Vixen Tele

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Brian,

nö, wieso... kann man immer was zu schreiben!
Also Barlow: Warum eine Barlow? Eine Barlow-Linse an einer schnellen Optik ist nicht leicht zu wählen. Ich habe mich für die TeleVue 3x entschieden, sie aber vor allem im Hinblick auf die Benutzung mit der Webcam zur Planetenfotografie ausgewählt. Allerdings an einer schnellen Optik kann so eine Barlow auch gut die Abbildung von nicht so ganz f/4-tauglichen Okularen verbessern. Trotzdem habe ich auf lange Sicht eben eine runde Okularpalette angeschafft, die ohne Barlow auskommt.
Jedenfalls die eigentliche Frage an Dich wäre erstmal: Wozu die Barlow, oder auch zu welchen Okularen soll sie passen?

b) Wer viel Deepsky schaut hat auf lange Sicht beide Filter und dann warscheinlich noch ein paar weitere. Der OIII ist der kräftiger wirkende Filter und immer dann zu empfehlen, wenn man vor allem die Nebelstrukturen sehen will oder wenn man noch recht viel Streulicht am Beobachtungsort hat. Der UHC lässt mehr Sterne durchblicken und ist daher interessant für Kombinationen aus Nebel und Sternhaufen, lohnt dann bei starkem Streulicht aber nicht so sehr. Die eigentliche Frage ist, ob man den/die Filter nicht besser gleich in 2" Durchmesser kauft.

Jetzt Montierung: Ich würde das Berlebach nehmen! Das ist von vorne bis hinten besser, allein schon die riesige Ablageplatte!
b) Goto - ich brauche das nicht. Die Entscheidung kann ich Dir nicht abnehmen. Aber da es eh langsames Goto mit den Originalmotoren wäre durchaus Verzichtbar.
c) Ich setze auf Autoakku, weil genügend Reserven für Taukappenheizung, dies & das und so weiter und so fort. Wenn man mit nem Campinglüfter in taureichen Nächten Okulare aufheizt, weil diese sonst hoffnungslos beschlagen, ist man froh. Wenn man ihn die Treppe wieder raufschleppt... naja...

Zu den Okularen: Schau mal auf meiner Homepage, weil ich selbst 2 f/4 Geräte habe, habe ich in meinen Okular-Berichten auch diesbezüglich viel Infos für Dich. Und was bei f/4 gut ist, wird bei f/4,5 nur besser.

Clear Skies
Sven
 
hi sven,
ad Barlow: Na ja dachte mir für die Justage mit der barlowed Lasertechnik...aber da tuts ja auch ne handelsübliche billige wahrscheinlich.
ad GoTo: na ja da kann ich auch vorerst mal verzichten...schliesslich werkl ich mit meinem Kaufhaustele schon über ein halbes Jahr herum...und da lernt man auch schon mal ein wenig den Himmel kennen...
Wäre glaub ich nur für äusserst lichtschwache Objekte sinnvoll die man mit 8`` nicht mehr wahrnehmen kann.
ad Strom: Autobatterie ist natürlich ne Möglichkeit...soferne man die Batterie nicht soweit entleert das man bei den Feldhasen um Beibett anfragen muss.
d.) deien hp hab ich mir schon mal zu Gemüte geführt...tolle Sache
Übrigens das VMC 200L über das ich mich am Beginn dieses threads interessierte und
anfragte kommt auf Deiner hp recht gut weg......
muss ich da schon wieder ins Grübeln kommen ?????
grüsse
Brian
 
ach ja nochwas

betreffend des Leichtbautubus:
Habe gelesen der soll recht verwindungsanfällig sein (dünnes Blech etc.) und die Rohrschellen sollen auch nicht die besten sein.
Und brauch ich einen Lüfter für das Gerät ?
Fragen über Fragen...man muss mich wohl der Fragerei anklagen
greetz
 
Hallo Brian,

also Barlow für den Laser: Billig wo gibt! Billig wird schwierig, wenn man sich für einen 2" Laser entscheidet. Das ist leider etwas, was sich schlecht vorhersagen lässt, wie groß mit welcher Barlow die Mittenmarkierung erscheint, und ob die Lasermattscheibe groß genug ist, sie zu erkennen. Darauf kommt es nämlich an!

