Volksapos doch nicht so gut?

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Hallo Stefan

um den Sterntest an deinem Gerät zu beurteilen, würde ich auf jeden Fall erst mal noch einen grün Filter heranziehen, dann siehst du das besser

Soweit mir bekannt ist, sind alle Optiken dieser Teleskope von Synta

mehr weiss ich leider nicht
 
Ich habe auch seit Dez. einen 80iger ED und bin ebenfalls sehr zufrieden damit, auch wenn das vielleicht nicht gefragt war. Man zeige mir einen Vixen ED oder einen Borg, der zu dem Preis die optische Leistung bietet. Gibt´s nich...Ich habe mir den 80iger gekauft, nachdem ich eigentlich auf den TeleVue 76 scharf war, aber in der Astronomie Heute gelesen habe, dass die Leistung nicht so erheblich optisch abweicht, dass dies den Mehrpreis rechtfertigen könnte.

Das Ding zeigt, was es soll und ohne für mich erkennbaren Farbfehler. Was will man noch ? Mag vielleicht der KIA unter den EDs sein, aber auch mit dem kommt man bekanntlich von A nach B. Mehr brauche ich persönlich nicht.

Letztlich habe ich den Eindruck, dass wir uns hier bei vielen APO-Threads weniger um optische Leistung unterhalten, sondern mehr um Markenprestige. Persönlich würde ich auch lieber Mercedes fahren, nur... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Re: @all: Ehrlichere Darstellung

Hi Tom,
mein Eindruck vom Orion ED war:
Die gute Optik dominiert dieses Gerät, welches i.S. Verarbeitung und i.S. Features bessere Chinaqalität ist - mehr nicht.
Im Hinblick auf das Preis/Leistungsverhältnis finde ich das Gerät empfehlenswert, erst recht seit es, wie derzeit bereits für 350 Eier, hellblau bemalt zu haben ist. Optisch tun sich FH wie die i.d.R. guten Vixen 80 M sehr schwer.
CS

 
Hi alle,

->keine Angst, das hast du nicht, denn meiner ist genauso gut!
Übrigens kenne ich noch einen zweiten von einem Kollegen, der ebenfalls
sehr gut ist. Auch blättert bei unseren beiden Geräten weder innen
noch außen irgendwo der Lack ab.
Das Glück scheint also doch mehreren hold zu sein.

Ist doch schon komisch, dass man sich freuen soll, dass der Lack nicht abblättert... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Ich dachte, das wäre selbstverständlich (bei jedem Teleskop). Was für einen Tanz würde ich nur bei meinem Händler aufführen, wenn bei meinem Auto der Lack abblättern würde...
 
Jochen, da hast du mich vielleicht falsch verstanden, es war natürlich
ironisch gemeint (daher auch der 'shocked'-Graemlin)

Ich weiß nicht mehr genau wieviele Telskope von Synta ich bis jetzt
besessen habe. Etwa 15 bis 20 werden es wohl gewesen sein. Mit jenen die
ich von meinen hiesigen Astrofreunden kenne sind es sicher über 30 Stück.
Bei keinem einzigen gab es bisher ein Problem mit dem Lack, weder außen
nicht innen im Tubus. Auch die beiden ED's die ich kenne haben hier
keine Problem.

Zum Vergleich mit dem Auto: ich verwende auch gerne ab und an solche
Vergleiche, aber meistens gehen sie in die Hose, weil es eben sehr
schwer ist einen wirklich korrekten Vergleich zu finden.
Ein Autolack ist einfach ganz anderen Belastungen ausgesetzt wie
ein Teleskoplack. Desweiteren ist der Preis eines Autos nicht mit dem
eines 80er ED's zu vergleichen. Vergleichbar ist höchstens noch die
Wertminderung im Laufe der Zeit. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Bino-Tom
 
Mit Interesse verfolge ich diesen Thread da ich seit ca. 1 Woche auch einen Skywatcher 80ED besitze.
Wegen der misslichen Wetterlage konnte ich keinen Test der Optik durchführen.
Auslöser für den kauf des Teleskops war der Wunsch nach einem handlichen Reisegerät welches auch fototauglich ist.

Zur Bewertung des Teleskops:
Ich erwarte wegen des deutlich höheren Preises auch eine deutlich bessere Abbildungsleistung im Vergleich zu einem Achromaten ähnlicher Öffnung.
Wenn das Gerät als APO beworben wird, dann sollten die Leistungen auch in dieser Grössenordnung liegen.
Nach Definition eines APOs ( Abbé) hat dieser für 3 im Spektrum weit auseinanderliegenden Wellenlängen einen gemeinsamen Brennpunkt und keine sphärische Aberration.
Ferner fand ich im Internet als modernere Definition des APOChromaten als Kriterium Strehl besser als 0,95

Der Farbfehler wird sicherlich durch die Verwendung der ED Komponente erreicht. Dadurch wird bei mehrfarbigem Licht relativ mehr Energie in das Beugungsscheibchen konzentriert. Somit müste bereits aus dieser Massnahme der Strehwert höher sein als beim Achromaten.
Andere Linsenehler sind durch mechanische Präzision zu vermeiden. Die von Einigen beobachtete sphärische Aberration erscheint mir eigentlich unverständlich. Mir stellt sich hier die Frage wie das bei ähnlichen Achromaten ist.

Ich möchte auch die Frage nach den Qualitätskriterien aufwerfen. Ab welchem Strehlwert oder ab welchem rms Wert kann ich das Gerät an den Händler zurückgeben oder eine Minderung geltend machen ?

Mein Händler erklärte mir dass die 80 ED Optiken bei Celestron, Skywatcher und Orion identisch seien d.h. sie kommen alle aus der Synta Schmiede.

Wie ich verschiedenen Foren entnehmen konnte liegen bei Synta Achromaten die Strehlwerte bei 0,8.
Ferner ist Synta auch für die Streuung in der Qualität ihrer Produkte bekannt.
Ich erwarte/ erhoffe vom 80ED damit Strehlwerte von mindestens 0,92 oder besser. Wie ist Eure Meinung hierzu ?

Mir ist auch klar dass eine nachträgliche Prüfung der Optiken bei uns richtig Geld kostet und den Kostenvorteil der Teleskope reduziert.
Eine Ausgangsprüfung beim Hersteller mit einer verbrieften Qualitätsangabe halte ich für ein Verkaufsargument welches uns als Benutzer auch etwas wert ist. (Das ist eine Anregung für unsere Lieferanten !)
Eine nachträgliche Prüfung bei uns wäre mir noch lieber.
Hätten wir ein solches Prüfzeugnis dann könnten wir uns einige Diskussionen und Mutmassungen sparen.

Ich hoffe nun auf besseres Wetter um zu sehen ob die Sorgen um die Qualität der Volksapos berechtigt ist oder nicht.

Clear skies wünscht
Christian
 
Hallo Christian,
ich möchte Dich ermuntern, doch etwas optimistischer mit Deinem neuen Teleskop zu sein. Ich habe seit über einem Jahr einen 80 ED und ich muß sagen, daß ich mit der optischen Leistung sehr zufrieden bin. Mir drängt sich manchmal der Eindruck auf, daß einige hier im Forum ihre Meinung nur aus einmaligem Durchblick bilden. Selbstverständlich gibt es wie bei allen anderen technischen Geräten Unterschiede in der jeweiligen Fertigung. Doch man muß mal auf dem Teppich bleiben. Wer erstklassige Qualität verlangt, sollte sich einfach damit abfinden, daß es wenigstens zur Zeit nicht möglich ist, für rd. 450 Euro ein farb- und fehlerfreies Teleskop zu erhalten. Seit einer Woche bin ich auch Besitzer eines TMB Apos und natürlich stelle ich Unterschiede fest. Doch möchte ich aber trotzdem für den Orion ED 80 eine Lanze brechen. Hier stimmt tatsächlich das Preis-Leistungsverhältnis. Wer sich nicht in die Apo-Region begeben kann, der hat mit dem Teleskop ganz bestimmt eine gute Wahl getroffen.
Viel Freude beim Vermehren des Durchblicks
Clear Skies
Harry
 
Hallo Christian,

streng genommen ist der ED 80 kein APO, deshalb wird das Gerät normalerweise als ED Refraktor beworben.

Du schreibst selbst, "Sky Watcher ED 80" und nicht ED Apo und das ist korrekt.

ED bedeutet, daß das Objektiv ein ED Element hat, welches den Farbfehler reduziert.

Ich kenne auch ein paar Apos, welche definitiv keinen Strehl von 0,95 haben. Trotzdem bleiben sie ein Apo. Am Strehl kann man keine Gerätetype klassifizieren. Es gibt auch keine allgemein gültige Bewertung, ab wann ein ED oder ein Apo oder auch ein anderes Teleskop zurückgegeben werden kann. Das ist abhängig von der Bewerbung oder was man mit dem Händler eben vereinbart.

Am Beispiel der chinesischen ED´s kann ich folgendes sagen:
Ich habe sowohl Skywatcher, als auch Orion und Celestron im Programm. Mein persönlicher Eindruck ist, daß die Celestron und die Orions weniger Außreißer nach unten haben.

Die Geräte werden ohne Garantien des Herstellers an uns geliefert. Die einzige Garantie, die wir haben, ist, daß ein ED Element eingebaut ist. Ich hatte mal ein Teleskop, da war die Objektivfassung nicht mal richtig aufs Rohr geschraubt, alles saß völlig schief und wie die Optik ausgeschaut hat, kann man sich dann vorstellen. Das war in dem Fall ein Skywatcher.

Was der Händler dann in diesem Fall an Garantien weiter gibt, nimmt er auf seine Kappe. Selbst wenn dann die Optik tatsächlich nicht mal beugungsbegrenzt ist, darf er halt eine Super Lupe draus machen oder einen netten ED Sucher. Rückgabe ist nicht.

Das gilt z.B. für alle Skywatcher Produkte, wir haben aus dieseme Grund auch einen Pool an Ersatzteilen aufgebaut, sowohl für Montierungen, als auch für Optiken.

Mit vielen Lieferanten hingegen wurden auch Qualitätskriterien vereinbart und hier werden auch Ersatzteile problemlos geliefert.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Hallo Christian!

Der Strehlwert ist ein Qualitätskriterium, gemessen bei einer Wellenlänge. Ich habe ihn qualitativ immer so verstanden, dass dieser Wert ein Maß dafür ist, wieviel der einfallenden Lichtmenge eines Objektes (z.B. Stern) bildgebend genutzt wird. Manche sagen auch, wieviel % des Lichtes im Zentrum der Abbildung landen, was wohl das gleiche beschreibt. Je höher der Wert, desto besser. Allerdings hat dieser Wert nichts mit chromatischen Eigenschaften zu tun. Auch ein APO kann einen schlechten Strehlwert haben, ebenso kann ein Einlinser einen guten Strehlwert in seiner definierten Wellenlänge haben.

Apochromat: "Spitzenobjektive, bei denen die Brennpunkte der Farben Rot, Grün und Blau in einem Punkt vereinigt werden." (Fotolexikon)
Es wird die Eigenschaft des Objektivs beschrieben.

ED-Glas = Extra low dispersion = besonders geringe Farbenzerstreuung
Es wird eine Materialeigenschaft beschrieben

Vergessen sollte man auch nicht den echten Achromaten, der für zwei Farben, nämlich blau und grün korrigiert ist. Man beachte "blau", ein echter Achromat zeigt keine blauen Höfe um die Sterne, höchstens geringe Rotanteile, für die unser Auge eh nicht so empfindlich ist.

Welche Eigenschaften der "China-ED" hat wird ja, wie Wolfi schon erwähnt hat, nicht zugesichert. Ich persönlich vermute, es handelt sich um einen guten Achromaten, was für den Preis völlig ok wäre, wenn der Rest auch stimmt.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Christian,

1, Synta gibt keine Qualitätsgarantie

2, bei diesem Preis von einer durchweg sehr gehobenen Qualität auszugehen, entspricht nicht den Forderungen an dieses Teleskop

3, Bei diesem Preis ein Prüfprotokoll zu fordern, ist eher unsinning, denn dies erfordere eine Angabe einer Mindestqualitätsgarantie, die es selbst bei Firmen wie Tak nicht gibt.

4, meine Erfahrung mit diesen Teilen ist mit ausnahme der allerersten Exemplare durchweg extrem Positiv. Mann bekommt beim 80 mm ED mehr , deutlich mehr geliefert, als mann überhaupt nur vermuten oder fordern könnte

 
Hallo Liebe Kommentatoren,

um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: ich bin zu 80 ED weiterhin positiv eingestellt und brauche nur besseres Wetter um diese Einstellung zu untermauern.
Ich glaube auch ein vernünftiges Preis/ Leistungs Verhältnis zu haben.
Es ist mir auch klar dass bei diesen Preisen eine optische Prüfung mit europäischen Kosten das Preis-Leistungsverhältnis schmälert.
Als Händler Qualitätsaussagen abzugeben ohne Rückendeckung vom Hersteller zu haben bedeutet eine Übernahme von Verantwortung ohne die Möglichkeit Fehlerursachen beeinflussen zu können.

So eine Qualitätsaussage kann nur vom Hersteller = Synta kommen. Ich kann nicht übersehen wieviel Einfluss der deutsche Markt auf die Verfahrensweise in China hat. Aus Sicht des Endverbrauchers wäre es schön eine solche Aussage zu kriegen.

Ich bin aber auch der Meinung dass der 80 ED besser sein muss als ein herkömmlicher Achromat. Die Qualität eines TAK oder AP Apochromaten kann man nicht erwarten.

Ein Pool an Ersatzteilen ist ein Service welcher die Händler uns Endverbrauchern bieten. Das finde ich gut und das ist zu honorieren.


Ich wünsche uns allen besseres Wetter damit wir doch noch einige Photonen einfangen können.

Viele Grüsse
Christian
 
Hallo,
nach alledem hier möchte ich (um auch nicht einen neuen Thread zu dieser never-ending Thematik anzufangen) noch einen weiteren Aspekt mit einbringen, auf den zu achten es sich beim Kauf dieser Geräte unbedingt lohnt:
Ich habe im letzten Jahr ein Orion ED 80 gekauft. Obwohl nicht Anfänger, habe ich mit der Beurteilung von Optiken keine allzu große Erfahrung, und wenn man keinen Vergleich hat, ist es ohnehin schwierig. Erhalte also das Teil per Post und sehe dann wunderbar saubere Airy-Disks, fast keine Farbe - und bin zufrieden.
Gekauft hatte ich es aber für meine 300D, und da zeigte sich bei den ersten Bildern eine extreme Koma, die bei genauerem Hinsehen auch noch asymmetrisch war.
Die Frage an den Verkäufer, ob man denn für den Chip der 300D schon einen Korrektor brauche, wurde nicht richtig eindeutig beantwortet, mehr nur mit der Aussage: den kann ich dir zu einem Sonderpreis liefern...
Dann habe ich erstmal anderes zu tun gehabt und mich schließlich nach weiteren Tests entschieden, einen Korrektor (übrigens bei einem anderen Händler) zu kaufen (den Televue 0,8 kurz). Und nun zeigte sich, dass der ED mit dem Korrektor noch viel mehr Koma macht. Dann erst zeigte eine sorgfältigere Prüfung am künstlichen Stern und mit dem Multikolli, dass das Objektiv (obwohl richtig verschraubt) nicht ganz senkrecht zur Tubusachse steht und -noch schlimmer- auch der OAZ nicht mit der optischen Achse fluchtet.
Um mir weiteren Ärger zu ersparen, habe ich die OAZ-Befestigungsbohrungen versetzt, jetzt ist der OAZ zumindest parallel zur optischen Achse, und der 300D-Chip bis in die Ecken gut korrigiert...
(Braucht noch jemand nen Televue-Korrektor für kurze Apos?)
Fazit:
Diese Apos möglichst nur im Laden kaufen mit dort vollzogenem Vergleich zumindest am künstlichen Stern, mit einem Chesire und auf jeden Fall auch abseits der optischen Achse.
Neben dem üblichen Rückgaberecht ist es wichtig, das Teil auch innerhalb dieser Zeit auf Herz und Nieren und für alle Zwecke, für die man es einsetzen möchte zu prüfen!
Nochmal: Die Optik dieses ED scheint mir ausgezeichnet! Deswegen habe ich mich auch selbst an die mechanischen Korrekturen gemacht. Aber es lohnt sich, einen kritischen Blick auf die Mechanik zu werfen, auch bei Geräten, die nicht die ersten mit Kinderkrankheiten sind.
Und auf die Händler kann man sich diesbezüglich eher nicht verlassen.
Gruß,
Martin
 
Hallo Thomas!

Ich möchte die Angelegenheit auch nicht weiter ausdehnen, und nur ganz kurz über meinen 80er berichten, je mehr Aussagen, desto klarer das Bild....

Mein Gerät (Version Orion) ist sauber justiert, die Optik ist ordentlich poliert, die Vergütung akzeptabel. Das Bildfeld ist im Bereich kleiner CCD-Chips sehr eben. Die Farbe ist wenig störend aber vorhanden, wobei beim Fokussieren leider der Punkt bester Schärfe nicht ganz exakt mit dem Punkt geringster Farbe übereinstimmt.

Die Optik zeigt deutlich sphärische Abberation in einem Maße, dass der Kontrast dadurch schon leicht reduziert wird.

Die Mechanik des kugelgelagerten Auszugs funktioniert bei leichten Okularen sehr gut und feinfühlig, bei schweren Okularen oder einer schwereren Kamera ist die völlig wirkungslose Klemmschraube ein echtes Hindernis, und zwingt zum Umbau.

Trotzdem: Cassini bei ca. 200fach schön zu sehen, für den Preis ein ordentliches Angebot auch bei höheren Ansprüchen, aber eben nichts für "Puristen", die bereitwillig den 5fachen Preis zahlen.

Gruß, Peter
 
Hallo ED80-Benutzer,

zu dem guten Stück habe ich eine kleine Frage bezüglich des Okularauszuges: Wofür ist die verchromte Schraube zwischen den Fokussierrädchen?

Neben der Klemmschraube sind zwei Madenschrauben, mit denen die Leicht- bzw. Schwergängigkeit des Okularauszuges eingestellt werden kann (habe ich selbst noch nicht ausprobiert). Welchen Zweck hat aber die Chromschraube? Ich kann keinen Unterschied beim Anziehen oder Lösen der Schraube bezüglich der Leichtgängigkeit des Okularauszuges oder einer Klemmwirkung feststellen. Vielleicht weiß hier jemand Rat.

Clear Skies,
Stefan

 
Schon Erfahrungen mit dem 100er Modell?

Gibt es schon Erfahrungen mit dem 100er Modell? Ein 4-Zoll-ED für unter 1000 ist ja wohl auch nicht so schnell zu finden.
Weiß jemand, ob/welche andere Modelle geplant sind?
 
Hi Stefan,

die Madenschrauben unter der angesprochenen Rändelschraube bestimmen den Andruck der Friktions-Welle. Die Rändelschraube drückt dann zusätzlich nochmal in der Mitte drauf.

Dass einem das nicht so ganz klar ist, kann ich gut verstehen. Ich glaube, das sollte man ein Klemmschraube werden und dann hat man bemerkt, dass die Welle im Weg ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" /> Alles in allem nicht so wirklich durchdacht.

Zum ursprünglichen Thema möchte ich mich natürlich auch noch äussern:

Irgendwie haben hier ja alle Recht: Das Argument Preis/Leistung, der VW/Porsche-Vergleich, Markus mit seinem Beitrag, dass wir unsere eigenen Arbeitsplätze vernichten, etc...

Nur die ursprüngliche Frage hat noch niemand beantwortet: Ist der sphärische Fehler, der bei manchen Geräten festgestellt wird (und bei anderen nicht .... zumindest nicht festgestellt wird), nun designbedingt, oder handelt es sich um Fertigungstoleranzen?

By the way - ich liebe meinen Orion 80ED geradezu, bin aber auch kein Optik-Ekschberde. Jedenfalls habe ich so gut wie keinen Farbfehler und ein sehr gut korrigiertes Bild bis fast in die Ecken des 20D-Chips. Was will ich mehr? Ich habe letztens durch einen Pentax-APO 75/500 geschaut, der zum 4-fachen Preis schlechter korrigiert war.

Gruß
Klaus
 
Sphärische Aberration

Hallo Klaus,

die Sphärische Aberration ist bei einem 2-Linser mit Luftspalt
für eine Farbe voll korrigierbar. Bei einem Refraktor mit
Sonderglas (zb. ED) ist sie auch in den weiteren Farben gut
korrigierbar.

Wenn also einige Exemplare gut und einige andere schlechter
korrigiert sind, so ist das einzig und allein auf Fertigungstoleranzen
zurückzuführen. Da es sich um ein Massenprodukt im untersten Preissegment
handelt, sind die Fertigungstoleranze naturgemäß höher als bei
hochpreisigeren Produkten derselben Gattung.

Bino-Tom
 
Re: Sphärische Aberration

Hallo Tom,

hast du einen Link dazu?Ich bin nicht sicher,aber es scheint mir so zu sein,
daß nicht die phärische Aberration bei einer weiteren Farbe korrigierbar ist,
sondern ein weiterer Nulldurchgang erzielbar ist,also der Brennpunkt für
3 Farben gleich sein kann?!
Mit Oslo Light bekomme ich es jedenfalls nicht hin <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

MfG,Karsten
 
Re: Sphärische Aberration

Hallo Karsten,

mit Links kann ich nicht dienen.
Es ist jedenfalls so, daß bei einem Vollapochromaten alle drei
Farben sphärisch korrigierbar sind. Beim Fraunhofer ist das
nur bei einer Farbe möglich. Der ED stellt den Übergang vom
Fraunhofer zum Vollapochromaten dar, also nehme ich einfach mal an,
daß beim ED ebenfalls eine Farbe korrigierbar ist und die anderen
Farben vielleicht nicht ganz, aber doch besser als beim Fraunhofer
korrigiert sind.

Vielleicht findest du aber noch genauere Details im Web.

Bino-Tom
 
Re: Sphärische Aberration

Hallo Tom,

ich habe eine Quelle gefunden,leider in englischer Sprache.Thomas M. Back schreibt:
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Defining Apochromatism by Thomas Back

Updated 6-29-03

With the proliferation of apochromatic refractors that are available to
the amateur astronomer, it is time to define the parameters of a true
apochromatic objective lens. The modern definition of "apochromat" is
the following: An objective in which the wave aberrations do not exceed
1/4 wave optical path difference (OPD) in the spectral range from C
(6563A - red) to F (4861A - blue), while the g wavelength (4358A -
violet) is 1/2 wave OPD or better, has three widely spaced zero color
crossings and is corrected for coma.

Here is a more detailed analysis for those that are interested. The term
"Apochromat" is loosely used by many manufacturers and amateurs
astronomers. Let's look at the history of the definition, and maybe a
more modern one. Ernst Abbe, in 1875, met and worked for Carl Zeiss, a
small microscope, magnifier and optical accessory company. They
realized that they needed to find improved glass types, if they were
going to make progress with the optical microscope. In 1879, Abbe met
Otto Schott. Together they introduce the first abnormal dispersion
glasses under the name of Schott and Sons. Abbe discovered that by
using optically clear, polished natural fluorite, in a microscope
objective, that apochromatism could be achieved. These first true
apochromatic microscope objectives were so superior to the
competition, that Zeiss gained nearly the entire high end market. So
secret was the use of fluorite, that Abbe marked an "X" on the data
sheet for the fluorite element, so as to keep it secret from the other
optical companies.

Abbe's definition of apochromatism was the following. Apochromat: an
objective corrected parfocally for three widely spaced wavelengths and
corrected for spherical aberration and coma for two widely separated
wavelengths. This definition is not as simple as it sounds. I have
designed thousands of lenses: simple achromats, complex achromats,
semi-apos, apochromats, super-achromats, hyper-achromats, and Baker
super-apochromats. Abbe's definition, to put it in clearer terms (I
hope) is that a true apochromat is an objective that has three color
crossings that are spaced far apart in the visual spectrum (~4000A,
deep violet to ~7000A, deep red). However, just because a lens has
three color crossings, doesn't mean that it is well corrected. Let's
say that a 4" lens has three color crossings at the F, e and C
wavelengths (4861A, 5461A and 6563A). Fine, this objective is now
considered an apochromat by most amateurs and even optical designers
because it has three color crossings in the blue, green and red -- the
common definition of an apochromat. But what about the levels of
spherical aberration at each of these wavelengths? If the lens is 2
waves overcorrected at 4861A, and 1.5 waves undercorrected at 6563A, is
it still an apochromat? No. It is no better than an achromat, as the
OPD wavefront error is worse than a 4" f/15 achromat.

Abbe, in his definition of apochromat, states that spherical aberration
must be corrected for two widely spaced wavelengths. Now I will tell
you what happens when you correct spherical for two widely spaced
wavelengths: you correct for all the wavelengths between them too.
This is called correcting for spherochromatism (the variation of
spherical aberration with a change in wavelength). Only with extremely
long focal lengths, advanced Petzval designs, aspherics, large air
spaces, or a combination of these designs/factors, can you correct for
this aberration. It is the designer that must come up with a good
compromise of color correction, lack of spherical aberration (3rd order
and zonal) and controlling spherochromatism, so as not to degrade the
image contrast. Al Nagler uses a wide air-spaced Petzval design with
Fluorite and an exotic glass in his top of the line apochromats to
control the above aberrations. Takahashi's latest ED apo triplets use a
large air space. Roland Christen (Astro-Physics) uses a very high
quality super ED glass (FPL-53) and specially matched crowns to control
the various aberrations (he also slightly aspherizes the outer
surfaces). TMB Optical uses Russian OK-4 super ED glass (similar to
FPL-53) with an outer crown and a special dense crown glass, using air
spacing with different internal radii, and hand figuring to control
these aberrations.

Also, the Abbe condition of coma correction is overstated, that is, if a
lens is well corrected for coma at one wavelength, in almost all cases
it will be corrected for coma at all the visual wavelengths. Now you
might ask, after all this, just what is a modern definition of
apochromatism? Well, as you read, it is not only three color crossings.
One of the first things an optical designer discovers is that with
catalog glass data, it is easy to design lenses with three or even
four color crossings (super-achromat). But when you get 6 place data,
these designs often breakdown to only two or three color crossings
(that is not to say that a 4 color crossing objective cannot be made --
it can), albeit with the chromatic focal shift being very small. What
is really important is how small the chromatic focal shift is (not the
zero crossings) over a wide spectral range, and how low the spherical
aberration is over that same range. So we are left with an ambiguous
definition.

After designing, testing and selling many different apochromatic lenses
I can state this: There is no "definite" line where a lens becomes
"apochromatic" in the world of commercial apochromatic lenses.

But any lens, be it a doublet, triplet, quad, air-spaced or Petzval,
that has a peak visual null (~5550A - the green-yellow) with a Strehl
ratio of .95 or better, coma corrected and is diffraction limited from
C (red) to F (blue) with 1/4 wave OPD spherical or better, has good
control of the violet g wavelength with no more than 1/2 wave OPD P-V
spherical and optical spot sizes that concentrate the maximum amount of
photons within the diffraction limit -- a result of the low spherical
aberration, which can be seen with modern optical design programs, as
the "spot rays" will be seen concentrated in the center of the spot,
not evenly or worse, concentrated outside the center -- will satisfy the
modern definition of "Apochromatism."

Lenses of this quality do not satisfy the Abbe definition, but for all
intents and purposes, will be color free and will give extremely sharp
and contrasty images.

Thomas M. Back
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Im dritten Abschnitt geht er auf das Problem der Korrektur der sphärischen
Aberration bei den Verschiedenen Wellenlängen gleicher Schnittweite ein.

MfG,Karsten
 
Beugungsbilder ED80

Hallo,

gestern Abend habe ich die Beugungsbilder des Skywatcher ED80 intra- und extrafokal fotografiert. Dabei habe ich eine Canon Powershot G3 Digiknipse mit Teleeinstellung und ein Meade Ortho 12,5mm-Okular für die Projektion benutzt.

Bei den extrafokalen Aufnahmen habe ich die Sternposition immer von Aufnahme zu Aufnahme versetzt, um den Dreck auf dem Okular wegzumitteln (acht Aufnahmen), bei der intrafokalen Aufnahmen habe ich nur vier Bilder ohne Veränderung der Sternposition gemittelt.

Weitere Bilder mit Farbfiltern werde ich in Kürze nachreichen.

Stefan


Link zur Grafik: http://www.astrofoto.net/astronomie_de/intrafokal_64_75a.jpg
Intrafokales Beugungsbild



Link zur Grafik: http://www.astrofoto.net/astronomie_de/extrafokal_74_75a.jpg
Extrafokales Beugungsbild

 
Re: Beugungsbilder ED80

Hallo Stefan,
Bei den extrafokalen Aufnahmen habe ich die Sternposition immer von Aufnahme zu Aufnahme versetzt, um den Dreck auf dem Okular wegzumitteln (acht Aufnahmen), bei der intrafokalen Aufnahmen habe ich nur vier Bilder ohne Veränderung der Sternposition gemittelt.
die Bilder sehen schon recht gut aus. Zur besseren Vergleichsmöglichkeit intra/extra sollten die Bildserien aber unter exakt gleichen Bedingungen fotografiert werden.
Dann würden Aufnahmen dichter am Fokus und mit Filter die Empfindlichkeit deutlich steigern. Mi9ttelung von mehreren Bildern ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Viel Erfolg bei den nächsten Versuchen!
Gruß Kurt
 
Re: Schon Erfahrungen mit dem 100er Modell?

Hallo !
Ich bin seit 19.02.2005 ein "Mitstreiter" unter den Astrodealern!(Fernrohrzentrum Semmler)
Ich kann Dir kein generelles Prüfkriterium anbieten
nur soviel:
Ich bin in Besitz des einzigen noch erhältlichen Skywatcher
ED 100 in ganz Europa!Erst im Mai werden wieder welche
geliefert!
Ich habe zur Eröffung meines Geschäftes einen ED 100
erhalten und mußte diesen wieder zurücksenden!
Das Objektiv war schief am Tubus angeschraubt!
Nach 2 Wochen Wartezeit wurde mir, telefonisch, mitgeteilt,
das ich nun ein Gerät der "Extraklasse" erhalten würde, das
jeden Experten überzeugen würde!
Die Abbildung wäre so gut, das man einen Takahashi Fl
oder einen Vixen ED benötigen würde, um auf eine derartige
Abbildung zu kommen!Die ersten Geräte wären noch mit einer
relativ rauhen Oberfläche hergestellt worden und dieser wäre
bereits ein Modell der neuen Generation!
Ich bin nun seit rund 20 Jahren Hobbyastronom und bin
bei solch Meldungen sehr skeptisch!
Meine Devise lautet stets -zuerst einmal durchschauen!
Ich habe das Gerät nun 2 Tage und konnte den ED 100 noch
nicht am Stern testen(wetterbedingt!).
Ich habe mich also an Tagesobjekten schad und klaglos gehalten!
Eine Stop Tafel, ein Wäschestück,einen Baumzweig,etc.!
Ich habe bewußt serienmäßige Okulare verwendet.(Plössl,Superplössl,Kellner)
Ich habe mir die beschriebenen Objekte mit 45,90,180 und 450
facher Vergrößerung angeschaut.
Bei V = 450 konnte ich einen leichten Grünsaum erkennen,
der für einen "Normalsterblichen" praktisch nicht vorhanden ist!Bei dieser V wird das Bild natürlich auch schon sehr dunkel, die Abbildung selbst war aber noch immer makelos!!
Bis zur V = 180 gibt es nicht die geringste Spur eines
Farbfehlers oder einer Bildverschlechterung!
Teilweise habe ich sogar durch das Glas meines Schaufensters
beobachtet!
Ich habe dieses mit dem 140 Schiefspiegler verglichen!
Die längere Brennweite sollte, im Normalfall, den Auschlag
zu Gunsten des Schiefspieglers geben- mitnichten!
Der ED ist absolut gleichwertig!
Wie gesagt, das einmal vom "Trockentrainig"!
Im übrigen kann man mit der Verarbeitung, der Lackierung und
dem Okularauszug, mehr als zufrieden sein!
Man darf da natürlich niemals den Preis vergessen.
Ich habe einaml grob durchgerechnet, was ich alles
verbessern müßte, um die mechanische Qualität der teureren
Geräte zu erreichen!Mit etwas "Bastelgeschick" und dem
einen oder anderen Gebrauchtartikel, könnte man mit zusätzlichen EU 1000.- das auslangen haben!
Man hätte dann um Eu 2000.- einen großartigen 4"Refraktor
nahezu farbrein!Diese Tatsache allein spricht schon für
einen Kauf!Für "Lackschäden" kann man den meisten Händlern zusätzlich, den einen oder anderen Euro "abschmutzen"!
Ich werde mich nach dem ersten Himmelstest wieder melden!

Michael Semmler
Fernrohrzenrum Semmler
Bahnhofstrasse 40
Tel.0043/ 660 10 11 123
www.fernrohrzentrum-semmler.at
 
Re: Schon Erfahrungen mit dem 100er Modell?

Hallo Michi,

schön dich hier im Forum zu sehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Ist der APO schon da?? den muss ich schnell noch testen kommen vor sie ihn dir alle aus der Hand reißen, dann gibts hier auch gleich die Fototest zu denen sich jeder seine eigene Meinung bilden kann.

CS!
Michi
 
Re: Schon Erfahrungen mit dem 100er Modell?

Hallo Michael!

Teilweise habe ich sogar durch das Glas meines Schaufensters
beobachtet!
Auweia! Das disqualifiziert alle Deine Aussagen bezgl der angeblich so hochwertigen Qualität Deines 4"-EDs! Wenn Du trotz Schaufenster im Strahlengang kein schlechtes Bild gesehen haben willst, was soll das dann beweisen? Etwas dass Dein Schaufenster Multivergütet ist und aus besonders hochwertigen optischen Gläsern hergestellt wurde? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

In einem hast Du aber recht: Bei überschwänglichen Werbesprüchen sollte man skeptisch sein. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


Gruß Harald
 
Oh weh...

Hallo Michael,

ja ja die Werbung... und die neu entdeckte Volkstümlichkeit im ED-Lager.
Das Bild hat sich nicht verschlechtert als Du durch Dein Schaufenster beobachtet
hattest?!
Das kann eigentlich nur dadurch erklärt werden, daß die Optik dieses EDs unter
aller [zensiert] ist (man möge mir diesen JArgon einmal verzeihen).
Eine mindestens mittelmäßige Optik müßte hier Effekte zeigen oder liegt es an
mangelnder Fachkenntnis?

Nix für ungut,
Thomas
 
Re: Schon Erfahrungen mit dem 100er Modell?

Hi,

Bis zur V = 180 gibt es nicht die geringste Spur eines
Farbfehlers oder einer Bildverschlechterung!

Also ein 4"ED bei V=180 und ohne geringste Spur eines Farbfehlers? Kann es sein dass Du ihn einfach nicht gesehen hast? ANdere ihn aber sehen würden?

Teilweise habe ich sogar durch das Glas meines Schaufensters
beobachtet!

Naja....

Ich habe dieses mit dem 140 Schiefspiegler verglichen!
Die längere Brennweite sollte, im Normalfall, den Auschlag
zu Gunsten des Schiefspieglers geben- mitnichten!
Der ED ist absolut gleichwertig!

Meinst Du mit 140 Schiefspiegler einen mit 140mm Öffnung? Und der ist dem 100mm ED nicht überlegen? Dann stimmt was mit dem Schiefspiegler nicht.


Grüße,
Jochen
 
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