglichkeiten und zu viele billigere Alternativen mit denselben Möglichkeiten.

Tja, wenn Du also meinst, die Sache würde sich rechnen: Werde Unternehmer und tu's. Eine Chance gibt es, das sehe ich auch so. Aber es gibt auch genug Probleme. Allein schon die Erfahrung, daß es von einem Elektronik-Bauteil, welches man sucht, alle Varianten ausser der von einem selbst benötigten gibt. (Schonmal nach nem 3,3V Stepup-Wandler gesucht, der mit 2,5V Eingang auskommt und vielleicht 1A belastbar ist? Müsste in jedem MP3-Player vorkommen, wird aber in solchen Geräten aus einzelelementen Aufgebaut.)

Clear Skies
Sven
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hi Sven,

keine Reperatur-Erfahrung, aber gerade das Projekt der Entwicklung eines Laufroboters inclusive IO-Hardware eines ARM 7TDMI Embedded System abgeschlossen. (Nicht allein, versteht sich.)
Von daher habe ich schon einen Überblick.

Oje, Du glaubst gar nicht wie blöd unsere Entwickler in der Firma manchmal aus der Wäsche schauen wenn ich (Prüfmittelentwicklung) oder der Prüfer selbst von den alltäglichen "kleinen" Problemchen bei der Prüfung und Reparatur der von denen entwickelten Baugruppen und Geräte berichten...sei nicht sauer: aber Entwicklungserfahrung und Reparaturerfahrung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Keine ist mehr oder weniger "Wert" als die andere, aber völlig anders.

Allein schon die Erfahrung, daß es von einem Elektronik-Bauteil, welches man sucht, alle Varianten ausser der von einem selbst benötigten gibt. (Schonmal nach nem 3,3V Stepup-Wandler gesucht, der mit 2,5V Eingang auskommt und vielleicht 1A belastbar ist? Müsste in jedem MP3-Player vorkommen, wird aber in solchen Geräten aus einzelelementen Aufgebaut.)

Siehste, genau das habe ich gemeint: wir reden von den Problemen der Reparatur und und argumentierst mit dem Problem eines Entwicklers auf der Suche nach dem Bauelement dass er benötigt....



Grüße,
Jochen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hallo Jochen,

mag ja sein, ändert aber nichts daran, daß man bei der Prototypen-Entwicklung mit handgelöteten SMD-Platinen genauso nach Fehlern suchen muß, daß beim Prototypen auch mal Teile durchbrennen, usw. Also Reperatur hatten wir definitiv drin.

Ich glaube aber nicht, daß das wirklich was dran ändert, wie die Sache mit Reperaturen gehandhabt wird. Wie gesagt, wenn Du meinst, da steckt Geld für beide (oder alle drei) Seiten drin, dann zieh sowas auf, oder überzeuge wen, sowas aufzuziehen.

Aber richtig interessant im Thread wär doch mal was ganz anderes: Da Du die DD-1 kennst, was gibt denn da stets den Geist auf? Schmort der Treiber IC?

Clear Skies
Sven
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hallo Jochen,

berichtige mich wenn ich hier was falsches sage. (Bin schon etliche Jahre aus dem Geschäft) Aber SMD`s die im Kundenauftrag gefertigt werden, sind als Ersatzteile niemals zu bekommen, wenn der Hersteller die nicht liefert.
Da kann man die Reparatur sofort vergessen.
Wird wohl bei der, wie ich hier lese, simplen DD1 Platine wohl nicht der Fall sein.
 
Re: Auf welchem Mond lebt denn ihr?

Hi folks!

Die Argumente verlieren aber schon bei dem Star-Book ihre Aussagekraft und ihren Bezug ;-)

cu ...
Luzy
 
Re: Händler und Foren

Hi Quick 2001

Runde Sterne sind zwar eine notwendige aber noch nicht hinreichende Bedingung für beugungsbegrenzte Abbildung.
Ich kenne VC200 L Optiken mit erheblichen sphärischen Problemen, also bitte mal genau testen !

Danke für Deinen Hinweis.
Wer führt (mögl. in meiner nähernen Umgebung = Köln / Bonn) Ronchi-Tests bzw. Interferogramme durch?
Um transportbedingte Dekollimationprobleme zu vermeiden habe ich mein Teleskop persönlich nach Willich zu Vixen Europe gebracht und von dort nach der Instandsetzung auch wieder abgeholt. Die Abholung und Übergabe erfolgte seinerzeit bei OSDV ebenfalls persönlich.
Insofern würde ich es nur ungern per Spedition zu einem weiteren Test versenden.
Die von Vixen Europe durchgeführte Demonstration der optischen Abbildungseigenschaften wurde in meiner Gegenwart übrigens mittels projeziertem Laserpunkt (auf eine Christbaumkugel, die in > 30 m Entfernung plaziert war) bei unterschiedlichen Vergrösserungen durchgeführt. Eine interessante Testanordnung!
Laut Aussage von Herrn Sommer gab es an den optischen Abbildungseigenschaften meines VC200L hierbei nichts zu beanstanden. Auch mir fiel nichts negatives auf.
Er bestätigte mir abschliessend, dass es sich um eine ausgezeichnete Optik handelt.
Ich war ursprünglich - zwecks Qualitätsnachweises - von einem Test am künstlichen Stern, mittels optischer Bank ausgegangen. Mir fehlen jedoch, im Gegensatz zu ihm, natürlich die Vergleichsmöglichkeiten zu anderen VC200L.
Festzuhalten ist, dass man sich sehr bemühte meine Zweifel bzgl. der optischen Qualität des beanstandeten Teleskops in meiner Gegenwart auszuräumen.

CS
Volker
 
Re: Händler und Foren

Hallo Volker ,

zum Meßaufbau von Vixen kann ich nicht viel sagen , da
ich ihn nicht kenne . Generell halte ich eine Christbaum-
Kugel in 15-facher Brennweiten-Entfernung nicht für geeignet
eine vollständige Beurteilung der Optik durchzuführen.
Sowas kann allenfalls als Kollimations-Hilfe dienen mit anschließender Überprüfung und Feintuning am echten Stern.
C.S.
 
Re: Händler und Foren

Eigentlich ist es doch völlig egal ob repariert oder ausgetauscht wird, das darf einfach keine Monate dauern. Reparatur in D vielleicht ein paar Tage. Wird aus Kostengründen nicht repariert, so genügt eine e-mail an Vixen-J, die packen das nötige Teil (Platine oder ganze Steuerung) ein und schicken es nach D, sollte max. 2 Wochen dauern.

Wenn es Montae dauert liegt es einfach an kundenunfreundlicher Abwicklung, z.b. sammeln von Teilen (2 Monate), Versand der Defektteile nach J (mit Seefracht weil billiger 6 Wochen), Begutachtung der Teile in J (wieder ein paar wochen) und Lieferung Ersatzware. In Summe kommen dann die x Monate zusammen, die von einzelnen Kunden berichtet werden.

Es liegt also nicht an dem Problem (Defekt) dass es solange dauert, sondern am Umgang mit dem Problem.

Gruß,
Stefan
 
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