Autobatterie: Eine extra Batterie nur für Astro, und dazu ein Ladegerät! Damit kann man sich notfalls selbst starthilfe geben. (So geschehen mir, als ich beim Merkurdurchgang just an dem Morgen eine verreckte Starterbatterie hatte!)

VMC: Als Deepsky-Freund der auch schwache Vergrößerungen gerne nutzt, würde ich die schnelle Newton-Optik vorziehen. Auch die Foto-Ambitionen sprechen für die viel einfacher beherrschbaren 900mm Brennweite. Rohrschellen, Torsion, usw. ist bei 8" wesentlich entspannter als bei 12", bitte nicht vergessen. Das Gewicht geht bei genau skalierten Geräten nämlich mit Vergrößerungsfaktor hoch drei ein!

Eine echte Entscheidung wäre für mich eher zwischen 200/900 und 200/1200, beide als leichtbau. Der 200/1200 ist visuell einfach viel ausgewogener und okularfreundlicher. Fotografisch halt im Nachteil, aber auch noch brauchbar. Belastet aber natürlich die Montierung auch mehr. Für rein visuelle Beobachtung tut ein f/4 Gerät immer auch etwas weh, macht man nur, wenn es nicht anders geht. Zum Beispiel 12" auf viel zu schwacher Montierung (ich), oder eben eine der Wunsch nach einer definitiven Fotomaschine.

Lüfter: Es ist gut, einen Lüfter zu haben, aber vernünftig muss er sein, ein Quirl hinter dem Spiegel nützt nichts. Das einfachste Lüfterkonzept saugt hinter dem Spiegel an einer ansonsten geschlossenen Rückwand. Die Luft wird vorne durch die Teleskopöffnung hereingezogen, fließt um den Spiegel herum und wird nach hinten/unten ausgeblasen. Ein Konzept, was Orion-Teleskope bislang nicht realisieren. Empfehlung: Selbstbau!
Der Lüfter ist für Planetenbeobachtung gut. Unverzichtbar ist er nicht.

Clear Skies
Sven
 
hallo Sven,
betreffend Lüfter...soll heissen den Lüfter an der Tubusrückseite anbringen sodass er die Luft durch den Tubus ansaugt und eben dort an der Rückseite ausbläst ?
genügt da wohl ein herkömmlicher PC Lüfter ?

Letzte 3 Fragen:
-Zahlt sich der Winkelsucher (aufrechtstehendes Bild) um 90€ auch wirklich aus.
-Tue ich gut daran den 6x30 Sucher nicht zu bestellen sondern z.B. einen 8x50 Sucher zu ordern?
-Die von TS bieten am Newton ein
Upgrade von 1/6 Lambda p/v wave (standard) auf 1/8 Lambda wave...was hat das zu bedeuten...ist es von Vorteil so ein upgrade zu machen (immerhin costa 300€)?

so jetzt genug der Fragerei...herzlichsten Dank für die super Tipps
Grüsse
Brian
 
Hallo Brian,

je größer der Lüfter, desto niedriger die benötigte Drehzahl und desto vibrationsärmer. Von daher ist aber auch ein ordentlicher Leiselüfter mit doppeltem Kugellager der Lüfter der Wahl. 120mm würde ich definitiv anstreben. Das ist aber durchaus eben auch ein PC-Lüfter, ja.

Winkelsucher am Newton: Großer Nachteil, das man beim Blick in den Sucher nicht dahin schaut, wohin das Teleskop schaut. Von daher ist der Vorteil eigentlich im Eimer. Ich persönlich ziehe den Leuchtpunktsucher allen anderen Konzepten vor (siehe Berichte auf meiner Homepage zu Skysurfer 3 und 5). Nur weil ich im Kamerasucher die meisten Objekte nicht erkenne, ergänze ich den Leuchtpunktsucher in diesem Spezialfall noch um einen 8x50 Sucher. Dass meiner dabei ein Winkelsucher ist (das Bild ist dann aber gespiegelt, auch wenn es aufrecht steth :P ) spielt keine Rolle, weil ich mit dem Leuchtpunktsucher ja schon sehr genau "vorgezielt" habe und dann im 8x50 das Objekt sehen will. Dann ist ein geradsichtiger Sucher sogar von Vorteil, weil man eine Sternkarte einfach nur auf den Kopf drehen muss, damit sie zum Sucherbild passt. Mit einem Winkelsucher musst Du Dir alle Sternkarten spiegelverkehrt drucken.
Ein optischer Sucher vereint nur dann alle Vorteile, wenn mit einem geradsichtigen Amici-Prisma das Bild aufrecht UND seitenrichtig gemacht wird.
Ergo tust Du vielleicht gut daran, gar keinen optischen Sucher zu ordern...

