sternengucker
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Dienstag, 24.02.04, gegen 18:00 Uhr
Keine Wolke am Himmel, Mond, Venus - nix wie raus auf den Balkon!
Mr. William Parsons, den 12zölligen Dobson rausgestellt, und erst mal ne halbe Stunde Auskühlzeit gewähren.
Als ich dann die ersten Objekte anpeilen wollten, fiel mir auf, wie klein unser Balkon ist... entweder liegt der Tubus auf dem Geländer, oder die Spiegelzelle schleift an der Wand.
Daher war die Anzahl der Objekte beschränkt, nämlich auf:
M42 im Orion - sehr hell, bei 50fach am schönsten. Mr. Parsons meinte: Komm, ich zeig dir mal die 6 Sterne im Trapez! Die traurige Wahrheit: Trapez mit 4 Sternen, höhere Vergrößerung war kaum drin, da die Sterne einen wahren Tanz veranstalteten...
Jupiter - Nachdem er sich endlich über den letzten Baumwipfel geschoben hatte, konnte ich durch den seitlichen, offenen Bogen des Balkons Mr. Parsons auf ihn richten. Der Gute war schon ganz gespannt, was er wohl zu sehen bekommt, und sagte: Paß mal auf, mindestens 4 Wolkenbänder, und einige Knoten sind locker drin! Naja, kleine Übertreibung, er hatte wohl nicht mit der warmen, aufsteigenden Luft vom Dach des Hauses nebenan gerechnet. Daher nur das NEB und SEB in wunderbar verschwommener Manier.
Anschließend rührten wir noch ein wenig am Himmel rum, ohne wirklich etwas aufregendes zu finden. Dummerweise hatte ich den Karkoschka verlegt, und an den PC wollte ich mich auch nicht mehr setzen.
Daher fand der Beobachtungsabend schnell ein Ende. Es war außerdem kalt, und somit packte ich alles wieder an seinen Platz zurück.
Mittwoch, 22.02.04, gegen 19:00 Uhr
Super, heute schaut der Himmel ja noch viel besser aus als gestern... aber den gleichen Fehler mache ich diesmal nicht, ab in Vermieters Garten!
Gesagt, getan, Mr. Parsons hinuntergeschleppt, er war total happy und schon wieder leicht aufgeregt. Nach 40 Minuten gings dann los!
Dann wollen wir mal, meinte Mr. Parsons, und es ging los mit M1. Nun, ich habs schon besser gesehen, ob das wohl an der Strassenlaterne liegt, die mir dauernd in den Tubus leuchtet? Daher könnten auch die unschönen hellen Flecken im Okular kommen. Weder Kim, noch Homer oder Jay waren in der Lage, diese Flecken zu verbergen. Also das beste draus gemacht, und mit dem Auge an die Linsen geklebt beobachtet.
M1 - groß, aber eher schwach zu sehen, etwas franselig am Rand, mehr leider nicht.
M37 im Fuhrmann - einer meiner Lieblings-OCs, das fand auch Mr. Parsons. So einen schönen offenen Sternenklecks hätte er selten gesehen bisher... na dann!
NGC 2392 in den Zwillingen - Kennst du den Eskimo? fragte mich Mr. Parsons. Klar kenn ich den, aber du wirst ihn mir bestimmt gleich zeigen, antwortete ich. Gesagt, getan, selbst bei 50fach schon zu erkennen, bei 187fach eine große, bläuliche Scheibe mir unregelmässigem Rand. Aber von einem Eskimo nichts zu sehen. Hm, warum kann ich die Sterne nicht scharf stellen???
Versuchen wir doch mal, einen Stern absichtlich unscharf zu stellen... Oh Gott, der wabert ja! Nachdem bereits über 1 Stunde Abkühlzeit vergangen war, schloß ich einen überhitzten Spiegel aus. Hm, was ist es denn dann? Am Horizont kein Haus, kein Dach, da kann keine warme Luft aufsteigen.
Aber - was ist mit Vermieter´s Haus??? Au weia, ich schau ja grad mal so 2 Meter an Wand und Dach vorbei, anscheinend verteilt sich die warme Luft auch zu den Seiten hin. Mist!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
Mr. Parsons war ein wenig enttäuscht, er versicherte mir, es liegt nicht an ihm, und er könne ja noch viel mehr zeigen, aber so.... ich glaubte ihm!
Saturn - Der Ringplanet durfte nicht fehlen. Mr. Pasrons wollte mir alle Monde und Ringe zeigen, aber dummerweise lag Saturn etwa 3 Meter von besagter Wand und dem Dach weg, und waberte auch, wenn auch nur sehr leicht. Mehr als 50fache Vergrösserung brachte nichts, immerhin konnte ich Rhea, Tethys und Dione problemslos ausmachen. Die Cassini-Teilung war nur zeitweise zu sehen, und nie umlaufend, sondern immer nur an ein paar Stellen des Ringes. Ferner konnte ich den Schatten des Planeten auf dem Ring kurzfristig erkennen, sowie eine dickere Bauchbinde.
Cassiopeia - Toll, schau mal, sagte Mr. Parons, dahinten ist doch die Cassiopeia, ich zeig dir mal ein paar schöne Sachen! Mir schwante schon übles, erstens liegt sie in Richtung der Killer-Strassenlaterne, und zweitens steht eine hohe, schneebedeckte Hecke genau hinter uns in Richtung Westen.
Kurze Rede: Die blöde Lampe scheinte nun genau IN den Tubus hinein, und Mr. Parsons schlug sanft auf dem Schnee der Hecke auf, noch bevor die Cassiopeia ins Blickfeld kam.
Wir einigten uns darauf, dass dies eine schlechte Himmelsrichtung für heute abend sei.
Jupiter lag leider auf der anderen Seite des Hauses, also versuchten wir uns ersatzweise an
M35 - Tja, das sollte er sein, der Sternhaufen. Schaut auch sehr hübsch aus, aber nur bei kleinster Vergrösserung. Mr. Parsons tönte plötzlich laut auf: Was ist denn das da??? Ich schaute genauer hin, und konnte "links oberhalb", also Richtung Westen, etwa halb soweit weg vom Sternhaufen, wie dessen Durchmesser misst, einen grossen, schwachgrauen Fleck sehen. Was ist das denn??? Details gab es keine zu sehen, und Reflexe im Okular konnte ich nach einiger Beobachtungszeit ausschliessen.
Später am PC suchte ich nach diesem Objekt, konnte aber nichts passendes finden. Ich dachte dann schon, wir hätten NGC2129 fehlerhafterweise beobachtet, aber auch da gibt es kein passendes Objekt in der Nähe.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
Die Frage nach dem rätselhaften Objekt bleibt offen!
Inzwischen im Garten war uns so bitterlich kalt geworden, daß wir uns nochmal schnell einen Blick auf Saturn gönnten, um dann wieder ins Haus zu maschieren.
Der Abend war, trotz der störenden Wärmeschlieren, ein voller Erfolg, und hat uns beiden mächtig Spass gemacht! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Das nächste Mal wollen wir einen Laternenlichtschutzwall errichten, mal gespannt, was unser Vermieter dazu sagt!
Keine Wolke am Himmel, Mond, Venus - nix wie raus auf den Balkon!
Mr. William Parsons, den 12zölligen Dobson rausgestellt, und erst mal ne halbe Stunde Auskühlzeit gewähren.
Als ich dann die ersten Objekte anpeilen wollten, fiel mir auf, wie klein unser Balkon ist... entweder liegt der Tubus auf dem Geländer, oder die Spiegelzelle schleift an der Wand.
Daher war die Anzahl der Objekte beschränkt, nämlich auf:
M42 im Orion - sehr hell, bei 50fach am schönsten. Mr. Parsons meinte: Komm, ich zeig dir mal die 6 Sterne im Trapez! Die traurige Wahrheit: Trapez mit 4 Sternen, höhere Vergrößerung war kaum drin, da die Sterne einen wahren Tanz veranstalteten...
Jupiter - Nachdem er sich endlich über den letzten Baumwipfel geschoben hatte, konnte ich durch den seitlichen, offenen Bogen des Balkons Mr. Parsons auf ihn richten. Der Gute war schon ganz gespannt, was er wohl zu sehen bekommt, und sagte: Paß mal auf, mindestens 4 Wolkenbänder, und einige Knoten sind locker drin! Naja, kleine Übertreibung, er hatte wohl nicht mit der warmen, aufsteigenden Luft vom Dach des Hauses nebenan gerechnet. Daher nur das NEB und SEB in wunderbar verschwommener Manier.
Anschließend rührten wir noch ein wenig am Himmel rum, ohne wirklich etwas aufregendes zu finden. Dummerweise hatte ich den Karkoschka verlegt, und an den PC wollte ich mich auch nicht mehr setzen.
Daher fand der Beobachtungsabend schnell ein Ende. Es war außerdem kalt, und somit packte ich alles wieder an seinen Platz zurück.
Mittwoch, 22.02.04, gegen 19:00 Uhr
Super, heute schaut der Himmel ja noch viel besser aus als gestern... aber den gleichen Fehler mache ich diesmal nicht, ab in Vermieters Garten!
Gesagt, getan, Mr. Parsons hinuntergeschleppt, er war total happy und schon wieder leicht aufgeregt. Nach 40 Minuten gings dann los!
Dann wollen wir mal, meinte Mr. Parsons, und es ging los mit M1. Nun, ich habs schon besser gesehen, ob das wohl an der Strassenlaterne liegt, die mir dauernd in den Tubus leuchtet? Daher könnten auch die unschönen hellen Flecken im Okular kommen. Weder Kim, noch Homer oder Jay waren in der Lage, diese Flecken zu verbergen. Also das beste draus gemacht, und mit dem Auge an die Linsen geklebt beobachtet.
M1 - groß, aber eher schwach zu sehen, etwas franselig am Rand, mehr leider nicht.
M37 im Fuhrmann - einer meiner Lieblings-OCs, das fand auch Mr. Parsons. So einen schönen offenen Sternenklecks hätte er selten gesehen bisher... na dann!
NGC 2392 in den Zwillingen - Kennst du den Eskimo? fragte mich Mr. Parsons. Klar kenn ich den, aber du wirst ihn mir bestimmt gleich zeigen, antwortete ich. Gesagt, getan, selbst bei 50fach schon zu erkennen, bei 187fach eine große, bläuliche Scheibe mir unregelmässigem Rand. Aber von einem Eskimo nichts zu sehen. Hm, warum kann ich die Sterne nicht scharf stellen???
Versuchen wir doch mal, einen Stern absichtlich unscharf zu stellen... Oh Gott, der wabert ja! Nachdem bereits über 1 Stunde Abkühlzeit vergangen war, schloß ich einen überhitzten Spiegel aus. Hm, was ist es denn dann? Am Horizont kein Haus, kein Dach, da kann keine warme Luft aufsteigen.
Aber - was ist mit Vermieter´s Haus??? Au weia, ich schau ja grad mal so 2 Meter an Wand und Dach vorbei, anscheinend verteilt sich die warme Luft auch zu den Seiten hin. Mist!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
Mr. Parsons war ein wenig enttäuscht, er versicherte mir, es liegt nicht an ihm, und er könne ja noch viel mehr zeigen, aber so.... ich glaubte ihm!
Saturn - Der Ringplanet durfte nicht fehlen. Mr. Pasrons wollte mir alle Monde und Ringe zeigen, aber dummerweise lag Saturn etwa 3 Meter von besagter Wand und dem Dach weg, und waberte auch, wenn auch nur sehr leicht. Mehr als 50fache Vergrösserung brachte nichts, immerhin konnte ich Rhea, Tethys und Dione problemslos ausmachen. Die Cassini-Teilung war nur zeitweise zu sehen, und nie umlaufend, sondern immer nur an ein paar Stellen des Ringes. Ferner konnte ich den Schatten des Planeten auf dem Ring kurzfristig erkennen, sowie eine dickere Bauchbinde.
Cassiopeia - Toll, schau mal, sagte Mr. Parons, dahinten ist doch die Cassiopeia, ich zeig dir mal ein paar schöne Sachen! Mir schwante schon übles, erstens liegt sie in Richtung der Killer-Strassenlaterne, und zweitens steht eine hohe, schneebedeckte Hecke genau hinter uns in Richtung Westen.
Kurze Rede: Die blöde Lampe scheinte nun genau IN den Tubus hinein, und Mr. Parsons schlug sanft auf dem Schnee der Hecke auf, noch bevor die Cassiopeia ins Blickfeld kam.
Wir einigten uns darauf, dass dies eine schlechte Himmelsrichtung für heute abend sei.
Jupiter lag leider auf der anderen Seite des Hauses, also versuchten wir uns ersatzweise an
M35 - Tja, das sollte er sein, der Sternhaufen. Schaut auch sehr hübsch aus, aber nur bei kleinster Vergrösserung. Mr. Parsons tönte plötzlich laut auf: Was ist denn das da??? Ich schaute genauer hin, und konnte "links oberhalb", also Richtung Westen, etwa halb soweit weg vom Sternhaufen, wie dessen Durchmesser misst, einen grossen, schwachgrauen Fleck sehen. Was ist das denn??? Details gab es keine zu sehen, und Reflexe im Okular konnte ich nach einiger Beobachtungszeit ausschliessen.
Später am PC suchte ich nach diesem Objekt, konnte aber nichts passendes finden. Ich dachte dann schon, wir hätten NGC2129 fehlerhafterweise beobachtet, aber auch da gibt es kein passendes Objekt in der Nähe.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
Die Frage nach dem rätselhaften Objekt bleibt offen!
Inzwischen im Garten war uns so bitterlich kalt geworden, daß wir uns nochmal schnell einen Blick auf Saturn gönnten, um dann wieder ins Haus zu maschieren.
Der Abend war, trotz der störenden Wärmeschlieren, ein voller Erfolg, und hat uns beiden mächtig Spass gemacht! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Das nächste Mal wollen wir einen Laternenlichtschutzwall errichten, mal gespannt, was unser Vermieter dazu sagt!