Vixen Ultima ZR 8x32 ZWCF

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MikeS55

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Hallo Leute,

kennt jemand dieses Glas?
Erhält man hier eine Qualität nahe dem Nikon EII 8x30 oder dem Nikon SE 8x32 CF? Oder auch nahe dem Swarovski Habicht 8x30 W?

Immerhin zahlt man mehr als 300 Euro und es richt nach guter Porro Optik.

Gruß

Mike
 
Hallo Mike,

ich verwende ein solches Glas seit mehreren Jahren. Seine herausragenden Merkmale sind das geringe Gewicht und das große SGF. Nachteilig ist die empfindliche Lederarmierung, was aber auf die Funktion keinen Einfluss hat.
Mit den Nikons oder dem Habicht ist es nicht gleichauf, aber für geschätzte mind. 85% der Leistung ist es ein Schnäppchen. Es ist mir ein Rätsel, weshalb es nicht weiter verbreitet ist.

CS Otto

PS: Solltest du Interesse am Glas haben, sende mir eine PM.
 
Hallo Otto,

danke für Deinen Beitrag.
Inwiefern ist denn die Lederarmierung empfindlich, schmutzanhaftend?

Gruß

Mike
 
.......... kann ein wenig wenig Hitze ab (Spaltmaße ändern sich) und fühlte sich nach gewisser Zeit kleberig an. Zumindest bei dem was ich mal in der Hand hatte.
 
Hallo Mike,

das Leder ist sehr weich, Druckstellen durch zB Fingernägel bleiben bestehen, auch ist die schwarze Färbung des Leders wohl nicht ganz dauerbeständig.
Von einer Hitzeempfindlichkeit habe ich nichts bemerkt.

CS Otto
 
Hallo Mike,

ich verwende dieses Ultima auch schon seit ein paar Jahren und halte das Preis-/Gewichts-/Leistungsverhältnis für unschlagbar gut - zeitweise ist es mit Glück auch schon mal für weniger als 250 Euro zu haben. Mir gefällt die porrotypische breite Bauweise, die mir persönlich eine bequemere, weniger angespannte, und daher wohl auch etwas ruhigere Haltung ermöglicht, als bei einem schlanken Dachkant. Weshalb ich ausgesprochen gerne auch länger damit beobachte.

In Sachen Mittenschärfe wird es m.E. nicht übertroffen und ist gleichauf mit dem besten, was der Markt zu bieten hat. Allerdings lässt diese Qualität bei genauem Hinsehen schon etwas früh zum Rand hin nach, so daß der sweet spot für scharfe Augen nicht sehr ausgedehnt ist, was man bemerkt, wenn man zum direkten Vergleich immer mal wieder die überragende Bildmitte anvisiert. Ich störe mich daran aber nicht, zumal das überdurchschnittliche große Sehfeld von 145m dafür mehr als entschädigt.

Bei meinem schon etwas älteren Modell gibt es hinter den Objektivfrontlinsen kegelförmige Streulichtblenden, die aber im Gegenlicht mehr Streulicht ins Bild reflektierten, als sie ausblendeten. Ich habe sie mit selbstgeschnitzter Veloursfolie abgeklebt, was die Gegenlichtempfindlichkeit so deutlich reduziert hat, dass mir der Rest die Freude am Beobachten nicht mehr trübt (durchaus im Gegensatz zum ein- oder anderen Spitzenglas). Die Transmission ist bei meinem Exemplar nicht auf allerhöchstem modernen Niveau, die Farbbalance hauchzart gelblich, was man aber nur im direkten Vergleich bemerkt und dank hohem Kontrast der Bildqualität keinen Abbruch tut. (Manchmal sogar eher im Gegenteil, wenn diese Farbabstimmung die kontrastmindernde Rayleigh-Streuung in der Ferne etwas dämpfen hilft. Ich vermute, dass bei aktuellen Modellen die Vergütung - insbesondere der Prismen! - etwas verbessert wurde, weil ich ein korrespondierendes jüngeres, um einen sichtbaren Tick helleres, noch kontraststärkeres und farbneutrales, 10x42 aus der gleichen Baureihe habe, das aber dafür einen im Bezug auf seine größere Öffnung klitzekleinen Tacken weniger gut aufzulösen scheint, wobei jedoch sein sweet spot deutlich größer ausfällt.)

