Vollformat DSLR und 2" - passt das zusammen ?

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_Jürgen_K

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Hallo, mal eine Frage:

Ich habe für Deepsky momentan eine ASI533MC-Pro und eine Canon EOS1100D (astromodifiziert).
Bei der 533 stört mich der relativ kleine Sensor, so dass man nach dem GOTO der Montierung oft noch mühsam nach dem lichtschwachen Objekt suchen muss.
Bei der EOS1100D ist das Sichtfeld auf dem Display schon erheblich größer, so dass man ein lichtschwaches DS Objekt viel schneller ins Bild bekommt und findet,
allerdings stören mich hier das nicht schwenkbare Display und auch Größe und Gewicht de Kamera.

Daher spiele ich mit dem Gedanken, mir für DeepSky eventuell eine gebrauchte Canon EOS RP (spiegellos, Vollformat) anzuschaffen.
Die EOS RP finde ich deshalb schick, weil sie nur ca 440g auf die Waage bringt, ein schwenkbares Display hat und eine Empfindlichkeit bis ISO 40.000 hat.

Aber nun die Frage : Kann man mit davor befindlichem 2" Equipment den Vollformat-Chip überhaupt ausleuchten ?

Vielleicht hat ja sogar jemand die EOS RP und kann was zu der Camera sagen .

Vielen Dank im Voraus
Jürgen
 
Je nach Optik kann Vollformat an 2" durchaus ausgeleuchtet werden. Die Frage ist wie homogen das Ganze ist. Mit guten Flats bekommst Du das jedoch sauber angeglichen.
Es gibt doch genug Leute mit einer EOS 6D oder 5D Mark II, III oder IV und die wenigsten davon werden einen 3" Auszug nutzen.
 
Hallo Jürgen,

meine Frau fotografiert mit einer Canon R und ich meine, dass Sie sich bisher noch nicht darüber beklagt hat, dass der Sensor mit den verwendeten Teleskopen bei Verwendung von 2" Filtern nicht ausgeleuchtet wurde.

Beste Grüße aus der Nachbarschaft ;-)
Frank
 
Hallo Frank und riff-raff (Name leider unbekannt),
vielen Dank für Eure Antworten. Ich denke, dann kann ich diesen Punkt schonmal auf der Positiv-Seite notieren.
Hatte mir das auch schon gedacht, aber ist halt immer besser, man fragt nochmal nach. ;)

Viele Grüße
Jürgen
 
Eine gekuühlte 533 und eine APS-C DSLR und nun soll es eine Vollformat DSLR werden. Soll die Kamera auch für die Tageslichtfotografie genutzt werden oder steht dann auch ein Astromod an?

Als Kompromiss aus Kühlung und Sensorgröße, aber auch Preis springt mir eine IMX-571-Kamera in den Sinn, APS-C und gekühlt. Hast Du solch eine Option ebenfalls in Betracht gezogen? Ggf ließe sich die 533er auch veräußern.

CS, Ralf
(Entschuldigung, die Grußformel vergesse ich leider viel zu oft)
 
Hallo Ralf,
Naja, die 533MC-Pro würde ich sicher (erstmal auf alle Fälle) noch behalten wollen.
Die EOS1100D hat halt gegenüber der EOS RP mehrere Nachteile: Der Hauptnachteil ist das nicht schwenkbare Display, was bei vielen Teleskop-Positionen schon akrobatische Verbiegungen fordert. Weiterer Nachteil gegenüber der EOS-RP ist das kleinere Sichtfeld ( auch wegen der Sucherei ). Ausserdem geht die EOS1100D nur bis ISO6400 , die EOS-RP bis 40000. Habe meine EOS1100D gerade mal gewogen, dass sie schwerer ist, stimmt gar nicht, die wiegt auch nur 450g.
Als Alternative wollte ich halt zuerst die EOS1100D gegen eine EOS60D tauschen (Trevour von Astrobackyard lobt die ja sehr), die gibt es gebraucht so um die 250,- Euro. Da hätte ich dann aber nur den Vorteil des schwenkbaren Displays, aber die wiegt dann in der Tat gleich 700g (ohne Akku)!
So war ich halt auf die EOS-RP gestossen. Schwenkdisplay, ISO40000, nur 440g schwer und Vollformat, gebraucht so um die 750,- Euro zu bekommen.

Ist halt immer so ein Entscheidungsprozess. Ich denke, wenn ich mich jetzt für die EOS60D entscheiden würde, würde ich mich in einem Jahr ärgern, nicht gleich die EOS-RP genommen zu haben. Und : Ja, ich würde die dann (vermutlich bei TS für 299,-) noch astromodifizieren.
Bin so nicht der große Fotofritze. Urlaubsbilder mache ich mit meiner kleinen Lumix DMC-LX7, die macht super Bilder.
Jürgen
 
Hi, wenn du nur ab und zu Grossfelder aufnehmen möchtest, dann bietet sich Mosaik an. Das lässt sich in der Software schnell programmieren.

Ansonsten die EOS RP oder 6Da nehmen. Die sind aber ungekühlt.
Gekühlt wirds teuer.

Auf das Gewicht würde ich nicht achten. DA macht das Teleskopgewicht an sich viel mehr aus..
Astromodifikation macht Sinn..

CS
 
Ich seh den Sinn der Anschaffung einer Spiegellosen Body-Kamera nicht, wenn sie eh nur für Astrofotografie genutzt wird. Der günstige Einstieg ins große Format mal außen vor. Im Prinzip will ich doch eine gute, möglichst gekühlte Kamera, mit ausreichendem Format mit der ich alle Aufgaben abdecken kann.
Nun hast Du schon eine Gekühlte, welche aber Deine Anforderungen nicht vollends erfüllt (Format) und eine ungekühlte DSLR, mit welcher bei jeder Session Darks geschossen werden müssen, da sich eine vernünftige Biblothek nicht aufbauen lässt, da die Kamera nicht auf eine vordefinierte Temperatur gesetzt werden kann.
Die nun neue Kamera hat zwar das größere Format, aber eben wieder den Nachteil der Darks.
Ich bin erstaunt, dass Du bei einer Spiegellosen, welche ausschließlich für Astrofotografie genutzt werden soll, so viel Wert auf den Display legst, wo doch auch eine 533 genutzt wird, die gar keins hat und so offensichtlich eh ein Laptop oder vergleichbares in der Nähe ist, welcher der bessere, größere, schwenkbare Bildschirm sein kann.

Nicht irritieren lassen, ich schreibe einfach nur ein paar Denkanstöße nieder, welche ich beim Kamerakauf unter gegebenen Fakten berücksichtigen würde.

Sebastian hat natürlich recht, gekühlt mit großem Chip wirds teuer, jedoch würde ich dann nicht zwei gekühlte Kamers gleicher Pixelgröße vorhalten sondern querfinanzieren und ein Schnapper ist die EOS RP auch nicht.

Mosaike sind auch eine Möglichkeit, allerdings zeitaufwendig.

CS, Ralf
 
@ Sebastian: das mit dem Gewicht ist eher wegen des Austarierens gemeint gewesen, aber Du hast Recht, da wir hier vom DS-Setup reden (also meinem 127mm APO) ist das dort kein Problem.

@ Ralf :
JA, siehst Du, so gibt es so viele Aspekte und ich bin halt ziemlich unsicher, was für mich eine gute (vielleicht die beste) Lösung ist.
Die 533MC ist zwar sicher eine tolle (und nicht ganz billige) Kamera, hat aber leider immer noch einen recht kleinen Chip (D=16mm), was das Suchen von lichtschwachen Objekten schwierig macht, wenn das GOTO sie nicht auf Anhieb ins Bild bekommen hat.
Selbst wenn man hier NUR auf APS-C-Format gehen wollte liegt man (z.B. ASI2600) gleich bei deutlich über 2000,- Euro), über Vollformat wollen wir da mal gar nicht reden.
Ich kann aber derzeit auch gar nicht so wirklich bewerten, wie wertvoll die Kühlung für mich ist. Ist die Kühlung nicht vielleicht um so unbedeutender,
je mehr Streulicht ich ohnehin an meinem Beobachtungsort habe ??? Und hier (15km östlich der Innenstadt von Hannover) ist der Himmel schonmal wirklich hell.
(allerdings würde mir dann auch die hohe Empfindlichkeit von ISO40000 bei der RP nicht viel nützen..... ??? )
Und Du hast natürlich auch Recht, dass fast immer das Notebook mit dabei ist, was sowohl bei der 533MC wie auch bei der EOS1100D als Monitor dienen kann.

CS
 
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Das machst aber nicht nur Du :p

Aber sowas muss auch reifen; nicht überstürzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schau dir mal die Android App camera Connect and Control an.
In Verbindung mit einem USB Kabel, erspart dir das Verrenkungen und du hast das Kameradisplay in der Größe deines Android.
Mit der App kannst du an der Cam alles steuern. Sogar Belichtungsreihen.
Und wenn du mal nur mit Objektiv fotografieren willst, sogar den Fokus in sehr feinen Schritten einstellen.

Ich nutze es auf einem 10" Tablet.
Allerdings mit einer 2000DA mit WiFi.
WiFi ist schon genial bei Astrofotografie.
Völlig verrenkungsfrei und man kann sich mehrere Meter ohne Kabelsalat ums Tele bewegen. (an einen Tisch setzen oder ins Auto) ^^
 
Schau dir mal die Android App camera Connect and Control an.
Hi, danke für den Tipp ! Die Kamera hängt bei mir ja über USB am Win10 Notebook. Ich kann das Live-Bild ja auch in APT auf dem Notebook anschauen.
Weiss gar nicht mehr, aber manchmal war es vorteilhaft, das Bild sehen zu können, wenn man direkt am Teleskop war.
CS
Jürgen
 
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