mevo
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Hallo zusammen,
ob des schönen Wetters hatte ich schon seit Tagen auf die nächste Gelegenheit gefiebert, einigermaßen ungestört vom Mond einen Beobachtungsabend zu verleben.
Gestern war es soweit, das Wetter hatte gehalten, Mondaufgang um 22:15, das ließ ab Beginn der astronomischen Dunkelheit (19:26h) fast 3h Zeit zum Beobachten.
Schon um 18:50h war ich mit meinem 10"-Dobson 'Henrietta' am Taubenberg draußen, so konnte bis zum Eintritt der Dunkelheit das Teleskop schonmal abkühlen. Grenzgröße war dann so geschätzte 5m8 - 6m0, kein Wind, Temperaturen um -10° oder knapp darunter.
Zu Beginn wird der sehr hoch stehende Saturn bei 180x - 240x anvisiert. Das Seeing ist recht ordentlich, C-Ring und Cassini-Teilung gut zu sehen, außerdem ein schmaler Planetenschatten auf den Ringen. Die Monde Tethys, Rhea und Dione umgeben den Saturn in Form eines fast gleichseitigen Dreiecks, Titan deutlicher heller etwas weiter südöstlich.
Ich habe diesmal vorher nachgeschaut, wo Enceladus stehen müßte. Tatsächlich kann ich bei indirektem Sehen momentweise ein weiteres schwaches Pünktchen ost-südöstlich von Saturn erhaschen, das paßt zur Position von Enceladus. Das Pünktchen taucht immer wieder momentweise an der gleichen Stelle auf, so daß ich eine Täuschung nahezu ausschließe.
Da das Seeing ganz ordentlich ist, nehme ich wieder einmal das Trapez im Orion aufs Korn. Die E- und F-Komponente springen mich förmlich an, geradezu unverständlich, daß man die bei schlechterem Seeing oft garnicht sehen kann.
Etwas südlich des Trapez, noch innerhalb der Huyghens-Region kurz vor dem Fischmaul, kann ich ein weiteres schwaches Sternchen herausarbeiten, daß aber nur momentweise bei indirektem Sehen sichtbar wird. Auf dem Foto in der aktuellen Interstellarum auf Seite 39 ist dieses Sternchen mit MT bezeichnet, es weist eine Helligkeit von 12m1 auf. Das sollte für einen 10-Zöller normalerweise eine leichte Übung sein, jedoch macht der helle Nebelhintergrund die Sache wesentlich schwerer. 2-3Mag kann man da von der normalerweise erreichbaren Grenzgröße abziehen.
Aufgrund des guten Seeings schaue ich gleich mal bei Jupiter vorbei, der bei 240x aber doch ein wenig wabert.
3 Monde sind zu sehen, Europa versteckt sich hinter Jupiter und soll um 21:07h aus dessen Schatten treten.
Der GRF steht ziemlich in der Mitte und ist deutlich zu sehen. Vorausgehend hat das SEB an seiner Südseite einen deutlich dunkleren Streifen, der sich an der Bucht des GRF dann nach Norden wendet. Dem GRF nachfolgend sind einige in des SEB eingebettete helle Flecken erkennbar, die das Band beinahe zweigeteilt erscheinen lassen. In dem Bereich vor und hinter dem GRF ist außerdem ein Fragment des STB zu sehen, das aber beiderseits nicht ganz bis zum Planetenrand reicht.
Am Nordrand des NEB sehe ich einen auffälligen dunklen Barren, noch nicht ganz am Zentralmeridian.
Auf einem Zettel habe ich mir die Hausnummern von ein paar Galaxien und einem PN im Grenzbereich westl. Lepus / Eridanus notiert.
Als erstes versuche ich mich an der relativ hellen Galaxie NGC 1832. Bei 60x kann ich neben einem relativ hellen Sternchen nur einen ganz schwachen Nebel erkennen. 178x zeigt diesen Nebel leicht länglich-oval, etwa nord-südlich ausgerichtet und bei indirektem Sehen blitzt schwach ein sternartiges Zentrum auf. Die Galaxie ist aber insgesamt deutlich schwieriger als ich bei 11m3 vermutet hatte. Da die anderen Galaxien auf meiner Liste noch schwächer sind, streiche ich sie aus dem Programm und versuche mich als nächstes an dem PN IC418.
IC 418 ist ein kleiner, aber sehr flächenheller PN, der schon im 10x50-Sucher als schwaches Sternchen erscheint. Auch im Okular bei 60x bleibt der Eindruck sternartig. Bei 240x sehe ich dann ein deutliches Scheibchen, der 10m3 helle Zentralstern hat Mühe, sich gegen den hellen Nebel durchzusetzen, ist aber indirekt schwach sichtbar. Der PN wirkt fast kreisrund und scheint nach außen etwas lichtschwächer zu werden. Vielleicht wird dieser Eindruck aber auch nur durch den Zentralstern hervorgerufen. Mit UHC-Filter bei gleicher Vergrößerung kann ich den Zentralstern nicht mehr erkennen, der PN erscheint nun gleichmäßig und sehr hell.
Nun habe ich V838 Mon mit seinem Lichtecho auf der Liste. Die richtige Stelle ist anhand meiner beiden vorher erstellten Aufsuchkärtchen bald gefunden, aber ich weiß nicht so recht, worauf ich achten muß. Wieder hilft ein Foto aus dem Beobachterforum der Interstellarum (Seite 9). Die dort dargestellte Himmelsregion kann ich nach einigem Suchen identifizieren. V838 wird von 2 markanten Ketten aus je 3 Sternen nördl. und südl. eingerahmt. Verbindet man den östlichsten Stern der nördl. Kette mit dem mittleren der südl., so sollte V838 etwa auf der Mitte liegen. Bei 180x und 240x sehe ich einige lichtschwache Sternchen, die auf dem Foto deutlich erkennbar sind, immer mal wieder einzeln aufblitzen. Etwas westlich dieser Linie meine ich, bei indir. Sehen ganz schwach etwas nebliges zu sehen. Das würde mit der Region zusammenpassen, in der nach dem Foto das Lichtecho am besten definiert ist. Diese Beobachtung wird von Mitbeobachter Bernd Gährken bestätigt, jedoch sind wir uns beide nicht ganz sicher, ob wir wirklich das Lichtecho oder doch nur lichtschwache Sterne sehen.
Nach dieser Augenverrenkerei schaue ich auf die Uhr: 21:10h! 'Zefix, ich habe den Austritt von Europa aus Jupiters Schatten verpaßt. Trotzdem ein kurzer Blick zu Jupiter, tatsächlich erstrahlt Europa bereits in voller Helligkeit. Der GRF hat sich mittlerweile aus dem Blickfeld gedreht, tatsächlich ist nun in diesem Bereich auch fast nichts mehr von dem STB zu sehen, vielleicht noch ganz schwach am Westrand.
Naja, ich lasse mir den Abend von diesem verpaßten Ereignis nicht verderben und wende mich wieder Monoceros zu.
Über den schon im Sucher sichtbaren Weihnachtsbaumhaufen taste ich mich zu Hubbles veränderlichem Nebel vor.
Bei 60x wirkt der Nebel wie ein kleiner, dreieckiger Komet mit einem hellen Kern an der Südspitze.
Bei 180x ist der Stern an der Südspitze deutlich zu sehen, in diesem Bereich ist der Nebel auch am hellsten, vor allem etwas nordöstl. des Sterns. Ansonsten ist der Nebel an seiner Westseite am schärfsten definiert und läuft im Nordosten allmählich in den Hintergrund aus.
Ein weiteres Objekt kommt mir in den Sinn, das ich schon lange einmal anschauen wollte: NGC 2419, der intergalaktische Wanderer. Es handelt sich hierbei um einen Kugelhaufen, der etwa 300.000 LJ von uns entfernt ist und damit das am weitesten entfernte Objekt unserer Milchstraße, das wir beobachten können, fast doppelt so weit wie die Magellanschen Wolken!
Das Zielgebiet in Lynx steht nah am Zenit und ich muß vor Henrietta knien, um durch den Sucher sehen zu können (jaja, so haben das die Frauen gern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ).
Eine in der Uranometria verzeichnete kurze Kette aus 3 Sternen weist auf den KH hin und ist schon im Sucher zu erkennen. Der mittlere und schwächste Stern dieser Kette ist als Doppelstern eingezeichnet, tatsächlich kann ich im Okular bei 60x einen noch schwächeren Begleiter nördlich in recht komfortablem Abstand erkennen.
NGC 2419 erscheint bei 60x als schwaches, direkt aber noch zu haltendes Nebelchen. Bei 178x immer noch nicht aufgelöst, auch nicht ansatzweise, aber zum Zentrum etwas heller werdend, jedoch ohne auffälligen Kern. Der nächststehende und hellste Stern der Sternkette stört beim Beobachten. Ich meine, eine nicht ganz runde, sondern leicht unregelmäßige Form zu erkennen, Fotos bestätigen dies aber nicht. Vielleicht war das nur der Störeinfluß des nahestehenden Sterns.
Ab 22:00h nehme ich mir nochmals Jupiter aufs Korn, um eine enge Begegnung von Europa und Ganymed zu verfolgen.
Anfangs steht Europa noch sichtbar näher an Jupiter und beide Monde sind noch recht komfortabel getrennt. In den folgenden Minuten schiebt sich Europa dann langsam an Ganymed vorbei, etwa 22:07h stehen die beiden nord-südlich sehr dicht beisammen, bei 180x ist aber immer noch eine schmale Lücke zu erkennen, zumindest in Momenten ruhiger Luft. Insgesamt hat sich das Seeing aber gegenüber vorher verschlechtert. Wenige Minuten später sehe ich dann Europa weiter außen stehen und die beiden entfernen sich wieder voneinander.
Während es im Osten durch den aufgehenden Mond langsam heller wird, nehme ich mir zum Abschied noch einmal Saturn vor.
Die Stellung der Monde hat sich erkennbar verändert, alles ist im Uhrzeigersinn (im umkehrenden Fernrohr gesehen) weitergewandert. Enceladus ist nun noch etwas deutlicher als vorher zu etwa 30% der Zeit bei indirektem Sehen ziemlich genau östlich der Längsachse von Saturns Ringen zu erkennen, vielleicht schon einen kleinen Tick nördlich davon.
Nach dieser Beobachtung packe ich zusammen, während es im Osten immer heller wird und der Mond zwischen den Bäumen hervorzublinzeln beginnt.
Zufrieden über das gesehene fahre ich nach Hause. Heute ist schon wieder alles in Nebelsuppe getaucht und der Hochnebel scheint wieder einmal den Himmel nicht freigeben zu wollen. Hoffentlich klart es am WE wieder auf, Abende wie den gestrigen könnte ich öfter gebrauchen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
ob des schönen Wetters hatte ich schon seit Tagen auf die nächste Gelegenheit gefiebert, einigermaßen ungestört vom Mond einen Beobachtungsabend zu verleben.
Gestern war es soweit, das Wetter hatte gehalten, Mondaufgang um 22:15, das ließ ab Beginn der astronomischen Dunkelheit (19:26h) fast 3h Zeit zum Beobachten.
Schon um 18:50h war ich mit meinem 10"-Dobson 'Henrietta' am Taubenberg draußen, so konnte bis zum Eintritt der Dunkelheit das Teleskop schonmal abkühlen. Grenzgröße war dann so geschätzte 5m8 - 6m0, kein Wind, Temperaturen um -10° oder knapp darunter.
Zu Beginn wird der sehr hoch stehende Saturn bei 180x - 240x anvisiert. Das Seeing ist recht ordentlich, C-Ring und Cassini-Teilung gut zu sehen, außerdem ein schmaler Planetenschatten auf den Ringen. Die Monde Tethys, Rhea und Dione umgeben den Saturn in Form eines fast gleichseitigen Dreiecks, Titan deutlicher heller etwas weiter südöstlich.
Ich habe diesmal vorher nachgeschaut, wo Enceladus stehen müßte. Tatsächlich kann ich bei indirektem Sehen momentweise ein weiteres schwaches Pünktchen ost-südöstlich von Saturn erhaschen, das paßt zur Position von Enceladus. Das Pünktchen taucht immer wieder momentweise an der gleichen Stelle auf, so daß ich eine Täuschung nahezu ausschließe.
Da das Seeing ganz ordentlich ist, nehme ich wieder einmal das Trapez im Orion aufs Korn. Die E- und F-Komponente springen mich förmlich an, geradezu unverständlich, daß man die bei schlechterem Seeing oft garnicht sehen kann.
Etwas südlich des Trapez, noch innerhalb der Huyghens-Region kurz vor dem Fischmaul, kann ich ein weiteres schwaches Sternchen herausarbeiten, daß aber nur momentweise bei indirektem Sehen sichtbar wird. Auf dem Foto in der aktuellen Interstellarum auf Seite 39 ist dieses Sternchen mit MT bezeichnet, es weist eine Helligkeit von 12m1 auf. Das sollte für einen 10-Zöller normalerweise eine leichte Übung sein, jedoch macht der helle Nebelhintergrund die Sache wesentlich schwerer. 2-3Mag kann man da von der normalerweise erreichbaren Grenzgröße abziehen.
Aufgrund des guten Seeings schaue ich gleich mal bei Jupiter vorbei, der bei 240x aber doch ein wenig wabert.
3 Monde sind zu sehen, Europa versteckt sich hinter Jupiter und soll um 21:07h aus dessen Schatten treten.
Der GRF steht ziemlich in der Mitte und ist deutlich zu sehen. Vorausgehend hat das SEB an seiner Südseite einen deutlich dunkleren Streifen, der sich an der Bucht des GRF dann nach Norden wendet. Dem GRF nachfolgend sind einige in des SEB eingebettete helle Flecken erkennbar, die das Band beinahe zweigeteilt erscheinen lassen. In dem Bereich vor und hinter dem GRF ist außerdem ein Fragment des STB zu sehen, das aber beiderseits nicht ganz bis zum Planetenrand reicht.
Am Nordrand des NEB sehe ich einen auffälligen dunklen Barren, noch nicht ganz am Zentralmeridian.
Auf einem Zettel habe ich mir die Hausnummern von ein paar Galaxien und einem PN im Grenzbereich westl. Lepus / Eridanus notiert.
Als erstes versuche ich mich an der relativ hellen Galaxie NGC 1832. Bei 60x kann ich neben einem relativ hellen Sternchen nur einen ganz schwachen Nebel erkennen. 178x zeigt diesen Nebel leicht länglich-oval, etwa nord-südlich ausgerichtet und bei indirektem Sehen blitzt schwach ein sternartiges Zentrum auf. Die Galaxie ist aber insgesamt deutlich schwieriger als ich bei 11m3 vermutet hatte. Da die anderen Galaxien auf meiner Liste noch schwächer sind, streiche ich sie aus dem Programm und versuche mich als nächstes an dem PN IC418.
IC 418 ist ein kleiner, aber sehr flächenheller PN, der schon im 10x50-Sucher als schwaches Sternchen erscheint. Auch im Okular bei 60x bleibt der Eindruck sternartig. Bei 240x sehe ich dann ein deutliches Scheibchen, der 10m3 helle Zentralstern hat Mühe, sich gegen den hellen Nebel durchzusetzen, ist aber indirekt schwach sichtbar. Der PN wirkt fast kreisrund und scheint nach außen etwas lichtschwächer zu werden. Vielleicht wird dieser Eindruck aber auch nur durch den Zentralstern hervorgerufen. Mit UHC-Filter bei gleicher Vergrößerung kann ich den Zentralstern nicht mehr erkennen, der PN erscheint nun gleichmäßig und sehr hell.
Nun habe ich V838 Mon mit seinem Lichtecho auf der Liste. Die richtige Stelle ist anhand meiner beiden vorher erstellten Aufsuchkärtchen bald gefunden, aber ich weiß nicht so recht, worauf ich achten muß. Wieder hilft ein Foto aus dem Beobachterforum der Interstellarum (Seite 9). Die dort dargestellte Himmelsregion kann ich nach einigem Suchen identifizieren. V838 wird von 2 markanten Ketten aus je 3 Sternen nördl. und südl. eingerahmt. Verbindet man den östlichsten Stern der nördl. Kette mit dem mittleren der südl., so sollte V838 etwa auf der Mitte liegen. Bei 180x und 240x sehe ich einige lichtschwache Sternchen, die auf dem Foto deutlich erkennbar sind, immer mal wieder einzeln aufblitzen. Etwas westlich dieser Linie meine ich, bei indir. Sehen ganz schwach etwas nebliges zu sehen. Das würde mit der Region zusammenpassen, in der nach dem Foto das Lichtecho am besten definiert ist. Diese Beobachtung wird von Mitbeobachter Bernd Gährken bestätigt, jedoch sind wir uns beide nicht ganz sicher, ob wir wirklich das Lichtecho oder doch nur lichtschwache Sterne sehen.
Nach dieser Augenverrenkerei schaue ich auf die Uhr: 21:10h! 'Zefix, ich habe den Austritt von Europa aus Jupiters Schatten verpaßt. Trotzdem ein kurzer Blick zu Jupiter, tatsächlich erstrahlt Europa bereits in voller Helligkeit. Der GRF hat sich mittlerweile aus dem Blickfeld gedreht, tatsächlich ist nun in diesem Bereich auch fast nichts mehr von dem STB zu sehen, vielleicht noch ganz schwach am Westrand.
Naja, ich lasse mir den Abend von diesem verpaßten Ereignis nicht verderben und wende mich wieder Monoceros zu.
Über den schon im Sucher sichtbaren Weihnachtsbaumhaufen taste ich mich zu Hubbles veränderlichem Nebel vor.
Bei 60x wirkt der Nebel wie ein kleiner, dreieckiger Komet mit einem hellen Kern an der Südspitze.
Bei 180x ist der Stern an der Südspitze deutlich zu sehen, in diesem Bereich ist der Nebel auch am hellsten, vor allem etwas nordöstl. des Sterns. Ansonsten ist der Nebel an seiner Westseite am schärfsten definiert und läuft im Nordosten allmählich in den Hintergrund aus.
Ein weiteres Objekt kommt mir in den Sinn, das ich schon lange einmal anschauen wollte: NGC 2419, der intergalaktische Wanderer. Es handelt sich hierbei um einen Kugelhaufen, der etwa 300.000 LJ von uns entfernt ist und damit das am weitesten entfernte Objekt unserer Milchstraße, das wir beobachten können, fast doppelt so weit wie die Magellanschen Wolken!
Das Zielgebiet in Lynx steht nah am Zenit und ich muß vor Henrietta knien, um durch den Sucher sehen zu können (jaja, so haben das die Frauen gern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ).
Eine in der Uranometria verzeichnete kurze Kette aus 3 Sternen weist auf den KH hin und ist schon im Sucher zu erkennen. Der mittlere und schwächste Stern dieser Kette ist als Doppelstern eingezeichnet, tatsächlich kann ich im Okular bei 60x einen noch schwächeren Begleiter nördlich in recht komfortablem Abstand erkennen.
NGC 2419 erscheint bei 60x als schwaches, direkt aber noch zu haltendes Nebelchen. Bei 178x immer noch nicht aufgelöst, auch nicht ansatzweise, aber zum Zentrum etwas heller werdend, jedoch ohne auffälligen Kern. Der nächststehende und hellste Stern der Sternkette stört beim Beobachten. Ich meine, eine nicht ganz runde, sondern leicht unregelmäßige Form zu erkennen, Fotos bestätigen dies aber nicht. Vielleicht war das nur der Störeinfluß des nahestehenden Sterns.
Ab 22:00h nehme ich mir nochmals Jupiter aufs Korn, um eine enge Begegnung von Europa und Ganymed zu verfolgen.
Anfangs steht Europa noch sichtbar näher an Jupiter und beide Monde sind noch recht komfortabel getrennt. In den folgenden Minuten schiebt sich Europa dann langsam an Ganymed vorbei, etwa 22:07h stehen die beiden nord-südlich sehr dicht beisammen, bei 180x ist aber immer noch eine schmale Lücke zu erkennen, zumindest in Momenten ruhiger Luft. Insgesamt hat sich das Seeing aber gegenüber vorher verschlechtert. Wenige Minuten später sehe ich dann Europa weiter außen stehen und die beiden entfernen sich wieder voneinander.
Während es im Osten durch den aufgehenden Mond langsam heller wird, nehme ich mir zum Abschied noch einmal Saturn vor.
Die Stellung der Monde hat sich erkennbar verändert, alles ist im Uhrzeigersinn (im umkehrenden Fernrohr gesehen) weitergewandert. Enceladus ist nun noch etwas deutlicher als vorher zu etwa 30% der Zeit bei indirektem Sehen ziemlich genau östlich der Längsachse von Saturns Ringen zu erkennen, vielleicht schon einen kleinen Tick nördlich davon.
Nach dieser Beobachtung packe ich zusammen, während es im Osten immer heller wird und der Mond zwischen den Bäumen hervorzublinzeln beginnt.
Zufrieden über das gesehene fahre ich nach Hause. Heute ist schon wieder alles in Nebelsuppe getaucht und der Hochnebel scheint wieder einmal den Himmel nicht freigeben zu wollen. Hoffentlich klart es am WE wieder auf, Abende wie den gestrigen könnte ich öfter gebrauchen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />