Vom Winde verweht

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Timm

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Hallo Dobsonbeobachter,

wer hat Erfahrung mit Beobachten bei starkem Wind? Mir ist bei stark boeigem Wind der 16-Zoll Gitterdobson umgeschmissen worden! Die Windboe kam ueberraschend und verwehte erst meinen Aufstieg (Styrodurblock) und als ich dern einfangen wollte, flog der Dobson um!
Ab welcher Windstaerke kann so etwas passieren?
Zum Glueck ist nichts ernsthaftes passiert, aber der Schreck war gross. Hilft denn eine groessere Basis der Rockerbox? Oder sollte man das Spechteln bei Starkwind sein lassen?
Clear skies
Timm
 
Hi!

Eine größere Auflagefläche der Rockerbox würde das ganze bezüglich der Kippgefahr natürlich entschärfen, aber wenn der Wind wirklich so stark ist, muß man sich natürlich schon mal die Frage stellen, ob das Beobachten überhautp noch Sinn macht.
Mein 6" geht da ja noch, da er relativ robust gebaut ist, aber mein 8" macht bei böhigen Wind keinen Spaß mehr, da er doch merklich unruhig wird und somit das Beobachten einfach zwecklos ist.

Ob du dein Dobson nun umbaust oder nicht, ist also Geschmackssache, wenn man bei Wind damit noch gut beobachten kann, OK. Aber sonst ehr weniger.
 
Bei nem offenen Dob hätte ich Angst, daß mir der starke
Wind irgendwelche Dreck auf den Spiegel scheuert. Ich
hab noch nen Volltubus, der auch am liebsten an einer
Schnur in den Himmel steigt ab Windstärke 6.
Mit meinem neuen Gitterrohr geh ich nur bis mittlerem
Wind ohne Böen raus. Das steht fest.
 
Hallo,
Mein Spiegel liegt einfach ungesichert in einem Styroporblock, der wuerde rausfallen! So was darf mir nicht passieren.
Gruesse Martin
 
Häschen in der Grube

Häschen in der Grube....saß und schlief. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Wenn gar nichts hilft, grabe Dir eine Grube und stell den Dob hinein.
Dann brauchst Du auch keinen Aufstieg mehr. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Nein, mal im Ernst: Wenn´s zu windig ist, sollte man einfach zu Hause bleiben.
Die ständige Angst um die Aussrüstung würde mir die Freude beim Spechteln nehmen...

Viele Grüße
Thomas

 
Warum kippt ein Kran nicht um, während ein Zelt total zerfetzt wird?

Offene Gitterrohrdobs ohne Tuch (Kran) sind gegenüber geschlossenen Tuben (Zelt) auch bei weniger Wind eindeutig im Vorteil, da sie ruhiger stehen. Absoluter Testsieger in dieser Hinsicht ist mein 10" Reise Dobson (siehe meine Webseiten), der trotz des extrem Leichtbaus wegen der geringen Windangriffsfläche auch bei etwas mehr Wind noch souverän da steht.

 
Hallo Stathis,
schönen Dank für den Tipp! Aber ich habe sogar den Blendschutz abgebaut und trotzdem war die Böe so stark, dass der Gitter-Dobson einfach kippte. Meine Hauptspiegelhalterung ist sehr stabil und hält den Spiegel mit 8 Klammern gut fest. Diese Nacht war so saugut, dass ich einfach spechteln musste! Hast du denn schon einmal etwa 2 Grad nördlich des M 78 im Orion eine zarte nebelige Aufhellung über das gesamte Bildfeld gesehen? Das war mir bis dahin nie aufgefallen. Okular 30mm Zeiß 85° Bildwinkel und O III Filter. Die Nacht war so klar, dass ich im Zenith eine visuelle Grenzgröße von 6.5 hatte (und ich bin schon langsam zu alt zum Spechteln!).
Clear skies und herzliche Grüße aus Spanien
Timm
 
Re: Häschen in der Grube

Hallo Thomas,
geniale Idee! Gestern abend war ich wieder in den Bergen zum Spechteln und wieder war es recht windig. Die Durchsicht aber war genial und so bin ich deinem Rat gefolgt. Ich habe mir zwar keine Grube gegraben, aber in einer alten Ruine, deren Mauerreste vielleicht 1,5m hoch waren und wo die Südseite eingestürzt war, fand ich den idealen Platz! Es hat mal wieder mächtig Spass gemacht. Zwar habe ich eigentlich nur die letzte Nacht wiederholt (siehe visuelle Beobachtungen: das Baby läuft), aber diesmal habe ich auch alle NGC-Objekte im Canis Major Und im Lupus gesucht und gefunden.
Clear skies
Timm
 
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