Das Spiegel-Upgrade - tja... Also 1/6 Lambda sind schon ganz gut. Fotografisch wird man wohl einen Unterschied zu 1/8 Lambda nicht erkennen. Das wird nur im Hochvergrößerungsbereich bei sehr gutem Seeing (=Luftruhe) und bei gut ausgekühltem Teleskop sichtbar - ohne Lüfter warscheinlich fast nie zu bemerken. Und die Frage muss man sich auch stellen, ob die Okulare, die man kaufen möchte, an f/4,5 überhaupt so gut sind, dass sie die Verbesserung an Bildqualität überhaupt zeigen könnten. Ein Nachteil ist so ein Upgrade nicht, aber ob sich der Vorteil zeigt, ist sehr stark davon Abhängig, wie sehr der ganze Rest, vor allem auch die Optikjustage, stimmt. Was nützt Lambda Achtel Wellenfront, wenn durch Dejustage ein Wellenfrontfehler von Lambda Viertel drübergebügelt wird?
Wenn Du jetzt schon weißt, dass Du die Optik bis ans maximum hochtunen willst, dann ist das Spiegel-Upgrade das, was Du willst!

Clear Skies
Sven
 
...da ichs ohne Grübeleien ánscheinend nicht bin noch ne Anfrage:
Würde die GP-D2 auch den 200/1200 f/6 Leichtbaunewton stabil tragen (Gewicht ok ....aber der längere Hebel)?
schönen Tag
Brian
 
Hallo Brian,

visuell geht das bestimmt, allerdings muss ich sagen, dass ich eine GP-D2 noch nie life vor mir hatte. Ich kenne die GP-DX ziemlich gut und würde sagen, dass diese den 200/1200 als Leichtbauversion visuell packt. Wenn das für die GP-D2 auch noch gilt, voila!
Das angegebene Tubusgewicht von 5,5kg sollte jedenfalls Genug Reserven übrig lassen.
Im Zweifelsfalle müsstest Du über einen Fokussiermotor nachdenken, der entspannt das ganze spürbar, hilft aber natürlich nicht gegen stärkeren Wind. Das kannst Du ja als Nachrüst-Option im Kopf behalten.

Clear Skies
Sven
 
GP-DX und 200/1200 ist eine rein visuelle Kombination. Einige geben zwar vor, damit zu fotografieren, Ergebnisse habe ich aber noch nie gesehen...
Ich betreibe selbst einen Galaxy 8" f:6 auf einer GP-DX, die baugleich mit der neuen GP-D2 ist (abgesehen von der Farbe), aber nur visuell. Fotografisch ist diese Kombination grenzgängig, d.h. bei absoluter Windstille kann man damit schon fotografieren, wenn sie absolut genau steht und man fast keine Nachführung machen muß. Schon bei der Nachführung 2x kommt sie in Schwanken. Das dürfte aber bei der EQ-6 genauso sein. Wenn man sich mal an die kollimation eines (schnellen) Newtons gewöhnt hat, geht das sehr schnell. Nur am Anfang hat man wohl etwas Angst davor, das legt sich nach 3-4x kollimieren. Ergo wäre auf der GP-DX oder D2 ein schneller Newton (Beispiel Galaxy 200/800mm) schon denkbar.

