aro
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
gestern Abend bekam ich die Belohnung dafür, dass ich meinen 102/500er Refraktor nebst Pipemount und Stativ über den Ärmelkanal kutschiert habe: Sternenklarer Himmel und abgesehen von einer Straßenlaterne und etwas Beleuchtung am kleinen Hafen keine Lichtverschmutzung bis in die Normandie mehr
.
Teleskop: Skywatcher Startravel 102/500
Okular: Maxvision 24mm/68°
Ort: Lyme Regis (Dorset, GB)
Datum u. Zeit: 09.07.2015, 2300-0100 (GMT+1)
Literatur: Kosmos Sternatlas kompakt.
Zuhause habe ich vor dem Schützen das Nachbarhaus und den Lichtsumpf von Düsseldorf. Hier hatte ich freie Südsicht bis zum Horizont und ein Himmel irgendwo um Bortle 4 oder 3. So gut bin ich da nicht im Schätzen
.
Da ich sonst ja kaum im Schützen unterwegs bin, waren die Standards für mich etwas Besonderes. Den Anfang machte die Kugelsternhaufen M28 und M22, über die ich von
Lambda Sgr aus quasi "stolperte". Von dort aus wanderte ich nach Norden zum offenen Haufen M18, dem Omeganebel M17, die zusammen in den Okularausschnitt passten sowie zum Adlernebel M16.
Auch der Lagunennebel M8 und der Trifidnebel gaben zusammen im Okular ein grandioses Bild ab. Der Lagunennebel war schon im 6*30-Sucher ein auffälliges Objekt.
Das galt auch für die Milchstraßenwolke M24. Diese passte zwar nur knapp ins Bild im Okular aber die schiere Anzahl von Sternen war überwältigend.
A propos Milchstraße: So strukturiert mit Seitenarmen und bis beinahe hinunter zum Horizont habe ich sie noch nie gesehen! Dazu noch das Rauschen des Meeres auf dem 30m entfernten Kiesstrand - einfach genial!
Nun schraubte ich den Baader O-III-Filter ein und machte einen Abstecher in den Schwan. Ich besuchte ausgehend von Deneb , Sadr und Epsilon Cyg den Zirrusnebel NGC 6992/5+6960. Dieser enttäuschte mich etwas. Bei dem Himmel hatte ich ihn leuchtender erwartet. Aber der Nebel bot nur einen recht schwachen, schleierartigen Schein. Mag an den 4 Zoll Öffnung liegen...
Schöner kam da der Nordamerikanebel NGC7000 daher. Auch etwas knapp im Okularausschnitt aber deutlich erkennbar. Der Golf von Mexiko scharf umrissen und jenseits der"Ostküste" konnte ich auch den Pelikannebel IC5070 ausmachen.
Langsam wurde ich müde. Tagsüber warteten ja Strand und Fossilien sammeln und so räumte ich nach einem kurzen Blick auf den Herkuleshaufen M13 meinen Kram vom Garten ins Ferienhaus.
Fazit:
Ach, so einen Himmel bräuchte ich zuhause...
Beste Grüße
Achim
gestern Abend bekam ich die Belohnung dafür, dass ich meinen 102/500er Refraktor nebst Pipemount und Stativ über den Ärmelkanal kutschiert habe: Sternenklarer Himmel und abgesehen von einer Straßenlaterne und etwas Beleuchtung am kleinen Hafen keine Lichtverschmutzung bis in die Normandie mehr
Teleskop: Skywatcher Startravel 102/500
Okular: Maxvision 24mm/68°
Ort: Lyme Regis (Dorset, GB)
Datum u. Zeit: 09.07.2015, 2300-0100 (GMT+1)
Literatur: Kosmos Sternatlas kompakt.
Zuhause habe ich vor dem Schützen das Nachbarhaus und den Lichtsumpf von Düsseldorf. Hier hatte ich freie Südsicht bis zum Horizont und ein Himmel irgendwo um Bortle 4 oder 3. So gut bin ich da nicht im Schätzen
Da ich sonst ja kaum im Schützen unterwegs bin, waren die Standards für mich etwas Besonderes. Den Anfang machte die Kugelsternhaufen M28 und M22, über die ich von
Lambda Sgr aus quasi "stolperte". Von dort aus wanderte ich nach Norden zum offenen Haufen M18, dem Omeganebel M17, die zusammen in den Okularausschnitt passten sowie zum Adlernebel M16.
Auch der Lagunennebel M8 und der Trifidnebel gaben zusammen im Okular ein grandioses Bild ab. Der Lagunennebel war schon im 6*30-Sucher ein auffälliges Objekt.
Das galt auch für die Milchstraßenwolke M24. Diese passte zwar nur knapp ins Bild im Okular aber die schiere Anzahl von Sternen war überwältigend.
A propos Milchstraße: So strukturiert mit Seitenarmen und bis beinahe hinunter zum Horizont habe ich sie noch nie gesehen! Dazu noch das Rauschen des Meeres auf dem 30m entfernten Kiesstrand - einfach genial!
Nun schraubte ich den Baader O-III-Filter ein und machte einen Abstecher in den Schwan. Ich besuchte ausgehend von Deneb , Sadr und Epsilon Cyg den Zirrusnebel NGC 6992/5+6960. Dieser enttäuschte mich etwas. Bei dem Himmel hatte ich ihn leuchtender erwartet. Aber der Nebel bot nur einen recht schwachen, schleierartigen Schein. Mag an den 4 Zoll Öffnung liegen...
Schöner kam da der Nordamerikanebel NGC7000 daher. Auch etwas knapp im Okularausschnitt aber deutlich erkennbar. Der Golf von Mexiko scharf umrissen und jenseits der"Ostküste" konnte ich auch den Pelikannebel IC5070 ausmachen.
Langsam wurde ich müde. Tagsüber warteten ja Strand und Fossilien sammeln und so räumte ich nach einem kurzen Blick auf den Herkuleshaufen M13 meinen Kram vom Garten ins Ferienhaus.
Fazit:
Ach, so einen Himmel bräuchte ich zuhause...
Beste Grüße
Achim