KlausTietzel
Aktives Mitglied
Hallo Leute,
anbei ein kleiner BB vom 27.7.08.
Instrument: Skywatcher FH 100/500
Okulare : 5mm Hyperion, 35mm Panoptik, 28mm Apex in 2", TS Standardzenitspiegel, Baader OIII
Beobachtete Objekte: Jupiter, M51, M31, Nordamerikanebelkomplex, Cirrusnebel
Beobachtungsort: Wasserschutzgebiet Hemhofen, Nähe Erlangen; Grenzgroesse ca. 5.5mag -
Milchstrasse klar und begrenzt erkennbar, Great Rift sichtbar
Jetzt wird aber mal richtig Richfield betrieben: Den FH hatte ich günstig gebraucht erworben, jetzt wollen wir doch mal sehen wo das Instrument seine Stärken hat. Die Nebel im Schwan sollten ja Paradeobjekte für dieses Gerät sein.
- Erster Eindruck
Das Rohr ist doch voluminös, jedenfalls hat mich Größe und Gewicht überrascht. Mit Zenitspiegel und schweren langbrennweitigen Okularen kommen da gut 4Kg zustande.
Montiert war das Gerät auf einer ADM auf einem relativ lapprigen Astro5-Stativ. Das Wackeln bei höheren Vergrößerungen ist bereits ziemlich unangenehm. Naja, egal, ich will ja mehr so bei 15-30-facher Vergrößerung beobachten
- Jupiter
Hier habe ich nicht viel erwartet: ungünstige Position/Höhe, das Seeing war eher mäßig.
Dennoch: das Bild ist zwar deutlich dunkler als ich es vom 8"F6 gewohnt bin, in den Wolkenbändern waren aber bei 100-facher Vergrößerung schöne Strukturen erkennbar. Mehrere streifenförmige Strukturen in beiden Bändern, Ansätze von Ovalen zu sehen. Bei gutem Seeing wäre das bestimmt
ein phantastischer Anblick gewesen.
- Im Schwan
Inzwischen wurde es richtig dunkel. Also auf in den Schwan!
Tja, jetzt kann man mal sehen wie praktisch sone Dobsonmontierung ist. Der Refraktor hat bereits einen
deutlich tieferen Einblick als ein Mak z.B. Das Stativ konnte ich nicht soo hoch ausfahren. Also musste
einiges an Verrenkungen passieren bis ich endlich die Nordamerikaregion im Sucher hatte. Außerdem ist
das Peilen mit einem Winkelsucher ist doch etwas anders als mit einem geradsichtigen Sucher - das braucht
noch Übung!
Soooo, genau neben dem charakteristischen V unterhalb von Deneb - mitten im Nebel.
Mal sehen was mein neues Goldstück bringt - das 35mm Panoptik.
Zuerst ein Blick in die Milchstrasse. Klasse Mann! Surfen im Sternenmeer - von Randunschärfe nix zu sehen.
Diese Kombi ist gut! Bei 7mm AP etwas grau im Hintergrund - aber dieses Feld ...!
Also - jetzt den Baader-OIII rein. Funktioniert einwandfrei, keine Schwierigkeiten mit ungenauen
Gewindedurchmessern. Jetzt wollen mir mal sehen was die Nebel so treiben.
Jupp, auf den ersten Blick zu sehen.
- Intermezzo
(Anmerkung für nichtfränkische Leser:
+ "fei" ist eine nichtübersetzbare Vokabel und dient dazu, einer Tatsache Nachdruck zu verleihen
+ "gell" könnte man mit "ich sag's Dir" übersetzen
)
AAAAH! Wer ist denn um 23:30 hier mitten in der Pampa mit dem Auto unterwegs? Richtig schön mit Abblendlicht
angestrahlt - super Akkommodation - grrrrr.
Hm - hoffentlich sind's nicht die Grünen wegen Wasserschutz ? ... Nö kein Blaulicht
Ein Geländewagen hält, die Fenster gehen runter.
"Wos wirdn dess?"
Ah, der örtliche Jäger, suuuper...
'Ich kuck mir die Sterne an'
"Schaut aus wie a Abschussrampn - iiich denk mir scho, wer iss dau um halbazwölfa (=23:30) midden in der Bammba (=Wiese, ?dland) undawegs - hinter Dir steht fei a Jächerstand!!"
Ok, dumm stellen
"Oh, ist momentan Jagd - wusste ich gar nicht"
Lachen von seiner Seite
"Mensch, mensch, mensch, Bou (=Junge) - Jachd is as ganze Johr (=Jahr) über!!"
Ok, dummstellen funzt nicht
"Vorhin hob i drei Füchs dau (=hier) gsehn"
Schluck - Füchse - war da nicht ein Tollwutschild?
"I wollt scho ohhlieng (=anlegen), wär genau in Deine Richtung gangn. hast mei Scheinwerfer nett gsehng?"
Mmmmmpf - das war DER vorhin in der Ferne - mit Gewehr - in meine Richtung - shiiit !!!
'Ööh'
"Naja, im Scheinwerferlicht haua die Füchs immer glei widder ab" (=Füchse sind sehr lichtscheu)
"Brauchst da kanne Sorng machn" (=hast noch mal Glück gehabt)
Ich liiebe Füchse!
Jetzt aber: Flucht nach vorne!
'Vielleicht sage ich das nächste mal vorher Bescheid?'
"naaa, wennst hier bleibst, passts scho. Aber wennst noch weiter hinter fährst wirds fei _SAU_gfährlich, gell!! Dau iss ein Stand nachm andern!"
'och, hier ist schon super, alles klar!'
"Was gibts eigentlich zu sehen"
'Naja, im Süden ist Jupiter, über uns neblige Objekte - super Sache, wollen Sie mal kucken?'
Die Definition von Reflexionsnebel lass ich jetzt mal stecken...
"Jupiter, der helle da drüben? Ja kenn ich. Manchmal schau ich auch nach ohm (=oben). Mensch heut ist ja klar,
soviel Schderne, mensch, mensch, mensch ..."
Strike - geschafft! Ein Herz für Astronomen ...
"Allso, passd fei auf, gell! (=das nächste mal bitte etwas Vorsicht)
Er fährt von dannen.
- Der Schwan
Jetzt aber ran: Blicks ins Okular - hm, der Plausch hat doch etwas gedauert.
Also: Kreuzverrenken die zweite, Golf von Mexiko einstellen, Blick ins Okular
Da ist er: insgesamt ein diffuser Anblick, die Mexikoregion wunderbar zu differenzieren, die Dunkelwolke zwischen Nordamerika und Pelikan im ganzen zu erkennen.
DAS ist ein Objekt: fast 5° Feld und das ganze Gebiet passt grade angenehm ins Gesichtsfeld - was für ein Riesenteil ist dieses Nebelgebiet!
Ich schwenke das Rohr etwas hin und her um genauer zu sehen, wo die Nebel im Dunkel verschwinden. Faszinierend - der Anblick ist zwar subtil wie oft bei Nebeln,
dennoch kann man klasse das ganze Gebiet überblicken. Meine Adaption wird wieder besser. Der Golf tritt mit der Zeit immer deutlicher hervor. Feinere Strukturen sind
zwar nicht erkennbar, aber das ganze Gebiet ist voller Formen, und am Rand die Ausläufer die quasi im Raum verschwinden - irgendwie ungreifbar und deutlich zugleich.
Ein Anblick der süchtig macht.
Nächstes Objekt: Cirrusnebel
Wenn man erstmal beim richtigen Stern ist ebenfalls sofort sichtbar. Rohr etwas schwenken - und tatsächlich passen beide Nebelteile zusammen ins Gesichtsfeld.
Wow - wie im Sternatlas eingezeichnet. Zwei zarte Bögen am Rand des Gesichtsfeldes. Der Whisp ist mit viel Optimismus ebenfalls als ganz schwacher Schleier zu sehen,
aber nicht wirklich zu halten. Interessanter Effekt: im 8" F6 kam mir der Sturmvogel immer als das hellere Objekt vor. Jetzt habe ich den Eindruck, das die Hexenhand
heller und deutlicher zu sehen ist. Vielleicht liegt das einfach da dran, dass der Sturmvogel deutlich schmäler ist und deswegen einen schwächeren Eindruck erzeugt.
Schön zu differenzieren sind die äußeren Konturen der beiden Nebelanteile. Der Name Hexenhand passt wirklich gut. Feinere Filamente sind zwar kaum auszumachen, die gröberen
Helligkeitsunterschiede innerhalb der Nebel werden nach einiger Zeit aber schon sichtbar. Noch ein letzter Blick auf den Komplex als Ganzes: man kann sich richtig vorstellen was für ne gewaltige Explosion hier mal stattfand und die beiden Nebelanteile immer noch auseinandertreibt. Insgesamt ebenfalls ein grandioser Anblick!
- M31
Wenn wir schon mal da sind kucken wir noch bei Andromeda vorbei. Vielleicht waren die Bedingungen nicht besonders gut, die Galaxie steht noch relativ tief.
Der Spruch "M31 ist immer eine Enttäuschung wert" trifft hier aber leider ins Schwarze. Es zeigte sich ein unscheinbarer elliptischer Fleck, M33 gut zu erkennen.
Ich hätte viel mehr von den äußeren Regionen erwartet zu sehen. Naja - vielleicht doch verwöhnt vom Dobs: hier ist zwar in der Regel auch nicht viel Detail zu sehen,
die Größe der Galaxie ist aber immer wieder imposant. Dieser Eindruck fehlt im Refraktor - schade.
- M51
Noch kurz kucken wie sich dieses Objekt darstellt. Immerhin: beide Anteile gut zu erkennen, eine beeindruckende Konstellation! Leider auch hier nur ein ziemlich dunkles Bild ohne jedes Detail.
Insgesamt fehlts bei den Galaxien einfach an Licht.
Gesamteindruck: Großflächige Nebel mit dem Richfieldrefraktor sind eine Wucht! Surfen in der Milchstrasse ein Genuss. Allerdings: bei kleineren und lichtschwachen Objekten zugleich ist das Sehrerlebnis im Vergleich zu nem 8-ZOll-Spiegel eher dürftig. Vielleicht sind noch bessere Bedingungen für diese Öffnung nötig. Bei den mäßig bis guten Bedingungen die mir in der Regel zur Verfügung stehen ist dieses Gerät wirklich ein Spezialist für wenige Objekte.
Aber diese wenigen Objekte sind wirklich sehenswert - mensch, mensch, mensch ...
CS
Klaus
anbei ein kleiner BB vom 27.7.08.
Instrument: Skywatcher FH 100/500
Okulare : 5mm Hyperion, 35mm Panoptik, 28mm Apex in 2", TS Standardzenitspiegel, Baader OIII
Beobachtete Objekte: Jupiter, M51, M31, Nordamerikanebelkomplex, Cirrusnebel
Beobachtungsort: Wasserschutzgebiet Hemhofen, Nähe Erlangen; Grenzgroesse ca. 5.5mag -
Milchstrasse klar und begrenzt erkennbar, Great Rift sichtbar
Jetzt wird aber mal richtig Richfield betrieben: Den FH hatte ich günstig gebraucht erworben, jetzt wollen wir doch mal sehen wo das Instrument seine Stärken hat. Die Nebel im Schwan sollten ja Paradeobjekte für dieses Gerät sein.
- Erster Eindruck
Das Rohr ist doch voluminös, jedenfalls hat mich Größe und Gewicht überrascht. Mit Zenitspiegel und schweren langbrennweitigen Okularen kommen da gut 4Kg zustande.
Montiert war das Gerät auf einer ADM auf einem relativ lapprigen Astro5-Stativ. Das Wackeln bei höheren Vergrößerungen ist bereits ziemlich unangenehm. Naja, egal, ich will ja mehr so bei 15-30-facher Vergrößerung beobachten
- Jupiter
Hier habe ich nicht viel erwartet: ungünstige Position/Höhe, das Seeing war eher mäßig.
Dennoch: das Bild ist zwar deutlich dunkler als ich es vom 8"F6 gewohnt bin, in den Wolkenbändern waren aber bei 100-facher Vergrößerung schöne Strukturen erkennbar. Mehrere streifenförmige Strukturen in beiden Bändern, Ansätze von Ovalen zu sehen. Bei gutem Seeing wäre das bestimmt
ein phantastischer Anblick gewesen.
- Im Schwan
Inzwischen wurde es richtig dunkel. Also auf in den Schwan!
Tja, jetzt kann man mal sehen wie praktisch sone Dobsonmontierung ist. Der Refraktor hat bereits einen
deutlich tieferen Einblick als ein Mak z.B. Das Stativ konnte ich nicht soo hoch ausfahren. Also musste
einiges an Verrenkungen passieren bis ich endlich die Nordamerikaregion im Sucher hatte. Außerdem ist
das Peilen mit einem Winkelsucher ist doch etwas anders als mit einem geradsichtigen Sucher - das braucht
noch Übung!
Soooo, genau neben dem charakteristischen V unterhalb von Deneb - mitten im Nebel.
Mal sehen was mein neues Goldstück bringt - das 35mm Panoptik.
Zuerst ein Blick in die Milchstrasse. Klasse Mann! Surfen im Sternenmeer - von Randunschärfe nix zu sehen.
Diese Kombi ist gut! Bei 7mm AP etwas grau im Hintergrund - aber dieses Feld ...!
Also - jetzt den Baader-OIII rein. Funktioniert einwandfrei, keine Schwierigkeiten mit ungenauen
Gewindedurchmessern. Jetzt wollen mir mal sehen was die Nebel so treiben.
Jupp, auf den ersten Blick zu sehen.
- Intermezzo
(Anmerkung für nichtfränkische Leser:
+ "fei" ist eine nichtübersetzbare Vokabel und dient dazu, einer Tatsache Nachdruck zu verleihen
+ "gell" könnte man mit "ich sag's Dir" übersetzen
)
AAAAH! Wer ist denn um 23:30 hier mitten in der Pampa mit dem Auto unterwegs? Richtig schön mit Abblendlicht
angestrahlt - super Akkommodation - grrrrr.
Hm - hoffentlich sind's nicht die Grünen wegen Wasserschutz ? ... Nö kein Blaulicht
Ein Geländewagen hält, die Fenster gehen runter.
"Wos wirdn dess?"
Ah, der örtliche Jäger, suuuper...
'Ich kuck mir die Sterne an'
"Schaut aus wie a Abschussrampn - iiich denk mir scho, wer iss dau um halbazwölfa (=23:30) midden in der Bammba (=Wiese, ?dland) undawegs - hinter Dir steht fei a Jächerstand!!"
Ok, dumm stellen
"Oh, ist momentan Jagd - wusste ich gar nicht"
Lachen von seiner Seite
"Mensch, mensch, mensch, Bou (=Junge) - Jachd is as ganze Johr (=Jahr) über!!"
Ok, dummstellen funzt nicht
"Vorhin hob i drei Füchs dau (=hier) gsehn"
Schluck - Füchse - war da nicht ein Tollwutschild?
"I wollt scho ohhlieng (=anlegen), wär genau in Deine Richtung gangn. hast mei Scheinwerfer nett gsehng?"
Mmmmmpf - das war DER vorhin in der Ferne - mit Gewehr - in meine Richtung - shiiit !!!
'Ööh'
"Naja, im Scheinwerferlicht haua die Füchs immer glei widder ab" (=Füchse sind sehr lichtscheu)
"Brauchst da kanne Sorng machn" (=hast noch mal Glück gehabt)
Ich liiebe Füchse!
Jetzt aber: Flucht nach vorne!
'Vielleicht sage ich das nächste mal vorher Bescheid?'
"naaa, wennst hier bleibst, passts scho. Aber wennst noch weiter hinter fährst wirds fei _SAU_gfährlich, gell!! Dau iss ein Stand nachm andern!"
'och, hier ist schon super, alles klar!'
"Was gibts eigentlich zu sehen"
'Naja, im Süden ist Jupiter, über uns neblige Objekte - super Sache, wollen Sie mal kucken?'
Die Definition von Reflexionsnebel lass ich jetzt mal stecken...
"Jupiter, der helle da drüben? Ja kenn ich. Manchmal schau ich auch nach ohm (=oben). Mensch heut ist ja klar,
soviel Schderne, mensch, mensch, mensch ..."
Strike - geschafft! Ein Herz für Astronomen ...
"Allso, passd fei auf, gell! (=das nächste mal bitte etwas Vorsicht)
Er fährt von dannen.
- Der Schwan
Jetzt aber ran: Blicks ins Okular - hm, der Plausch hat doch etwas gedauert.
Also: Kreuzverrenken die zweite, Golf von Mexiko einstellen, Blick ins Okular
Da ist er: insgesamt ein diffuser Anblick, die Mexikoregion wunderbar zu differenzieren, die Dunkelwolke zwischen Nordamerika und Pelikan im ganzen zu erkennen.
DAS ist ein Objekt: fast 5° Feld und das ganze Gebiet passt grade angenehm ins Gesichtsfeld - was für ein Riesenteil ist dieses Nebelgebiet!
Ich schwenke das Rohr etwas hin und her um genauer zu sehen, wo die Nebel im Dunkel verschwinden. Faszinierend - der Anblick ist zwar subtil wie oft bei Nebeln,
dennoch kann man klasse das ganze Gebiet überblicken. Meine Adaption wird wieder besser. Der Golf tritt mit der Zeit immer deutlicher hervor. Feinere Strukturen sind
zwar nicht erkennbar, aber das ganze Gebiet ist voller Formen, und am Rand die Ausläufer die quasi im Raum verschwinden - irgendwie ungreifbar und deutlich zugleich.
Ein Anblick der süchtig macht.
Nächstes Objekt: Cirrusnebel
Wenn man erstmal beim richtigen Stern ist ebenfalls sofort sichtbar. Rohr etwas schwenken - und tatsächlich passen beide Nebelteile zusammen ins Gesichtsfeld.
Wow - wie im Sternatlas eingezeichnet. Zwei zarte Bögen am Rand des Gesichtsfeldes. Der Whisp ist mit viel Optimismus ebenfalls als ganz schwacher Schleier zu sehen,
aber nicht wirklich zu halten. Interessanter Effekt: im 8" F6 kam mir der Sturmvogel immer als das hellere Objekt vor. Jetzt habe ich den Eindruck, das die Hexenhand
heller und deutlicher zu sehen ist. Vielleicht liegt das einfach da dran, dass der Sturmvogel deutlich schmäler ist und deswegen einen schwächeren Eindruck erzeugt.
Schön zu differenzieren sind die äußeren Konturen der beiden Nebelanteile. Der Name Hexenhand passt wirklich gut. Feinere Filamente sind zwar kaum auszumachen, die gröberen
Helligkeitsunterschiede innerhalb der Nebel werden nach einiger Zeit aber schon sichtbar. Noch ein letzter Blick auf den Komplex als Ganzes: man kann sich richtig vorstellen was für ne gewaltige Explosion hier mal stattfand und die beiden Nebelanteile immer noch auseinandertreibt. Insgesamt ebenfalls ein grandioser Anblick!
- M31
Wenn wir schon mal da sind kucken wir noch bei Andromeda vorbei. Vielleicht waren die Bedingungen nicht besonders gut, die Galaxie steht noch relativ tief.
Der Spruch "M31 ist immer eine Enttäuschung wert" trifft hier aber leider ins Schwarze. Es zeigte sich ein unscheinbarer elliptischer Fleck, M33 gut zu erkennen.
Ich hätte viel mehr von den äußeren Regionen erwartet zu sehen. Naja - vielleicht doch verwöhnt vom Dobs: hier ist zwar in der Regel auch nicht viel Detail zu sehen,
die Größe der Galaxie ist aber immer wieder imposant. Dieser Eindruck fehlt im Refraktor - schade.
- M51
Noch kurz kucken wie sich dieses Objekt darstellt. Immerhin: beide Anteile gut zu erkennen, eine beeindruckende Konstellation! Leider auch hier nur ein ziemlich dunkles Bild ohne jedes Detail.
Insgesamt fehlts bei den Galaxien einfach an Licht.
Gesamteindruck: Großflächige Nebel mit dem Richfieldrefraktor sind eine Wucht! Surfen in der Milchstrasse ein Genuss. Allerdings: bei kleineren und lichtschwachen Objekten zugleich ist das Sehrerlebnis im Vergleich zu nem 8-ZOll-Spiegel eher dürftig. Vielleicht sind noch bessere Bedingungen für diese Öffnung nötig. Bei den mäßig bis guten Bedingungen die mir in der Regel zur Verfügung stehen ist dieses Gerät wirklich ein Spezialist für wenige Objekte.
Aber diese wenigen Objekte sind wirklich sehenswert - mensch, mensch, mensch ...
CS
Klaus