Noch einmal eine Bemerkung zum Leichtbau:
Leichtbau heißt, dünnes Blech, noch dünner als das gängige. Dies bedeutet, je länger, deste unsicherer. Mein 12" Newton Galaxy hat sich, ich hab`s schon geschrieben, dauernd verstellt, bis ich gemerkt habe, wo ihn man beim Transport anfassen muß. - Ist halt kein ICS-Newton, sondern ein modifizierter GSO. Den ICS muß man alle 2 Jahre kollimieren, dafür kostet er halt mal 5x so viel.

Gruß
Winfried
 
hallo nochmals,

Bin übers Wochenede zu folgendem Entschluss gekommen:
Oben genanntes System wäre ideal für mich ist aber erst so in nem halben Jahr für mich realisierbar (Cash,Erfahrungswerte fehlen etc.)
So will ich nun folgendermassen vorgehen:
Kauf eines Mak 127/1500 für rein visuelles Sehen (kompaktes Einsteigergerät, Reisetauglich (fliege im Sommer nach Griechenland),später als Leitrohr für den oben genannten Newton mit der GPD2 nutzbar.
Okulare: 1x4ommWW, 1x 12mm
Bei der Montierung für dieses 3,5kg Gerät mit einer Länge von 37cm weiss ich nun nicht ob ein stabiles Fotostativ reicht oder ob ich ne Montierung like GiroMini oder AYO dazunehmen soll. Fotostativ wäre natürlich besser da ich später wie erwähnt auf die GPD2 umsatteln werde und das Fotostativ weiterverwenden kann (Videokamera, Kamera).

Weiss jemand genaueres über den Mak bzw. über die dazupassende leichte Montierung...beides sollte unbedingt reisetauglich verpackt werden können !!!

Danke im Voraus

Brian
 
Hallo Brian,

als Leitrohr, da hätte ich Bedenken, weil das Shifting des Hauptspiegels die Nachführung fehlleiten würde. Für kurze Belichtungszeiten ein klares "Vielleicht". 127mm Öffnung sind dann auch nicht mehr in die kleinsten Leitrohrschellen zu bekommen - möge der Tubus sich da gut einspannen lassen und keine Beulen durch die Schrauben bekommen (Erfahrungswerte anderer Sternfreunde abfragen!). Ansonsten wäre auch das wahre Gesichtsfeld mit einem Exzenter statt Leitrohrschellen nicht groß. Eine neue Lösung von TS mit verstellbarer Halterung für ein solches Gerät ist reichlich teuer - hm...

Jedenfalls, wenn GP-DX und 200/1200 Leichtbau, dann Fotografie doch erstmal mit Piggyback und kleinen Brennweiten (Tele-Objektiven).

Besseres Potenzial als Leitrohr und Ergänzung zum 200/1200 hätte warscheinlich ein 80mm ED-APO, der ja auch eine schöne Foto-Optik auf der GP-DX sein kann, wenn er mit einem ganz günstigen Leitrohr (im Zweifelsfalle geht's schon mit einem Lidl-Teleskop los) kombiniert werden kann.

Clear Skies
Sven
 
hallo sven,

hmm...nen 80er ED-APO hatte ich auch schon im Auge...
Dachte mir halt ein kleines Teleskop für Reisen und schnellspechteln und gegebenfalls dieses als Leitrohr montieren für die spätere Ausrüstung.
Als Reisetele und zum schnellspechteln ist da der 80er ED doch nicht weniger geeignet (vor allem DS) da es ihm doch an Öffnung fehlt...als fotooptik wär son ed 80er ja sicher besser...vor allem besser für DS denk ich.


grüsse
Brian
 
Hallo Brian,

der Punkt ist, dass zwar 127mm Öffnung als Leitrohr sehr willkommen sind, vor allem weil doch heute viele Sternfreunde mit Autoguidern arbeiten und da dann mit eher mäßigen CCD-Lösungen (Webcam-Umbau oder gar Webcam ohne Umbau) um jede Größenklasse an Leitsternen kämpfen.

Der 127er Mak im Allgemeinen ist für Deepsky unterwegs arg langbrennweitig, wenn auch kompakt. Ein 80mm APO im Brennweitenbereich 500mm bis 600mm kann mit 2" Okularen bestückt auch visuell immer eine hervorragende Ergänzung zum größeren Teleskop mit 1200mm Brennweite sein, eben für sehr große Gesichtsfelder im Vergrößerungsbereich nahe beim Feldstecher. Dann allerdings lohnt auch ein (A)chromat, da man bei derart niedriger Vergrößerung (unter 50x) praktisch nichts vom Farbfehler bemerkt. Hier könnte dann ein 100/600 oder ein 120/600 auch eine sehr attraktive Lösung sein (aber Gewicht beachten). Als Leitrohr bekommt der eventuell eine Barlow verpasst (bei Subpixel-Genauigkeit von Autoguiding-Software kann das eventuell unnötig sein).
Der Refraktor geht problemlos in Leitrohrschellen, kann zusätzlich nochmal problemlos auch einen Exzenter zur Leitsternsuche im eingestellten Feld bekommen (z.B. mit Doppelansatz um zwischen Okular und Webcam zu wechseln, was es von Gerd Neumann gibt).

Clear Skies
Sven
 
hi
danke für den Tip
...dann wird wird es wahrscheinlich ein ED Apo werden...nur da beginnt das Spiele von Neuem...
preislich soll er im Rahmen liegen (sprich kein Vollapo etc.) und dann noch welche Marke...???
greetz
Brian
 
Hallo Brian,

jetzt frag' ich mich, welche Gesichtspunkte Dich für den Hauptanwendungszweck Leitrohr zum APO bringen, wofür Du dann eine mit 80mm recht Schwache Öffnung in Kauf nehmen müsstest und ein recht hohes Gewicht. Es gibt natürlich durchaus Gründe für eine solche Entscheidung, aber wenn Du zum Thema "welches Teil jetzt" eine Beratung willst, müsstest Du die sowieso mal erzählen...
Ich würde übrigens, wenn mit dem Apo auch fotografiert werden soll, einen nehmen, für den es einen passenden Reducer/Flattener gibt (und nicht einen, wofür irgendeiner zufällig auch "gehen" soll), oder einen, der bereits eine fotografische Bildfeldebnung enthält. Aber das wäre mein Anspruch und vielleicht reicht Dir ja schon, was ein ganz normaler ED 80 ohne Alles abliefert.

Clear Skies
Sven
 
hi Sven !

zu den von Dir oben genannten Achromaten fällt mir jetzt nur der
Orion Refraktor 100/600 mit 3kg Tubusgewicht und einer Länge von ca. 60cm ein. Wäre natürlich als Leitrohr geeignet...aber für Flugreisen doch schon (wegen der Länge, Tauschutzkappe nicht abnehmbar, Montierung) erdimensioniert.
Für mich als Neuling stellt sich immer wieder die Frage (sorry aber hab halt keine Vergleiche machen können)
80mm vs. 100mm : Bringt die Differenz einem Anfänger soviel mehr ?
Wenn ich im Urlaub bei nem Gläschen Rotem entspannt wide field Beobachtungen machen kann genügt es mir schon
...zuhause will ich dann das Ding neben dem Schnellspechteln als Leitrohr benutzen können......´
wenn ich oben genanntes System mir leisten kann
gruss
Brian
 
Hallo Brian,

die Frage ist, welche Nutzung steht im Vordergrund? Einmal im Jahr an zwei Abenden auf Reisen? Oder an 10 Nächten im Jahr im Foto-Einsatz und bei 20 Nächten als Gelegenheitsröhrchen auf dem Balkon?

Den Gewinn an Öffnung zwischen 80mm und 100mm siehst Du gerade als Anfänger, wobei es mit einem Rotwein (Alkohol ist Dunkeladaptions-Antagonist) dann auch wieder egal ist.

Mit der Empfehlung für 100mm Öffnung (und es gibt nicht nur Orion, sondern Synta/Skywatcher, ich glaube auch GSO und noch ein paar "Derivate") möchte ich einfach vermeiden, dass Du bei 80mm Öffnung zu wenig Leitsterne für einen Autoguider findest. Visuell sollte es genügend Leitsterne geben. Hängt alles davon ab, wie hochwertig die Kamera ist, die als Autoguider zum Einsatz kommt.
Ob Achromat oder Apochromat ist nicht so wichtig, wenn das Teleskop nur im niedrigen Vergrößerungsbereich zum Einsatz kommt. Dann wird einfach noch nicht stark genug Vergrößert, um den Farbfehler zu sehen. Bei reinen Deepsky-Beobachtungen stört der Farbfehler auch nur an Sternen, an Nebeln überhaupt nicht, weil die vom Auge nur im grünen Farbbereich (aber mit "Schwarzweiss-Sehen" also grau) wahrgenommen werden können. Bei Planetenbeobachtungen, wenn Vergrößerungen mindestens 100x und lieber 150x aufwärts gefragt sind, stört der Farbfehler hingegen sehr und ein APO oder ein Mak sind ganz wesentlich im Vorteil.

Das wäre also eine Entscheidung, die Du treffen musst. Der typische 80mm APO ist übrigens auch 60cm lang...

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven !
ad Nutzung:
Fliege für 2 Wochen nach Kreta in Urlaub (da hab ich 2 Wochen keine Wolke am Himmel...war bisher 5x unten)...und darum will ich den dortigen Himmel auch astronomisch visuell "bespechteln". Keine Fotos...nur gucken
Fotoeinsatz: nein (kauf mir ja wie gesagt den oben genannten 8 Zöller)
für Zuhause: eventuell für Bergtouren und als Leitrohr für den 8 Zöller
zum Gerät (jetzt nur für Reise(n)):
Vollapos sind mir im Preis für Reise zu deftig.
Wühle mich gerade durch diverse Seiten....
derzeitiger Favorit: Skywatcher Refraktor 102/500 (2,7kg), dazu mein Fotostativ (Triton FEX1)...
Was ich noch kaufen muss ist z.B. ein Getriebneigekopf fürs Stativ (Manfretto) und Okulare (Übersichtsokular...welches?)

Was hältst Du (Ihr) davon ?
Greetz
Brian
 
Hallo Brian,

also ein 102/500 hat ja als Leidrohr mehr Potenzial als ein 80mm Gerät. Insofern denke ich, die Richtung ist OK.
Potenzial für Unterwegs steckt aber auch in einem 114/450 Parabolnewton (also der mit ausdrücklich Parabolspiegel, es ist grausam, dass man die Wortschöpfung "Parabolnewton" dazu sagen muss, aber die Chinesen drücken uns das auf, um von absolutem Schrott zu differenzieren). Gegenüber dem 100mm Refraktor hättest Du eine Gewichtsersparnis, denn ich kenne Dein Fotostativ nicht. Der 114er hat aber nur 1,25" Okus, der Refraktor bestimmt 2", wodurch Du mit dem Refraktor riesige Gesichtsfelder überblicken kannst.

Aber wegen des Leitrohr-Einsatzes bleib ruhig beim 102/500 Refraktor! Daran hängt dann auch gleich das Thema "Übersichtsokular".
Der Refraktor hat f/5, ist somit maximal mit 35mm zu bestücken (wegen der Austrittspupille, da maximal 7mm durch die Iris gehen und 35mm = 5 x 7mm ist). Für maximales Feld sind 2" sinnvoll.
Nun kann man entweder ein günstiges Okular aus dem Preisbereich 80 bis 130 Euro anschaffen, oder ein sehr teures aus dem Bereich 400 bis 750 Euro. Dann steht noch im Raum, dass man das Okular vielleicht für den 200/1200 (f/6) kaufen möchte, um es am 100/500 nur gelegentlich einzusetzen. Der große Newton kann bis 42mm Okularbrennweite gehen.
Überschreitet man die Minimalvergrößerung, also die maximale Okularbrennweite am Refraktor, hat man zwar einen Öffnungsverlust, aber das Bild wird nicht dunkler. Beim Newton würde in dem Falle aber ab einer gewissen Okularbrennweite ein "schwebender Schatten" in der Bildmitte auftreten. Der entsteht durch den Fangspiegel, ist aber nicht einfach der "Schatten des Fangspiegels".
Es wäre also nicht so schlimm, wenn ein für den Newton angeschafftes Okular aus dem Bereich 35mm bis 32mm auch am Refraktor zum Einsatz kommt.
Folgende Optionen:
Teures Okular, da wären die beiden Panotpic 35mm oder 42mm zu nennen. Alternativ dazu gibt es von Meade mit den SWA ein Pendant, aber über diese Okulare weiss ich praktisch nichts. Von Pentax gibt es gebraucht ein XL 40mm und aktuell den Nachfolger XW 40. Durch ein XL 40 habe ich an f/6 schonmal beobachtet, das war OK, aber das war nur ein kurzer Blick. Andere "Konkurrenzprodukte" (wenn es um f/5 und f/6 geht) fallen mir nicht dazu ein.
Generell bei Okularen in dieser Preisklasse solltest Du die Chance suchen, sie vor dem Kauf an Deinem Teleskop mal zu probieren.

Mittelpreis: Erst seit kurzem sind die Baader Hyperion Aspheric aufgetaucht. Da gibt es ein 36mm, mit dem man an f/5 klar kommt, es lässt aber in der Randabbildung schon spürbar nach. Ich habe es bis jetzt auch nur einmal kurz an f/5 probiert.

Niedrigpreis (muss nicht ganz schlecht heißen): Hier tummeln sich viele Okulare mit teils baugleichen Designs. Oft genannt werden hier die TS-WA als 42mm oder 38mm, die zu den GSO Superview und Vixen SV baugleich sind, und die Antares Erfle, von denen das 40mm in Frage kommt. Weniger oft genannt werden noch die QX von Meade und von William fallen mir die SWAN ein. Alle diese günstigen Okulare haben bei f/5 deutliche Probleme mit der Randabbildung und sind auch bei f/6 bei weitem noch nicht richtig gut. Aber viele Sternfreunde benutzen sie und leben nicht nur mit den Fehlern, sondern haben auch Spaß mit den Okularen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
Danke für die doch ausführliche und mir sehr hilfreiche Antwort.
Ich werd (sobald es mir die Zeit erlaubt) zum Händler fahren und oben genanntes Gerät zuzüglich Okularen testen (wobei am Tag testen...naja geht ja kaum anders...denn ausleihen für eine Nacht ist bei dem nicht drinnen)
Vielen Dank für all die hilfreichen threads und alles Gute

Brian
 
hallo
puhhh...wegen der Okularauswahl muss ich mich jetzt doch nochmals melden:
Suche also Okulare die sowohl für den oben beschriebenen 8 Zöller als auch für den f/5er, den ich als Leitrohr und Reisetele verwenden werde.
Also im teuren Bereich....da kannst Dich wirklich anschnallen...da kostet ja ein Nagler schon soviele wie das Ganze Tele-system!!!!
Nee...preislich würde ich mich vorerst in den mittleren bis unteren Regionen bewegen (wobei mir bewusst ist das eventuell die Qualität darunter leiden könnte).
Die Fragen die sich mir nun stellen:
a.) welches set soll ich mir zusammenstellen`?
- total auf 2 Zoll ausgerichtet, oder ein 2'' Weitwinkel und zwei 1''25er Okus für geringere Brennweiten...etc ?
b.) Wieviele Okus braucht ein Anfänger wie ich es bin um die beliebtesten Objekte (DS bevorzugt) abzudecken.
Vielleicht genügt mir ja auch für den Refraktor ein einziges Okular (2 Zoll--42mm Erfle z.B.)

greetz
Brian
 
Hallo Brian,

öh, jo, ganz normal. Irgendwer streut immer das Unwissen, 2" Okulare seien besser... Oder das entwickelt sich von selbst?
Nein! 2" Okulare nur als Übersichtsokulare.
Hier Lesen!
http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare1.html#Gesichtsfelder

Absolutes Minimum sind 3 Okulare, 4 sind besser und meistens endet man damit, dass man immer noch was gebrauchen kann...
Besser 3 Okulare anschaffen in dem Bewusstsein, die Lücken dazwischen mit zwei weiteren später gut auszufüllen. Eventuell mit einem Okular wie dem Speers Zoom einen großen Bereich "erschlagend abdecken" - hat aber auch seinen Preis, obwohl es günstiger ist, als Einzelokulare.

Ansonsten sieh Dich für Deepsky mal bei den Hyperion-Okularen um, bieten für schnelle Optiken ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. Bei f/6 sind die "normalen" Hyperion 22, 17, 13, 8, 5 und 3,5 gut einsetzbar, bei f/5 sind 22mm und 17mm nicht mehr so gut am Rand (auch bei f/6 ist das schon bemerkbar). Alternativen kosten aber, zum Beispiel ein LVW 22. Etwas weniger weitwinklig aber günstig sind dann auch die Planetary HR gut für schnelle Optiken geeignet. Mit 60° moderate Weitwinkel.
Auf meiner Homepage findest Du viele Berichte zu Okularen besonders unter dem Gesichtspunkt der Leistung an schnellen Optiken. Ich habe nunmal f/4 Geräte und brauche entsprechende Okulare. Was bei f/4 gut ist, wird im Normalfall an f/5 und f/6 nur besser.

Clear Skies
Sven
 
hallo Sven,
auf Deiner HP finden sicht echt tolle Infos!!!!
Was ich noch erwähnen möchte: Hab ja schon ein paar Okulare zuhause, die ich an meinen Kaufhaustele (ETX70) zum Teil mit recht gutem Erfolg testen hab können die da wären:
-Super Plössl 9mm
-Meade Plössl 5,5mm
-HR Planetary 4mm
Die könnte ich doch sinnvoll weiterverwenden oder ?
greetz
Brian
 
Hallo Brian,

das HR Planetary hat die besten Chancen, noch lange Benutzt zu werden. Die Plössls sind OK, aber bezüglich Randabbildung nicht mehr so optimal. Für die Planetenbeobachtung kannst Du aber auch die behalten. Jedenfalls solltest Du in Deine Überlegungen mit einbeziehen, dass diese Okulare vorhanden sind. Das 4mm HR hat gute Chancen, am 200/1200 eine gute Bestückung für höchste Vergrößerungen zu sein. Für Saturn und Jupiter liefert es in guten Nächten ein Bild mit den maximal erkennbaren Details. Jedenfalls wenn der Rest stimmt, also Justage, Auskühlung...

Clear Skies
Sven
 
5,5mm Serie 5000 Meade Okular

Hallo Brian,

vom 5,5mm Meade Serie 5000 Plössl, welches ja vom Aufbau her kein Plössl ist,
liegen bislang noch kaum Erfahrungen vor.
Berichte doch bei Gelegenheit mal wie es sich am f/5 Spiegel macht!

MfG,Karsten
 
Re: 5,5mm Serie 5000 Meade Okular

Hi Karsten,
habe das Oku zwar noch nicht getestet, besitze aber aus der 4000er Serie das 4,7mm. Das geht am f:5 sehr gut, ergo könnte das neue 5mm aus der 5000er Serie sogar noch einen Tick besser sein, trotz verändertem Aufbau.
Habe bei sehr mäßigen Bedingungen gerade gestern Abend geschaut (ansich war`s sinnlos). Beim Hochvergrößern mit dem 9mm Plössel hab ich nichts mehr gefunden, im 4,7mm ging es aber noch. Das lag einfach daran, daß man bei 82 Grad scheinbarem Gesichtsfeld eben noch den Überblick hat und im 9mm Plössel nur noch den "Röhrenblick".
Daher kann ich auch nur empfehlen, bei hochvergrößernden Okularen auf die UWA`s zurückzugreifen, gleich welchen Herstellers. Man hat damit immer eine ausreichende Reserve, was das Finden schwacher Objekte angeht.
Zu 2" Okularen: Die habe ich als 40mm und als 32 mm (SWA mit 65 Grad). Die anderen sind zwar auch 2", haben aber auch den 1-1/4 Anschluß. Sehr schön finde ich die beiden UWA`s von Meade als 14mm und 8.8mm. Gerade das 8,8mm setze ich sehr häufig ein. Da beide mit einer Barlow-Linse am Ende arbeiten, kann man diese herausschrauben und hat damit sogar sehr gute 28mm und 17mm Okus mit 82 Grad, die nahezu bis zum Rand scharf sind. - Empfinde ich als großen Vorteil den ich häufig nutze.

Gruß
Winfried
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben