Ehemaliger Benutzer (7840)
Hallo Sternfreunde,
die tagesaktuell hier stattfindende Diskussion über Einsteigerteleskope und ihre Qualität, insbesondere des Flex Tube und StarBlast (http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/posts/548829) hat mich dazu bewogen, mir Gedanken über ein geeignetes "Volksteleskop" zu machen, das also für relativ wenig Geld eine sehr gute Optik und solide Verarbeitung bieten kann und einem möglichst breiten Publikum gerecht wird. Ein weiterer Punkt meiner Überlegungen war eine spätere Verwendung als Zweitteleskop oder zum "Schnellspechteln". Heraus kam bei meinen Überlegungen ein Gerät, dass ich in diesem Thread vorstellen möchte. Es ist quasi ein Gedanken-Experiment von mir, da dieses Teleskop meines Wissens nach am Markt nicht erhältlich ist.
Die Anforderungen sind:
1. Genug Öffnung, um sowohl an Mond und Planeten als auch im Deep Sky-Bereich bereits eine Menge zu zeigen.
2. Eine Möglichkeit, die Optik preiswert in guter Qualität herzustellen.
3. Die Optik muss okular- und justagefreundlich sein.
4. Das Teleskop muss Einsteigern gerecht werden und auch später als Zweitgerät Freude machen.
5. Der Einblick muss auch kinderfreundlich sein (geeignete Okularhöhe).
Das Ergebnis meiner Überlegungen ist ein 4'' f/8 Newton mit Kugelspiegel auf einer Dobson-Montierung. Warum?
1. Vier Zoll Öffnung nutzen das Seeing vielerorts komplett aus und zeigen eine Menge Mond- und Planetendetails sowie etliche Deep Sky-Objekte. Das entspricht meiner Erfahrung und der vieler Forums-Teilnehmer.
2. Kugelspiegel sind preiswert in hervorragender Qualität herzustellen. Die vorgeschlagene Optik wäre beugungsbegrenzt. Das ergibt sich aus der hier gezeigten Formel: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/posts/548829 nach der ein 4''-Kugelspiegel bereits ab 704mm Brennweite beugungsbegrenzt arbeitet.
3. Eine Optik dieser Größe ist sehr gut transportabel.
4. Konzipiert man die Rockerbox in entsprechender Höhe, ist der Einblick ggf. mit Stuhl kinderfreundlich, so dass hier ein gutes "Familienteleskop" vorliegt.
5. Das Gerät ist schnell einsatzbereit und ausgekühlt, so dass es sich als Schnellspechtel-Teleskop eignet, wenn man später ein größeres Teleskop dazukauft.
6. Merkt der angehende Sternfreund, dass er mit der Dobson-Montierung nicht klar kommt, ist der Umstieg auf eine hinreichend stabile Montierung der EQ-3-Klasse preisgünstig.
Als weitere Ausstattungsmerkmale wären ein Okularauszug mit 1 1/4 Zoll aus Metall und ein Leuchtpunktsucher angedacht.
Mir ist bewusst, dass ich hier nicht die eierlegende Wollmilchsau erdacht habe, und ich möchte einige Nachteile dieses hypothetischen Geräts nicht verschweigen:
Die Brennweite von 800 mm stellt einen Kompromiss in Bezug auf das Gesichtsfeld dar, um das Teleskop mit einem Kugelspiegel beugungsbegrenzt arbeiten zu lassen. Das Gleiche gilt im Prinzip für den 1 1/4 Zoll-Okularauszug: Er wurde aufgrund einer besseren Feldausleuchtung einem 2''-Auszug vorgezogen, da der hierfür für einen 2''-OAZ benötigte Fangspiegel für visuelle Anwendungen zu stark obstruieren würde.
Ein 32 mm-Okular würde eine maximale AP von 4 mm bieten. Dies stellt für Beobachtungen aus der Stadt heraus einen guten Wert dar, eine maximale Bildhelligkeit unter gutem Himmel wird jedoch nicht erreicht.
Ich bin einen Kompromiss bei der Öffnung gegangen, um für möglichst wenig Geld eine gleichermaßen optisch wie mechanisch solide Lösung vorschlagen zu können. Meines Erachtens nach ist dies ein elementarar Aspekt, um als Einsteiger Freude an der Astronomie zu haben. Das Gerät wäre vermutlich noch preiswerter in guter Qualität herzustellen als der klassische 4,5''-Newton.
CS und VG Christian
die tagesaktuell hier stattfindende Diskussion über Einsteigerteleskope und ihre Qualität, insbesondere des Flex Tube und StarBlast (http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/posts/548829) hat mich dazu bewogen, mir Gedanken über ein geeignetes "Volksteleskop" zu machen, das also für relativ wenig Geld eine sehr gute Optik und solide Verarbeitung bieten kann und einem möglichst breiten Publikum gerecht wird. Ein weiterer Punkt meiner Überlegungen war eine spätere Verwendung als Zweitteleskop oder zum "Schnellspechteln". Heraus kam bei meinen Überlegungen ein Gerät, dass ich in diesem Thread vorstellen möchte. Es ist quasi ein Gedanken-Experiment von mir, da dieses Teleskop meines Wissens nach am Markt nicht erhältlich ist.
Die Anforderungen sind:
1. Genug Öffnung, um sowohl an Mond und Planeten als auch im Deep Sky-Bereich bereits eine Menge zu zeigen.
2. Eine Möglichkeit, die Optik preiswert in guter Qualität herzustellen.
3. Die Optik muss okular- und justagefreundlich sein.
4. Das Teleskop muss Einsteigern gerecht werden und auch später als Zweitgerät Freude machen.
5. Der Einblick muss auch kinderfreundlich sein (geeignete Okularhöhe).
Das Ergebnis meiner Überlegungen ist ein 4'' f/8 Newton mit Kugelspiegel auf einer Dobson-Montierung. Warum?
1. Vier Zoll Öffnung nutzen das Seeing vielerorts komplett aus und zeigen eine Menge Mond- und Planetendetails sowie etliche Deep Sky-Objekte. Das entspricht meiner Erfahrung und der vieler Forums-Teilnehmer.
2. Kugelspiegel sind preiswert in hervorragender Qualität herzustellen. Die vorgeschlagene Optik wäre beugungsbegrenzt. Das ergibt sich aus der hier gezeigten Formel: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/posts/548829 nach der ein 4''-Kugelspiegel bereits ab 704mm Brennweite beugungsbegrenzt arbeitet.
3. Eine Optik dieser Größe ist sehr gut transportabel.
4. Konzipiert man die Rockerbox in entsprechender Höhe, ist der Einblick ggf. mit Stuhl kinderfreundlich, so dass hier ein gutes "Familienteleskop" vorliegt.
5. Das Gerät ist schnell einsatzbereit und ausgekühlt, so dass es sich als Schnellspechtel-Teleskop eignet, wenn man später ein größeres Teleskop dazukauft.
6. Merkt der angehende Sternfreund, dass er mit der Dobson-Montierung nicht klar kommt, ist der Umstieg auf eine hinreichend stabile Montierung der EQ-3-Klasse preisgünstig.
Als weitere Ausstattungsmerkmale wären ein Okularauszug mit 1 1/4 Zoll aus Metall und ein Leuchtpunktsucher angedacht.
Mir ist bewusst, dass ich hier nicht die eierlegende Wollmilchsau erdacht habe, und ich möchte einige Nachteile dieses hypothetischen Geräts nicht verschweigen:
Die Brennweite von 800 mm stellt einen Kompromiss in Bezug auf das Gesichtsfeld dar, um das Teleskop mit einem Kugelspiegel beugungsbegrenzt arbeiten zu lassen. Das Gleiche gilt im Prinzip für den 1 1/4 Zoll-Okularauszug: Er wurde aufgrund einer besseren Feldausleuchtung einem 2''-Auszug vorgezogen, da der hierfür für einen 2''-OAZ benötigte Fangspiegel für visuelle Anwendungen zu stark obstruieren würde.
Ein 32 mm-Okular würde eine maximale AP von 4 mm bieten. Dies stellt für Beobachtungen aus der Stadt heraus einen guten Wert dar, eine maximale Bildhelligkeit unter gutem Himmel wird jedoch nicht erreicht.
Ich bin einen Kompromiss bei der Öffnung gegangen, um für möglichst wenig Geld eine gleichermaßen optisch wie mechanisch solide Lösung vorschlagen zu können. Meines Erachtens nach ist dies ein elementarar Aspekt, um als Einsteiger Freude an der Astronomie zu haben. Das Gerät wäre vermutlich noch preiswerter in guter Qualität herzustellen als der klassische 4,5''-Newton.
CS und VG Christian
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