In extremen Gegenlichtsituationen kann man je nach Einblick in einem ganz bestimmten sehr engen Winkel eine störende helle Fremdlicht-Überlagerung provozieren, einen schmalen intensiven Reflex, der daher zu rühren scheint, dass die Hypothenusen der okularseitigen Prismen leider nicht eingekerbt sind. Ohne Einkerbung ist eine solche durch Totalreflexion der falschen Prismenseite hervorgerufene Spiegelung ein Tribut an die kompakte Bauweise. Es tritt aber nur selten auf, und stört mich ebenfalls nicht.

Die glatte Belederung ist bei mir noch intakt, sollte sich das jedoch irgendwann ändern, ist es kein großes Problem das Glas selber neu mit einem griffigeren Belag zu beziehen.

Wer auf Wasserdichtigkeit, allerhöchste Randschärfe, eine extreme Nahgrenze und bequeme Brillenträgertauglichkeit verzichten kann, erhält mit diesem Glas eine optische Leistung, die insgesamt betrachet der von Premiumgläsern kaum nachsteht, und in Sachen Mittenschärfe, Sehfeld und 3D-Bildplastizität (bei mittleren Entfernungen) manches sogar auf Distanz hält.

Gruß
 
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Hallo Mike,

ich kenne nur das Vixen Ultima 10x42, welches inzwischen wohl nicht mehr gebaut wird. Es ist optisch und mechanisch ein wirklich gutes Fernglas. Die Kunstlederarmierung finde ich allerdings nicht besonders praktisch. Bei schwitzenden Händen wird das weiche Leder unangenehm klebrig. Das Vixen Ultima 8x32 gab es auch mit einer besseren Gummiarmierung als Swift Ultralite 8x32.
http://www.opticsplanet.com/swift-8x32-zwcf-ultralite-binoculars.html
http://www.birdforum.net/showpost.php?p=2111677&postcount=5
 
Hallo Leute,

vielen Dank für die Beiträge!

Die Kunstlederarmierung kenne ich von meinem Minolta Standard EW 7x35. In der Tat etwas empfindlich, aber nicht dramatisch.

Nun, da scheint ja das kleine Ultima eine interessante Alternative zu sein. Danke konfokal für diesen ausführlichen Beitrag. Dass man das Glas in gummiarmierter Ausführung erwerben kann war mir nicht bekannt (sieht allerdings nicht so schön aus). Übrigens kenne ich die Gläser Ultima 8x56/9x63. Sehr schön, wenn, ja wenn da nicht die extrem kleinen scheinbaren Gesichtsfelder wären. Tunnelblick mit nicht einmal 50° (die großen Austrittspupillen unbeachtet).

Wer suchet der findet.
Habe hier eine Zeitschrift aus dem Jahre 2008 vor mir liegen. Hier wurden 7 Kompaktferngläser verglichen. Unter anderem 4 Modelle 8x32 von Leica/Zeiss/Swaro/Nikon (die Premiums). Der Test entstammt ursprünglich aus der Zeitschrift "Vögel", Ausgaben 2/2006 und 3/2006. Wie dem auch sei, man hat bei dem Vergleich unterm Sternhimmel auch ein Vixen Ultima 8x32 "außer Konkurrenz" teilnehmen lassen. Dieses, so hieß es, sei den Highendgläsern in "fast" allen Belangen optisch klar unterlegen. Die Sternabbildung jedoch sei, beschränkt auf die Bildmitte, ausgesprochen gut. Desweiteren zeigte das Ultima als einziges Glas keine kissenförmige Verzeichnung.

Gruß

Mike












Insgesamt wäre natürlich noch interessant inwieweit sich ein altes Ultima 8x32 von einem neuen Modell unterscheidet, also präzise.



 
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Ich vermute auch, dass das 8.5x44 Swift Audubon und das Vixen Foresta identisch waren, abgesehen von den Objektiven. Die neue Variante des Audubon ist (seit 2012) uebrigens ganz anders, etwas verbessert sogar, wie ich finde. Waehrend die Okularbruecke der alten Variante flexibel war und das Fernglas daher ungenau fokussierte, hat sich das Problem mit der neuen Version erledigt. Ich habe die ED-Version des Audubon und finde sie gut gelungen.

Viele Gruesse,
Holger
 
Holger, da liegst Du richtig mit Deiner Vermutung. Vixen hat jahrelang für Swift Binos fertigen lassen und sich auch anderweitig als OEM-Lieferant umgetan (z.B. für die Marken Perl in Frankreich, Opticron in England, Sights of Nature in Belgien, Celestron in den USA) - was im Mittelpreissegment keinen überraschen dürfte. Da wird ja auch bei anderen Markenherstellern fleissig kreuz und quer beschafft...

Stefan Korth
 
Hallo Holger und Stefan,

das BWCF 8x42, welches ich auf der Messe begutachtete sollte um die 450 Euro kosten. Und in der Tat, die Okularbrücke gab mir zu denken. Hier hätte sicherlich ein Test geholfen (Stabilität auf Dauer).
Aber Haptik und Optik waren ganz hervorragend. Ist das BWCF und das Audubon (das Alte) tatsächlich identisch, dann kann ich die vergangenen positiven Berichte absolut nachvollziehen.

Das neue Audubon, welches sich ebenfalls sehr interessant anhört, ähnelt wiederum dem Vixen Foresta 8/10x42 CF. Allerdings ein abweichendes TG von 7,5° beim 8x42. Obwohl, Holger, es sind beim neuen Audubon auch 7,5° TG, richtig?

Gruß

Mike



 
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Hallo Mike,

mit den Angaben zum Sehfeld der letzten Audubon-Variante tut auch Swift sich schwer. Aufgedruckt sind 144m/1000m, was etwa 8.24 Grad entsprechen wuerde. Diese Angabe stimmt aber nicht, es sind tatsaechlich 137m/1000m, also 7.84 Grad, was mit 8.5x Vergroesserung aber einen ordentlichen scheinbaren Sehwinkel liefert (etwa um 65 Grad, da die Verzeichnung etwas geringer ausfaellt als nach der Winkelbedingung).

Ich vermute, das Audubon hat jetzt dasselbe Gehaeuse wie das fruehere Baush&Lomb 8x42 Discoverer (die Porro-Variante), natuerlich mit anderen Objektiven. Vor Jahren hatte ich dieses B&L, und beim Kauf des Audubon dann ein Deja Vu, sie sind sich wirklich zum Verwechseln aehnlich. Natuerlich hat das Audubon mit seinen ED Objektiven inzwischen einen besseren Kontrast, und es ist erstaunlich hell.

Viele Gruesse,
Holger
 
Hallo Holger,

wie ich erwähnte, das neue Audubon hört sich echt sehr interessant an. Wir hatten uns an anderer Stelle schon mal drüber unterhalten. Problematik hier, das Bestellen zur Ansicht. Werde mich bei Zeiten mal intensiver damit befassen. Bezüglich der falschen Sehfeldangaben, das ist nicht so dramatisch, diese stimmen bei einigen Gläsern nicht;-)

Schön dass man wohl doch noch gute (neue) Porros erwerben kann (neben den altbekannten). Auch das Ultima 8x32 werde ich mir mal ansehen.

Gruß

Mike
 
Halli Ralf,

es sollte japanischer Herkunft sein. Lasse mich gerne eines besseren belehren wen dem nicht so ist.

Gruß

Mike
 
Hallo Ralf,

auf meinem Swift steht "Japan" gleich neben der Seriennummer.

Das Format des 8.5x44 finde ich nicht schlecht, es liegt gut in der Hand und ist nicht zu schwer, so dass man auch etwas laenger damit in den Himmel schauen kann. Wenn man jetzt noch die Randschaerfe etwas verbessern wuerde ...

Viele Gruesse,
Holger
 
Hallo zusammen,

ich habe das Vixen Ultima 8x32 quasi durch Zufall auf einer Messe erworben. Otto und Konfokal (äußerst präzise) haben dieses Glas ausführlich beschrieben. Hier nun meine ersten bescheidenen Eindrücke.

Das Glas sieht richtig schön aus. Klassisches Porro.
Bei meinem (gebrauchten) Ultima ist es in der Tat so, dass sich die Belederung an einigen Stellen löst. Aber das sollte auf Dauer wie schon erwähnt kein Problem sein (neue Belederung). Ansonsten muss ich sagen bin ich schon ziemlich beeindruckt. Tadelose Mechanik. Alle Verstelleinheiten sehr präzise, nicht zu leichtgängig und nicht zu straff. Wunderbar. Die Optik, Mittenschärfe auf höchstem Niveau. Die Darstellung einiger Eichelhäher könnten mich zum Birder werden lassen. Wunderschön die Farben dieses Rabenvogels, wie man sie definitiv nur in besten Optiken zu den Augen bekommt. Am Sternhimmel wunderschöne nadelfeine Sternabbildung, sehr guter Kontrast (M 42). Klasse.

Erwähnen möchte ich noch den Köcher. Sehr edel wirkend.
Ich kann die Beiträge von Otto und Konfokal bestätigen. Ein tolles Glas.

Gruß

Mike
 
Hallo 8x Freunde,

habe das Vixen als auch das Nikon E II. Das Nikon liegt leicht vorne. Zum einen aber auch, da ich neben den Sternen auch mein Vogelhaus vor dem Esszimmerfenster beobachte. Da kann ich das Nikon näher scharf stellen.
Momentan bekommt man das Vixen in Italien bei Skypoi.. für 208 Euro.
Da gibt es keine Frage mehr. Eine Wanderung durch die Milchstrasse in dieser Qualität und Schärfe für 208 Euro....

Habe die Ganze Vixen Ultima Familie. Die "Belederung" ist wirklich sehr schlecht. In einem Stoffgeschäft fein genarbtes Kunstleder gekauft, die alte Belederung mit Leichtigkeit abziehen und als Schablone verwenden - eine schnell erledigte Geschichte. Sehen alle besser aus als neu !

So könnte man für 10 Euro Material geschätzte 15 Ultimas neu beziehen.

Tschüss,
Michael
 
Hallo Michael,

was mich interessieren würde, welches der Vixen Ultima gefällt Dir am besten, und warum (?).

Gruß

Mike
 
Hallo Mike,

es ist das 8x56. Von der Haptik, der sehr, sehr guten Abbildungseigenschaft und der großen Feldschärfe her.
Von meinem 8x42 oder dem 8x32 würde ich mich trennen - von dem 8x56 nicht!!

Beste Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

klare Aussage, danke.

Ich hatte kürzlich alle noch aktuell erhältlichen nebeneinander. Mir gefallen alle. Von der Bildruhe (die Haptische) her gesehen würde ich das 7x50 vorziehen denke ich.

In der Vergangenheit haben mich (abgesehen vom 8x32, welches ich bis zum Erwerb nicht kannte) die etwas kleinen scheinbaren Gesichtsfelder davon abgehalten, mich intensiver mit den Ultimas zu beschäftigen. Aber das was an Sehfeld zur Verfügung steht, schon beeindruckend. Was ich auch interessant finde, die Ultimas gibt es wohl schon seit Anfang der 90er.

Gruß

Mike
 
Hallo Michael und Mike,

ich besitze das nicht mehr produzierte Ultima 10x42. Optisch ist es wirklich gut, mit einem für die Ultimas großen Gesichtsfeld von 6,6°. Obwohl die angegebene AP 15mm beträgt, kann ich mit meiner Brille das Gesichtsfeld leider nicht ganz vollständig überblicken. Mit einer Masse von nicht ganz 600g ist es für ein 10x42 Glas ein echtes Leichtgewicht.
 
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