Von der Theorie zur Praxis, nur wie?

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Bully

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Hallo miteinander,

habe mich nach einiger Zeit des Lesens nun doch einmal angemeldet, um ein paar Ratschläge von erfahrenen Sternenguckern einzuholen ;)

Wirkliche Ahnung habe ich von der Teleskoptechnik nicht bzw. würde ich das, was ich mir hier nun zum Teil im Forum und auch über hier gepostete Links angelesen habe nicht als Ahnung bezeichnen.
Apropros lesen, bin ich bisher eher in der Theorie à la Astrophysik und Astrobiologie hängen geblieben und habe mich mehr mit der Entstehung und dem was dort draußen passiert oder den vermeintlichen Annahmen, wie es wohl ist und sein könnte beschäftigt. Doch hatte ich schon immer helle Freude daran mich auch einfach mal mit einem Feldstecher zu bequemen und zu beobachten. Selbst wenn es weitestgehend helle Punkte sind, die man da dort sieht kann man sich unter bestimmten Konstellationen ja etwas vorstellen und verknüpft es schließlich mit dem was man gelesen hat und denkt sich ah dies hast du da vor dir und so wäre es wohl wenn du jetzt dort wärst.

Aber genug der Vorworte, denn eine vernünftige Optik wollte ich mir schon immer zulegen, zumal es ja durchaus möglich ist mehr zu sehen und das auch ohne Hubble oder Spitzer ;)
Mein Schwerpunkt liegt also definitiv auf Deepsky, wobei ich dann auch gerne schon einmal Nebel oder Galaxien im Blick haben möchte.
Mit dem Blick ist das dann allerdings schon wieder so eine Sache. Zwar ist es wenn ich aus dem Haus in den Garten trete finster wie in einem Bärenhintern, da Wald in der Front und Haus im Rücken, allerdings schränkt das natürlich auch das Blickfeld ungemein ein, da ich durch die Hindernisse horizontnahe Objekte nicht erblicken könnte. trete ich vorne aus dem Haus stehe ich mitten in einer Wohnsiedlung und das würde mit den Lichtverhältnissen wohl überhaupt nicht funktionieren. Da frage ich mich allerdings generell inwieweit das beeinflusst, denn hinterm Haus ist zwar die direkte Umgebung finster, aber ich denke einmal, dass das Seeing trotzdem nachteilig für Beobachtungen sein wird, weil hinterm Haus nunmal eine Kleinstadt wartet...!?
Habe mir das auf entsprechendnen Karten schon einmal angesehen und wenn es danach ginge müsste ich schon 20-30 km fahren um dem zu entfliehen. Obwohl rundum schon sehr viel früher ländliches Gebiet ist, scheinen die Auswirkungen wohl doch mehr zu beeinträchtigen als? Mit dem Feldstecher war es kein Problem, aber dort ist die Lichtsammelleistung wohl auch nicht so hoch.

Ich denke also auf kurz oder lang sollte das ganze auch noch im Auto transportabel sein. Astrofotografie klammer ich erstmal aus, da ich mich damit vorest nicht beschäftigen bzw. etwas vom Budget dafür abzweigen möchte. Sollte es die Option geben später nachzurüsten kann das natürlich nicht schaden, aber es wäre eben keine Prämisse.
Zum Thema Budget bewege ich mich in einem Rahmen von 3000€ allerdings mit allem Zubehör inbegriffen, sprich sinnvoll ausgestattet sollte es damit sein. Ein wenig Spielraum nach oben wäre noch sollte es dem Ziel einer guten Ausrüstung zuträglich sein :)

Ich hatte mir unter anderem auch einen Bericht hier durchgelesen, wo ein Anfänger gleich mit einem 16" Dobson loslegen wollte, wobei ich die Diskussion des Für und Wieder recht interessant fand. Worauf ich hinaus möchte ist allerdings, dass es schon ein Gerät sein sollte wovon ich eben länger etwas habe, sprich ich wollte jetzt nicht mit einem der typischen Einsteigerempfehlungen starten, wo ich dann zwar "nur" ein paar hundert Euro auf den Tisch packen muss, aber nach kurze Zeit festelle ich wollte doch mehr. Das wäre dann auch irgendwo in den Sand gesetztes Geld.
Darin liegt wohl auch mein größtes Problem, dass ich nicht weiß was für eine Zusammenstellung denn sinnig wäre, an der ich dann aber auch länger Freude habe.

So...ich habe für meinen Teil einfach einmal frei von der Leber weg geschrieben und hoffe euch einen kleinen Eindruck vermittelt zu haben, der euch hilft mir zu helfen :D

Habe sicher nicht alles bedacht und hoffentlich nicht zu viel geschwafelt, aber ich bin ja auch hier um mich zu informieren und wenn ihr noch was wissen müsst immer her damit.

Vielen Dank schon einmal vorab!
 
Die erste Frage die Dir alle immer stellen werden lautet: wieviel möchtest Du denn ausgeben ?

Also ich habe selber vor einem Jahr mit einem 8" GSO Dobson 200/1200 angefangen und schiele schon jetzt immer nach einem 12 Zöller ... ein guter Hinweis also von Anfänger zu Anfänger, obwohl, und das muß ich wirklich betonen, ich sehr zufrieden mit meinem "Rohr" bin. Man sieht wirklich viel und es macht Spaß mit dem Gerät zu beobachten.

Wenn es einen aber erstmal packt und mich hast es total gepackt, rüstet man immer mehr sehr schnell auf.

Würde also empfehlen, gleich einen 12 Zoll Dobson zu kaufen.

Man kauft ja trotzdem immer weider was dazu.

Zuerst halt was fürs richtige spechteln also z.B. einen 8, 10 oder 12 Zoll Dobson. Dann kauft man sich was für "schnell-mal-zwischendurch-kucken", das war bei mir ein Tento 20-60 Fernglas. Bald kam ein richtiges Großfernglas mit Stativ dazu, ein TS 25x100, welches super für Sternhaufen geeignet ist.

Dieses Jahr kamen ein Richfielder für Nebel und ein 100/900 ED Refraktor für Mond und Planeten dazu ... aber es macht halt Freude.

Sorry, fürs abschweifen....
 
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Hi!

Die Budget-Frage hat er schon beantwortet: bis 3k-Euro. Damit geht schon einiges.

Aber bevor die Beraterei losgeht: Die zweite Frage ist, ob's in Deiner Nähe eine Volkssternwarte gibt, zu der Du bereits Kontakt aufgenommen hast (http://www.astronomie.de/gad/) und schon mal ein paar Teleskope live gesehen hast - sonst kommt rasch das Uff-Erlebnis, wenn Du vor dem Stapel stehst, den der Postbote dann bringt. So weißt Du, worauf Du dich einlässt und kannst abschätzen, was die diversen Optiken leisten können.

Gruß,
Alex
 
Hi Bully,

Deepsky, Nebel, Galaxien usw... - also 8" aufwärts. Schau mal auf die Seite hier rein, da ist ein guter Größenvergleich an dem du abschätzen kannst wie groß so ein Teil eigentlich ist.

http://www.taunus-astronomie.de/art_scopes.html

Hinsichtlich Dobson- intitiv zu bedienen, schnell auf und abgebaut- und vieeel Öffnung fürs Geld. Den hast du auch länger, sowas ist nicht nur zum Einstieg geeignet.

Und bei der Größe ab 8" aufwärts wird es mit einer paralaktischen Montierung schon teuer und schwer, Stativ, Montierung und Gegengewichte schleppen- da ist die Rockerbox einfacher und leichter.

Ich stieg ein mit einem 12" Galaxy Dobs- den Rest zu deinen 3k€ kannst du für gute Okularen ausgeben :/
Das Teil sollte ins Auto passen, bei mir geht es bei meinen Fiat Stilo (etwa wie Golf) gerade noch so- Vordersitz vorklappen, Rückbank umlegen, Tubus längs rein, Box, Hocker und Okukoffer hinten daneben.

Gruß
Stefan
 
Hoppla, übersehen - na da geht dann wirklich schon was.


Na dann - er hat ein Haus, einen dunklen Garten: 12 Dobson!

Der hier wäre doch was:

http://www.teleskop-service.de/Orion/Dobson/Dobson.htm

Genug Geld für gute Okulare und Filter bleibt auch noch übrig.

Später kann er Ihn noch auf eine parallaktische Montierung schnallen und eventuell fotografieren....

Als Anfänger würde ich nicht gerade den Großteil meines Budgets für eine Montierung opfern wollen (kann man später noch kaufen)daher würde ich auf jeden Fall auf einen Dobson setzen.
 
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Also danke schon mal für die fixen Antworten und bzgl. typischer Einsteigerempfehlungen, dass war keineswegs abwertend gemeint, es ging mir nur darum zu verdeutlichen in welche Richtung ich so tendieren würde, obwohl das ohne wirkliche Vergleiche wohl sowieso schwierig erscheint.
Ich nenne es mal "Kleinstteleskope", die kenne ich schon, aber danke noch einmal für die Seite mit den Größenvergleichen.
Eine Volkssternwarte haben wir hier nicht. Allerdings weiß ich wohl, dass es hier eine als Schulsternwarte geführte Einrichtung gibt, die von einigen Amateurastronomen ehrenamtlich betrieben wird. Ich weiß ja nicht ob sich das viel nimmt...!?

Ach und Kraupi, ich neige auch dazu abzuschweifen, da kann es schon sein, dass das die eigentlichen Fakten unterdrückt ;)

...vielleicht liegts auch am Namen

Gruß
Alex
 
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Hallo Alex, hallo Sternfreunde,

ich würde zunächst noch gar kein Teleskop kaufen, sondern erst die Standortfrage zuverlässig abklären. In südlicher Richtung sollte M.E. einigermaßen Horizontsichtbarkeit gegeben sein, also z.B. Sternbild Schütze beobachtbar ( zumindest der nördliche Teil ). Sollte man feststellen, daß praktisch nur in Zenitgegend ungestörte Beobachtungsmöglichkeit bestehen, kann man den Standort M.E. vergessen.
Ebenso sollte die Qualität des Nachhimmels, also die erkennbare Grenzgröße, ermittelt werden. Eine möglichst große Öffnung kann nicht einen guten Sternenhimmel ersetzen.Das Thema wird recht gut bei "Stoyan, Deep Sky Reiseführer, S. 22ff" behandelt.
Aus meiner eigenen Praxis: Die erste Sichtung des Nordamerikanebels erfolgte nicht mit dem 20cmNewton (auf dem Balkon), sondern außerhalb der Ortsbebauung auf freiem Feld. Mit einem 16x70 Fernglas wohlgemerkt. Ich kann mir an dieser Stelle nicht verkneifen, eine Notiz eines Sternfreundes in der jüngsten Is Ausgabe Nr.59, S.70, zu zítieren: "250/1250Newton: fst 5,2; ohne Filter ... ist vom Nordamerikanebel nichts zu sehen." Mit einem 10" Teleskop !

Die Frage nach dem (richtigen) Beobachtungsstandort sollte also geklärt sein. Oder ist sie das schon ?

Worauf ich bei der Wahl des Teleskops ebenfalls Wert legen würde: Auf die Qualität !

Ein möglichst großes Teleskop (also Dobson) ist noch kein Schlüssel zum Erfolg.

Liebe Grüße
Shorty








 
Hi!

Wenn die Schulsternwarte öffentliche Führungen anbietet, unbedingt mal vorbeischauen, und sei's nur zum Kontakte knüpfen, ob's Sternfreunde in der Nähe gibt, mit denen man was anfangen kann. Welche Sternwarte ist's denn?

Um mal deine Anforderungen zusammenzufassen:
- Halbwegs brauchbarer Himmel vor Ort, Mobilität sollte aber auch gegeben sein
- Bevorzugt Deep Sky, also: Große Öffnung (ab 8")
- (allein?) transportabel, also nicht mehr als ca. 10"
- 3k Budget

Da würde ich bevorzugen:

  • Montierung: Vixen GPD2, 899,- Euro ohne Motoren => lassen sich aber nachrüsten. Ist eine solide parallaktische Montierung, die sich auf Foto aufrüsten lässt. oder alternativ gleich die GoTo-Version für 1550,-...
  • Stativ: Irgendwas aus Holz, zum Beispiel Berlebach Planet (500,-) oder Report (300,-, Foto eher eingeschränkt) oder Baader Hartholz (ca 425,- + 50,- für Vixen-Adapter)
  • Teleskop 1: Gebrauchter ED80/600. Kostet neu 430,- Euro (Celestron 80ED als Spektiv), gebraucht geht's noch günstiger. Das ist ein schöner Richfielder, der große Gesichtsfelder bei niedriger Vergrößerung erlaubt. Deckt etwa 15-130fache Vergrößerung ab. Refraktor, daher absolut pflegeleicht. Kann für Fotografie ausgebaut werden (anderer Okularauszug, z.B. Baader Hyperion, ca. 300,-) und evtl. Bildfeldebner.
  • Teleskop 2: Ein 8-10-Zöller.
    • Zum Beispiel ein C8: Kostet bei Celestron neu 1145,- Euro, ist schön kompakt und erlaubt mit 2m Brennweite leicht hohe Vergrößerungen, ist also auch Planetentauglich. Nachteil: Auskühlen dauert eine Weile, recht hoch obstruiert (niedriger Kontrast), meiner Meinung nach ein sehr schöner Allrounder (kann alles einigermaßen und nichts richtig, wird jetzt bestimmt gleich jemand lästern...)
    • Andere Möglichkeit: Ein Newton, zum Beispiel 10" Deluxe von Orion, wiegt 11 Kilo und sollte kein Problem für eine GPD2 auf stabilem Stativ sein. Kostet 1100,-. Die Billigvariante von Skywatcher kostet rund 500,-. Oder etwas transportabler ein 8"-Netwon, der liegt bei 400 bis 900 Euro, je nach Ausstattung und Qualität. Vorteil: billiger als ein C8, kühlt schneller aus, zeigt Spikes, eher fototauglich als ein C8. Nachteil: Zeigt Spikes (ist Geschmackssache, manche findens toll, ich hasse das), zwei Spiegel zum Justieren, schnellere Öffnung => okularkritischer, von der Brennweite recht nah am ED80=> hohe Vergrößerungen nicht ganz so bequem wie am C8.

Das wären 1400,- für Stativ + Montierung ohne Motoren oder gar Goto, ca. 300,- für einen gebrauchten Volksapo und 500 bis 1200 für ein Deep-Sky-Teleskop. Macht 2200-2900 für die Optik... sagen wir 2200,- mit dem 8"-Newton. Bleiben 800 Euro für Okulare - nicht üppig, aber auch nicht ganz schlecht. Schau zu, dass Du keinen allzu schnellen Newton erwischst, dann passen die Okulare ganz gut zu beiden Geräten.
Bei der Kombination hast Du eine solide Montierung, die für etwa einen weiteren 1000er mit Goto und fototauglich aufgerüstet werden kann, und siehst am Deep-Sky schon ordentlich was.

Die Alternative wäre ein wirklich guter 10"-Dobson - spontan fallen mir die Geräte von ICS ein, die wurden hier auch schon lange nicht mehr beworben :/ oder was ungewöhnliches wie die Ninjas von AOK Swiss - letztere sind wohl schneller wieder aufgebaut als die üblichen Ikea-Gitterrohrdobsons, und dadurch ist vielleicht nicht ganz so viel Justiererei nötig. Wobei die 12" auch schon gut auf's Budget drücken, schon wegen Mehrwertsteuer - AOK hockt in der Schweiz...

Das wären die beiden Varianten, über die ich nachdenken würde: Wenn parallaktisch, dann Deep-Sky-Spiegel und Richfield-Linse kombiniert, oder ein Oberklasse-Dobson, evtl. ergänzt durch kleinen ED-Apo (ruhig azimutal montiert auf Vixen Porta, Giro, Ayo oder sonstwas), wenn Fotografie kein Thema ist. Wirklich sinnvoll ist eine parallaktische Montierung eigentlich nur, wenn Fotografie oder Beobachtung mit großen Gruppen angesagt ist oder Du zeichnen willst - ansonsten geht ein Haufen Geld nur für Nachführung drauf.

Zum Thema Dobson oder parallaktisch sei noch auf dieses Video hingewiesen, das doch ziemlich treffend ist: Youtube

Nie vergessen: Alles, was Du kaufst, musst Du auch zu deinem Beobachtungsort transportieren.

Gruß,
Alex
 
Zitat von Shorty201264:
Ich kann mir an dieser Stelle nicht verkneifen, eine Notiz eines Sternfreundes in der jüngsten Is Ausgabe Nr.59, S.70, zu zítieren: "250/1250Newton: fst 5,2; ohne Filter ... ist vom Nordamerikanebel nichts zu sehen." Mit einem 10" Teleskop !
Hi!

Das wundert mich eigentlich nicht - selbst mit einem 40mm-Okular kommt der bei der langen Brennweite noch auf 30-fache Vergrößerung, da würde ich mal auf maximal 2,5° Gesichtsfeld tippen - bei einem 2° großen Nebel ist das schon hart, da genug Himmel als Kontrast zu sehen. NGC7000 hab ich im Großfernglas dagegen als durchaus machbar in Erinnerung (guten Himmel vorausgesetzt) - und da war ich auch jedesmal baff, wie groß das Teil eigentlich ist.

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,
Zitat von Bully:
Wirkliche Ahnung habe ich von der Teleskoptechnik nicht
...
ich wollte nicht mit einem der typischen Einsteigerempfehlungen starten, aber nach kurzer Zeit feststellen, ich wollte doch mehr.

Mehr als ein 8" F/& Dobson wäre ein Gitterrohr-Dobson 12" f5 oder sogar f4 mit entsprechenden Okularen und ein Okularauszug mit 1/10 Untersetzung. Für mich kommt danach für Einzelindividuen bereits eine Schallmauer (von Ausnahmen einmal abgesehen, aber die brauchen keine Anfänger-Beratung). Dann hilft nur so etwas. oder etwas vergleichbares:

http://www.sternenwelt-vogelsberg.de

Wenn du das Bessere einmal gesehen hast, dann erst weisst du, was für dich "gut" ist.
"Mehr wollen" heisst, auch mehr als 50 km mit dem Auto zu fahren. Ansonsten meine ich, dass Shorty im wesentlichen die Wahrheit sagt.

Es ist nicht alles schlüssig, was du sagst, Alex. Es kann sein, dass dein Himmel so gut ist, dass du ihn mit einem 8"-Gerät nicht ausschöpfen kannst. Aber dann hast du kein Geld in den Sand gesetzt. Es gibt den Gebrauchtmarkt.

Das Problem ist weniger, dass der 8" keine Freude mehr macht und ein grösseres Gerät als Freudenspender her muss. Vielmehr besteht immer eine Gefahr, dass ein Grossgerät vom Handling her (es geht nicht nur um die Optik!) keine Freude mehr bringt. Dann wünscht man sich einen 8", und sei es als Zweitgerät!

Mit Grüssen,
Joachim
 
HI
DU hast ein gutes Budget und damit sehr viele Optionen.
Halte das Geld erst mal fest und geh einen ganz einfachen Weg - informiere Dich.
Zum einen lesen von Einsteigerlektüre/ webseiten
zum anderen guck Probe.
Hilfsbereite Kollegen gibts fast überall
Mach Dir ein eigenes Bild dann kannst fundiert entscheiden
und gezielt suchen.
Dann machsts Sinn über Geräte und Kombinationen , Vorteile, Markenspezifika etc zu reden.
CS
 
Hallo Bully,

einige Anregungen hast Du bereits bekommen, Dein Buget ist für einen Einsteiger sehr üppig. - Daraus kann was werden!

Aber vorab, wie Antares schreibt:

Du MUSST Dich mit anderen zusammentun und gemeinsam mit ihnen beobachten. Nur so kannst Du entscheiden, was für Dich das richtige Gerät ist. 3000 Euro hat man schnell versenkt, freut sich über ein neues Teil und über ein neues Hobby und merkt ggf. erst später, daß es zu schwer zum transportieren ist (12" Dobson) oder zu schwer und aufwendig und langwierig zum aufbauen und einrichten auf den Pol (parallaktisches Gerät mit motorischer Nachführung, Kabelkram und Akkus etc.).

Ergo: selbst testen, selbst bedienen, selbst mal aufbauen.

Ich weiß nicht, wo Dein zuhause ist, aber es werden sich einige melden, die Dir die Möglichkeite geben, mit ihnen zu beobachten.

Teile uns mit wo Du wohnst und man wird sich melden. Ich z.B. wohne in der Nähe von Würzburg im Badischen bei TBB und habe eine eigene Sternwarte. In unserem Club haben wir alle Gerätearten, Dobsons von 8" bis 24"(!), teils sogar mit digitalen Teilkreisen (12 + 24"), parallaktisch montierte Newtons und Refraktoren. Wir laden Dich gerne mal zu uns ein, Übernachtung möglich (ab Anfang September).

Nur im direkten Vergleich wirst Du feststellen können, was Dir persönlich liegt und was Du bereit bist, zu schleppen.

Viele Grüße
Winfried
(Astronomieclub-Großrinderfeld)
 
Hi Bully,

Darin liegt wohl auch mein größtes Problem, dass ich nicht weiß was für eine Zusammenstellung denn sinnig wäre, an der ich dann aber auch länger Freude habe.

In der Tat, das ist das Problem. Das Problem ist sogar noch viel größer: alleine mit Infos sammeln wirst höchstwahrscheinlich auch nicht festellen können was Dir wirklich liegt.

Deswegen: ausprobieren - sagten ja viele Vorredner schon.

Nur: ob 3 Tage ausprobieren meinetwegen auf einem Teleskoptreffen ausreicht?

Ich würde noch eine andere Option vorschlagen: besorg Dir doch auf dem Gebrauchtmarkt einen Dobs mittlerer Öffnung, vielleicht den oft zitierten 8"F6. Damit kannst Du vielerlei Erfahrung sammeln, z.B.: wie nervig ist die Schlepperei, wie groß ist der Gewinn das Gerät ins Auto zu packen und rauszufahren, wie gut ist Dein Hinterhof, etc etc

Mit solchen Erfahrungen kannst Du dann gezielt nach "Deinem" Gerät suchen. Den obigen Dobs behälst Du oder verkaufst ihn wieder. Finanzielle Verluste wirds wohl geben, das Lehrgeld ist dann aber klein - vermutlich viel kleiner als ein falsch gekauftes Mittelklasseokular.

CS

Klaus
 
Hallo,

ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen: mit einem Dobson hat man in der Handhabung und beim Aufbau praktisch keine Probleme. Und selbst ein 300/1200 Dobson ist transportabel und auch nicht sooo schwer. Und man hat vor allem eines: Öffnung!!! 12 Zoll zeigen schon richtig was!

Lediglich die Okulare müssen halt hochwertiger sein, was aber eigentlich auch den riesengroßen Vorteil hat, daß man nicht in 1 bis 2 Jahren wieder losrennt, um endlich mal vernünftige Okulare zu kaufen., weil man von Anfang an gute benötigt.

Also ich kann nur wirklich zu einem solchen raten. Da hat man gleich was richtiges - sowohl hinsichtlich Teleskop als auch Okularen. Es müssen ja keine Nagler sein, Speers Waler und Vixen-Okulare machen es auch.


Kann nur diese Seite empfehlen:

http://www.svenwienstein.de/HTML/getestet.html


Da werden Okulare getestet.


Beste Grüße.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Da hat sich ja schon einiges angesammelt an Antworten und es freut mich ungemein, dass hier so eine rege Resonanz herrscht. Eines lese ich dann aber doch heraus und zwar, dass sich das rein über die Theorie nicht abwickeln lässt...also definitiv vorher ausprobieren.

Mit dem Standort ist es nicht wirklich geklärt, denn ich hatte ja versucht das Umfeld zu Beginn einigermaßen zu beschreiben und meine Überlegungen dazu geäußert.
Momentaner Standort ist Bielefeld, nordöstlicher Zipfel von NRW, da hatte ich früher mit der Magdeburger Börde sicher einen besseren.
Zu der Sternwarte in BI habe ich nochmal geschaut und auch die HP gefunden:
http://home.arcor.de/sternwarte-bi-brackwede/htm/kontakt.htm
Vielleicht kennt diese ja sogar jemand der von hier oder aus der Nähe kommt, oder hat noch einen anderen Tipp auf Lager. Wenn ich das allerdings richtig verstehe wird dort auch regelmäßig etwas veranstaltet.

Ach und keine Angst, ich renne nicht gleich los und kaufe mir etwas auch wenn ich danach dürste. Doch darum ja auch der Austausch, damit ich weiß, wie und wo ich anfangen sollte und was es vorab noch zu beachten gibt.

Gruß
Alex
 
Hallo Alex,

wenn Du mobil sein un viel Öffnung haben willst, wäre diese Seite hier evtl.was für Dich: Dieter Martini

Persönlich hab ich mir beim Einstieg einen 12" GSO gegönnt und es bis dato nicht bereut. Ich beobachte auch hinterm Haus, was sehr gut funktioniert.
Gelegentlich suche ich auch andere Standorte auf. Mit Kombi und Sackkarre (umgebaut) kein Problem. Ein Gitterrohrdobson würde die Sache aber noch einfacher machen.
Bzgl. Okularwahl: größtenteils eine Sache der Ansprüche. Ich nutze bei f/5 das günstige 30er TSWA. Bei den höheren Vergrößerungen Hyperion und Speers Waler Zoom.
Bis dato sah ich keinen Bedarf etwas wesentlich hochpreisigeres anzuschaffen, nur um die letzten 10% des Gesichtsfeldes auch noch scharf zu sehen. Diese 10% mehr liefern keine zusätzlichen astronomischen Erkenntnisse.

Viele Grüße
Chris

 
Hallo Namensvetter,

Wo Du unbedingt auch hinwillst, ist http://www.volkssternwarte-ubbedissen.de/ - die Sternwarte liegt überraschend dunkel und wird von einer Abteilung de naturwissenschaftlichen Vereins Bielefeld betrieben. Ich war da im Winter 06 - hübsche kleine Sternwarte und nette Leute. Hat mir gut gefallen. Falls Du hingehst, richte ihnen schöne Grüße aus Heilbronn aus :/ Die haben ein schönes Großteleskop, einen guten, langbrennweitigen Eigenbau-Dobson und einige kleinere Geräte von Vereinsmitgliedern.

Kontakte zu der Sternwarte, die Du gefunden hast, gibt's von denen auch, da war ich allerdings noch nicht.

Auswahl hast Du also genug :)

Viel Spaß,
Alex
 
Hi Alex,

so ist es, es geht am Ende nur über probieren.
Das ist wie beim Auto. Probe fahren.
Im Prospekt fahren sich alle toll, aber erst wenn Du es
erlebst weißt was Dir zusagt und merkst sicher auch Unterschiede.

Nebenbei kriegst dann auch ne Vorstellung wie ein Objekt so aussieht, kannst als o abgleichen ob Du das so gut findest oder mehr willst etc.

Grade wegen der Größe sag ich nur sei kritisch mit Dir selbst. Derzeit werden gern schon 12" als Einsteigergeräte genannt und gekauft, aber so groß muß es nicht zwingend sein. Man kann auch mit deutlich weniger Öffnung viel Spaß haben.

Lieber mit 8" rausfahren, als den 12" im Zimmer betrachten ;)
CS
 
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